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präzisionsbomben-das unwort des Jahres? |
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geschrieben am: 22.03.2003 um 00:07 Uhr
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Ich weiß, es gibt schon einige threads bezüglich des Irak-krieges (auch wenn es meiner ansicht nach davon gar nicht genug geben kann).
Was mich an der momentanen "Berichterstattung" nur wahnsinnig macht, ist das plötzliche Interesse an der Waffentechnik und der Unsinn, der damit verbreitet wird.
Da wird hellauf begeistert von den Laser- bzw. sattelitengesteuerten Bomben und raketen berichtet, die auf ca. einen Meter genau ihr Ziel treffen. Schon ne dolle Sache. Ne Rakete, die massenhaft Sprengstoff mit sich führt und dann so genau ihr Ziel trifft.
Ich frage mich dabei nur eins? Was bringt das bitteschön, wenn die Sprengwirkung derart verheerend ist (man beachte die tolle neue "mother of all bombs" das sie einen halben Stadtteil verwüsten kann? Dann kann das Ding auf den tausenstel Milimeter genau treffen, es trifft trotzdem unbeteiligte.
Ich kann es echt nicht mehr hören, diese Lüge vom sauberen Krieg. Geführt mit chirurgischer Präzision.
Dann das nächste: Es wird neuerdings immer von Cluster-bomben gesprochen. Warum zum Henker nennt man es nicht beim deutschen Namen? Splitterbomben!!! Und die Dinger sind eben NICHT dafür geschaffen, präzise ein Ziel zu treffen. sie sollen so viele Menschen wie möglich treffen.
Ich könnte einfach nur heulen, wenn ich so einen Mist höre, wenn es darum geht, Menschen zu töten. Aber hauptsache man kann davon mit schönen worten ablenken...
Datt Loki
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geschrieben am: 22.03.2003 um 00:17 Uhr
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| Tja, der Krieg ist ein Kelch, den man schnell polieren muss. |
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geschrieben am: 22.03.2003 um 00:24 Uhr
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Ja, willkommen im Zeitalter des neuen Adventuregames!
Der Irakkrieg - ein gutes Strategiespiel, bei dem Berichterstatter vor Ort mit leuchtenden Augen die Eigenschaften und der zu erwartende Einsatz bestimmter Waffen diskutieren, bereitwilligst reichlich Material liefern. Hier spielt Sensationslust eine größere Rolle als Anteilnahme. Zeitweise kommt es einem vor wie eine Waffenshow als Werbung für die Hersteller. Würde mich nicht wundern - wenn man mal davon ausgeht, daß die eigentlichen Kriegsgründe immer noch in der Bereicherung liegen! |
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geschrieben am: 22.03.2003 um 00:39 Uhr
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Lieber eine präzise gesteuerte Waffe, die in einer Stadt ein bestimmtes Gebäude gezielt ausschalten kann, als für einen Palast eine ganze Stadt in Schutt und Asche legen zu müssen.
Eine "Cluster-Bomb" ist im Übrigen keine Splitterbombe. Sondern ein Waffe die sich in Submunition zerlegt. sie wird beispielsweise dafür genutzt um Landebahnen unbrauchbar zu machen. Über ihrem Ziel zerlegt sie sich selbstständig in hunderte von Kleinbomben, die dann eine gesamte Fläche abdecken. Im übrigen gelangen 80% dieser Kleinbomben gar nicht zur Wirkung, sondern dringen nur ein und müssen dann entschärft werden. Somit ist ein gewisser Zeitraum vorrausgesetzt, in der das angegriffene Objekt nicht genutzt werden kann.
Egal ob eine Waffe präzise, intelligent oder konventionell ist, es bleibt eine Waffe... Von daher ist eine "Smart-Weapon" nicht anders zu bewerten, nicht besser und auch nicht schlimmer als jede anderen auch.
