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Von der Notwendigkeit des Terrors |
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geschrieben am: 08.01.2002 um 06:51 Uhr
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Wer definiert Terror bzw. Terrorismus?
Der Aufstand des Subcomandante Marcos und seiner EZLN in Mexiko kann als Freiheitskampf unterdrückter Indios angesehen werden. Für die mexik. Regierung ist der Guerillaverein nichts weiter als eine mordende Terrorbande.
Was hilft es, wenn sich ein paar Dutzend Menschen zusammentun und die Welt ein bisschen gerechter, lebenswerter und freier machen wollen, aber Regierung und Medien verurteilen sie direkt als Terroristen und entziehen ihnen gnadenlos den Boden der Legitimation?
Wer immer das System verändern will, wer auch noch so edle Ziele und Vorstellungen von einer neuen Welt hat, wessen Kampf auch noch so gerecht und legitim ist....richtet sich der Aufstand gegen die herrschenden Institutionen ist er nichts weiter als ein sinnloser Kleinkrieg blutrünstiger, einzelner Irrer gegen den lieben, armen Staat.
Der 11. September und die folgende Medienpolitik haben das Bewusstsein der Menschen auf eine radikale Weise verändert.
Wo auch immer Menschen von nun an gegen Regierungen und Systeme ankämpfen wollen...und seien diese Systeme noch so tyrannisch und grausam....der Staat wird sie als Terroristen definieren --> die Medien werden sie als Terroristen verurteilen --> und für den gutgläubigen, braven Bürger daheim vor dem Fernseher werden die selbsternannten Freiheitskämpfer nichts weiter als Terroristen sein.
Würde Che Guevara heute leben, er hätte es ungemein schwerer als damals, seine Ideale zu realisieren.
Aber sollte der Staat die Wege in den Untergrund auch noch so steinig pflastern, für unzugänglich wird er sie nie machen können.
Terror kann sinnlos, unverständlich und unnötig blutig sein. Terror kann aber auch (wenn er dem richtigen Ziel dient) der legitime Versuch sein, dass kaputt zu machen, was den Menschen kaputt macht.
Terror ist die Waffe des kleinen, unterdrückten Mannes gegen den mächtigen, repressiven Staat. Deswegen ist Terror auch notwendig, deswegen wird Terror nie abzuschaffen sein.
Terror kann auch Freiheitskampf sein, nicht Terror.
....und nicht jeder Arafat ist ein Bin Laden, liebe Kinder.
Lernt zu unterscheiden und betrachtet alles etwas genauer anstatt blind vor eurer Glotze zu hocken und den Medienmüll zu fressen.
Die wahren Terroristen sitzen in den Parlamenten dieser Welt und nicht in den Ghettos der Großstädte.
-Jodo-
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.01.2002 um 15:53 Uhr
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| Hast ja recht traum... aber meinst du das die wtc axtion ok war weil der kleine unterdrückte man osama bin laden mal eben sich an 3500 menschen die nichts dafür konnten umgebracht hat das war kein freiheitskampf das war sein dummer glaube nicht das ich den glauben verabscheuee aber deswegen gleich wtc in die luft jagen aber der beitrag hat schonn auch wahrheit an sich |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.01.2002 um 17:14 Uhr
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ich denke nicht, das der wunsch nach freiheit terror rechtfertigt. ich bin der ansicht, das es auch ohne gewalt und terroranschläge, so geschehen in der (ehemaligen) ddr, rumänien, ungarn, cssr... da gingen alle menschen, oder zumindest sehr viele, auf die strasse und erreichten so ihre souveränität. terror ist in jeder form zu verurteilen und zu bekämpfen!
ich finde es nicht in ordnung, wenn du sagst, das terror die waffe des kleinen mannes sei und deshalb gut sei. ich finde das auf gar keinen fall und halte diese meinung für sehr bedenklich!!!!! und bin laden ist sicherlich kein "kleiner mann", er ist vielmehr multimillionär, beseelt von seinem hass auf die usa
semper fidelis |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.01.2002 um 19:45 Uhr
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Gutes Thema.
" ...der Staat wird sie als Terroristen definieren --> die Medien werden sie als Terroristen verurteilen --> und für den gutgläubigen, braven Bürger daheim vor dem Fernseher werden die selbsternannten Freiheitskämpfer nichts weiter als Terroristen sein. "
Wenn ich ich mir mal diesen Teil rausnehmen darf.
