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geschrieben am: 31.08.2002 um 13:38 Uhr
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Einige Wochen sind vergangen und es schien, als ob, nach "erschreckendem Ergebnis" der Pisa-Studie, sich wieder alles "normalisieren" würde und der anfängliche Schrecken verflogen sei , doch dann... Vergleichsarbeiten! Zum Halbjahr sollen in Klassenstufe 3 bis 10 in ganz Deutschland in der jeweiliegn Klassenstufe die selben Arbeiten geschrieben werden. So möchte man, wie man es formuliert, Unterschiede feststellen, die man vom Lehrer abhängig machen kann. Also Leistungskontrolle der Lehrer über die Schüler.
Keine schlechte Idee möchte man sagen, doch das eigentliche Problem löst man so nicht. Sind die deustchen Schüler wirklich so blöd, wie man glaubt? Oder sind andere Länder ganz anders an diese etwas zweifelhafte Pisa-Studie gegangen? Wurde vielleich in den USA von einem Patriotismus gesprochen? "DU repräsentierst dein Land, DU repräsentierst deine Schule, und zu guterletzt dich selbst..." Eine weitere Frage die mich quält ist die, warum z.B. Schweden so gut abschneiden konnte? Durch einige Auslandserfahrungen, auch in jeweiligen Schulen, weiß ich, dass das System der Schweden vielleicht weitaus weniger festgefahren ist, doch herrscht kein Respekt weder untereinander noch vor der Lehrkraft. Schweden mag also noch so gut abgeschnitten haben, aber wie wollen diese Menschen im internationalen Bereich überleben?
Und wo wir schon bei festgefahrenen Systemen sind, wieso wird ein Abiturient dazu gezwungen Sport, Kunst bzw. Musik, Religion oder Philosophie bis zum 12. Jahrgang zu belegen. Gut, jemand der für sich selbst entschieden hat für seine Zukunft diese Fächer zu wählen, dem soll man diese Chance lassen. Doch ich halte es, ja ich möchte fast sagen für eine Frechheit, dass Kunst einem Fach wie Wirtschaftspolitik, Geschichte oder Erdkunde vorgezogen wird.
Zu wenig Vertrauen wird den Jugendlichen entgegengebracht, man wüsste noch nicht mit 15 oder 16 Jahren wo seine Stärken liegen. Moment, man war also fast 10 Jahre lang nie wirklich gut in Mathe, kann dann also nicht erkennen, dass seine Zukunft nicht unbedingt im naturwissenschaftlichen Bereich liegt? Ich verlange nicht, dass man Mathe oder Deutsch etc., je nachdem, abwählen dürfen sollte. Aber wenn man sich nun schon bis zum Abitur mit einem Fach "plagt", das einem nun wirklich nicht liegt, dann sollte man doch wenigstens da sich auf Kurse stützen, die uns in der Zukunft helfen könnten. (Die etwas sarkastische Antwort, auf die Frage was man nun davon hätte, wenn man über Vektoren bescheide wüsste: "Naja, vielleicht hilft es dir bei deiner Steuererklärung?!") In anderen Ländern hat sich diese Prinzip bewährt, man konzentriert sich ab einem gewissen Zeitpunkt zum größten Teil auf Fächer, in denen man seine Zunkunft sind, wobei man die anderen natürlich nicht brach liegen lässt, aber sich auf nützliche, vielleicht in der Zunkunft wichtige Dinge beschränkt. Vielleicht wäre das auch eine Idee um die Schulzeit in Deutschland ein wenig zu verkürzen? Wie sollen wir denn im internatonalen Bereich bestehen, wenn in Australien ein Student mit 24 Jahren sein Medizinstudium abgeschlossen hat, während man in Deutschland noch langsam vor sich "hinkraucht"?
_larali_, die einfach nur Verstehen will. |
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