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Demokratie.......?

Nutzer: Bautzius
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geschrieben am: 18.04.2003    um 23:27 Uhr   
Was ist das?

Soll es das sein, was uns die zur Zeit stärkste Militärmacht der Welt als Demokratie verkaufen will?

Andere Staaten überfallen, ausplündern und abhängig machen. Für mich ist das nur das Recht des Stärkeren. Keine Spur von Demokratie also.

Da meint nun ein Staat / Nation, der nicht einmal 300 Jahre besteht, sich gegenüber einem anderen Staat / Nation, der 8000 Jahre besteht, sich als Lehrmeister aufzuführen. Diese 300 Jahre alte Nation, die seit ihrem Bestehen erst einmal fast vollständig die eigene Ureinwohnerschaft ausgerottet hat, ist nun das Maß aller Dinge.

Nein ist es nicht.

Letztlich ist es nur eine Frage der Zeit, wann diese neue Diktatur ihr Ende finden wird. Es gab schon einmal einen Größenwahnsinnigen der glaubte die Welt beherrschen zu können. Damals war dieses auch die stärkste Militärmacht.
Das 1000 jährige Reich sollte es werden. Wurde es aber nicht. So wird es der neuen Diktatur auch ergehen.

Die Frage bleibt nur, ob diesmal auch wieder Millionen Menschen ihr Leben dafür lassen müssen.

BZ

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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 19.04.2003    um 00:46 Uhr   
amerika steckt in einem absoluten größenwahn. george bush ist ein dummkopf, der ein volk von oberflächlichen deppen regiert. so sehe ich das.
es ist schade, daß der irakkrieg für die usa so glimpflich abgegangen ist. ich hätte mir gewünscht, daß man mit der produktion von leichensäcken für gefallene soldaten lieferschwierigkeiten bekommt, aber es sollte nicht sein.
ich habe die befürchtung, daß syrien das nächste ziel sein wird, auch wenn dies bislang bestritten wird. aber ich bin guter hoffnung, daß amerika eines tages fallen wird. jedes große imperium hat seine zeit - nichts ist für die ewigkeit.
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Nutzer: verovero
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geschrieben am: 19.04.2003    um 14:15 Uhr   
Demokratie = die Diktatur der Mittelmässigen
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Nutzer: angelofchaos
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geschrieben am: 19.04.2003    um 15:36 Uhr   
muss euch zustimmen, bis auf eins:
die amerikaner haben ihren presidenten gewählt und werden ihn nun nicht mehr los. die sind hier nämlich ziemlich sauer auf den cowboy, können ihn aber nicht loswerden...
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Nutzer: welpe
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geschrieben am: 19.04.2003    um 17:31 Uhr   
>ich hätte mir gewünscht, daß man mit der produktion von leichensäcken für gefallene soldaten lieferschwierigkeiten bekommt, aber es sollte nicht sein.

>amerika steckt in einem absoluten größenwahn. george bush ist ein dummkopf, der ein volk von oberflächlichen deppen regiert.

liebe ops'e realisiert mal schön was ihr in anderen beiträgen schreibt.

>Jemandem den Tod zu wünschen, und ihn noch anderweitig unter aller Sau zu beleidigen, kann und wird nur die sofortige Sperrung des Nicks zur Folge haben.

bauzi? bist du mit dem was du hast nicht zufrieden?
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 19.04.2003    um 17:53 Uhr   
(zitat

>Jemandem den Tod zu wünschen, und ihn noch anderweitig unter aller Sau zu beleidigen, kann und wird nur die sofortige Sperrung des Nicks zur Folge haben.

(/zitat)

lieber welpe,
im gegensatz zu den zivilen opfern des irakkriegs hatte und hat jeder amerikanische soldat die wahl, ob er sich an diesem krieg beteiligt. denk mal drüber nach.
Geändert am 19.04.2003 um 17:57 Uhr von grmpf
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Nutzer: welpe
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geschrieben am: 19.04.2003    um 19:46 Uhr   
ändert nichts! oder machst du unterschiede im Tod?
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Nutzer: Celeste_
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geschrieben am: 19.04.2003    um 21:29 Uhr   
So schwer es mir fällt - aber ich stimme dem kleinen Hündchen an dieser Stelle absolut zu.

