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Bildung in Deutschland |
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geschrieben am: 12.10.2005 um 14:04 Uhr
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| Wie wichtig ist euch Bildung, in Anbetracht der Tatsache, dass Deutschland bei den Pisa-Studien doch immer relativ schlecht abschneidet? Was kann verbessert werden, wo gespart werden und was ist völlig überflüssig und teuer? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 12.10.2005 um 22:35 Uhr
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was verstehst du unter bildung ?
bildung ist meines erachtens eher ausdruck von persönlichkeit und weniger des wissens. wissen ist lediglich ein instrument der bildung. es ragen auch "soziale kompetenzen" in diesen bereich hinein. wir sprechen (sprachen..) ja auch vom humanistischen bildungsideal.
gebildet wäre letzten endes jemand, der dazu in der lage ist, sich ohne hilfe dritter weiterzubilden und somit zu entwickeln und gleichzeitig einen vollwertigen bürger verkörpert.
somit hat bildung erstmal nix mit PISA zu tun, da geht es eher um allgemeinwissen (aus-bildung) und darum, welche für den arbeitsmarkt interessanten qualifitäten ein mensch mitbringt.
möglichst viele leute auf diesen level der selbständigkeit zu bringen sollte natürlich eine der wichtigsten aufgaben einer modernen gesellschaft sein, - schon allein, um soziale ungleichheiten abzuschaffen. schließlich ist die kette nicht stärker als ihr schwächstes glied.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.12.2005 um 14:00 Uhr
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was ich letztens über Deutschlands Bildung erfahren habe, ließ mich verstehen, warum wir so schlecht abschneiden.
...
Unsere Lehrkräfte werden von Professoren ausgebildet, die
erstens (meiner Meinung nach) viel zu viel Geld verdienen,
zweitens in ihrer Leistung nicht überprüft werden,
drittens aus diesem Grund und aus Mangel an Richtlinien (im sonst so Richtlinien- und Gesetzestreuen Deutschland) absolute Willkür walten lassen können.
Kein Wunder also, wenn unsere Bildung auf einer derartigen Basis aufgebaut wird, dass aus unseren Kindern nichts wird. Dazu kommt noch die Gelderkürzung in dieser für den Staat meiner Meinung nach wichtigsten Angelegenheit: Die Bildung.
Familie und deren Bildung wird in unserem Staat winzig klein geschrieben, die fette Kohle bekommen Beamte, die so wie ich das sehe, nicht mehr Arbeit leisten, als unsere normalen Lehrer, ja meiner Meinung nach sogar weniger, denn Lehrer müssen Lehrkräfte, Erzieher und Berater in einem sein.
Deutschland, wo gehst du nur hin... |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.12.2005 um 14:51 Uhr
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(zitat)Unsere Lehrkräfte werden von Professoren ausgebildet, die
erstens (meiner Meinung nach) viel zu viel Geld verdienen,
zweitens in ihrer Leistung nicht überprüft werden,
drittens aus diesem Grund und aus Mangel an Richtlinien (im sonst so Richtlinien- und Gesetzestreuen Deutschland) absolute Willkür walten lassen können.(/zitat)
Wo hast du das denn her? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.12.2005 um 14:56 Uhr
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| wird nun an der bildung gespart oder verdienen die lehrkräfte zuviel? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.12.2005 um 15:50 Uhr
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ein Lehrer hat mir erzählt, dass der Professor, der ihn ausgebildet hat, völlig unzureichenden Unterricht abgeliefert hat, er hatte irgendwann mal in den 50er oder 60er Jahren ein Buch geschrieben und nach diesem Gelehrt auch wenn seine Methoden nachweislich schon längst überholt waren. Seine Vorlesung lief so ab, dass er eine Seite seines Buches auf Folie kopierte und diese dann besprach (wobei die Qualität der Folie so schlecht war, dass man darauf nichts erkannte).
Der angehende Lehrer, der bei ihm studierte, musste in der Prüfung die Antworten so geben, wie der Prof sie vorgab, egal wie überholt sie schon waren.
In der Diplomarbeit, die der angehende Lehrer schrieb, hatte er im Quellenregister vier Bücher vergessen anzugeben. Eigentlich hätte er für die Arbeit eine eins bekommen, aber der Professor hatte willkürlich festgelegt, dass der Schreiber für jedes vergessene Buch eine Note abgezogen bekam, sprich, für eine 1er Arbeit bekam der angehende Lehrer eine vier!
Und das ist legal, die Professoren haben völlige Willkür in ihren Lehrmethoden, werden nicht überprüft.
