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Aus einem offenen Brief an George Bush

Nutzer: Oberschlaumeier
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geschrieben am: 10.03.2003    um 22:28 Uhr   
Herr Präsident, sagen Sie dem Volk die Wahrheit über den Terrorismus. Wenn die falschen Vorspiegelungen nicht beendet werden, setzt sich die Bedrohung fort bis zu unserer völligen Vernichtung. Die Wahrheit ist, dass uns keines unserer ungeheuren nuklearen Waffenarsenale vor diesen Bedrohungen schützen kann. Kein System des Krieges der Sterne (mögen sie technologisch noch so entwickelt sein und noch so viele Milliarden Dollar darin stecken) kann uns vor einer nuklearen Waffe in einem Boot, in einem Flugzeug, in einem Koffer oder in einem Auto schützen. Keines unserer Waffenarsenale und auch kein Cent der Milliarden Dollar, die in das sogenannte Verteidigungssystem gesteckt werden, kann auch nur eine terroristische Bombe verhindern. Das ist eine militärische Tatsache.

Herr Präsident, Sie haben dem amerikanischen Volk nicht die Wahrheit gesagt, warum wir Zielscheibe des Terrorismus sind, als Sie erklärten, weshalb wir Afghanistan und den Sudan bombardiert haben. Sie haben behauptet, wir sind Zielscheibe des Terrorismus, weil wir die Demokratie, die Freiheit und die Menschenrechte in der Welt verteidigen.

Wie absurd, Herr Präsident! Wir sind überall in der Welt Zielscheibe der Terroristen, weil unsere Regierung die Diktatur, die Sklaverei und die Ausbeutung der Menschen verteidigt. Wir sind Zielscheibe der Terroristen, weil wir verhasst sind. Und wir werden gehasst, weil unsere Regierung so hassenswerte Ding tut.

In wie vielen Ländern haben Agenten unserer Regierung vom Volk gewählte Führer zu Fall gebracht, sie durch Militärdiktaturen ersetzt, willkommene Marionetten, um ihr Volk an amerikanischen multinationale Körperschaften zu verkaufen?

Das haben wir im Iran getan, als die Marines und der CIA Mussadegh absetzten, weil er das Öl nationalisieren wollte. Sie haben ihn durch Schah Reza Pahlevi ersetzt und mit Waffen ausgerüstet, die verhasste Nationalgarde Savak finanziert, die das iranische Volk brutalisierte, um die finanziellen Interessen unserer Ölgesellschaften zu schützen . Überrascht es, wenn wir im Iran verhasst sind?

Das gleiche haben wir in Chile getan. Und in Vietnam. Erst vor wenigen Jahren haben wir es im Irak versucht. Und wie oft haben wir es in Nicaragua und anderen Staaten Lateinamerikas getan? Immer wieder haben wir Regierungschefs abgesetzt, die die Reichtümer ihres Landes ihrem Volk, das dafür arbeitet, zukommen lassen wollten. Wir haben sie durch mörderische Tyrannen ersetzt, welche bereit waren, ihr eigenes Volk zu verkaufen, um mittels Bestechungsgelder durch Unternehmen wie Sugar, United Fruits Company, Folgers u.s.w. ihre Privatkonten zu füllen.

Von Land zu Land hat unsere Regierung die Demokratie zerstört, die Freiheit erstickt und die Menschenrechte mit Füßen getreten. Darum sind wir in der ganzen Welt verhasst. Und darum sind wir Zielscheibe der Terroristen. Die Kanadier erfreuen sich ihrer Demokratie, der Freiheit und Menschenrechte wie auch Norwegen, Schweden u.s.w.

Haben Sie schon einmal gehört, dass eine ihrer Botschaften bombardiert wurde? Wir hingegen sind nicht deshalb verhasst, weil wir die Demokratie, die Freiheit und Menschenrechte praktizieren. Wir werden gehasst, weil unsere Regierung diese Werte den Völkern in der Dritten Welt verweigert, deren Ressourcen die Gier unserer multinationalen Konzerne anregt. Dieser Hass, den wir gesät haben, wendet sich nun gegen uns in der furchtbaren Gestalt des Terrorismus, und zukünftig in Form eines nuklearen Terrorismus. Nur die Wahrheit über das WARUM der Bedrohung bietet die Lösung.