Abgesehen davon, dass ich stark bezweifle, dass amerikanische Soldaten die freie Wahl hatten, finde ich es ausgesprochen perfide, den gewaltsamen Tod irgendeines Menschen zu befürworten.

Celestine

Nachsatz: Amerikaner pauschal als Volk von Deppen zu bezeichnen, zeugt in meinen Augen vorallem vom eigenen mangelnden Niveau.
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 19.04.2003    um 22:37 Uhr   
1.) es gibt sehr wohl einen unterschied zwischen dem tod von a) kindern, die in einem land wie dem irak leben und nichts für ihr mieses system können und b) dem tod von leuten, die den BERUF des soldaten gewählt haben.

2.) amerika wird durch den schnellen sieg durch weitere eroberungsversuche motiviert werden. das ist in meinen augen sicher. was sollte bush sonst abhalten? die uno? friedensdemos? petitionen?`vergesst es. um diesen präsidenten zu stoppen, bedarf es einer verloren wahl bedingt durch eine gekippte stimmung in der breiten öffentlichkeit. und die wird erst kommen, wenn tote amis containerweise nach hause geschippert werden. denn solange dieses gelaber von "god bless america" von "ruhm" gekührt bleibt, und amerika seinen feldzug im namen der "befreiung vom terrorismus" siegesreich fortsetzt, werden alle ihren präsidenten lieben und sogar eigentlich finanziell mittlerweile unabhängige musiker wie madonna werden brav ihre kritik verstummen lassen, aus angst, irgendwo probleme zu bekommen.
leute wie michael moore bilden leider im moment die traurige minderheit und daher habe ich kein problem, die breite bevölkerungsmehrheit der vereinigten staaten als deppen zu bezeichnen.
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Nutzer: Uziel
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geschrieben am: 20.04.2003    um 00:52 Uhr   
Zu Bautzius:

Zuersteinmal: Guter Thread...

Ich denke, was Du anprangerst hat nicht so sehr viel mit der Staatsform zu tun, sondern eher mit der Natur des Menschen... Die Demokratie an sich ist ja beachtet worden. In den USA hat der Senat dieses Vorgehen abgesegnet. Und GWB die Freiheit gegeben, die Bündnisse auszuhebeln. Sollte er aber auf diesem Kurs bleiben, wird seine Regierungszeit sehr schnell beendet sein. Da gebe ich Dir völlig recht. Ob dieser Krieg jetzt gerechtfertigt war oder nicht, daß möchte ich hier mal außen vorlassen (du kennst meine Meinung dazu), auch die Demokratie (gemäß der Verfassung der USA) ist beachtet worden. Nur die internationale Staatengemeinschaft, die hat er ausgekontert...

Eine kleine Formsache:
Den Irak gibt es noch nicht solange wie die USA. Um genau zu sein erst 83 Jahre. Er wurde 1920 von GB aus den Provinzen Mosul, Basra und Bagdad gegeründet. Die Stämme allerdings gibt es schon sehr lange, da hast Du recht. Das ist ja ein Problem der Nachkriegsordnung: Es kann kein Demokratieverständnis geben, da es nicht mal einen Staat gibt.

Zu grmpf:
Die Leute die diesen "Beruf" gewählt haben, halten die Welt in ihrem "Gleichgewicht". Nur durch Abschreckung läßt sich die Spezies Mensch davon abhalten sich gegenseitig mit ihrer Raffgier auszurotten. Man sollte also ein wenig "höflicher" mit denjeniegen umgehen, die auch Deine Freiheit und Dein Leben sichern. Mal ganz davon ab, daß diese "Berufsgruppe" auch genug andere Hilfe leistet. Die Soldaten haben waren hier nur ein Teil der Exekutive und nicht die Entscheider. Setz also bitte dort mit Deiner Kritik an. Nur weil die Regierung die Bußgelder für Verkehrssünden anhebt, sollte man nicht jeden Politzisten verdammen. Da dieser Krieg nach amerikanischem Recht abgesegnet war, stellte sich für die Soldaten keine Wahlmöglichkeit...