Uziel |
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geschrieben am: 22.03.2003 um 00:44 Uhr
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@Desinformation
Wie recht Du doch hast :-)
Zur Zeit steht genau dieses Thema auf auf dem EU-Tapet.
Belgien, Deutschland , Frankreich und........ ????.... ich weiss nicht wer es noch war.... vertreten die Ansicht, das europäische Aufrüstung eine Torte ist, an der Sie Konditoren-Team im Lindt&Sprüngli Design sein möchten. Geändert am 22.03.2003 um 00:45 Uhr von nucleus1 Geändert am 22.03.2003 um 00:46 Uhr von nucleus1 |
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geschrieben am: 22.03.2003 um 15:19 Uhr
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Ganz Deiner Meinung, Loki. Bei der gestrigen Pressekonferenz von Mr. Rumsfeld kam einem schon das kalte Mittagessen wieder hoch. Mit welch blumigen Worten er da versuchte seine intelligenten Bomben zu beschreiben, während auf n-tv gleichzeitig noch einmal die Bilder aus Bagdad wiederholt wurden... ...man muss schon ziemlich naiv sein um zu glauben, dass die Waffen der heutigen Generation so intelligent sind auch wirklich nur das Ziel zu treffen oder zu zerstören, für welches sie bestimmt sind. [Achtung: Sarkasmus] Darf man den Worten des Herrn Rumsfeld folgen, so versenkt sich wohl so eine intelligente Waffe von selbst im Tigris, sobald sie bemerkt, dass sich im Umkreis des ausgewählten Zieles ein Zivilist befindet. [Sarkasmus: off] Es ist für mich schwer vorstellbar, dass angesichts der Bilder auf CNN während des Angriffs wirklich nur das zerstört wurde, was auch zerstört werden sollte. Selbst wenn kein Mensch dabei ums leben gekommen sein ist/wäre ... allein die Vorstellung als Einwohner dieser Stadt, dieser Situation ausgesetzt zu sein, ist schlimm genug.
(zitat)Wenn du es vielleicht gehört hättest;
Die wollen nicht prutal angehen sondern psychologisch, um einen Schock darzustellen. Ob es psychologisch ist lässt sich wieder drüber streiten.Die massehnhafte Sprengstoffe die sie benutzen sind gezielt, richtig.
Aber Bagdat hat ca 5. Mill Einwohner, daher benutzen sie keine Massenvernichtung! Das Zielvermögen der Waffen trifft gezielte Gegend wie zum Beispiel Gebäude. Milimeter stimmt auch nicht ganz loki, soweit ich mit bekommen habe besteht die Chance zu 80% das die Flugkörper treffen
Wie Uziel schon geschrieben hat lieber gesteuerte Waffen und keine ziellosen Waffe.(/zitat) hhmm... Thema verfehlt, Seeadler? Loki schrieb: Dann kann das Ding auf den tausenstel Milimeter genau treffen ... im Sinne von "selbst wenn" Zu denken gab mir gestern auch der Kommentar eines der Militärexperten auf n-tv, der versuchte die Sprengkraft solcher Waffen zu verdeutlichen. Demnach haben die gestern eingesetzten seiner Einschätzung nach eine Sprengkraft von 2000kg gehabt, ein Selbstmordattentäter benutzt 2kg vorsorglich wies er darauf hin, dass der Attentäter "weiche Ziele" treffen will, die Bomben aber zur Zerstörung von Gebäuden eingesetzt werden... trotzdem eine etwas unheimliche Vorstellung wie ich finde und ein wenig unglaubwürdig, dass die 1000fache Sprengwirkung wiederum nur das zerstört, was auch zerstört werden soll.
Vielleicht sollte man sich einfach mal folgendes vorstellen... es würde sich nicht um Bagdad, sondern eine Stadt wie Berlin handeln. Ziele eines Angriffs dort wären sicherlich - aus militärischer Sicht - u.a. das Kanzleramt und das Auswärtige Amt. Sicherlich würde man beim Angriff aufs Kanzleramt nicht allzuviel Gebäude im Umkreis finden, wenn man jedoch ein paar dieser Bomben und Raketen zum Auswärtigen Amt schickt, sieht die Lage schon anders aus. Das befindet sich in Berlin-Mitte und rundherum befinden sich Wohnhäuser...