Wir müssen unsere Praktiken ändern. Wir müssen uns von unseren Waffen befreien (wenn nötig sogar einseitig), um unsere Sicherheit zu verbessern. Wir müssen zu unserer Sicherheit unsere Außenpolitik ändern. Anstatt unsere Söhne und Töchter in die Welt zu senden, um Araber zu töten, damit wir ihr Öl unter dem Wüstensand bekommen, müssen wir sie aussenden, um ihre Infrastruktur herzustellen, sauberes Wasser zu schaffen und ihre hungernden Kinder mit Nahrung zu versorgen. Anstatt täglich mittels unserer Wirtschaftssanktionen tausend Kinder dem Hungertod auszuliefern, müssen wir dem irakischen Volk helfen, das Elektrizitätssystem zu rekonstruieren, die Wasserversorgung herzustellen, ihre Spitäler und alle anderen Einrichtungen, die wir zerstört oder deren Wiederherstellung wir verhindert haben.

Anstatt Terroristen und Todesschwadrone zu trainieren, müssen wir unsere Militärschulen schließen. Anstatt Rebellion und Destabilisierung, Morde und Terror rund um die Welt zu unterstützen, müssen wir den CIA abschaffen und das Geld dafür Hilfsorganisationen zuwenden. Mit einem Wort, wir müssen gut sein anstatt böse. Wer würde es wagen, uns schlecht zu behandeln? Wer würde uns hassen? Wer würde uns bombardieren? Herr Präsident, das ist die Wahrheit. Und diese Wahrheit muss das amerikanische Volk hören.

Bischof Bowman aus Florida

Es gibt auch positive Beispiele in Amerika!
Geändert am 10.03.2003 um 22:29 Uhr von Oberschlaumeier
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Nutzer: MalcolmX_
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geschrieben am: 10.03.2003    um 22:38 Uhr   
ich habe schon öfters solche briefe gelesen und sie machen mich jedes mal in gewisser art glücklich das überhaupt jemand was versteht und dann traurig weil ich mir vorstelle das in den vereinigten staaten von amerika oft die augen vor der wahrheit, und vor denen die die wahrheit sagen geschlossen werden. besonders in der amerikanischen regierung. schade schade

(auch dazu gerne einen buchtip gibt *gml zum 2. mal*
lest michael moores "stupid white man"...)
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geschrieben am: 11.03.2003    um 00:15 Uhr   
Die mail ist leider auf englisch, aber klasse!!! Das ist hoffentlich ok für die Moderatoren.

(zitat)Letter to the Observer from Terry Jones (Monty Python)Sunday January 26, 2003

I'm really excited by George Bush's latest reason for bombing Iraq: he's running out of patience. And so am I! For some time now I've been really pissed off with Mr Johnson, who lives a couple of doors down the street.

Well, him and Mr Patel, who run the health food shop. They both give me queer looks, and I'm sure Mr Johnson is planning something nasty for me, but so far I haven't been able to discover what.

I've been round to his place a few times to see what he's up to, but he's got everything well hidden. That's how devious he is. As for Mr Patel, don't ask me how I know; I just know - from very good sources - that he is, in reality, a Mass Murderer. I have leafleted the street telling them that if we don't act first, he'll pick us off one by one.

Some of my neighbours say, if I've got proof, why don't I go to the police? But that's simply ridiculous. The police will say that they need evidence of a crime with which to charge my neighbours. They'll come up with endless red tape and quibbling about the rights and wrongs of a pre-emptive strike and all the while Mr Johnson will be finalising his plans to do terrible things to me, while
Mr Patel will be secretly murdering people.

Since I'm the only one in the street with a decent range of
automatic firearms, I reckon it's up to me to keep the peace. But until recently that's been a little difficult. Now, however, George W. Bush has made it clear that all I need to do is run out of patience, and then I can wade in and do whatever I want!

And let's face it; Mr Bush's carefully thought-out policy towards Iraq is the only way to bring about international peace and security. The one certain way to stop Muslim fundamentalist suicide bombers targeting the US or the UK is to bomb a few Muslim countries that have never threatened us.

That's why I want to blow up Mr Johnson's garage and kill his wife and children. Strike first! That'll teach him a lesson. Then he'll leave us in peace and stop peering at me in that totally unacceptable way. Mr Bush makes it clear that all he needs to know before bombing Iraq
is that Saddam is a really nasty man and that he has weapons of mass destruction - even if no one can find them. I'm certain I've just as much justification
for killing Mr Johnson's wife and children as Mr Bush has for bombing Iraq. Mr Bush's long-term aim is to make the world a safer place by eliminating 'rogue states' and 'terrorism'.