Michael Moore als "Alleinkämpfer" für die Kritik gegen den Krieg zu sehen, ist eine zu oberflächliche Betrachtung der Dinge. Auch in den USA gab es genug Demos gegen diesen Krieg und auch genug Widerstand in der Bevölkerung. Das sich die Berichterstattung in unseren Medien natürlich auf die schillernden Persönlicheiten beschränkt zeichnet wohl kein gerechtes Bild. Die plumpe Pauschalisierung die Du äußerst ist wohl mehr als unzutreffend...

Nur das wir keine Rebellion starten, weil unsere Regierung momentan den Sozialstaat ins Wanken bringt, macht auch uns nicht zu einem Volk von "oberflächlichen Deppen"...

Deine Kritik in allen Ehren, aber sachlich sollte sie schon bleiben. Und da ich auch in anderen Threads sehr gute Diskussionsbeiträge von Dir gelesen habe, bin ich nun doch erstaunt über Deine Aussage hier...


Uziel
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Nutzer: Gast_tinkerbell
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geschrieben am: 20.04.2003    um 11:01 Uhr   
Den Irak mag es noch nicht so lange geben....da haste Recht....trotzdem stimme ich BZ zu...

Der "Staat" Irak ist ein Kunstprodukt, ein Resultat aus der etwas seltsamen Kolonialisierungspolitik der Briten im Nahen Osten...aber an der Tatsache, daß die Amis Städte zerstört haben, die mehrere Tausend Jahre alt sind, die bereits in höchster Blüte standen, als von Amerika noch nichts zu sehen war, als wir hier in Europa noch mit Fellen bekleidet rumliefen, kommt man nicht vorbei.

Und wenn ich jetzt sehe, daß sich BushŽs böser Blick auf Damaskus richtet, dann kommt mir die Galle hoch.

Und die USA als "Mutterland" der Demokratie....im Prinzip war das ja nicht ganz falsch....aber mittlerweile darfman da ja mal etwas zweifeln...Wahlen werden gekauft, Bürgern, die vielleicht nicht dem Bruder die Stimme geben würden, wird das Wahlrecht entzogen...und der "demokratisch" gewählte Präsident zieht dann in "heiliger Mission" aus, um sein Staatssystem anderen aufzudrücken.

Bezeichnend, daß er nach der Niederwerfung des Tyrannen (was an sich ja kein Fehler ist - wenn man sich rechtzeitig Gedanken um die Zeit danach gemacht hätte) die Kontrolle über die Wirtschaft und vor allem das Öl des "befreiten" Landes behalten will.

Ein Geniestreich wäre es gewesen, die arabische Liga in den Wiederaufbau einzubinden....zumindest aber die UN. Daß beides nicht zur Debatte steht, zeigt mir, daß es eben nicht um die Selbstbestimmung und Demokratisierung des Iraks geht oder ging.

Ich mache den (meisten) Amis gar keinen Vorwurf. Die Medien bringen kaum ausgewogene Nachrichten, daß sich Sam Normalverbraucher wirklich Mühe geben muß, um sich zu informieren..und seien wir mal ehrlich - daß macht hierzulande auch keum einer aktiv.
Ich hab allerdings nen hellen Zorn auf Schorsch Dabbelju - und das schon seit seinem Wahlkampf. Mich wundert bei dem gar nichts mehr.

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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 20.04.2003    um 13:57 Uhr   
@uziel: *kopfkratz*
da war ich wohl wieder etwas impulsiv....ist ne schwäche von mir.
im großen und ganzen gebe ich dir recht, was deine kritik an meinen äußerungen angeht. bis auf die tatsache, daß george bretzel bush für mich ein idiot ist. da bleibe ich bei.
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Nutzer: Uziel
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geschrieben am: 20.04.2003    um 16:07 Uhr   
Zu tinkerbell:

Ich sagte ja bereits, daß es sich um einen kleinen "Formfehler" handelt... Das was BZ damit ausdrücken wollte ist schon ganz richtig...