°~°milo°~° Geändert am 22.03.2003 um 16:39 Uhr von Milo_Thatch |
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geschrieben am: 22.03.2003 um 16:32 Uhr
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(zitat)Hey Milo_Thatch!
Wir sind hier nicht im Ratespiel, (kann oder es ist!) Das ist jetzt dein Problem!
Was heisst hier Thema verfehlt, wir sind hier nicht beim bowlen. Wo hab ich dann bitte schön das Thema verfehlt?
Und nochmal sie setzen keine Vernichtungswaffen ein! Oder liegt Bagdad schon unter der Erde?
Über dieses Thema, können wir Stunden und Tage diskutieren. Es ist noch nicht vorbei.
(/zitat) Seeadler, es widerstrebt mir, Deine Worte hier noch zu kommentieren. Wie sich wohl alle einig sind ist der ganze Themenkomplex "Krieg" ein sehr heikles Thema und ich bin wirklich froh, dass bisher darüber in vernünftiger Art und Weise diskutiert wurde. Mein Hinweis an Dich war eher eine Bitte, sich über das gelesene auch Gedanken zu machen bevor man es kommentiert, dann erschließt sich einem auch die Meinung des Verfassers. Persönliches "auf-den-Schlips-getreten-fühlen" ist hier denk ich fehl am Platze. Ich selbst hab versucht meine Meinung klar auszudrücken und mich mit dem vorhergeschriebenen auseinanderzusetzen.
Egal ob Bombe oder Gewehrkugel ... das sind Vernichtungswaffen ...
°~°milo°~° |
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geschrieben am: 22.03.2003 um 17:04 Uhr
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(zitat)Aber was mich ankotzt sucht ihr Diskurssionen die nicht auf 100% Basis trifft!(/zitat) Ich denke mal, dass die hier Schreibenden sich genug Gedanken machen und auch versuchen, ihre Meinung mit Fakten oder Beispielen (mein Berlin-Szenario z.Bsp.) zu untermauern bzw. zu veranschaulichen.
(zitat)Es gibt Einteilungen, zwischen Bomben oder Gewehrkugeln.(/zitat) no comment
(zitat)Es gibt nunmal Konflikte zwischen Ländern die leider so gelöst werden "müssen".(/zitat) Darum geht es in diesem Thread nicht. Das wird schon in anderen Beiträgen diskutiert und auch ich selbst bin bei dieser Frage gespalten, wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe.
(zitat)ganz gespannt ist ob noch was kommt, ode sollen wir doch nicht lieber beim Thema bleiben!(/zitat) Da ich das Thema zu wichtig finde und mir schon genug auf die Zunge beißen, bzw. die Finger still halten muss um nicht zu provozierend das von Dir geschriebene zu kommentieren, schlage ich vor Du schreibst mir eine Mail E-Mail an Autor
Zum Thema passt die Erklärung ganz gut, die auf der Verleihung des Grimme-Preises verlesen wurde und an die Medien gerichtet wurde: (zitat)Den Ton gab gleich zu Beginn Ranga Yogeshwar vor. Der WDR-Wissenschaftsjournalist, der eine besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes entgegennahm, verlas anstelle einer Dankesrede eine von zahlreichen Preisträgern unterzeichnete Erklärung zur Rolle der Medien im Krieg. Gemeinsam riefen die Unterzeichner dazu auf, verharmlosende Begriffe der Militärsprecher zu entlarven. "Ein ’Militärschlag’ ist ein zerstörerischer Bombenangriff und ’chirurgische Operationen’ zerfetzen und verstümmeln Menschen", hieß es in der Erklärung.(/zitat)
General Franks hat es auf der Pressekonferenz so ausgedrückt, "dass versucht würde, den Schaden für die Zivilbevölkerung so gering wie möglich zu halten durch den Einsatz der Präzisionswaffen" ...damit kann ich etwas anfangen und halte es für ehrlicher ausgedrückt als die blumigen Worte eines Herrn Rumsfeld. Ändern tut es an der tatsache aber sicherlich nichts.
