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Der gerechte Krieg |
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geschrieben am: 10.04.2003 um 21:01 Uhr
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Die Frage des gerechten Krieges wird schon seit Jahrhunderten diskutiert. Was bei den Römern der "bellum iustum", war bei den Christen der Kreuzzug und so zieht es sich durch die Geschichte.
Im Zuge dessen tauchen Fragen auf, wie:
"Ist ein Krieg gerechter, weil er für eine Religion oder Ideologie geführt wird?
Und gibt es überhaupt einen gerechten Krieg?"
Sir Karl Raimund Popper ist 1991 der Meinung, dass, will man den sicheren Frieden erreichen, man notfalls dafür auch mit kriegerischen Mitteln kämpfen muß.
Er geht sogar weiter und meint, man müsse eine Pax americana gründen, welche Gefahren für den Frieden, wie diktatorische Systeme im Irak und in Korea, vernichten und selbigen Frieden sichern.
So sollte aus der stärksten Macht (USA) und seinen demokratischen Verbündeten (EU) eine Pax civilitatis werden, die aus der "Notwendigkeit der gegenwärtigen Situation" heraus, sich "um das Überleben der Menschheit sorgt.".
Mit der "gegenwärtigen Situation" spielt Popper auf damals aktuelle Unruhen an, wie zum Beispiel den Golfkrieg im Irak (heutige Irakkrise), den Koreakrieg bzw. dessen Teilung in zwei Staaten und die Bildung der GUS (Zusammenschluß ehemaliger Länder der Sowjetunion).
Würde man also die Worte Poppers überdenken, so würde seine Meinung deutlich, dass ein Krieg im Sinne der Demokratie und des Friedens ein gerechter Krieg wäre und stimmt somit der Aussage von Thomas von Aquin (Philosoph und Theologe, 1225-1274) zu, der von der "recta intentio" (Der Kriegführende muß mit gerechter Absicht kämpfen, d.h. er muß das Gute mehren und das Böse mindern wollen.) spricht.
Ernst Nagel, der die katholische Ansicht zu diesem Thema vertritt, erklärt, dass ein Angriffskrieg in jedem Falle inakzeptabel sei. Weiter meint er, dass "absolute Kriegsächtung [...] heute das Ziel von Friedenspolitik sein" muß.
Ein Krieg sei allerhöchstens im "Ernstfall" eine letzte Möglichkeit, die jedoch keinesfalls wünschenswert sei.
Doch ist es überhaupt möglich keine Kriege zu führen?
Laut Alexander Mitscherlich entsteht "im Zusammenprall unseres Anspruchs an die Mitspieler in unserem Leben und der Unlust, uns den gleichartigen Ansprüchen dieser Mitmenschen zu fügen,[...] permanent in der welt Streit, Machtkampf, Krieg." Es sei also eine tief im Menschen verwurzelte "Aggression", der keiner widerstehen kann, so dass es zwangsläufig zu kämpferischen Auseinandersetzungen kommt.
Zusammenfassend kann man sagen, dass zwar alle den für Frieden erstrebenswert erachten, aber andererseits selbst der frommste Kirchenmann den Krieg in irgendeiner Art und Weise als Teil dieser Welt und sogar als Mittel akzeptiert. Somit kann er auch nicht aus unserer Welt verschwinden und ob der jeweilige Krieg nun als gerecht oder ungerecht empfunden wird hängt schlußendlich doch von der jeweiligen Sichtweise bzw. Ideologie/Religion des Betrachters ab.
In diesem Sinne wünsche ich euch...
Frieden...Shalom...Peace!
Beitrag wurde von tinkerbell am 17.04.2003 um 10:09 Uhr aus dem Forum Mal ernsthaft ! verschoben. |
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geschrieben am: 11.04.2003 um 07:13 Uhr
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(zitat)
Zusammenfassend kann man sagen, dass zwar alle den für Frieden erstrebenswert erachten, aber andererseits selbst der frommste Kirchenmann den Krieg in irgendeiner Art und Weise als Teil dieser Welt und sogar als Mittel akzeptiert.