It's such a clever long-term aim because how can you ever know when you've achieved it?

How will Mr Bush know when he's wiped out all terrorists? When every single terrorist is dead? But then a terrorist is only a terrorist once he's committed an act of terror. What about would-be terrorists? These are the ones you really want to eliminate, since most of the known
terrorists, being suicide bombers, have already eliminated
themselves.

Perhaps Mr Bush needs to wipe out everyone who could possibly be a future terrorist? Maybe he can't be sure he's achieved his objective until every Muslim fundamentalist is dead? But then some moderate Muslims might convert to fundamentalism. Maybe the only really safe thing to do would be for Mr Bush to eliminate all
Muslims?

It's the same in my street. Mr Johnson and Mr Patel are just the tip of the iceberg. There are dozens of other people in the street who I don't like and who - quite frankly - look at me in odd ways. No one will be really safe until I've wiped them all out. My wife says I might be going too far but I tell her I'm simply using the same logic as the President of the United States. That shuts her up.

Like Mr Bush, I've run out of patience, and if that's a good enough reason for the President, it's good enough for me. I'm going to give the whole street two weeks - no, 10 days - to come out in the open and hand over all aliens and interplanetary hijackers, galactic outlaws and interstellar terrorist masterminds, and if they don't hand them over nicely and say 'Thank you', I'm going to bomb the
entire street to kingdom come.

It's just as sane as what George W. Bush is proposing - and, in contrast to what he's intending, my policy will destroy only one street.

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geschrieben am: 11.03.2003    um 23:21 Uhr   
Ups, da kann wohl keiner englisch!
Dabei ist der Text doch sooo klasse!!!

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Nutzer: Gast_tinkerbell
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geschrieben am: 11.03.2003    um 23:52 Uhr   
der Text ist klasse :-) und ich kann ein bißchen Englisch...
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Nutzer: Menolly
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geschrieben am: 12.03.2003    um 22:38 Uhr   
(zitat)Ups, da kann wohl keiner englisch!
Dabei ist der Text doch sooo klasse!!!
(/zitat)

Kann das schon so zwischendrin, aber ab 21Uhr schaltet mein Fremdsprachen Gehirnanteil auf minimum Modus ;o))
d.h. bei etwas komplerexeren Texten stellt sich automatisch das NRK ein.

grinsgriez
Meno
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geschrieben am: 13.03.2003    um 01:10 Uhr   
@tinker: Das freut mich schonmal ;)

@meno: Der Text ist nciht schwer ..... aber was zum Geier ist: NRK???? NichtRaucherKreis? ;)

gugga
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geschrieben am: 17.03.2003    um 10:14 Uhr   
Hier der Text in deutsch, habe ich gerade bei Znet gefunden :-)

Mr. Bush hat Recht, Saddam ist ein widerlicher Mann und niemand, den ich kenne, hat auch nicht das Geringste dagegen, wenn Mr. Bush ihn tötet. Mich beunruhigt nur die Art und Weise seines Vorhabens. Wenn er in 48 Stunden 3000 Bomben auf Bagdad abwirft, wird er auch eine große Anzahl Menschen töten, die, soviel ich weiß, überhaupt nicht widerlich sind.

Das ist der Teil der moralischen Begründung, der ich nicht folge. Es ist so, als wenn die Polizei mitteilen würde, ein Mörder komme aus Südengland und deshalb alle Menschen in Epsom hingerichtet werden.

Außerdem frage ich mich, warum muss Mr Bush 3000 Bomben auf Saddam Hussein abwerfen? Ich hätte gedacht, eine würde genügen, um ihn aus dem Verkehr zu ziehen, wenn er denn weiß, wo sich Saddam aufhält. Und wenn er nicht weiß, wo sich Saddam befindet, welches ist dann um Himmels Willen die moralische Rechtfertigung, überhaupt Bomben abzuwerfen. Weiß Mr Bush nicht, dass es sich dabei um gefährliche Gegenstände handelt, die bei ihrer Detonation gewöhnlich Menschen töten.

