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Akademikerflucht |
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geschrieben am: 31.01.2002 um 22:25 Uhr
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Gefunden in der aktuellen Ausgabe der Süddeutschen:
14% aller promovierten Akademiker verlassen wegen schlechter Arbeitsbedingungen Deutschland.
Ob das so stimmt, weiss ich nicht. Wenn ja, welch ein Aderlass!
Praxis aus unserer Abteilung: 10 deutsche Anästhesisten, Jahreseinkommen im Durchschnitt 70.000 Euros, zusammen mit etwa 15 Kindern, die dem vom grössten Bevölkerungsverlust seit dem 30-jährigen Krieg bedrohten Land ebenfalls fehlen werden. Das sind keine Peanuts mehr.
Linné |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 01.02.2002 um 01:12 Uhr
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Ist leider kaum verwunderlich bei den Arbeitslosenzahlen. wie sagte Herr Schröder doch so schön bei Amtsantritt der Presse: "Sie können mich an einem Messen, an der Zahl der Arbeitslosen". Wunderbar, das mache ich hiermit...
Datt Loki |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 01.02.2002 um 08:59 Uhr
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wie? 10 narkoseärzte? sind ja wohl sogar noch einiges weniger als peanuts.
loki? achte mal auf die zahlen, die im wahlkampf präsentiert werden. du wirst dich kaputtlachen... :-)
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| alle menschen sind gleich. gleich doof, gleich hässlich und gleich beleidigt. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 01.02.2002 um 09:19 Uhr
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loki hat recht: ursache sind die arbeitslosenzahlen...und die amerikanische sitte des "business".
ich kenne viele naturwissenschaftler, die zwar nicht weggehen, aber doch in fachfremde bereiche (it-branche, pharma-referenten , unternehmensberatung) und das einfach, weil in den angestammten bereichen - und zwar weltweit - solange entlassen wird, bis der (kurzfristige) shareholder value passt. langfristiges denken ist heut out. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 01.02.2002 um 09:20 Uhr
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Nicht ganz. Die Arbeitslosigkeit in meinem speziellen Bereich ist mittlerweile vernachlässigbar. Im Osten können reihenweise Stellen nicht besetzt werden, der Stellenanteil im Deutschen Ärzteblatt hat sich vervielfacht. Bayern erwägt, eine "Greencard" fuer Ärzte aus dem Ostblock einzufuehren.
Ach uebrigens: In Juelich hat sich vor wenigen Wochen wieder eine Kollegin umgebracht. Standesgemäss mit einer sauberen Narkose. Wenige Monate, nachdem ein neuer Chef seinen Job angetreten hat.
Linné |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 01.02.2002 um 10:07 Uhr
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ääähmm... aber hatten wir genau dieses thema neulich nicht schon? nur ein klein wenig differenzierter...?
siehe Beitrag
Â
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| alle menschen sind gleich. gleich doof, gleich hässlich und gleich beleidigt. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 01.02.2002 um 11:15 Uhr
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huch...habs nachgelesen und es stimmt! *hm* hat sich nun die lage in den vergangenen 4 monaten so dramatisch verändert...oder ists halt doch nur das scheinbar permanent notwendige selbstbestätigen der richtig getroffenen entscheidung, Linne?
also, meine meinung: wenn du dich dort wohl fühlst, ist sie es garantiert! nur...sei froh, dass nicht alle die gleiche treffen , sonst wärste möglicherweise in sorge um deinen arbeitsplatz und wolltest nach deutschland emigrieren. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 01.02.2002 um 13:25 Uhr
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...ein bisschen schon, stimmt. Es ist halt der Bereich, in dem ich mich bewege und der mich umtreibt.
Ich glaubte den Alten irgendwo verstaubt und verrottet im netzweiten Nirwana.
In diesem Sinne,
Linné
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| "Autor" |
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geschrieben am: 01.02.2002 um 16:02 Uhr
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(zitat)Ist leider kaum verwunderlich bei den Arbeitslosenzahlen. wie sagte Herr Schröder doch so schön bei Amtsantritt der Presse: "Sie können mich an einem Messen, an der Zahl der Arbeitslosen". Wunderbar, das mache ich hiermit...
Datt Loki(/zitat)
wie hoch waren die arbeitslosenzahlen unter kohl nochmal? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 01.02.2002 um 18:24 Uhr
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stimmt, fabs: was das brechen von versprechen (so dämlich deren abgabe vielleicht auch sein mag) angeht, nehmen sich kohl und schröder nix!
der eine versprach "blühende landschaften" was dann leicht modifiziert als "blühende arbeitslosigkeit" wahr wurde, der andere 3,5 mill. arbeitslose...und legt nu aber doch satt was drauf! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 01.02.2002 um 22:19 Uhr
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stimmt...Schweden iss klein. Aber es gibt ja noch Frankreich, die Schweiz, Amerika, Kanada und nicht zu vergessen Holland. Viel Platz für deutsche Ärzte, die die Schnauze voll haben,gg. Achja, wie ich lesen muss hat sich die Anzahl seit meinem letzten Beitrag von 4 auf 10 erhöht, wie das wohl weitergeht? Wir werben weiter....
Aber hast schon recht, ich werde das Thema in Zukunft nicht öfters als alle zwei Jahre aufkochen lassen ;-)
Linné Geändert am 03.02.2002 um 10:15 Uhr von Linné |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.02.2002 um 01:09 Uhr
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...sorry, ich muss das ganze nochmals aufwärmen.
Anruf aus D, von einer jungen Kollegin (Augenärztin), die in Schweden anfängt: Chefarzt ekelt sie raus, weil er sie nicht an den Operationstisch lässt. Zusammen mit ihr verlasssen 3 weitere Jungärzte die Klinik. In meiner alten Klinik haben 4 Jungassistenzen gekündigt. In Ostdeutschland können Stellen schon jetzt nicht mehr gedeckt werden. Es ergibt sich also folgendes Bild:
Deutschen hauen ab nach Schweden, Frankreich, England und Norwegen und Holland.
Schweden hauen ab nach Norwegen.
Dänen gehen zur Arbeit über die neue Brücke nach Schweden.
Die Engländer bleiben zuhause, weil Chauvies und am meisten verdienend zur Zeit (sinnlose Überbewertung des Pfundes). Aber weil die Schweden ganz gut in Lokalanästhesie sind, kommen sie doch ganz gerne zum Erwerben von Spezialkenntnissen nach Schweden.
Rumänen wandern nach Schweden aus und gehen dann gerne weiter nach Amerika.
Tja, laut süddeutscher Zeitung vom 7.2. werben sächsische Kliniken nun Ärzte aus Tschechien an.
Und die Tschechen und Rumänen sind die Dummen, weil dorthin niemand ziehen will, wegen zu tiefer Löhne.
Modernes Europa, lol.
Linné |
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