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Wahltaktik der Bush-Administration |
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geschrieben am: 24.10.2004 um 19:27 Uhr
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Eine Woche vor den Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten hat der Streit über die innere Sicherheit und den Kampf gegen den Terrorismus an Schärfe zugenommen.
Zugleich berichtete die Tageszeitung «Washington Post», dass es entgegen früherer Geheimdienstinformationen keine konkreten Hinweise auf einen groß angelegten Terroranschlag im Umfeld der Wahlen am 2. November gebe. Frühere Warnungen von Präsident George W. Bush und der Geheimdienste hätten auf erfundenen Informationen eines CIA-Mitarbeiters basiert, berichtete das Blatt am Samstag unter Berufung auf Geheimdienst und Polizei.
Ungeachtet dessen rückte Bush auf Wahlkampfreden in Florida den Kampf gegen den Terrorismus wieder in den Mittelpunkt. Er warf Herausforderer Kerry vor, er könne die USA nicht zum entscheidenden Sieg führen, von dem die Sicherheit jeder amerikanischen Familie abhänge. Kerry erkenne nicht die Gefahren in einer Welt nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001.
Vizepräsident Dick Cheney sagte in Farmington (US-Bundesstaat New Mexico), dass unter einem Präsidenten Kerry der gestürzte irakische Diktator Saddam Hussein noch im Amt wäre und mit Atomwaffen die Kontrolle über den Persischen Golf erlangt hätte.
Kerry hielt auf einer Wahlkampfrede in Pueblo (US-Bundesstaat Colorado) wiederum Bush vor, dass der Terror und der Kampf gegen den Terror das einzige Thema seien, über das er sprechen wolle. Der Senator aus Massachusetts rief die Wähler auf, eine Stimme für die Hoffnung und nicht für Angst abzugeben, die Bush sie spüren lassen wolle.
Nach Angaben der «Washington Post» gibt es derzeit keinerlei konkrete Hinweise auf einen Terroranschlag vor den Wahlen. Auch der Einsatz von rund 2000 Spezialisten des Bundeskriminalamtes FBI, Hunderte von Verhören und 120 Festnahmen von Ausländern allein in diesem Monat hätten keine Anzeichen auf einen Terroranschlag zu Tage gefördert.
Am 15. September hatten die Chefs des Geheimdienstes CIA und des FBI Präsident George W. Bush von Terrorplänen mit möglicherweise vielen Opfern berichtet. Angeblich sollten die potenziellen Attentäter zu jenem Zeitpunkt bereits im Lande gewesen sein.
Mit der «Washington Post» hat eine weitere renommierte US-Zeitung eine Wahlempfehlung für Kerry abgegeben. Nach Abwägung aller Fakten habe Kerry mit seiner Entschlossenheit, die mit Klugheit und Aufgeschlossenheit gepaart sei, einen größeren Anspruch auf das Vertrauen der Nation als der amtierende Präsident George W. Bush, schreibt das Blatt am Sonntag.
Was haltet ihr davon?
Meine Meinung:
George W. Bush will die Wählerschaft zum Endsieg über den Terrorismus führen und schürt die Ängste der Bürger mit weiteren Verschwörungstheorien. Andererseits war die Aktion am Ground Zero eine unmenschliche Aktion, diese grausame Tat wird aber zunehmend vom Petroleumimperialismus mit einem lachenden Auge ausgenutzt.
Der Irak eine Gefahr für die USA, Mr. Cheney? Absolut lächerlich, eine völlig inhaltslose Aussage, vor allem nach den zahlreichen Funden an Massenvernichtungswaffen. Zwar war der Irak unter Saddam Hussein keine vorbildliche Nation in Sachen Völkerrecht und Menschenrecht, aber das stand ja gar nicht zur Debatte.
Bin dann ja mal gespannt, wie die Bush-Administration mit weiteren muslimischen Schurkenstaaten verfährt, falls diese mal im ökonomisch-militärischen Sinne thematisiert werden.
Unter Kerry wäre Saddam Hussein, welcher zweifellos der Hauptakteur von Al-Kaida gewesen ist, also noch an der Macht?!? Und wenn schon, der Irak hat sich nach Desert Storm an fast alle UN-Resolutionen gehalten, im Gegensatz zu beispielsweise den USA. Manchmal frage ich mich, für wie doof das amerikanische Volk eigentlich gehalten wird. Mittlerweile dürfte in den Köpfen vieler Amerikaner fast jeder Araber als potentieller Terrorist gelten.