Warum ich der Meinung bin, dass sie zu viel verdienen: Professoren kriegen nen Haufen Knete für ihre Vorlesungen und leisten nicht mehr als normale Lehrer, meine Botanik-Dozentin zB weiß längst nicht so viel wie mein alter Biolehrer an der Schule und hat ein Ferienhaus auf den Kanaren oder sonstwo. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.12.2005 um 16:12 Uhr
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| ich würd das trotzdem nicht verallgemeinern. es gibt sicherlich schlechte professoren aber genauso gibt es auch gute. wie in jedem beruf eben. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.12.2005 um 18:09 Uhr
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An der uni gibt es heute mehr als genug evaluierungen - die unter anderem auch darüber entscheiden, wo welche fachbereiche ganz dicht gemacht werden (um geld zu sparen). Dazu gibt es von focus, spiegel, stern...rankings, die bedeutenden einfluß z.b. auf die studentenzahlen und damit auch wieder auf die verteilung von geldern haben.
und nicht zuletzt gehen immer mehr dozenten dazu über, auch die studenten zu befragen, wieviel sie verstehen, wo probleme existieren...
bei lehrern gibt es meiner kenntnis nach keinerlei kontrolle.
von daher würde ich auch gern wissen, ob rasputina ausser dieser einen quelle vielleicht noch weitere hat, um ihre meinung zu bestätigen.
ansonsten ists natürlich auch richtig, wie grmpf sagt, dass nirgendwo mit absoluter sicherheit schlechte leute zu vermeiden sind. |
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geschrieben am: 07.12.2005 um 19:04 Uhr
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ich stimme zu, tirox³. doch geh ich noch nen schritt weiter und denke mal, daß rasputinas aussage zu einfach gestrickt ist: zu sagen, nun nimm den balg, um den ich mich nicht ausreichend gekümmert habe klingt so nach mechanismus. und das kann nicht funktionieren.
sowohl die eltern der schüler, als auch (bislang noch) die studenten können mit den füßen wählen und einfach der anstalt den rücken zuwenden und sich an eine andere wenden. so etwas wirkt sehr nachhaltig. also liegt es sicher nicht nur an einer der seiten, sondern an beiden.
ob professoren zuviel geld bekommen, weiß ich nicht. wenn sie ihre zeit nicht nur in die eigene forschung sondern auch in die ausbildung der anvertrauten stecken, erscheint mir das fraglich. das argument klingt, soweit nicht fundierter vorgebracht, nach purem sozialneid.
zudem hat aus-bildung und damit PISA nur sehr bedingt zu tun mit bildung. das zeigte sich zuletzt überdeutlich an der gemeinsamen unterstützung von seiten der pädagogen, juristen und übrigen eliten für die N.S.D.A.P vor und während des letzten krieges. Geändert am 07.12.2005 um 20:06 Uhr von starchaser |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.12.2005 um 07:34 Uhr
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Wer noch in der Ausbildung steckt, sollte nicht neidisch auf die materiellen Dinge des Meisters sein. Denn der hat in aller Regel schon einen Haufen Dienstjahre hinter sich gebracht, in denen er auf die Klamotten hat sparen können.
Sei lieber auf sein Wissen neidisch und probiers, ihm abzuluchsen. |
I hate how people compare Freddie Mercury to God, I mean, He's cool and good and everything.....But he's no Freddie Mercury.
(found at youtube) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.12.2005 um 09:41 Uhr
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bin ja nicht neidisch...
und klar gibt es auch gute Professoren. Aber das eine solche Willkür herrscht, finde ich doch ziemlich erschreckend. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.12.2005 um 09:54 Uhr
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Willkür kenne ich nur zu gut.
In der 12 habe ich in Deutsch eine Interpretation des "Homo Faber" in Bezug auf den Ödipuss geschrieben. Ich bekam dafür 7 Punkte (ne 4). Also habe ich den gleichen Text meinem alten Deutschpauker aus der 11 vorgelegt. Der meinte: Ganz klar! 15 Punkte (ne 1). Als ich dann meinen aktuellen Pauker darauf ansprach, meinte der nur: Ich bin eben nicht ihrer Meinung!
Vieles hängt davon ab, ob dem Kerl am Lehrpult die Nase passt, die die Arbeiten abliefert. Bei unserem Bio-Lehrer hat es beispielweise schon gereicht, wenn die Mädels ihm einen tiefen Ausschnitt präsentierten, um die mündliche Komponente auf 1 zu schrauben. Jedes Halbjahr bei der Notenbesprechung kam dann bei den Mädels folgender Satz: Ich verstehe gar nicht, dass Sie ihre mündlichen Leistungen nicht ins schriftliche übertragen können.
Zum Thema Bildung: Bildung ist das, was man sich aus Interesse selbst aneignet. Die Schule ist hierfür kaum mehr ein Auslöser, da dort das Interesse am Lernen nicht mehr geweckt wird. Ich bin aber sicher, dass diese Kids, die in der Pisastudie so versagt haben, einem alles über Zeichentrickfilme und Computerspiele erzählen können. Damit verbringen die Kids doch heute ihre Zeit und nicht mehr, wie zu meiner, mit Büchern.
Somit sollte man nicht nur den Lehrern den schwarzen Peter zuschieben, sondern auch den Eltern, die es zulassen, dass die Kids künstlich verdummen. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.12.2005 um 19:50 Uhr
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stellt sich nur die frage, wer nun willkürlich handelte ? ;-) haste denn argumentiert oder nur nen vorwurf gemacht ? eventuell wars ein konflikt in der präferenz für eine bestimmte psychologischen schule..*g
mal ne ganz andere frage : homo faber hatte doch nix mit seiner frau mama, oder doch ? ist die schreibmaschine wegen "die" die frau mama ? oder wie entsteht dieser bezug ? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.12.2005 um 20:10 Uhr
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| Willst du einmal mehr einen Thread im Thread kreieren? Such dir für solcherlei Unsinn jemand anderen. |
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