Oder macht es Mr Bush einfach Spaß, eine große Anzahl Iraker umzubringen? Ich weiß Mr Bushs Argument zu würdigen, dass er Saddam Hussein eine Lektion erteilen will und deshalb Bomben auf ihn abwerfen will, weil dieser sich weigerte, der UNO Beachtung zu schenken. Aber jetzt erzählt Mr Bush uns, dass er auch ohne Genehmigung der UNO eine Menge Bomben auf Saddam werfen werde. In welchem Fall wäre Mr Bush nicht des gleichen Fehlverhaltens schuldig, für das er Saddam anklagt? Scheinbar nicht, so die Berater des Präsidenten, falls die UNO ihm nicht die Genehmigung erteile, eine große Anzahl Bomben auf Saddam Hussein abzuwerfen, würde sie aufhören eine verantwortliche Weltorganisation zu sein und deswegen brauche er der UNO keine Beachtung schenken.

Aber gilt das Gleiche nicht für Saddam Hussein? Falls die UNO aufhört, eine verantwortliche Weltorganisation zu sein, wie kann denn die Tatsache, dass Saddam sich weigerte, ihr Beachtung zu schenken, etwas Schlimmes sein, das den Abwurf von Bomben auf die armen, von ihm unterdrückten Menschen rechtfertigt?

Und da ist noch etwas - jeder ist sich ziemlich sicher, dass der Abwurf vieler Bomben dazu beiträgt, Saddam loszuwerden. Aber wird das der Fall sein? - Nicht mehr wie das zerstörte Afghanistan, das den Tod von vielleicht 20.000 Menschen in Kauf nehmen musste, die Al-Qaeda loswurde. Ein kürzlich veröffentlichter UN- Bericht rechnet damit, dass sogar 100.000 Iraker sterben werden, wenn die USA mit den Bombardierungen beginnen.

Ich kann eigentlich nicht glauben, dass Mr Bush seinen Spaß daran hat, wenn Menschen getötet werden. Das passt eher zu Saddam Hussein.

Und doch beunruhigt es mich, wenn Mr Bush sagt, dass einer der Gründe für das Töten einer großen Anzahl Iraker die Tatsache sei, dass auch Saddam Hussein irakische Bürger getötet habe. Geht es hier vielleicht um eine Art Rivalität?

1998 tötete Saddam in der Stadt Halabja einige tausend Menschen auf einem Schlag. Seit diesem Zeitpunkt hat er seine "gute Arbeit" stückchenweise fortgesetzt. Soweit ich weiß hat er tatsächlich nach dem Massaker von 1988 wahrscheinlich nicht mehr seiner eigenen Bürger getötet als George Bush in seiner Zeit als Gouverneur von Texas. Als Mr Bush 1995 Gouverneur wurde, betrug die durchschnittliche Zahl der Hinrichtungen 7,6 pro Jahr. Mr Bush schaffte es, diese Zahl auf 31,6 pro Jahr zu vervierfachen. Er muss die schreckliche Pflicht gehabt haben, persönlich 150 Hinrichtungsbefehle als Gouverneur zu unterzeichnen. Ich vermute, der Vorteil beim Töten von Irakern ist es, dass man nicht bei jedem Einzelnen ein Stück Papier unterzeichnen muss! Nur eine hingekritzelte Nachricht und Bingo! Man kann Hunderttausende töten und niemand stellt eine Frage. Dazu kommt, niemand wird kritisieren, dass einige der Opfer geistig behindert oder Jugendliche waren, wie es Mr Bush passierte, als er Gouverneur von Texas war.

Ich sage damit nicht, Mr Bush sollte nicht die Erlaubnis haben, so viele Menschen zu töten, wie er will. Schließlich ist er der nichtgewählte Führer des mächtigsten Landes der Erde; falls er nicht tun kann, was er will, wer kann es dann?

Und in den nächsten Jahren können wir uns sicher auf ein weitere Anzahl Morde überall in der Welt freuen - sicherlich mehr als Saddam in seinem eigenen Land beging.