Wie schaffen es die Medien in einem Rechtsstaat die Bürger so zu desinformieren. Bei der Bandbreite an Medien eigentlich unmöglich. Aber es ist so.
Sollte man da nicht von der Diktatur der Medien sprechen. Medien aber auch schon wieder das falsche Wort ist.
Es sind Medienkonzerne. Das sind tyranistische, totalitäre Institutionen, Megafirmen. Es sind gigantische beherschende Wirtschaften, von der Spitze aus geleitet, relativ unverantwortlich, und auf verschiedenartige Weise verknüpft. Ihr Hauptinteresse ist der Profit- aber viel weitgehender als das ist es, eine gewisse Art von Publikum zu erzeugen. Eines, das süchtig ist nach einem gewissen Lebensstil mit künstlichen Wünschen. Ein Publikum atomisiert, voneinander getrennt, genug fragmentiert, damit es an der politischen Arena nicht teilnimmt, um die Mächtigen nicht zu stören.
Es ist völlig natürlich.
Quelle: Gegeninformationsbüro
BZ
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.01.2002 um 20:17 Uhr
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Geld ist Macht...dieser Satz ist nicht die Wahrheit.
Wissen ist Macht schon eher. Wenn man sieht wieviel die Politik in Geheimdienste, Abschirmdienste, etc. steckt... Die wissen schon warum. Politiker sind doch im Durchschnitt mindestens 24 Stunden eher informiert als das gemeine Volk, wenn es nicht um eine sehr auffällige Sache geht. Und dieser Wissensvorsprung, der ist die Macht, deshalb kann man es noch eher als gut bezeichnen das die Medien heutzutage allen alles mitteilen. Was allerdings zu Problemen führt ist die Verbindung von Medien und Macht...(Bsp.: Berlusconi-Italien) Wo fängt da Information an und wo beginnt der Mißbrauch? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.01.2002 um 21:09 Uhr
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(zitat)deshalb kann man es noch eher als gut bezeichnen das die Medien heutzutage allen alles mitteilen. (/zitat)
Schön wär's.
Doch auch innerhalb der Pressefreiheit gibt es Grenzen in die gewiesen werden kann.
Es stand schon mal vor ein paar Wochen im Forum:
Es wird längst nicht das gezeigt, was wir sehen wollen, sondern, was wir sehen sollen.
Was uns die Medien heute präsentieren, kann morgen schon wieder dementiert werden. Vertrauen setzt man also nur bedingt ein.
Information=Desinformation
Warum also nicht: Medien sind Macht?
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| "Autor" |
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geschrieben am: 09.01.2002 um 17:41 Uhr
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ich denke das du einem punkt falsch liegst. ich denke auf jeden fall geld=macht, warum? nun, wer geld hat, hat macht, den ich denke nur mit geld kann man macht aufrechterhalten. und wer macht hat, kommt an geld. wer macht hat, kontrolliert auch fast zwangsläufig medien und ähnliches.
semper fidelis |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 09.01.2002 um 20:45 Uhr
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Natürlich spielt Geld keine untergeordnete Rolle.
Allerdings ist der Einfluss differenziert zu beurteilen.
Geld bedeutet Macht über den Einzelnen.
Medien bedeuten Macht über die Massen.
In so fern halte ich meine These nicht für falsch.
Man kann sie allerdings ergänzen. -Das habe ich nie bestritten.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 10.01.2002 um 14:29 Uhr
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(zitat)nun, wer geld hat, hat macht, den ich denke nur mit geld kann man macht aufrechterhalten(/zitat)
Das kann ich so nicht stehen lassen, denn mit Vertrauen seiner Angestellten/Untergeordneten/Mitbürger/etc. kann man Macht erlangen und aufrecht erhalten.
Malcolm |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 10.01.2002 um 14:33 Uhr
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aber wenn man geld hat, hat man sehr viele möglichkeiten seine mavht zu festigen, aufrechterhalten. ich denke da an militär usw. mir ist auch klar, das selbst wenn man ein starkes militär hat, man nicht vor revolten und putschen sicher ist, aber man kann das "risiko" minimieren.
der grundtenor ist jedoch, das terrorismus kein zu akzeptierendes mittel ist, in keinster weisse.
semper fidelis |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 25.01.2002 um 01:56 Uhr
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(zitat)der grundtenor ist jedoch, das terrorismus kein zu akzeptierendes mittel ist, in keinster weisse.
semper fidelis(/zitat)
-gilt das bei Dir auch für Staatsterrorismus?
