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Totalverweigern

Nutzer: Gast_Rammsteiner
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geschrieben am: 01.12.2002    um 21:13 Uhr   
Als ich letztends auf einem Seminar der KPD in Zusammenarbeit der FDJ war, hörte ich mir die Geschichte eines Totalverweigerers an. Ringo Ehlert verweigerte den Zivil- und Wehrdienst, er hat dadurch grosse bekanntheit in der linken Szene erlangt da die FDJ in der er Mitlied ist zu Protesten aufgerufen hat. Begründet hat er seine Verweigerung mit den Argumenten des Vertragsbruch der Bundesrepublik (Potsdamer Vertrag in dem geschrieben und unterschrieben steht das Deutschland keine Angriffe mehr starten darf was sie ja in Jugoslawien getan haben) und dem Aufabau der Bundeswehr nach dem zweiten Weltkrieg mit ehemaligen Wehrmachtsleuten. Darüber hinaus argumentierte er damit, dass die BRD die DDR annektiert hat und der Wiederaufbau Ost nur ein Pseudoprogramm ist das nie stattfinden wird. Der Apfel DDR ist nur noch ein Griebsch mit dem keiner mehr was anzufangen weiß. Auf seine komplette Verweigerung reagierte die BRD mit Feldjägern, die ihn in eine Kaserne in der Nähe Berlins brachten. Dort kam ein Offizier mit hartem und bestimmendem Ton auf ihn zu. Als er dennoch die 'Befehle' missachtete, am er in Arrest. Dies in seiner eigentlich vorgesehenen Kaserne in Ueckermünde. Dort wurde er 63 tage unter Arrest gestellt. Vor der Kaserne versammelten sich viele FDJ'ler um eine Demo zu starten, diese wurde aber von Soldaten mit Warnungen beendet. Ringo Ehlert wurde ins einer Zelle nicht grade friedsam behandelt. rechte wie eine Zeitung am tag und Anrufe wurden ihm verweigert. Offiziere zogen mit ihrer Brigade an seiner zelle vorbei und sangen aus Protest das alte Wehrmachtslied (Die Wehrmacht gehört ja laut Kießling zur Tradition der Bundeswehr). Mir den oben genannten Argumenten zog er also vor Gericht und verunsicherte den Richter, der sich auf den Fall mit 10 minütiger Internetauskunft vorbereitete, sehr.
Dieser vertagte dann auf rat der Bundeswehr den Termin wegen den Demonstrationen der FDJ vor dem Gebäude (waren Richter nicht neutral?)
Der Fall ist nun zum Schluss gekommen, in einem Hin und Her zwischen Ringo, Saatsanwalt und Richter wird nun geprüft ob Ringe Ehlert nicht ein manipuliertes Mitglied der FDJ ist und ob er all das wirklich ernst meint und keine psychischen Störungen vorliegen. Und geprüft wird er von einem staatlichen Psychologen. Ich selber habe mich mit Ringo Ehlert unterhalten und muss sagen das der Mann ganz klar sieht. Der Psychologe wird dies allerdings anders sehen, sonst müsste man ihm ja recht geben. Und psychisch Gestörte reden ja eh nur Mist ;o)

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Geändert am 01.12.2002 um 21:17 Uhr von Rammsteiner

Geändert am 01.12.2002 um 21:19 Uhr von Rammsteiner
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Nutzer: lestatia
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geschrieben am: 01.12.2002    um 21:28 Uhr   
Hm, hört sich fast danach an :"Osten verweigere dich!" und "Ihr im Westen habt eben Pech gehabt!"