---

Terry Jones schreibt regelmäßig für "The Observer". Für alle Leser, die sich erkundigt haben, ob dieser Terry Jones etwas mit Monty Python zu tun hat, ist die Antwort ja.
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Nutzer: Menolly
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geschrieben am: 17.03.2003    um 22:25 Uhr   
(zitat)
@meno: Der Text ist nciht schwer ..... aber was zum Geier ist: NRK???? NichtRaucherKreis? ;)
(/zitat)

Versuchs mit dem NixRaffKäppi

Er mag ist nicht schwer sein, aber irgendwann mag ich kein Englisch mehr lesen oder hören, mir reicht es Tagsüber im Büro, wenn ich da englische Mails lesen muss oder mit Kollegen aus Edinburgh telenieren muss und die mal wieder die Wolldecke nicht aus dem Hals genommen haben ;o)

griez
Meno
Geändert am 17.03.2003 um 22:29 Uhr von menolly
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Nutzer: Ice
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geschrieben am: 18.03.2003    um 03:19 Uhr   

auch auf die gefahr hin jemanden zu entäuschen ... der hilfsbereit von oberschlaumeier gepostete deutsche text von zdnet hat, mal abgesehen vom gleichen verfasser, nichts mit dem davor geposteten, englischen text zu tun

aber es lohnt sich den englischen text zu lesen denke ich. mir gefällt die bissige art in der er geschrieben ist


Ice
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Nutzer: Oberschlaumeier
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geschrieben am: 18.03.2003    um 14:40 Uhr   
Sorry an alle, ice hat Recht, dieser Text ist nicht identisch mit dem geposteten Text von gugga.
Ich hatte den Text gefunden, aber aus Zeitmangel nicht sofort durchgelesen.
(zitat)Terry Jones schreibt regelmäßig für "The Observer". (/zitat)
Dies ist seine Kolumne vom 11.02.2003.
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Nutzer: Oberschlaumeier
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geschrieben am: 20.03.2003    um 22:39 Uhr   
Fortsetzung:

Monday, March 17, 2003
A Letter from Michael Moore to George W. Bush on the Eve of War


George W. Bush
1600 Pennsylvania Ave.
Washington, DC


Dear Governor Bush:

So today is what you call "the moment of truth," the day that "France and the rest of world have to show their cards on the table." I'm glad to hear that this day has finally arrived. Because, I gotta tell ya, having survived 440 days of your lying and conniving, I wasn't sure if I could take much more. So I'm glad to hear that today is Truth Day, 'cause I got a few truths I would like to share with you:

1. There is virtually NO ONE in America (talk radio nutters and Fox News aside) who is gung-ho to go to war. Trust me on this one. Walk out of the White House and on to any street in America and try to find five people who are PASSIONATE about wanting to kill Iraqis. YOU WON'T FIND THEM! Why? 'Cause NO Iraqis have ever come here and killed any of us! No Iraqi has even threatened to do that. You see, this is how we average Americans think: If a certain so-and-so is not perceived as a threat to our lives, then, believe it or not, we don't want to kill him! Funny how that works!

2. The majority of Americans -- the ones who never elected you -- are not fooled by your weapons of mass distraction. We know what the real issues are that affect our daily lives -- and none of them begin with I or end in Q. Here's what threatens us: two and a half million jobs lost since you took office, the stock market having become a cruel joke, no one knowing if their retirement funds are going to be there, gas now costs almost two dollars -- the list goes on and on. Bombing Iraq will not make any of this go away. Only you need to go away for things to improve.

3. As Bill Maher said last week, how bad do you have to suck to lose a popularity contest with Saddam Hussein? The whole world is against you, Mr. Bush. Count your fellow Americans among them.

4. The Pope has said this war is wrong, that it is a SIN. The Pope! But even worse, the Dixie Chicks have now come out against you! How bad does it have to get before you realize that you are an army of one on this war? Of course, this is a war you personally won't have to fight. Just like when you went AWOL while the poor were shipped to Vietnam in your place.

5. Of the 535 members of Congress, only ONE (Sen. Johnson of South Dakota) has an enlisted son or daughter in the armed forces! If you really want to stand up for America, please send your twin daughters over to Kuwait right now and let them don their chemical warfare suits. And let's see every member of Congress with a child of military age also sacrifice their kids for this war effort. What's that you say? You don't THINK so? Well, hey, guess what -- we don't think so either!

