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Freiheit, Gleichheit, Geilheit, Amerika |
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geschrieben am: 19.03.2003 um 17:41 Uhr
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Ich habe einen Bericht gehört, über die eintönige Medienberichterstattung in den USA. Berichtet wird kaum bis gar nicht, über Antikriegsdemonstrationen in den USA, dass Leute, die sich kritisch bei der Oscar-Verleihung äußern könnten, werden ausgeladen, worüber die Medien in den USA auch kaum berichten. Auch über Demos in Europa wird nicht berichtet. Kriegsgegnern wird die Plattform an die Öffentlichkeit schlichtweg verweigert!
Stattdessen wird nur die Amerikanische Meinung deutlich manifestiert. Und dennoch sollen nach Umfragewerten „nur“ 61% einen Krieg der USA gegen den Irak zu befürworten. Die bekommen noch mehr „gefilterte“ Bilder und Informationen übermittelt, da müssen die ja schon fest hinter der martialen Position der amerikanischen Regierung sein. Ich glaube, wenn in einem der „Mutterländer“ von Freiheit und Demokratie und auch der Meinungsfreiheit solche Werte mit den Füssen getreten werden, dann kann einfach was nicht stimmen. Und ich finde, die Bundesregierung muß weiter deutlich Distanz zu der amerikanischen Regierung halten. Hinter solch einem verlogenen Land, sollte man nicht stehen!! Man sollte stattdessen sich hinter die arabische Bevölkerung stellen und mit ihnen den Konsens und die Annäherung suchen. Man sollte in Arabien und in der islamistischen Welt denken müssen, dass der Westen einen christlichen Kreuzzug gegen sie führt. Das ist die einzige Chance für Frieden, glaub ich. Wenn die USA richtig isoliert sind, dann merken sie vielleicht, dass auch sie nicht die Einzigen auf dieser Welt sind und nähern sich vielleicht wieder dem Rest der Welt.
Leider kann ich keine Quellenangaben oder ähnliches zu den faktischen Dingen hier machen!
Mein Amerika-Bild hat über die letzten Wochen und Monate einen derart großen Schaden erlitten, der bestimmt nicht mehr zu kitten ist. Ich war auch vor dem 11.9.01 sehr kritisch bezüglich den USA, aber was ich jetzt gegenüber diesem Land bzw. dessen Regierung empfinde, ist mit Worten fast schon nicht mehr beschreibbar. Und die Amerikaner werden so bald nichts dafür tun, um Vertrauen in der Welt für sich zu werben. Leider sehen sie sich ja als das allerwichtigste und scheinbar Einzige.
Ein Rätsel wird mir immer bleiben, warum es den Amerikanern nicht gelungen ist, Saddam umzubringen. Das wäre meiner Meinung die einzige richtige Lösung gewesen. Und auch wenn es „20 Saddams“ gibt, müsste das für die CIA oder auch den israelischen Mossad ein lösbares Problem sein. Stattdessen sterben viele tausend Menschen für nichts und wieder nichts, weil ein Mann von seiner Position weggelotst werden muß. Für mich ist klar, dass die USA nur auf das irakische Öl scharf sind und ganz auf ihre (wirtschaftlichen) Interessen fixiert sind. Sonst hätten sie Saddam irgendwie beseitigt bekommen!
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| "Autor" |
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geschrieben am: 19.03.2003 um 20:40 Uhr
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Hm, zu sehr pauschalisieren darfst Du die Sache aber auch nicht. Weil die "Falken" eine dementsprechende Politik betreiben, sind nicht gleich alle Amerikaner für die Tonne...
Zu Deinem Kritikpunkt der Berichterstattung:
Ist es in irgendeinem Land denn anders, daß die Medien durch die Politik gesteuert / benutzt / manipuliert werden? Auch in Deutschland ist es leider so... Aber was für mich noch viel schlimmer ist: Der Normalbürger in Deutschland will die Wahrheit gar nicht sehen und kennen. Er möchte in seiner heilen Traumwelt gelassen werden...
Opferlämmer...
Warum kein Attentat auf Saddam?