(/zitat)
Ich glaube nicht, dass JEDER den Krieg als Mittel akzeptiert, das mag für einige gelten, nur denke ich nicht, dass man das verallgemeinern kann. Ich finde Krieg in jeder Hinsicht abscheulich und würde ihn nie akzeptieren. |
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geschrieben am: 11.04.2003 um 13:45 Uhr
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es wäre schon gut, wenn es "wenigstens" (was natürlich nicht heißt, daß ich Krieg richtig finde) eine Entscheidung der Weltgemeinschaft gewesen wäre. so wie es jetzt läuft, wird es wohl noch ernsthafte Probleme geben.
und nebenbei gesagt, wird Krieg genau solange nicht aus unserer Welt verschwinden, wie der Mensch nicht bereit ist, seine eigene Gier hinter das Wohl der anderen zu stellen... und zwar jeder mensch... |
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geschrieben am: 13.04.2003 um 11:02 Uhr
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*Hallo...
Ich war schon immer gegen Gewallt... und ich denke das man mit Gewalt keine Probleme lösen kann sonden sie nur verschlimmert...
Ein Krieg trifft immer unschuldige die nichtŽs dazu können das es in ihrem Land einen Spinner gibt der meint Menschen zu unrecht zu foltern und zu diskiminieren...
MfG
Free... |
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geschrieben am: 16.04.2003 um 19:09 Uhr
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Also ich denke,machmal muss ein Krieg geführt werden... ich weiß nicht welcher Sinn hinter dem Irakkrieg stecken soll und ich finde Bush ist ein echtes A.... aber naja...
aber was hätte man gemacht wenn es den 2. Weltkrieg nicht gegeben hätte?? Wenn alle blindlings zugeschaut hätten wie Hitler nach und nach alle Juden ausrottet und seine Nachbarländer einnimmt...irgendwer musste ihn ja stoppen...in der Hinsicht war dieser Krieg sicher nicht das schlimmste....
aber gut finde ich es natürlich nicht... ich meine so viele unschuldige Menschenleben. Und wofür das ganze, um Macht zu erlangen?
Bush zum Beispiel... was wäre wenn es jeder so machen würde wie er und sich nicht um die Meinung anderer scheren würde? Wozu würde es dann so etwas wie die UN überhaupt geben??
Naja... komme jetzt wohl vom Thema ab... sorry..
Ich denke einen gerechten Krieg wird es niemals geben!!
Lieben Gruß
Kia Geändert am 16.04.2003 um 19:10 Uhr von LittleKiara |
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geschrieben am: 16.04.2003 um 22:00 Uhr
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"Allen Menschen recht getan ist ein Kunst, die niemand kann." ...
Oder anders: Gerechtigkeit für alle wird es bei den Menschen niemals geben. In diesem Sinne kann auch - oder gerade - ein Krieg niemals für alle Involvierten gerecht sein.
Man sollte sich aber auch vor Augen halten, daß durch diesen Krieg ein Volk von einem blutrünstigen Terrorregime befreit worden ist. In einem Thread im "Weltgeschehen", auf den übrigens bisher keine einzige Antwort kam - aus welchem Grund auch immer -, wird exemplarisch dargelegt, welche Greueltaten durch Saddam begangen wurden.
Daß für die Irakis nicht sofort alles gut ist, sollte klar sein. Ebenso die Tatsache, daß die Amerikaner nicht aus rein uneigennützigen Gründen diesen Militärschlag geführt haben. Welche Motive aber auch immer dahinterstecken und so zweifelhaft das Vorgehen der USA im Vorfeld dieses Krieges auch gewesen sein mag: Viele Menschen im Irak sind den Amerikanern dankbar. Auf eine bestimmte Weise ist so manchem dadurch ein Stück Gerechtigkeit widerfahren. Was nämlich auch beachtet werden sollte: Die Menschen im Irak haben sich gewissermaßen schon seit Jahrzehnten im Krieg befunden.
Natürlich hat dieser Krieg auch viele unschuldige Menschen das Leben gekostet oder es ihnen zerstört. Und das ist die grausame, ungerechte Seite. So schlimm es auch klingt: Manchmal ist militärisches Vorgehen als letzes Mittel nötig, um langfristig noch größeres Leid zu verhindern. Das Beispiel des Zweiten Weltkrieges wurde schon genannt.
Es liegt in der Natur des Menschen...
moros |
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geschrieben am: 26.04.2003 um 21:12 Uhr
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...Krieg...ja, genau...ich bin absolut für "gerechten" krieg, was auch immer das sein soll...egal wo...egal wie...Hm
Geändert am 26.04.2003 um 21:22 Uhr von Smaragdwoelfin Geändert am 26.04.2003 um 21:29 Uhr von Smaragdwoelfin Geändert am 26.04.2003 um 21:31 Uhr von Smaragdwoelfin Geändert am 26.04.2003 um 21:53 Uhr von Smaragdwoelfin |
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