°~°milo°~° Geändert am 22.03.2003 um 17:05 Uhr von Milo_Thatch |
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geschrieben am: 22.03.2003 um 18:39 Uhr
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@ Uziel: Und was hat nun die Irakische Bevölkerung davon, daß eine Cluster-bomb nicht viele kleine Splitter, sondern viele kleine Bomben niedergehen läßt? Ich denke gar nichts. Ob sie nun von Metallstücken getroffen werden oder von einer Mini-bombe spielt wohl keine Rolle.
Dein Schlusssatz trifft genau das, was ich ausdrücken wollte. Bitte hört auf, der Welt vorzumachen, das "smart-weapons" ungefährlich für Zivilisten seien.
@seeadler: Diese Schockwirkung habe ich gestern im Fernsehen gesehen. Und ich habe gerade auf Euronews einige Bilder der getroffenen Objekte gesehen. Sah in meinen Augen nicht sehr millitärisch aus. Oder sitzen die Wirklich mit dem Führungsstab in Wellblechhütten?
Und was gezielt angeht, Seeadler, nicht bei dieser Sprengwirkung. Das kann nicht mehr gezielt eingesetzt werden.
Und wenn ich dann sprüche höre, wie: "wir werden mit aller Macht zuschlagen. es wird ein Angriff wie man ihn noch nie sah", dann fühle ich mich, entschuldigung, an Reden aus der Zeit des dritten Reiches erinnert.
Datt Loki
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geschrieben am: 22.03.2003 um 19:10 Uhr
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Zu Loki:
Ich habe nicht gesagt, daß es für einen Zivilisten einen Unterschied macht. Ich habe lediglich eine fachliche Korrektur vorgenommen. Aufgrund des Einsatzgebietes dieser Waffen ist auch nicht damit zu rechnen, daß sie bei "kleinen" Zielen, wie militärischen Gebäuden, eingesetzt werden.
Ich empfinde es aber als weniger schlimm einen Krieg mit diesen Waffen zu führen, als mit Konventionellen.
Was eine Armee macht, die nicht über die technischen oder finanziellen Kapazitäten wie die USA verfügen, sehen wir am Beispiel der Russen in Tschetschenien. Dort werden mit Artellerie und Flächenbombardements ganze Städte und Dörfer eingeebnet. Die Zahl der zivilen Opfer ist egal, solange 2 Terroristen darunter sind. Also bin ich persönlich froh darüber, daß in einem Militärschlag gegen den Irak die USA auf diese Waffen setzten und nicht auf herkömmliche.
Ich denke, es gibt 2 feste Faktoren, über die wir nicht diskutieren brauchen:
1. Jeder Krieg fordert Menschenleben. Egal ob Soldat, Schuldiger oder Zivilist. Es ist ein Menschenleben.
2. Es gibt Konflikte, die nicht mehr anders zu lösen sind. Das liegt in der Natur des Menschen.
Uziel |
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geschrieben am: 22.03.2003 um 19:13 Uhr
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Die größten Feiglinge sind die besten Erfinder von Kriegsgeräten.
Darum wissen die Helden und vertrauen darauf deshalb kann gesagt werden:
Der größte Held ist ohne den Feigling nichts.
Lama |
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geschrieben am: 06.04.2003 um 11:53 Uhr
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ICh würde sagen das das Alles Propaganda ist,der Bush will doch nicht Hussein,sondern das Öl...
Kein Blut für Öl!
Der ernst meinende Waldldauefer |
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