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Nutzer: Gast_Rammsteiner
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geschrieben am: 01.12.2002    um 21:30 Uhr   
Die nationale Volksarmee sah er als Alternative aber die haben ihre Armee auch mit ehemaligen Wehrmachtsleuten aufgebaut. Oder irre ich mich?
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Nutzer: lestatia
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geschrieben am: 01.12.2002    um 21:35 Uhr   
und wie setzt du das nun in Bezug auf deine vorherige Aussage?
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Nutzer: Gast_Rammsteiner
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geschrieben am: 01.12.2002    um 21:45 Uhr   
Das du es drehen kannst wie du willst, jeder Staat macht Fehler, der eine mehr, der andere weniger.

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Nutzer: lestatia
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geschrieben am: 01.12.2002    um 21:50 Uhr   
Aber, dass du immer noch den Unterschied zwischen Ost (wobei der Osten weit besser abschneidet... "man sollte auch über den Tellerrand schauen" - wie mein Ömchen immer zu sagen pflegte ;-)) und West für vieles verantwortlich machst gibt mir zu denken....

aber nun gut...
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Nutzer: lestatia
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geschrieben am: 01.12.2002    um 21:52 Uhr   
Ach und warum sollte man auch nichts für seinen Staat bzw. einen Staat indem man lebt etwas tuen?! Für ein "fröhliches Miteinander" zu dem jeder etwas beizusteuern hat... (und das mag auch die Wehrpflicht sein...)
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Nutzer: Gast_Rammsteiner
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geschrieben am: 01.12.2002    um 22:22 Uhr   
Ich mache nicht den Westen für das was hier passiert verantwortlich sondern die ganze BRD.

Und natürlich schneidet der Osten besser ab. Ihr könnt ja nichtmal die Uhr. *fgfg (Insider)

Ich selber habe die DDR-Zeit nur sechs Jahre miterlebt und nicht viel mitbekommen. Aber von Erzählungen und Vergleichen weiß ich, dass es den Leuten im Osten zu DDR-Zeiten besser ging. Kann sein das es anders ist aber es sagte mir nunmal jeder Ostdeutsche mit dem ich mich unterhielt. Heute scheißt man im Osten auf Bananen, Reisen und Kaffee, man kann sie sich sowie nicht oder nur begrenzt leisten ;o)

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Nutzer: Gast_Rammsteiner
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geschrieben am: 01.12.2002    um 22:31 Uhr   
(zitat)Ach und warum sollte man auch nichts für seinen Staat bzw. einen Staat indem man lebt etwas tuen?! Für ein "fröhliches Miteinander" zu dem jeder etwas beizusteuern hat... (und das mag auch die Wehrpflicht sein...)(/zitat)

Ich gehe zur Kriegsausbildung um für ein 'fröhliches Miteinander' zu sorgen?

Mein Staat? Das ist nicht mein Staat, kein Staat der Welt gehört mir, auch nicht zum Teil oder ansatzweise. Du tust ja so als leben wir in der Demokratie.

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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 01.12.2002    um 23:38 Uhr   
totalverweigerung ist was für parasiten. es gibt keinen grund, soziale dienste zu verweigern. schon gar keinen politischen.
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Nutzer: Celeste_
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geschrieben am: 02.12.2002    um 08:37 Uhr   
wow...wer hätte gedacht, daß ich dir jemals zustimmen würde, grmpf. :-)