Macht es Sinn, so einen Menschen noch zum Märtyrer zu machen? Ihm zum Vorbild für irgendwelche Deppen zu machen, die sich dann eine Bombe um den Bauch schnallen und in ein Kaufhaus rennen? Der einzig gangbare Weg sich solcher Leute zu entledigen ist wohl, sie nach Den Haag zu schaffen...
Uziel |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 20.03.2003 um 14:28 Uhr
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Pauschalisieren will ich das ja nun wirklich nicht. Und zu deiner "Medien-kritik" hier in Deutschland. Ich sehe die Problematik hier bei weitem nicht so schlimm, wie in den USA. Zum Thema Irak Krieg halten die meisten Zeitungen eher zu den USA. Da wird an unserer Bundesregierung nicht viel gutes gelassen. Aber auch hier haben wir schon längst nicht die volle Objektivität der Medien gesichert, leider!! :((
Also mir ist es sehr viel lieber, Saddam zu märtyrisieren, als viele tausende von unschuldigen Menschen auszubomben!! Sehr viel lieber! Die größere Gefahr, die ich sehe, ist, was danach im Irak geschieht. Gibts es Bürgerkriegsähnliche Verhältnisse, z.B. zwischen Schiiten und Sunniten oder anderen Gruppen, die die Macht im Lande wollen. Hier müßte die UNO helfen und nicht ein George Bush, der dieses Land "demokratisieren" will! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 20.03.2003 um 19:00 Uhr
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Die UNO wird sich um einen "Nachkriegs-Irak" kümmern. Das steht mal fest...
Auch die Medien in Deutschland haben genug Knebel und, mal ganz davon ab, wieviele Deutsche ertragen denn die Wahrheit dieser Welt? Wieviele Menschen möchten denn aus ihrer kleinen, heilen Welt gerissen werden?
Das es nicht viele seien können, sieht man an den Empörungen die laufend die Menschen erschüttern, wenn es mal wieder um Steuererhöhungen und Kürzungen der Sozialleistungen geht. Der Mensch der sich mit der Tagespolitik und dem Tagesgeschehen intensiv und real beschäftigt, der weiß das schon seit der deutschen Wiedervereinigung...
Nintendo-Konsolen vermitteln kein Realitätsbewußtsein.
Wer will von den Bundeswehrsoldaten hören, die in internationalen Einsätzen sterben? Niemand... Es passt ja nicht ins heile Bild...
Die Liste läßt sich beliebig fortsetzen...
Uziel |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 20.03.2003 um 21:07 Uhr
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(zitat) Für mich ist klar, dass die USA nur auf das irakische Öl scharf sind und ganz auf ihre (wirtschaftlichen) Interessen fixiert sind.(/zitat)
Richtig erkannt.
Aus einer Demokratie ist auch die Hitlerdiktatur entstanden. Die Armee blieb immer ein treuer Verbündeter der Diktaturen.
Fakt ist nur eins. Der Überfall auf den Irak ist Völkerrechtswiedrig und Verbrecherisch.
(zitat)Soldaten sind Mörder. (/zitat)
BZ |
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geschrieben am: 20.03.2003 um 21:27 Uhr
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(zitat)
(zitat)Soldaten sind Mörder. (/zitat)
(/zitat)
Den Krieg zu verstehen ist schwer, doch man sollte zumindest den Soldaten verstehen.
Ein kluger Mann (?) sagte einst:
Der Soldat wird zum Kämpfen ausgebildet, er kann nur hoffen das die Sache wofür er kämpft gerecht ist.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 20.03.2003 um 21:36 Uhr
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Soldaten verstehen?
Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.
BZ |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 20.03.2003 um 22:21 Uhr
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Zu Bautzius:
Mein lieber Bautzius, dieses Brandstiftertum ist doch nun weit unter Deinem Level...
Vorsicht mit Zitaten...
"Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin - dann kommt der Krieg zu Euch !
Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen für seine Sache, der muß sich vorsehen :
Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage.
Nicht einmal Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will,
Denn es wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat."
Bertold Brecht (1898 - 1956) (Korrekt : Eugen Berthold Friedrich Brecht)
Und im Übrigen:
Soldaten sind: Väter, Brüder, Söhne, Sandsackstapler, Friedenssicherer und darüber hinaus Staatsbürger in Uniform...
