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KI - das Ende des Menschen? |
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geschrieben am: 20.03.2002 um 01:08 Uhr
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Die Welt ist technisiert. Man blickt fest in die Zukunft.
Alles ist vernetzt und verdrahtet, Maschinen arbeiten für die Menschen. Man hat den Eindruck, die Evolution schreitet immer schneller voran. Jeden Tag wacht man in einer neuen Welt auf.
Was würden wir nur ohne Strom machen?
Es gibt Roboter, die dem Menschen immer ähnlicher werden.
Maschinen, die lernen können, die denken und und überlegt handeln......können sie bald auch emotional handeln?
Genetiker klonen bald den ersten Menschen.
Wird unsere Spezies bald überflüssig?
Treten in der Zukunft Maschinen an die Spitze der Nahrungskette?
Bevölkern eines Tages nur noch Klone und Cyborgs die Erdoberfläche?
Ein Horrorszenario, aber wenn man sieht, was heutzutage technisch und genetisch möglich ist dann erscheint es verdammt real.
Künstliche Intelligenz.....wird sie über die Intelligenz des Menschen siegen?
-Jodo-
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geschrieben am: 20.03.2002 um 01:18 Uhr
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(zitat)Künstliche Intelligenz.....wird sie über die Intelligenz des Menschen siegen? (/zitat)
Wirkliche Intelligenz setzt Bewußtsein voraus. Bewußtsein verstehe ich als die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung,
Selbstreflektion, die wiederum in eine autonome "Persönlichkeit" eingebettet ist. Dies alles haben z.B. Computer nicht.
Lama |
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geschrieben am: 20.03.2002 um 02:19 Uhr
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Aber kann es nicht sein, dass sich in der Zukunft die Roboter/Maschinen ihrer Selbst bewusst sind?
Dass sie autonom funktionieren?
-Jodo-
der sich gerade an den Film "2001 - Odyssee im Weltraum" erinnert.
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geschrieben am: 20.03.2002 um 02:44 Uhr
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Meinst Du im Ernst, das ließe sich bewerkstelligen? Und wie, bitte schön, sollte denn das vonstatten gehen?
Wie soll einem Unbelebten - einer Maschine - Bewußtsein
implantiert werden? Wenn Intelligenz nicht von Erkenntnisfähigkeit zu trennen ist, so kann man sie auch nicht von Bewußtsein trennen und zwar, weil Erkenntnis Reflexion voraussetzt...denke ich mal....und das halte ich solange für unlösbar, wie wir noch nicht einmal wissen, wie unser eigenes Bewußtsein funktioniert...aber komm mir jetzt blos nicht mit...Rechner könnten sich doch selbst
wahrnehmen und kommunizieren, z.B. per "Meine serielle Schnittstelle antwortet nicht"/"Wo ist denn mein Server"
etc. ;-)
Lama, der jetzt schlafen geht |
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geschrieben am: 20.03.2002 um 06:15 Uhr
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1798,
T: In zweihundert Jahren werden wir Briefe in nur wenigen Sekunden von Fernost nach Amerika schicken können.
B: Nenn mir eine Brieftaube die so schnell fliegt oder einen Kutscher der so schnell seine Rosse laufen lässt.
T: Nein, keine Tauben, keine Pferde, grosse Metallische Vögel bei den Sternen. Den Schickst du die Nachricht und sie schicken sie weiter.
B: Du hast doch 'n Schuss.
+ Geändert am 20.03.2002 um 06:18 Uhr von Rammsteiner |
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geschrieben am: 20.03.2002 um 12:24 Uhr
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(zitat)Es gibt Roboter, die dem Menschen immer ähnlicher werden.(/zitat)
immer ähnlicher vielleicht, aber nie menschlich
las vor Jahren einmal in einem Artikel (glaube im Konr@d) von einem Wissenschaftler, der behauptete, dass es in der Zukunft möglich sein wird, Maschinen (Roboter) zu bauen, die einem genauen - auch gefühlsmäßigen Abbild - jedes Einzelnen entsprächen
ich glaube für mich sagen zu können, dass es nie, nie eine Maschine geben wird, die genauso denkt, handelt und fühlt...die genau dieselben Fehler macht, nach derselben Logik handelt, die selben Träume hat usw. wie ich.
Konfrontiere eine dieser ach so künstlichen Intelligenzen mit einfacher, menschlicher Unlogik und Du zwingst sie in die Knie...
DoD |
Wenn ich scherzen will, sage ich die Wahrheit. Das ist immer noch der größte Spaß auf Erden.