Celestine

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Nutzer: tiroxxx
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geschrieben am: 02.12.2002    um 09:01 Uhr   
aber grmpf, dass siehst du falsch! wenn man sich aus politischer überzeugung weigert, sozialen dienst zu leisten, dann ist das so richtig avantgardistisch, revolutionär oder im minimum eine bewundernswerte überzeugungstat.
und ja immerhin: die gesamte "brd" geht auf ihn los, die grundfesten deutscher rechtsprechung werden erschüttert und die armee läuft orientierungslos singend vor der arrestzelle des aufrechten kämpfers für die freiheit von sozialen diensten her.
allerdings: psychisch krank würd ich ihn nicht nennen, eher schon sagenhaft faul.
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Nutzer: Gast_tinkerbell
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geschrieben am: 02.12.2002    um 10:59 Uhr   
Ich kann Dir nur zustimmen, Rammsteiner, man kann die Rolle in "Operationen" wie Jugoslawien oder Afghanistan zumindest skeptisch betrachten...und es ist in meinen Augen auch völlig legitim aus eben diesen Gründen den Wehrdienst zu verweigern (wegen mir nenn ihn auch Kriegsdienst). Aber:
bitte erklär mir den revolutionären und sozialistischen Grund für die Verweigerung des Zivildienstes? Ich seh da noch nicht so recht durch, was so schlimm ist, wenn behinderte Menschen, die aufgrund ihrer finanziellen Lage keine Privatkrankenschwester haben, ihr Leben mit Hilfe von Zivis meistern (das gilt selbstverständlich auch für alle anderen Felder, auf denen Zivis tätig sind).
Die totale Verweigerungshaltung ist in der Hinsicht für mich wirklich nur Faulheit....aber ich lasse mich gern durch Argumente vom Gegenteil überzeugen.

Zum Thema "in der DDR war alles besser"....selten so einen Schwachsinn gehört. Du bist doch derjenige, der so viel Wert darauf legt, nicht bevormundet zu werden und seine Freiheit zu haben. Du kannst mir also beim besten Willen nicht erzählen, daß Du damals in die DDR geflohen wärst, anstatt in die andere Richtung....
Und falls doch: in Kuba und Nordkorea gäbs sicher noch ein Plätzchen für Dich, dort halten sie ja immer noch an der Illusion fest....aber denk dran: nimm ein Freßpaket mit....

und wenn Ihr hier wieder anfangt, Euch für morgen zu verabreden, werd ich den Thread kommentarlos löschen



tinker
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Nutzer: gummi.bär
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geschrieben am: 02.12.2002    um 19:01 Uhr   
(zitat)totalverweigerung ist was für parasiten. es gibt keinen grund, soziale dienste zu verweigern. schon gar keinen politischen.(/zitat)

lol das passt zur beschreibung von rammsteiner!

klar muss man etwas für sein land tun. wenn man sich hier net zu hause fühlt, dann soll man gehen!

ich habe letztens mit nem kollegen im bus ausländer aus einem asylanten heim gesehen, die haben sich echt unmöglich im bus benommen. und als sie raus sind, meinten sie "scheiß deutsche" sollen die sich doch verpissen!! raus mit solchen!

und so ein verhalten von deutschen, die mit ihrem land nichts am hut haben ist auch bedenklich. finde das wort von grmpf passt sehr gut ;-)

grüße
Geändert am 02.12.2002 um 19:02 Uhr von gummi.bär
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Nutzer: tiroxxx
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geschrieben am: 02.12.2002    um 20:12 Uhr   
gummi, kannst du mir verraten, was ein totalverweigerer mit asylanten zu tun hat? als einzige verbindung fällt mir da die braune gosse ein, in der immer alles vermischt wird, was nicht konform ist mit deren geistig minderbemittelten denkversuchen?
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 02.12.2002    um 20:32 Uhr   
@gummi.bär: ich habe rammsteiner nie als parasiten bezeichnet. und den vergleich mit den von dir angesprochenen asylanten kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen.
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Nutzer: Gast_Rammsteiner
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geschrieben am: 02.12.2002    um 20:41 Uhr   
@ tiroxxx:
Langsam muss ich mich mal ernsthaft hinsetzen und mir über dein Geschreibsel hier Gedanken machen, tiroxxx. Das interessiert mich, echt.
Daher eine Frage von der ich mir eine Hilfe zur Lösung deines Redens erhoffe:
Was ist für dich eine Revolution und wie muss sie deiner Meinung nach getan werden? Was ist für dich revolutionär und was nun wieder nicht? Hast du die Vermutung das Revolution und ihre Folgen falsch im Umlauf sind in dieser Gesellschaft und alle mit einem Missverständnis dies bezüglich durch die Welt irren?