Aber ein paar Dinge bleiben dennoch offen...

Um ganz ehrlich zu sein, als die USA am Ende des Krieges um Hilfe bei anderen Staaten ersuchten, zwecks Ordnungskräften ging ein Aufschrei durch die Welt... Getreu dem Motto: "Wenn sie den Krieg schon alleine wollten, dann sollen sie jetzt auch alleine damit fertig werden."

Die Möglichkeiten die sich darstellen sind doch recht zweischneidig:
1) Die UN und andere Bündnisse werden in eine Nachkriegsordnung mit einbezogen. Resultat: Alle anderen Staaten (auch die Kriegsgegner) stehen mit Soldaten und Finanzen in der Pflicht den Irak aufzubauen. Da es für Deutschland aber wohl mehe als unmöglich sein dürfte auch noch in den Irak ein komplettes Kontingent Blauhelme zu schicken (Die Schmerzgrenze der BW ist mehr als erreicht) bleibt nur das kräftige Zahlen... Für einen Krieg den weder die Regierung, noch die Mehrheit der Bevölkerung gewollte hat...

2) Die USA "löffeln" ihre Suppe da unten alleine aus. Resultat: Sie bauen das wieder auf, was der Krieg zerstört hat, sie vollenden ihre "Absicht", den Irak zu "befreien". Dann zahlen sie alleine und stehen auch alleine in der personellen Verantwortung. Das sie für die Finanzierung des Krieges und des Aufbaus das irakische Öl nutzen, darüber waren wir uns schon vorher klar. Nichtdestotrotz haben sie dann auch die alleinige Entscheidungsgewalt dort unten.

Zur Demokratie:
Die Demokratie war zu jeder Zeit und in jedem Staat eine Diktatur des Kapitals...

Das Rumsfeld jetzt gegen Syrien "schießt"... Nicht mehr als heiße Luft, denke ich... Auch wenn die USA noch so eine große Kampfkraft besitzen, daß können sie sich nicht erlauben.

Zu grmpf:
Die Aussage die Du in Deinem Posting gegen GWB getätigt hast, habe ich auch nicht bemängelt... ;-)



Uziel
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Nutzer: cloud
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geschrieben am: 20.04.2003    um 18:38 Uhr   
Also betreffs Nachkriegsordnung muss ich mal einhaken...Die Übergangsregierung ist unter der Leitung der USA...Und zwar aus dem welchen Grund, dass sich bisher noch kein Mensch außer dem Saddam-Regime im Irak mit Politik geschweige denn mit Außenpolitik befasst hat, und daher noch kein fähiger Mensch gefunden ist, der diesen Staat leiten könnte.

Desweiteren bedauer ich an dieser Stelle zutiefst, dass hier einige Leute den amerikanischen Soldaten den Tod wünschen! Ich glaube kaum, dass sich jeder aussuchen konnte, ob er in diesen Krieg wollte oder nicht. Und sicher hat es grade z.B. bei der Belagerung um Basra und Nasserija den Soldaten bestimmt keinen Spaß gemacht...

Ich will jetzt hier auf keinen Fall sagen, dass ich diesen Krieg befürworte/befürwortet habe. Wer einige meiner Threads kennt, weiß, dass ich bestimmt kein Freund der USA, geschweige deren Spitzenmann bin.

Ich könnte jetzt auch stundenlang hier rein posten, aber ich will hier nicht hetzen, weil das eh nichts bringen würde. Deshalb halt ich mich "etwas" zurück.

Ich mein, es hat doch wohl keiner erwartet, dass die USA die Nachkriegszeit allein finanzieren. Und es war doch auch klar, dass sich die UN, auch Frankreich, Russland und Deutschland natürlich wieder dem Willen der USA beugen und jetzt wieder Milliarden an US-$ und € ausgeben, um den Wiederaufbau zu finanzieren.