(George Bernard Shaw) |
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geschrieben am: 20.03.2002 um 12:48 Uhr
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(zitat)Konfrontiere eine dieser ach so künstlichen Intelligenzen mit einfacher, menschlicher Unlogik und Du zwingst sie in die Knie...(/zitat)
Der Satz gefällt mir. Den finde ich genial.
Gruss Lama
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geschrieben am: 20.03.2002 um 14:31 Uhr
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Huhu Jodo,
wollen wir erstmal Klone und Cyborgs von KI trennen, die ersteren basieren immernoch auf dem Menschen an sich, nur u. U. etwas aufgepeppt das gibt es schon und wird auch in seinen Bereichen weitere Verbreitung finden.
Was aber doch für Debatte sorgt ist KI im Zusammenhang mit:"Künstliche Intelligenz.....wird sie über die Intelligenz des Menschen siegen?". Die Frage ist vielleicht etwas unglücklich formuliert, denn sie schließt ein Konfliktpotential (siegen?) nicht aus - und betrachtet man es als Wettstreit hat der Mensch im Bereich mathematischer Aufgaben bzw. Informationsverarbeitung schon lange verloren!
Ich finde die Frage hier besser:
Verdrängt der Fortschritt in KI, BioTech, etc. den Menschen aus seinen jetzigen Positionen?
Allem Gewimmer zum Trotz, ja! Viele machen den Fehler und denken KI müßte das genaue Abbild von einem Selber sein: ein Knäul von Emotionen, Gefühlen und Träumen. Wen aber interessieren die, außer einem persönlich oder dem Lebenspartner (wenn überhaupt)? Was übrigbleibt ist Deine Präsänz/Arbeitskraft ... wie auch immer. Und das ist ersetzbar, sei es durch Maschinen oder andere Personen.
Beispielsweise haben wir in einer kleinen Arbeitsgemeinschaft wärend des Studiums einen "Gärtner" mit wenig Aufwand, basierend auf neuronalen Netzen und Fuzzy-Technologie, gebaut. Das Ergebnis war das der "Gärtner" nach Eingabe der korrekten Basisdaten organische Lebensformen zum Teil besser betreut hat als ein Mensch, und das 24 Stunden am Tag.
Oder ein weiteres Beispiel. Auf Basis von einer 2jährigen Aufzeichnung aller Tätigkeiten eines Schalterangestellten bei der Sparkasse (vielleicht ist das Beispiel besser als der Gärtner) ist man in der Lage einen mehr als gleichwertigen Ersatz hinter die Scheibe zu setzen ohne das der Kunde es merkt. Was Ausnahmesituationen betrifft, wie oft hab ich schon so eine Dame sagen hören: "Moment, da muß ich schnell mal die Chefin fragen." - das wird dann per Network von einem Operator geregelt. Dieses Problem durch Konfrontation mit menschlicher (Un)Logik wird aber auch nur ein einziges Mal auftreten und dann nie wieder - wogegen ich Menschen kenne, die machen immer dieselben Fehler. ;o)
Was Autonomie angeht, jeder Mensch ist nur innerhalb seiner Fähigkeiten wirklich autonom, werden die Grenzen errreicht muss externe Hilfe herbeigeführt werden - dasselbe gilt für jede Art von KI. Das schöne aber ist, eine KI wartet, ein Mensch überschätzt sich und macht Fehler.
Bei mir um die Ecke fahren Personenzüge ohne Zugführer. Vor hundert Jahren wurden Weber von mechanischen Webstühlen abgelöst. Macht die Augen auf.
So long ...
Bert/Maro
PS: Zum Topic "KI = Ende des Menschen" ... nur wenn wir es selber so einrichten
Geändert am 20.03.2002 um 14:34 Uhr von MARODEUR Geändert am 20.03.2002 um 14:39 Uhr von MARODEUR |
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geschrieben am: 20.03.2002 um 15:57 Uhr
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lacht zu Lama
ist von mir und kann frei verwendet werden grinselt und verschwindet wieder...in Gedanken bei der Frage, obs irgendner Maschine dieser Satz zum gleichen Zeitpunkt eingefallen wär...lol
Gruß
DoD |
Wenn ich scherzen will, sage ich die Wahrheit. Das ist immer noch der größte Spaß auf Erden.
(George Bernard Shaw) |
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geschrieben am: 20.03.2002 um 16:12 Uhr
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@diaryofdreams
wär ihnen nicht eingefallen! so fies können die gar nicht denken ;-) |
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geschrieben am: 20.03.2002 um 16:43 Uhr
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lololol
DoD der sich dann fragt, wieso sein PC beim Backgammon immer so fiese Züge macht...gg |
Wenn ich scherzen will, sage ich die Wahrheit. Das ist immer noch der größte Spaß auf Erden.