@tinkerbell:

Vorab: Wer sagt, das ich diese Geschichte genauso interpretier wie der Betroffene? Ringo Ehlert hat diese Hürde und diese Anstrengungen nicht auf sich genommen um einen Einmannkampf zu führen. Es war Aktion von ihm in der er Rückhalt der FDJ hatte die auf diesen Fall aufmerksam machte. Die Aufmerksamkeit hatte die Belehrung zur Skepsis dem Staat gegenüber bei den Leuten die sich die Geschichte anhörten.

(zitat)Ich kann Dir nur zustimmen, Rammsteiner, man kann die Rolle in "Operationen" wie Jugoslawien oder Afghanistan zumindest skeptisch betrachten...und es ist in meinen Augen auch völlig legitim aus eben diesen Gründen den Wehrdienst zu verweigern (wegen mir nenn ihn auch Kriegsdienst). Aber:
bitte erklär mir den revolutionären und sozialistischen Grund für die Verweigerung des Zivildienstes? Ich seh da noch nicht so recht durch, was so schlimm ist, wenn behinderte Menschen, die aufgrund ihrer finanziellen Lage keine Privatkrankenschwester haben, ihr Leben mit Hilfe von Zivis meistern (das gilt selbstverständlich auch für alle anderen Felder, auf denen Zivis tätig sind).(/zitat)

Als grund für seine Zivildienstverweigerung nannte er unter anderem eine, im Kriegsfalle, mögliche Berufung als Rüstungshelfer (Waffenbau) oder eine Ei8nsetzung im Lazarett als Argument. Was ja seine indirekte Beitiligung am Krieg heißt. Ich denke nicht, dass Ringo Ehlert etwas gegen soziale Hilfe hat, im Gegenteil, meine ich.

(zitat)Die totale Verweigerungshaltung ist in der Hinsicht für mich wirklich nur Faulheit....aber ich lasse mich gern durch Argumente vom Gegenteil überzeugen.(/zitat)
Wie schon gesagt, seine Verweigerung hat laut Aussage nichts mit Faulheit zu tun, sondern mehr mit einer Aktion (oben beschrieben) und einem Aufruf gegen den Staat und seiner (o-ton) imperialistischen Armee. Darüber hinaus hat es auch etwas mit Stolz und Treue sich selbst gegenüber zu tun. Auch wenn das die wenigsten verstehen, ich habe Respekt vor einer solchen Entscheidung aufgrund seiner Ideale.


(zitat)Zum Thema "in der DDR war alles besser"....selten so einen Schwachsinn gehört. Du bist doch derjenige, der so viel Wert darauf legt, nicht bevormundet zu werden und seine Freiheit zu haben.(/zitat)

Richtig, tinker. Ich habe auch nicht gesagt, dass ich das System der DDR als vollkommen und perfekt halte, auf keinen Fall. Ich habe nur die DDR und die BRD verglichen und bin zu dem Entschlkuss gekommen, dass es in der DDR mehr 'Wohlstand' und Zufriedenheit gab was das Finanzielle angeht. Sicher waren die Menschen in der DDR kein Stück frei. Sicher war es eine intern-korrupte Nation. Und sicher wäre ich damals als Westdeutscher nicht in die DDR gegangen. Und ja, ich hätte sicher versucht aus der DDR zu fliehen.
Aber: Sind wir heute hier freier? Klar, es gibt keine Mauer mehr, keine Grenzen die sehr tief im Unterbewusstsein verankert sind und den Menschen psychisch unterdrücken. Dennoch: Uns steht die Welt offen, aber sehen wir sie? Nein, das tun nur die wenigsten Ostdeutschen. Die die gut verdienen. Es lebt sich besser mit dem Gedanken der offnen Welt, weniger Mauern um sich zu haben und nicht mit der Angst zu leben, dass dein Nachbar vielleicht ein Stasimann ist und du ihm nicht vertrauen kannst. Aber wenn wir die Situationen von jetzt und damals vergleichen, ist es, meiner Meinung nach, ziemlich ausgeglichen. Es geht den meisten Menschen hier nicht besser als damals. Teilweise ist es nämlich genau das Gegenteil.