Für mich steht auch außer Frage, dass die USA jetzt ihren Nahost-Demokratisierungs-Feldzug fortsetzen...Oder wer glaubt denn, dass man 200.000 Soldaten und etliche 1.000 Flugzeuge jetzt einfach wieder abzieht, "wenn man doch schon mal hier ist"...

Doch der einzige Grund aus meiner Sicht dafür ist weniger, diese Länder zu demokratisieren und außenpolitisch besser einzubinden.
Man braucht sich nur mal die FBI-Site ansehen und die meistgesuchten Verbrecher. Da wird einem (mir zumindest) ganz schnell klar, was man im Nahen Osten sucht...das ist in Afghanistan gelungen (bis auf Osama) und genauso im Irak (weiß ich wie der Mann heißt, der mit dem Schiffsanschlag halt...).

Alles in allem muss ich sagen, billige ich die Haltung der USA weiterhin nicht im geringsten. Doch ehrlich gesagt mach ich mir weniger Gedanken um die Länder, die vielleicht noch "demokratisiert" werden.

Viel mehr werd ich nie vergessen, wie die USA auf Deutschland, Frankreich und Russland losgegangen sind, als man sich partout gegen den Krieg aussprach und schon fast als "Verbündete des Iraks" beschimpft wurde. Genauso wenig werd ich vergessen, wie man sich über die UN und den Sicherheitsrat einfach hinweggesetzt hat...

Und alles nur, weil ein Mann auf dieser Welt weiß, seine Macht zu nutzen...

der cloud
Geändert am 20.04.2003 um 18:41 Uhr von Cloud
Und Gott sagte: "Lächle und sei froh - es könnte schlimmer kommen!" -
Und ich lächelte, und war froh - und es kam schlimmer...
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"Autor"  
Nutzer: Flutsch
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geschrieben am: 21.04.2003    um 23:19 Uhr   
Also dieser plakative Anti-Amerikanismus ist ja wirklich unerträglich.
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Nutzer: Gast_tinkerbell
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geschrieben am: 21.04.2003    um 23:48 Uhr   
..für plakativen Anti-Amerikanismus bin ich auch nicht. Verallgemeinerungen sind immer ungerecht und mit Vorsicht zu genießen...

Aber über Bush zu schimpfen kann ich mir einfach nicht verkneifen....
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"Autor"  
Nutzer: hoschie
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geschrieben am: 22.04.2003    um 03:32 Uhr   
(zitat)Die Möglichkeiten die sich darstellen sind doch recht zweischneidig:
1) Die UN und andere Bündnisse werden in eine Nachkriegsordnung mit einbezogen. Resultat: Alle anderen Staaten (auch die Kriegsgegner) stehen mit Soldaten und Finanzen in der Pflicht den Irak aufzubauen. Da es für Deutschland aber wohl mehe als unmöglich sein dürfte auch noch in den Irak ein komplettes Kontingent Blauhelme zu schicken (Die Schmerzgrenze der BW ist mehr als erreicht) bleibt nur das kräftige Zahlen... Für einen Krieg den weder die Regierung, noch die Mehrheit der Bevölkerung gewollte hat...

2) Die USA "löffeln" ihre Suppe da unten alleine aus. Resultat: Sie bauen das wieder auf, was der Krieg zerstört hat, sie vollenden ihre "Absicht", den Irak zu "befreien". Dann zahlen sie alleine und stehen auch alleine in der personellen Verantwortung. Das sie für die Finanzierung des Krieges und des Aufbaus das irakische Öl nutzen, darüber waren wir uns schon vorher klar. Nichtdestotrotz haben sie dann auch die alleinige Entscheidungsgewalt dort unten.(/zitat)


Ein zentrales Thema ist: Wer bezahlt den Wiederaufbau? Einmal wird argumentiert, alle Länder (auch Deutschland) müssen Geld beisteuern und beim Zweiten wird das irakische Öl angeführt.
Der Irak ist ein reiches Land durch das Öl. Das Problem ist aber, sollte zuviel irakisches, schwarzes Gold auf den Markt kommen, gehen die Ölpreise in den Keller. Vor diesem Szenario haben die OPEC-Staaten panische Angst. Was ist sinnvoller? Öl oder Finanzspritzen?
Salu

dat Hosch
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Nutzer: Flutsch
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geschrieben am: 22.04.2003    um 19:04 Uhr   
(zitat)..für plakativen Anti-Amerikanismus bin ich auch nicht. Verallgemeinerungen sind immer ungerecht und mit Vorsicht zu genießen...