(George Bernard Shaw) |
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geschrieben am: 22.03.2002 um 22:55 Uhr
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Die Welt ist technisiert. Man blickt fest in die Zukunft.
Tut man das? Es kommt doch wohl darauf an, worauf man den Blick richtet.
Alles ist vernetzt und verdrahtet, Maschinen arbeiten für die Menschen.
Auch hier wieder: Was meinst Du mit "Alles"? Ist Dein Verstand vernetzt? Läßt Du Dir Deinen Charakter, Dein Denken, Dein Fühlen von Drähten vorgeben?
Und was meinst Du mit "arbeiten für"? "Für" im Sinne von "dienen" oder "im Interesse von" oder "anstelle von"?
Man hat den Eindruck, die Evolution schreitet immer schneller voran.
Die Evolution ist die Weiterentwicklung des Menschen, nicht die der Maschinen. Und die scheint im letzten Jahrhundert nicht allzu sehr von der Stelle gekommen zu sein. Was auch nicht verwundert.. was sind schon hundert Jahre?
Jeden Tag wacht man in einer neuen Welt auf.
Dem Menschen erschien schon immer jeder Tag als eine völlig neue Welt und zugleich als ewiges Einerlei. Auch hier gilt doch wieder: Es kommt auf die Sichtweise und die Aspekte an, auf die sich unser Bewußtsein gerade konzentriert.
Was würden wir nur ohne Strom machen?
Eine interessante Überlegung, aber keine, die uns weiterhilft. Wir haben uns nun einmal von diesen Technologien abhängig gemacht. Und deshalb sollten sich unsere Überlegungen nicht darauf richten, die Technologien abzuschaffen, da man nichts ent-erfinden kann, sondern darauf, diese Abhängigkeit in den Griff zu bekommen. Ein Süchtiger wird nicht clean, indem er wünscht, seine Droge sei nie erfunden worden. Auch nicht davon, daß man alle Hersteller und Händler einsperrt und alle Drogen vernichtet.. solange der Süchtige seine Abhängigkeit nicht bezwingt, wird er immer etwas finden, wovon er sich selbst abhängig machen kann.
Es gibt Roboter, die dem Menschen immer ähnlicher werden.
Maschinen, die lernen können, die denken und und überlegt handeln......können sie bald auch emotional handeln?
Überlegt handeln? Was verstehst Du darunter? Das überlegte Handeln von Maschinen beschränkt sich darauf, auf ganz bestimmte Situationen in ganz bestimmter Weise zu reagieren. Bei einem überlegt handelnden Menschen erwarte ich hingegen Eigenständigkeit, die Fähigkeit, auch Dinge einzuordnen, denen er noch nie begegnet ist, die ihm völlig unbekannt sind, und seine eigene, ganz individiduelle Art darauf zu reagieren.
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geschrieben am: 22.03.2002 um 22:56 Uhr
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Genetiker klonen bald den ersten Menschen.
Ob das so funktioniert, muß sich erst noch erweisen.
Wird unsere Spezies bald überflüssig?
Überflüssig? Für wen? Für die Welt war der Mensch schon immer überflüssig. Und jeder einzelne Mensch ist für Milliarden anderer Menschen völlig überflüssig. Bedeutung hat ein Mensch doch nur für sich selbst und für einige wenige andere, in denen er Sympathie oder Antipathie wecken kann. Und ob er sich und diese wenigen anderen überflüssig wird, hängt ganz von jedem einzelnen selbst ab.
Treten in der Zukunft Maschinen an die Spitze der Nahrungskette?
Sollte es einmal Maschinen geben, deren Körper Nahrung benötigt, die das auch selbst wissen, selbst herausfinden, was Sie benötigen, ihr Vorlieben und Abneigungen bei der Ernährung selbst bestimmen und sich die Nahrung selbst beschaffen können.. dann sind das Lebenwesen wie alle anderen auch und haben dieselben Rechte.
Bevölkern eines Tages nur noch Klone und Cyborgs die Erdoberfläche?
Wieso ist das schlimmer, als wenn die Erde ausschließlich, sagen wir mal, von Spinnen und Kreuzottern bevölkert wird?
Ein Horrorszenario, aber wenn man sieht, was heutzutage technisch und genetisch möglich ist dann erscheint es verdammt real.
Künstliche Intelligenz.....wird sie über die Intelligenz des Menschen siegen?
Hier fehlt eines: die Definition von Intelligenz!
Und zur Intelligenz gehört auch, nicht einfach Schlagwörter zu übernehmen. Irgendwer bringt einen Begriff ins Spiel, tausend andere nehmen es auf und verbreiten es weiter, weil es toll klingt und man heutzutage mit toll klingenden Wörtern Eindruck schinden und Geld machen kann. In der Phase werden diese wunderbaren Begriffe dann schon zu bloßen Phrasen, sie haben keinen wirklichen Inhalt mehr und können ganz nach Belieben für die verschiedensten Zwecke gebraucht werden.