(zitat)
und wenn Ihr hier wieder anfangt, Euch für morgen zu verabreden, werd ich den Thread kommentarlos löschen(/zitat)

Bla *fg

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Nutzer: Gast_Rammsteiner
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geschrieben am: 02.12.2002    um 21:12 Uhr   
(zitat)(zitat)totalverweigerung ist was für parasiten. es gibt keinen grund, soziale dienste zu verweigern. schon gar keinen politischen.(/zitat)

lol das passt zur beschreibung von rammsteiner!

klar muss man etwas für sein land tun. wenn man sich hier net zu hause fühlt, dann soll man gehen!

ich habe letztens mit nem kollegen im bus ausländer aus einem asylanten heim gesehen, die haben sich echt unmöglich im bus benommen. und als sie raus sind, meinten sie "scheiß deutsche" sollen die sich doch verpissen!! raus mit solchen!

und so ein verhalten von deutschen, die mit ihrem land nichts am hut haben ist auch bedenklich. finde das wort von grmpf passt sehr gut ;-)

grüße(/zitat)

Sachlich, wahr und überaus reif.
Man sieht das sich dieser Herr, im Vorfeld für dies höchst qualitative Posting, vorbereitet hat und nun mit Fakten ala Markwort um sich schmeißt.

Mehr fällt mir dazu nicht mehr ein.

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Nutzer: tiroxxx
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geschrieben am: 02.12.2002    um 21:15 Uhr   
nachdenken wäre wirklich nicht schlecht, rammi :-, z.b. schon hier:
(zitat)Als grund für seine Zivildienstverweigerung nannte er unter anderem eine, im Kriegsfalle, mögliche Berufung als Rüstungshelfer (Waffenbau) oder eine Ei8nsetzung im Lazarett als Argument. Was ja seine indirekte Beitiligung am Krieg heißt.(/zitat)
warum verweigert er sich nicht dann, wenn tatsächlich der genannte kriegsfall eintritt? dann wäre es ein deutliches zeichen und das auch zur rechten zeit!

(zitat)Ich denke nicht, dass Ringo Ehlert etwas gegen soziale Hilfe hat, im Gegenteil, meine ich.(/zitat)und das erkennst du daran, dass er gerade auch den zivildienst - also sozialen dienst an der gemeinschaft (kranke, behinderte, jugend, alte, naturschutz...verweigert? das ist zumindest erklärungsbedürftig


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Nutzer: gummi.bär
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geschrieben am: 02.12.2002    um 21:20 Uhr   
es gibt keinen direkten bezug zu den asylanten und den verweigereren! das habe ich auch nie behauptet! ich hab sie auch nicht direkt miteinander verglichen. wollte es nur loswerden, weil rammsteiner für kein land lebt! er fühlt sich nicht angesprochen wenn es um wehpflicht, also dienst für das vaterland geht!

und da kam mir das nochmal in den sinn mit asylanten! wenn man kein land als sein heimatland sieht, dann find ich das schon extrem bedenklich! besonders wenn man hier lebt!!!

bin wenigstens stolz auf mein land! aber ja, klar stolz sein in deutschland heisst rechts sein oder?

kein bisschen rechts und links ist!
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Nutzer: Gast_Rammsteiner
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geschrieben am: 02.12.2002    um 21:47 Uhr   
>>warum verweigert er sich nicht dann, wenn tatsächlich der genannte kriegsfall eintritt? dann wäre es ein deutliches zeichen und das auch zur rechten zeit!

Ich denke mir mal, dass ihn dann der staatliche Befehl und die Unterwürfigkeit gequält hätte.