6. Finally, we love France. Yes, they have pulled some royal screw-ups. Yes, some of them can be pretty damn annoying. But have you forgotten we wouldn't even have this country known as America if it weren't for the French? That it was their help in the Revolutionary War that won it for us? That our greatest thinkers and founding fathers -- Thomas Jefferson, Ben Franklin, etc. -- spent many years in Paris where they refined the concepts that lead to our Declaration of Independence and our Constitution? That it was France who gave us our Statue of Liberty, a Frenchman who built the Chevrolet, and a pair of French brothers who invented the movies? And now they are doing what only a good friend can do -- tell you the truth about yourself, straight, no b.s. Quit pissing on the French and thank them for getting it right for once. You know, you really should have traveled more (like once) before you took over. Your ignorance of the world has not only made you look stupid, it has painted you into a corner you can't get out of.

Well, cheer up -- there IS good news. If you do go through with this war, more than likely it will be over soon because I'm guessing there aren't a lot of Iraqis willing to lay down their lives to protect Saddam Hussein. After you "win" the war, you will enjoy a huge bump in the popularity polls as everyone loves a winner -- and who doesn't like to see a good ass-whoopin' every now and then (especially when it 's some third world ass!). So try your best to ride this victory all the way to next year's election. Of course, that's still a long ways away, so we'll all get to have a good hardy-har-har while we watch the economy sink even further down the toilet!

But, hey, who knows -- maybe you'll find Osama a few days before the election! See, start thinking like THAT! Keep hope alive! Kill Iraqis -- they got our oil!!

Yours,

Michael Moore
www.michaelmoore.com

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Nutzer: Oberschlaumeier
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geschrieben am: 20.03.2003    um 22:40 Uhr   
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geschrieben am: 21.03.2003    um 08:41 Uhr   
(zitat)Danke, Präsident Bush

... Danke, dass Sie geschafft haben, was nur wenigen in diesem Jahrhundert gelungen ist: Millionen Menschen auf allen Kontinenten im Kampf für dieselbe Idee zu vereinen, auch wenn es nicht ihre ist.

Danke, dass Sie uns wieder fühlen lassen, dass unsere Worte, wenn sie vielleicht nicht gehört, so zumindest ausgesprochen wurden. Das wird uns in Zukunft noch mehr Kraft geben.

Danke, dass Sie uns missachten, dass Sie alle marginalisieren, die sich gegen Ihre Entscheidung stellen, denn die Zukunft der Erde gehört den Ausgeschlossenen.

Danke, denn ohne Sie hätten wir nicht erkannt, dass wir fähig sind, uns zu mobilisieren. Möglicherweise wird es uns diesmal nichts nützen, aber ganz sicher später einmal.

Also genießen Sie Ihren Morgen und welchen Ruhm er Ihnen auch immer bringen mag. Danke, dass Sie uns nicht zugehört und uns nicht ernst genommen haben. Doch sie sollten wissen, dass wir Ihnen sehr wohl zugehört haben und Ihre Worte niemals vergessen werden.

Danke, großer Staatsmann Georg W. Bush. Herzlichen Dank.

wieder jemand, der uns die augen öffnet,er merkt es leider nicht,wird aber in die geschichte eingehen (/zitat)

gefunden bei yahoo
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geschrieben am: 21.03.2003    um 08:59 Uhr   
Offener Brief des
Autors Paulo Coelho
an das Weiße Haus.


Danke, großer Staatsmann George W. Bush.

Danke, dass Sie jedem gezeigt haben, welche Gefahr Saddam Hussein darstellt.
Viele von uns hätten sonst womöglich vergessen, dass er chemische Waffen
gegen sein eigenes Volk, gegen die Kurden und die Iraner eingesetzt hat.
Hussein ist ein blutrünstiger Diktator und eine der augenfälligsten
Verkörperungen des Bösen in der heutigen Welt.

Aber n i c h t allein dafür wollte ich Ihnen danken.

Während der ersten zwei Monate dieses Jahres 2003 haben

Sie der Welt eine Reihe anderer,

wichtiger Dinge gezeigt.

Ich möchte mich daher in Anlehnung an ein Gedicht,
das ich als Kind gelernt habe, bei Ihnen bedanken:

Danke, dass Sie allen gezeigt haben, dass das türkische Volk und sein
Parlament nicht käuflich sind, auch nicht für 26 Milliarden Dollar.

Danke, dass Sie der Welt gezeigt haben, welch tiefe Kluft zwischen den
Entscheidungen der Machthaber und den Wünschen des Volkes liegt.