Uziel |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 20.03.2003 um 22:48 Uhr
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(zitat)"Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin - dann kommt der Krieg zu Euch !
Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen für seine Sache, der muß sich vorsehen :
Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage.
Nicht einmal Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will,
Denn es wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat."
Bertold Brecht (1898 - 1956) (Korrekt : Eugen Berthold Friedrich Brecht) (/zitat)
Wenn dieser Krieg aber meine Sache gar nicht ist, und diese Feinde auch nicht meine Feinde? Außerdem spricht er im zweiten Teil nicht mehr vom Krieg, sondern vom Kampf. Kämpfen kann man auch, ohne Krieg zu führen.
Lama
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geschrieben am: 21.03.2003 um 10:07 Uhr
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Wer weiß, ob der Uno gelingt, sich um eine sinnvolle Nachkriegsordnung im Irak zu kümmern. Die Amerikaner werden doch sagen, daß sie bestimmen dürfen, was dort passiert, da die Uno vor einer Kriegsentscheidung gekuscht hat.
Ich meine, daß in Deutschland schon eine Unterstützung da war, als Milosevic angegriffen wurde oder beim letzten Golfkrieg. Aber Bomben und Terror sind nun mal keine Bestandteile unseres Alltags, zum Glück!! Menschen können ein sehr gutes Realitätsbewußtsein haben, ohne je direkt in der Weltpolitik involviert zu sein.
Von sterben SOldaten oder Menschen will keiner hören, aber noch weniger will man von sowas hören, wenn sie für nichts und wieder nichts sterben. Für einen Krieg, der sinnvoll ist Geld verbrennen.
Ein israelischer(!!) Autor (Amos Oz) sagte, daß man mit den Kosten von diesem Golfkrieg, Jordanien soweit finanziell weiterhelfen könnte, daß das Land aufblühen könnte. Das demokratisieren würde von allein laufen, weil die Menschen die Demokratie annehmen würden, weil es ihnen besser geht mit ihr. Wenn die Menschen im Irak davon was mitbekommen würden, würde die absolute Mehrheit des Volks auch einen Umsturz wollen. Damit wäre doch die Voraussetzung, damit der Irak wirklich demokratisiert wird!!
SOweit ich weiß, haben die Menschen in der DDR dafür gesorgt, daß die Mauer fällt und nicht amerikanische Stealth Bomber. SIcherlich will ich den Einfluß von Leuten wie Gorbatschow nicht klein reden, aber ohne die Menschen die sich gegen das DDR System aufgelent haben, wäre es wohl schwer zum Mauerfall gekommen!!! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 21.03.2003 um 11:39 Uhr
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(zitat)Soldaten sind Mörder. (/zitat)
Dem ein oder anderen könnte hier der Name Sagon bekannt sein, oder auch sein Bruder Saron.
Ich kenne die beiden nun schon seit etwa 2 Jahren. Sie sind Berufssoldaten und wohnen in Nordirland, sind somit beim Militär von England. Besonders was Sagon angeht ist er seit Jahren Berufssoldat, weil er glaubt, dass er so etwas bewirken kann. Dass er helfen kann. Nicht, weil er geil ist aufs töten. Ihm ist auch bewußt, dass er in eben solchen Zeiten in den Irak muss, dass er töten muss, Befehl ist schließlich Befehl. Aber er ist nicht Soldat geworden, weil er ein Mörder ist.
Ich persönlich kann seine Einstellung nur bedingt verstehen. Überhaupt die Leute, die sich beim Bund verpflichten verstehe ich nicht, aber das tut hier nichts zur Sache. Was ich damit sagen will ist, dass man nicht gleich alle Soldaten pauschalisieren kann, sondern sich die Gründe ansehen muss, aus denen sie Soldaten geworden sind. Natürlich gibt es sicherlich auch welche, die Spass dabei haben. Ich hab von bekannten schon die ein oder andere Story gehört, von Waffengeilen Psychopathen, die beim Bund herum rannten. Aber es gibt eben auch solche, die sich aus "edlen" Gründen verpflichten.
Kassy
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