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Der Watergate-Skandal feiert Jubiläum

Nutzer: Battledog
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geschrieben am: 20.06.2002    um 14:43 Uhr   
Der Watergate-Skandal feiert sein Jubiläum. 30 Jahre ist die dubiose Affäre um den ehemaligen US-Präsidenten Richard Nixon schon her und heißer denn je.
Zwei Journalisten der Washington Post zwangen damals Richard Nixon zum Rücktritt von seinem Amt als Präsident der Vereinigten Staaten. Was mit einem kleinen Einbruch in den Watergate-Komplex in Washington begann, endete mit einem Skandal um Nixon. Für ihre historische Aufklärungsarbeit erhielten die beiden Journalisten 1977 den hoch angesehenen Pulitzerpreis.
Es war zur Zeit des Wahlkampfes im Juni 1972, als fünf Männer in eines der berühmtesten Gebäude der USA einbrachen. Zuerst berichtete die Washington Post nur über einen kleinen Einbruch in den Watergate-Komplex. Die Reporter Bob Woodward und Carl Bernstein wurden auf den Fall angesetzt. Sie stellten recht schnell fest, dass es sich bei dem Fall um mehr als nur einen Einbruch handelte. Einer der fünf Einbrecher war ein Ex-CIA Agent. Ab diesem Zeitpunkt überschlugen sich die Vermutungen und keiner wollte so recht verstehen worum es eigentlich bei diesem Einbruch ging.
Richard Nixon selber hatte die "fünf Freunde" angeheuert. Sie sollten die demokratischen Oppositionsräume verwanzen und alles an Material und Unterlagen beschaffen, was man gegen sie im Wahlkampf benutzen könnte. Damit war der Skandal für den amerikanischen Präsidenten nicht mehr auf zu halten. Doch der Druck auf die Washington Post und ihre zwei heißen Reporter stieg ins unermessliche. Man drohte der renommierten Zeitung mit Lizenzentzug und anderen Druckmitteln, man kämpfte ums Überleben. "Die pure Existenz der "Post" war in Gefahr", sagte die Herausgeberin der "Post" Katherine Graham.
Schließlich beschloss der Kongress durch eine Untersuchung des Senats die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahren gegen Nixon. Amtsmissbrauch, Behinderung der Justiz und Missachtung des Kongresses wurden ihm vorgeworfen. Um seine Zukunft selbst zu dirigieren trat Nixon als erster US-Präsident selbstständig am 9. August 1974 zurück, damit er der Amtsenthebung zuvor kommen konnte. Daraufhin wurde sein Vize Gerald Ford 38. Präsident der USA.
Die Aufklärungsarbeit ist aber bis heute noch nicht abgeschlossen. Niemand weiß bis heute den wirklichen Namen des Informanten" Deep Throat", der die heißen Informationen an die "Post" weitergab oder die tatsächliche Absicht Nixons. "Das letzte echte Rätsel ist Nixons Motiv. Warum hat er all das riskiert, obwohl im Grunde klar war, dass er die Wahl gewinnen würde", fragt sich der heute 59-jährige Bob Woodward weiterhin.
Spezialisten versuchen derzeit von einem gelöschten Band wieder Aufnahmen abhören zu können. Darauf wurde am 20. Juni 1972 ein Gespräch aufgezeichnet, in dem Nixon mit seinem Büroleiter Haldemann über den Einbruch im Watergate-Komplex redete. Auf ihm sollen sich wichtige Informationen zum Hintergrund dieser Tat befinden und zur Lösung der letzten Geheimnisse von Richard Nixon führen. Post-Reporter Carl Bernstein hält diese dubiosen 18 Minuten eher für unwichtig, "Es gibt so viele tausend Stunden Mitschnitte, und vieles davon ist so unglaublich, dass ich nicht denke, diese 18 Minuten machen den Unterschied."
Und noch jemand will unglaubliche Informationen haben. Der ehemalige Berater von Nixon, John Dean. Er hat jetzt ein Buch über den Watergate-Skandal geschrieben. Er behauptet den wirklichen Namen des Informanten "Deep Throat" in seinem Buch "Unmasking Deep Throat" veröffentlicht zu haben. Die zwei weltberühmten Reporter schworen damals, den Namen des Hinweisgebers nicht preis zu geben. Doch er weiß nicht wirklich den entscheidenden Namen, sondern zählt am Ende seines Buches einige ehemalige hochrangige Begleiter Nixons auf, die in dem ganzen Wirr-Warr verwickelt gewesen sein sollen. Dean selber packte im Nixon-Fall aus und musste als Sündenbock für sechs Monate ins Gefängnis.
Die Nixon-Affäre trug dazu bei, dass das amerikanische Volk an Vertrauen zur Regierung verlor und seit dem die große Macht des US-Präsidenten anprangert. Und auch zur Zeit scheint jemand anders Nixon Konkurrenz zu machen. Wenn es um unkontrollierte Macht und Heimlichkeiten geht, ist Georg W. Bush wieder ein Anwärter auf die kritisierte "kaiserliche Präsidentschaft".

Die Geheimnisse, die sich schon immer im Weißen Haus abgespielt haben werden wohl niemals vollkommen an die Öffentlichkeit gelangen. Und die Nixon-Affäre wird nicht zum letzten Mal durch die Medienlandschaft gehen. Eins steht auf jeden Fall fest, Bernstein und Woodward haben einen der größten Polit-Skandale aufgedeckt und damit Geschichte geschrieben
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Nutzer: Shaft2
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geschrieben am: 20.06.2002    um 14:59 Uhr   
sehr viel ext wow aber nixonnund usa alles o ne sache
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Nutzer: Battledog
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geschrieben am: 20.06.2002    um 15:06 Uhr   
Wohl ALLE zu fauel zu lesen?
Pisa lässt grüßen!
Geändert am 20.06.2002 um 15:06 Uhr von battledog
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Nutzer: kreuzbergzecke
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geschrieben am: 20.06.2002    um 16:59 Uhr   
(zitat)Wohl ALLE zu fauel zu lesen?
Pisa lässt grüßen!(/zitat)

Pisa lässt grüssen?

Scheiss auf Pisa!

Wegen Pisa müsen wir bis zur 13ten Französisch machen!
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Nutzer: verovero
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geschrieben am: 23.06.2002    um 23:21 Uhr   
Es gab vor Jahren eine Monster-Dokumentationssendung.
Ist wohl kein Einzelfall. Man bedenke, dass wir es jetzt mit einem Bush zu tun haben. Keiner schreit mehr nach den falschen Stimmzetteln ...

Scheint in der Tat so, als sei aktuelle Geschichte ein riesiges Dreckgeschäft, von dem bloss der Stecknadelknopf eines Eisberges vielleicht mal aufgeklärt wird, wenn wir in den ewigen Jagdgründen weilen.

Wildkatzen kösen Machtprobleme eindeutiger, vero
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