>>und das erkennst du daran, dass er gerade auch den zivildienst - also sozialen dienst an der gemeinschaft (kranke, behinderte, jugend, alte, naturschutz...verweigert? das ist zumindest erklärungsbedürftig

Nun, wahrscheinlich geht ihm der 'Krieg' gegen die BRD vor all das. Was ja nicht heißen muss, dass er die anderen Dinge als sehr minderwertig betrachtet

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"Autor"  
Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 02.12.2002    um 22:28 Uhr   
der punkt bei mir ist folgender: ich habe mich ca. 15 jahre in der punkszene bewegt und so manchen totalverweigerer kennengelernt. und komischerweise waren das IMMER und AUSSCHLIESSLICH leute, die auch sonst ihren arsch nicht hochbekommen haben, null hilfsbereitschaft und engegament für irgendetwas aufbringen konnten und im grunde nichts weiter taten, als wertvollen sauerstoff zu verbrauchen, indem sie altkluge reden über themen wie "solidarität", "freiheit" und ähnliches hielten.
aber wenn es um ihre rechte ging, da waren sie fix. sprich: sie kannten jeden kniff, um dieses ach so böse system für sich bezahlen zu lassen. vielleicht hätte sich dieser staat ihnen gegenüber auch mal "totalverweigern" sollen. von daher halte ich das wort vom parasiten aufrecht und bleibe dabei - es mit "linkssein" zu begründen, daß man nicht bereit ist, in der pflege, betreuung oder fortswirtschaft zu arbeiten ist bullshit.
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Nutzer: loki12345
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geschrieben am: 04.12.2002    um 00:41 Uhr   
(zitat)Als grund für seine Zivildienstverweigerung nannte er unter anderem eine, im Kriegsfalle, mögliche Berufung als Rüstungshelfer (Waffenbau) oder eine Ei8nsetzung im Lazarett als Argument. Was ja seine indirekte Beitiligung am Krieg heißt. Ich denke nicht, dass Ringo Ehlert etwas gegen soziale Hilfe hat, im Gegenteil, meine ich. (/zitat)

Also das ist echt die Höhe. Ich kann ja noch nachvollziehen, daß dieser Mensch nicht als Rüstungshelfer arbeiten möchte. Wobei ich irgendwo nicht ganz verstehen mag, was das jetzt mit Totalverweigern zu tun hat, denn im Kriegsfall, daß haben bisher alle Länder die in Kriege verwickelt waren bewiesen, müssen mehr oder weniger alle ran, ob sie nun Zivis/Kriegsdienstler sind oder einen "normalen" Beruf haben.
Aber dann noch zu sagen, er möchte nicht in einem Lazarett eingesetzt werden ist einfach nur, entschuldigung, Assozial und das meine ich im eigentlichen Sinne des Wortes. Dieser Mann würde sich also im Falle eines Krieges weigern, verwundete zu versorgen, oder wie soll ich das verstehen? Toll, welch gloreiche Überzeugung. Ich habe diesen Krieg nicht angefangen also werde ich auch nicht den armen Schweinen helfen, die aus welchen Gründen auch immer Kugelfang gespielt haben.
Hätten z.B. die Manschen im Friedensdorf zu Zeiten des Vietnamkrieges so gehandelt, wären warscheinlich tausende von Kindern umgekommen. Aber wieso auch nicht, wir haben den Krieg ja nicht angefangen.Rammsteiner, wenn du willst kann ich dir gerne Mal Photos von eben diesen Kindern zeigen, denn meine Mutter hat dort zu genau dieser Zeit gearbeitet.
Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen, in meinen Augen ist dieser Typ nur ein Stinkfauler Sack, der sich hinter irgendwelchen blöden Parolen versteckt. Traurig, daß so Leute auch noch gerade von der Linken Szene gloriefiziert werden...

Datt Loki
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