Aber über Bush zu schimpfen kann ich mir einfach nicht verkneifen....(/zitat)

Das ist halt die neue Weltordnung ;-)

Bei Kritik an der amerikanischen Regierung, an diesen drei kleinen Krähen mit großen Krallen da - Bush, Rumsfeld, Wolfowitz - läuft man bei mir offene Türen ein, falls sie ausgewogen dargestellt wird. Vergleiche von Bush mit Diktatoren sind da natürlich völlig fehl am Platze.

Ich möchte aber gern noch auf etwas hinweisen, was mir viel zu kurz kommt in diesem Thread bisher.

Es ist unausweichliches Faktum, daß die U.S.A. Weltpolitik betreiben. Etwas, was man von Deutschland nicht gerade sagen kann. Und es ist ärgerlich, daß darüber nicht diskutiert wird. Welche Rolle wird Deutschland, welche Rolle Europe in der neuen Weltordnung spielen ? Es kann doch wohl nicht sein, daß wir zusammen mit Frankreich völlig untergehen. Diese Diskussion ist brennend wichtig und muß geführt werden. Was meint ihr denn, wo soll Deutschland einsortiert werden in einer Welt, die von den U.S.A. engagiert geformt wird ("engagiert" im neutralen Sinne des Wortes). Die U.S.A. wollen doch keine Weltherrschaft, sonst würden sie nicht so vergleichsweise liberal mit Nordkorea umgehen. In zehn Jahren werden sie in vielen Dinge dieser Welt engagiert sein, sie werden noch mächtiger sein, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, Leute.

Also, welche Rolle für Deutschland in der großen Zusammenschau der Dinge ? Phantasiert doch mal.

MfG,
Flutsch
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"Autor"  
Nutzer: Oberschlaumeier
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geschrieben am: 23.04.2003    um 14:44 Uhr   
Und? Welche Rolle spielt Deutschland den im Moment?
Als Spalter der EU. Veranstaltet zusammen mit Frankreich, Belgien und Luxemburg einen Vierergipfel zur Sicherheitspolitik der EU.
Großbritannien und Spanien sind sauer, Skandinavien und Italien halten noch mürrisch still. So wird es in absehbarer Zeit wohl kaum zu gemeinsamen Zielen der EU-Länder in der Außen- und Sicherheitspolitik kommen.

Was Deutschland damit erreicht, ist, die durch den Irak-Konflikt vorhandenen Risse in der EU noch weiter zu vertiefen anstatt zu versuchen sie zu kitten. Solange Europa sich nicht einigt, wird die Vormachtstellung der USA herzlich wenig in Frage gestellt werden. Ist leider so.
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"Autor"  
Nutzer: Smaragdwoelfin
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geschrieben am: 26.04.2003    um 21:09 Uhr   
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"Autor"  
Nutzer: Yrsgrathe
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geschrieben am: 01.05.2003    um 12:29 Uhr   
um mal wieder zurück auf das eigentliche thema demokratie und USA zu sprechen zu kommen:
ich finde es erschreckend was für eine macht eine person als präsident der vereinigten staaten von amerika hat. solch extreme befugnisse hat vergleichsweise in der BRD kein einziger politiker.
ähnlich verhält es sich mit den befugnissen der großen amer. behörden CIA, NSA und FBI. was diese vereine sich stellenweise erlauben dürfen, würde hier bei uns einfach nicht gehen.