Danke, dass Sie uns vor Augen führen, dass weder José Maria Aznar
noch Tony Blair ihren Wählern die geringste Achtung und
Wertschätzung zeigen.
Aznar bringt es fertig, darüber hinwegzusehen, dass 90 Prozent der
Spanier gegen den Krieg sind, und Blair ist die größte Demonstration der
vergangenen dreißig Jahre in England schlichtweg egal.

Danke, dass Sie Tony Blair dazu gebracht haben, mit einem Dossier, das ein
Plagiat einer Arbeit war, die ein Student zehn Jahre zuvor geschrieben
hatte, vor das britische Parlament zu treten und es als vom britischen
Geheimdienst erbrachten schlagenden Beweis vorzustellen.

Danke, dass Sie Colin Powell gestatten, sich selbst zum Narren zu machen,
indem er dem UN- Sicherheitsrat Fotos vorlegt, die eine Woche später von
Hans Blix, dem Chef der UN-Rüstungskontroll- kommission zur Entwaffnung des
Irak, öffentlich angefochten werden.

Danke, dass Sie mit Ihrer Haltung dafür gesorgt haben, dass bei der
UN-Vollversammlung der französische Außenminister Dominique de Villepin mit
seiner Anti- Kriegsrede Applaus geerntet hat, was meines Wissens vorher
nur einmal in der Geschichte der UNO, im Anschluss an eine Rede Nelson
Mandelas, geschehen ist.

Danke, dass Sie mit allen Ihren Bemühungen, den K r i e g
voranzutreiben, dazu beigetragen haben, dass die sonst unterein- ander
zerstrittenen arabischen Nationen sich bei ihrem Treffen in Kairo in der
letzten Februarwoche erstmals einstimmig gegen jedwede Invasion
ausgesprochen haben.

Danke, dass Sie mit Ihrer rhetorischen Behauptung, die UNO habe nun die
Chance, ihre wahre Bedeutung zu zeigen, sogar die zöger- lichsten Länder
dazu gebracht haben, sich gegen jede Art von Angriff gegen den Irak
auszusprechen.

Danke, dass Sie mit Ihrer Außenpolitik den britischen Außenminister Jack
Straw zu der Erklärung verleitet haben, im 21. Jahrhundert könne es Kriege
geben, die sich moralisch rechtfertigen ließen, wodurch Straw seine ganze
Glaubwürdigkeit verlor.

Danke , dass Sie versucht haben,
ein Europa auseinander zu dividieren,
das für seine Vereinigung kämpft.

Es wird ihm als Warnung dienen.

Danke, dass Sie geschafft haben, was nur wenigen in diesem Jahrhundert
gelungen ist: Millionen Menschen auf allen Kontinenten im Kampf für
dieselbe Idee zu vereinen, auch wenn diese Idee nicht ihre ist.

Danke, dass Sie uns wieder fühlen lassen, dass unsere Worte, wenn sie
vielleicht nicht gehört, so zumindest ausgesprochen wurden. Das wird uns
in Zukunft noch mehr Kraft geben.

Danke, dass Sie uns missachten, dass Sie alle marginalisieren, die sich
gegen Ihre Entscheidung stellen, denn die Zukunft der Erde gehört den
Ausgeschlossenen.

Danke, denn ohne Sie hätten wir nicht erkannt,
dass wir fähig sind, uns zu mobilisieren.
Möglicherweise wird es uns diesmal nichts nützen,
aber ganz sicher später einmal.

Nun, da es keinen Weg zu geben scheint, die Trommeln des Krieges zum
Schweigen zu bringen, möchte ich wie ein europäischer König einst zu seinem
Invasoren sagen: Möge dein Morgen schön sein, möge die Sonne auf den
Rüstungen deiner Soldaten strahlen, denn noch am Nachmittag werde ich dich
besiegen.

Danke, dass Sie uns - einer Armee anonymer Menschen, die wir die Straßen
füllen, um einen Prozess a ufzuhalten, der bereits im Gange ist - erlauben
zu erfahren, wie man sich fühlt, wenn man machtlos ist, und aus diesem
Gefühl zu lernen und es zu verwandeln.

Also, genießen Sie Ihren Morgen und welchen Ruhm er Ihnen auch immer bringen
mag.

Danke, dass Sie uns nicht zugehört
und uns nicht ernst genommen haben.

Doch Sie sollten wissen, dass wir Ihnen sehr wohl zugehört haben und Ihre
Worte niemals vergessen werden.


Danke,
großer Staatsmann George W. Bush.
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