-Jodo- |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 21.02.2002 um 13:15 Uhr
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Die Frage will ich noch beantwortet haben!.......gg
-Jodo- |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 21.02.2002 um 15:23 Uhr
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Terror = Ignorante Spinner (God bless the Motherfuckers)
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| "Autor" |
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geschrieben am: 22.02.2002 um 19:13 Uhr
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Wer definiert eigentlich was Terror ist?
Liegt nicht da der Schlüssel zur Lösung.
BZ |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 22.02.2002 um 19:33 Uhr
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Liegt darin nicht in allem der Schlüssel zur Lösung Bautzius?
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.02.2002 um 12:31 Uhr
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Lieber Jodo,
ursprünglich wurde in der Politik- und Sozial-
wissenschaft unter dem Begriff "TERROR" der Zustand
von Schreckens- bzw. Gewaltherrschaft verstanden.
Diese Sprachregelegung hat sich Anfangs der 70er-Jahre
insofern geändert, dass politische Attentatte und An-
schläge auf wichtige Staats- und Wirtschaftsinsitutionen
als terroristische Akte von politischen Akteuren bzw.den
Massenmedien bezeichnet wurden.
Beispiele für Schreckensherrschaften gibt es in der
Weltgeschichte mittlerweile genug: Das Terrorregime der
Nazis, Pol Pot, General Pinochet, Franco, Jorge Videla,
Idi Amin......
Jenes politische Attentat, dass den Beginn des 1. Welt-
krieges (Ermordung von Kronprinz Ferdinand) auslöste,
wird und wurde deshalb auch nie als Akt des Terrors
bezeichnet, denn:
Terror kann nur ausüben, wer dazu über die Macht und
die entsprechenden Mittel (Kontrolle der Medien, des
Militärs, des Sicherheitsapparates etc.) verfügt.
Die Vereinigten Staaten haben vielfach solche Regime
unterstützt, oder deren Machtergreifung begünstigt....
(Chile, Argentinien, Liberia...)
Nun, ob die Attentatte vom 11. September tatsächlich
mit Terrorismus in diesem Sinne gleichzusetzen sind, lasse
ich mal dahingestellt.
Jedenfalls deuten viele Aspekte auf eine überlegten,
organisierten politischen Racheakt hin...
Aber der Knackpunkt ist: Das Wort (oder der Begriff)
Terror impliziert Handlungen, die unserem Rechtsempfinden
zutiefst wiedersprechen - also kann nur ein anständiger
Mensch sein, der sich davon distanziert.
Geschickt nutzen Pentagon-Administration und Presse
diesen Umstand, um die Law-and-Order Politik auch
moralisch zu argumentieren.
Und macht es nicht Wunder, dass unter der Phrase:
"WER nicht für uns ist, ist gegen uns" Weltpolitik im
Stile des "Gut-Böse Sittenbilds" betrieben wird?
Was schlimm daran ist: Die Unterdrückung des Widerstands
oder die Auflehnung gegen Repression, die Einschränkung
der Grund- und Freiheitsrechte, Restriktionen gegen die
Pressefreiheit werden sodann unter dem Postulat: "Kampf
gegen den Terror" zum legitimen, gar notwendigen
politischen Mittel erhoben....
Wie es dann um die Objektivität bzw. Glaubwürdigkeit
von Informationen bestellt ist, mag gerne jede/r
selbst beurteilen....
Die Folgen dieser Politik sind noch gar nicht abzusehen,
aber in den einzelnen Nationalstaaten schon mehr oder
weniger spürbar...
Im übrigen müssen Terrorregime nicht offensichtlich
blutig sein, um eine massive Unterdrückungspolitik
durchzusetzen.
Herzliche Grüsse
Clouseau
Geändert am 27.02.2002 um 12:44 Uhr von clouseau |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 28.02.2002 um 00:50 Uhr
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Ich hab da ne Frage?
Im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland ist ein Widerstandsrecht in Artikel 20 Absatz 4 verankert.
Der Widerstand gegen staatliche Willkür ist also zumindest in Deutschland gesetzlich fundamentiert.
Kann man dieses Recht dann mit Terror gleichstellen?
---Oder hab ich da was falsch verstanden?
Und Arafat ist wirklich kein Bin Laden!!
(die schreiben sich auch ganz anders)
MOD
Geändert am 28.02.2002 um 14:01 Uhr von Schmicovitch |
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