aber springen wir doch mal kurz wieder zu schorschi: die wahlergebnisse aus texas wurden ja nett manipuliert... nein, ich mein jetzt gar nicht die mysteriösen zählungen..... eher weiter am anfang: menschen mit vorstrafen kamen auf eine liste und durften nicht wählen. ok, mit vorstrafen ab einer gewissen dauer hat man bei uns auch für eine zeit kein wahlrecht mehr... aber gleich mal vorsorglich ein paar unbescholtene auf die liste zu setzen, weil diese eventuell subversiver weise die demokraten wählen könnten.... pfui aber auch!

also... ich will den guten billy boy zurück! der hat zwar vielleicht das leder im oval office versaut, war aber ansonsten politisch weitaus souveräner... (und wirkt nicht als würde ma' er noch an die geschichte mit adam und der rippe glauben....)
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"Autor"  
Nutzer: DerBautzius
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geschrieben am: 16.05.2003    um 19:37 Uhr   
(zitat)Schwere Vorwürfe gegen die amerikanischen und britischen Truppen im Irak:

Die Menschenrechts-Organisation Amnesty International (AI) berichtet von mindestens 20 Fällen von Folter an gefangen genommenen irakischen Soldaten und Zivilisten.

"Schläge während der ganzen Nacht"
Auf einer Pressekonferenz in London teilte AI-Vertreter Said Boumedouha mit, die 20 Personen seien mit "Schlägen während der ganzen Nacht" misshandelt worden. Eine Person habe berichtet, mit Elektroschocks gefoltert worden zu sein. Die meisten der Vorfälle ereigneten sich in der Nähe der südirakischen Stadt Basra. Die Betroffenen seien von den Invasionstruppen als Milizen von Saddam Hussein verdächtigt worden.(/zitat)


War nicht gerade auch die Folter an Gefangenen mit ein Kriegsgrund gegen den Irak. Nun machen die neuen Diktatoren eigentlich nichts anderes.

Schöne Demokratie oder wer befreit uns von dem amerikanischen Wahn.

BZ

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"Autor"  
Nutzer: Angua
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geschrieben am: 17.05.2003    um 12:51 Uhr   
Wird euch das Thema nicht einmal langsam langweilig...
Geändert am 17.05.2003 um 12:52 Uhr von Angua
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"Autor"  
Nutzer: fennek
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geschrieben am: 20.05.2003    um 18:13 Uhr   
(zitat)Wird euch das Thema nicht einmal langsam langweilig...(/zitat)

Der Meinung bin ich auch. Und um nicht nur zu meckern, mache ich gleich ein paar konstruktive Vorschläge.
Hier eine Auswahl der Themen, die die Welt bewegen:

Junge oder Mädchen - Verona verrät uns, was es wird.

So sexy kann Pop sein - Die Girls von "Samajona" ziehen sich für FHM aus!

Er darf wieder ran - Spengemann macht "Superdeppen II"

Zicken-Krieg der Pop-Luder, Avril stänkert gegen Britney, sie meint: mein Hintern ist geiler.

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Unglaublich! Liz Hurley verlangt von ihrem Regisseur: Zeig' meine Brüste


Fennek


Geändert am 20.05.2003 um 18:17 Uhr von fennek
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"Autor"  
Nutzer: Memento__mori
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geschrieben am: 21.05.2003    um 03:19 Uhr   
... sie haben ihn gewählt? *lacht* vonwegen ...
...Lügen,Verbissenheit,Wahlbetrug .. diese Faktoren haben ihn zu seiner jetztigen Position in der globalen herrschaft gebracht .. er ist ein armer dummkopf .. ich glaube nicht mal das er was dafür kann ... er tut mir einach nur leid .. und ich selbst bin es leid mir immer wieder das selbe anzuhören ...
amerika ... ist für mich eine nation voller dummköpfe ...

... J.F.Kennedy .. das ist das einizge worauf dieses asoziale Volk stolz sein kann.
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"Autor"  
Nutzer: BritishRoots
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geschrieben am: 14.06.2003    um 17:38 Uhr   
gröhlt mal

DEMOKRATIE, DEMOKRATIE, WIR HABEN UND WIR HATTEN SIE NIE

Band: Fahnenflucht
Song: Demokratie
Album: Beisreflex
Style: Deutsch-Punk
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