Deshalb auch die ausführliche Antwort: Denk doch mal drüber nach, was Du da sagst, was die Begriffe wirklich bedeuten, die Du verwendest. Hinterfrage die Konzepte, die Dir aufgetischt werden, statt sie einfach als gegeben hinzunehmen und Dich davon in Depressionen stürzen zu lassen.
Ich möchte hier sicher kein rosarotes Bild zeichnen. Ich halte nicht viel von den Menschen und es gibt viel, was mir in dieser Welt und an diesen Menschen angst macht. Aber das sind wesentlich grundlegendere Dinge, die im Menschen selbst stecken und unter anderem solches Zukunftsgeschwätz (damit meine ich nicht Dich, sondern diejenigen, die das ins Leben rufen und verbreiten) erst möglich machen.
donaldine
Den Männern hat Gott Flügel verliehen, damit sie fern der Realität über den Wolken schweben können, den Frauen, damit sie auf dem Boden den Nachwuchs schützen. (Pasternak)
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geschrieben am: 15.04.2002 um 13:46 Uhr
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ANGEBLICHES KLON-BABY
Heftige Proteste gegen Antinori
Das Büro des italienischen Mediziners Severino Antinori will von einem Klon-Experiment des umstrittenen Arztes nichts wissen. Antinori hatte gesagt, eine von ihm behandelte Frau sei mit einem Klon-Baby in der achten Woche schwanger. Die Nachricht hat weltweit für Entrüstung gesorgt.
Rom - Antinori selbst sei für eine Stellungnahme nicht erreichbar, betonte eine Mitarbeiterin aus dem Büro des Arztes am Samstag in Rom. In Antinoris Büro sei von der Klon-Schwangerschaft nichts bekannt.
National und international haben die Äußerungen Antinoris über die Schwangerschaft heftige Kritik ausgelöst. Der italienische Gesundheitsminister Girolamo Sirchia bezeichnete in einem Zeitungsinterview das Klonen eines Menschen als eine "Katastrophe für die Menschheit". Der italienische Ärzteverband drohte dem Gynäkologen mit einem Disziplinarverfahren. Die Amerikanische Gesellschaft für Reproduktive Medizin (ASRM) riet zur Skepsis: Es gebe bisher keine Beweise, hieß es in einer Stellungnahme. Die Öffentlichkeit möge Ruhe bewahren, solange Experten das angeblich gelungene Experiment nicht bestätigt hätten.
Die Berichte über den angeblich erfolgreichen Klonversuch Antinoris wurden bisher von keiner Seite bestätigt. Nach Informationen der britischen Fachzeitschrift "New Scientist" soll Antinori bei einem Symposium in den Vereinigten Arabischen Emiraten gesagt haben, eine von ihm behandelte Frau sei in der achten Woche schwanger. Der "New Scientist" beruft sich dabei auf einen Bericht der Online-Ausgabe der in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) erscheinenden "Gulf News".
Auch Richard Nicholson, Redakteur des britischen Fachmagazins "Bulletin of Medical Ethics", äußerte Zweifel an den Berichten - wenn sie jedoch wahr wären, sähe die Zukunft des Kindes düster aus. "Ich glaube nicht, dass Dr. Antinori in irgendeiner Weise das Wohlergehen des Nachwuchses in Betracht gezogen hat", sagte er. "Wenn man das vorzeitige Altern bei geklonten Tieren betrachtet, wird dieses Kind keine besonders glückliche oder normale Kindheit haben."
Antinori und der Klon-Arzt Panos Zavos aus Lexington/Kentucky hatten im vergangenen Jahr wiederholt Klonversuche am Menschen angekündigt und waren dafür von Forschern aus der ganzen Welt scharf kritisiert worden. Die US-Gesellschaft ASRM äußerte sich zutiefst besorgt darüber, dass Patienten zu Klonversuchen herangezogen werden. Antinori arbeitet dem Bericht zufolge mit mehreren tausend unfruchtbaren Paaren. Außerdem sei es bedauerlich, dass das vielversprechende therapeutische Klonen durch die Versuche von Antinori und wenigen anderen in Verruf gerate, hieß es seitens der ASRM.
In den vergangenen Monaten hatten bereits Wissenschaftler aus den USA, Südkorea und China berichtet, menschliche Embryonen zu Forschungszwecken geklont zu haben. Diese hatten jedoch nur ein frühes Entwicklungsstadium mit wenigen Zellen erreicht.
aus Spiegel-Online
-Jodo-
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