Ausgerechnet eine Woche vor den Wahlen werden wiederum Fehlinformationen in Umlauf gebracht, um den republikanischen Block zu stärken.
Ich hoffe mal, dass diese radikale Regierung bald abgesetzt wird (Anybody but not Bush). Weiterhin hoffe ich, dass der Vietnamveteran etwas aus der Grausamkeit des Krieges gelernt hat, sollte er doch die Präsidentschaftswahlen gewinnen.
Nach neueren Umfragen führt George W. Bush mit 54% gegenüber Kerry mit 46%.
Außerdem, es wird allmählich Zeit für George W. Bush, Osama Bin Laden zu "zücken". Vielleicht haben die Special Forces den bereits im Gewahrsam und werden ihn rechtzeitig zu den Wahlen ans Messer liefern. The show must go on...
Oldi
Beitrag wurde von Steven am 24.10.2004 um 23:06 Uhr aus dem Forum Mal ernsthaft ! verschoben. |
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geschrieben am: 24.10.2004 um 19:36 Uhr
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Sorry, bitte ins Weltgeschehen verschieben.
Oldi |
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geschrieben am: 24.10.2004 um 22:41 Uhr
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Bush wird gewinnen.
Er versteht es, sich so in Szene zu setzen, dass er die Wähler manipulieren kann. Durch angeblichen Patriotismus sowie fadenscheinigen Aussagen zum Thema Torrorbekämpfung, die (wie im Fall Irak) meist noch tiefere Gründe haben.
Wenn Herr Bush ehrlich wäre, würde er ja zugeben, dass er unter anderem auch an den vorhandenen Rohstoffen in diesem Land interessiert war. Und nicht etwa an der Vernichtung von Massenvernichtungswaffen, die ja offensichtlich auch nicht wirklich vorhanden waren.
Wäre der Krieg im Irak nicht solch ein Fiasko geworden, hätte er diese Rohstoffe vielleicht auch nützen können, was jetzt natürlich zu auffällig wäre.
Nun merkt man ja, wie Präsidentschaftskandidat Kerry richtig feststellte, dass Bush sich meist nur noch mit dem Aufruf zum Kampf gegen den Terror über Wasser hält. Leider erfolgreich, wie man sieht.
Und dass sich Osama Bin Laden in Gewahrsam befindet, halte ich für fast unmöglich. Den bekommen sie nicht zu fassen, egal wie viele Länder sie noch überfallen.
Auch wenn unter Bush die Devise weiterhin lautet:
"The World Domination Tour goes on!"
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geschrieben am: 25.10.2004 um 01:38 Uhr
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Stimmt eigentlich, Saddam hat sich ja auch wochenlang erfolgreich in seinem Erdbunker verkrochen, ohne entdeckt zu werden. Dabei hat die Supermacht andererseits die beste High-Tech, GPS usw.
Letzten Berichten zufolge sollen die Special Forces im Norden Pakistans Osama bin Laden und viele seiner Kampfgefährten auf einer Fläche von 10 Quadratmeilen eingekreist haben. Allerdings ist dieser Bericht auch schon über drei Monate alt und ich weiß die Quelle im Moment nicht.
Aber nun mal wieder zu der Bush-Administration. Das mit der doppelten Stimmenauszählung in Florida bei der letzten Wahl kam mir schon sehr komisch vor. Das Wahlergebnis war ja sowas von knapp, ich glaube die Republikaner hatten eine Mehrheit von 5600 Stimmen oder so. Ob da wohl nicht irgendjemand nachgeholfen hat?!? |
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geschrieben am: 25.10.2004 um 01:54 Uhr
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Und noch etwas...
In der Wirtschafts- und Sozialpolitik scheint die Bush-Regierung versagt zu haben. So gab es einen Verlust von annähernd einer Millionen Arbeitsplätzen.
Um davon abzulenken, fokussieren die Republikaner fast ausschließlich auf die Sicherheitspolitik. Hier sehen sie den größten Schwachpunkt des Herausforderers Kerry, da die Mehrheit der Bürger George W. Bush als den so wörtlich besseren Kriegsherren sehen.
Zitat von Kerry: "Der «Krieg gegen den Terrorismus» sei zu gewinnen, aber unter Bush sei der Extremismus in der islamischen Welt nur noch gewachsen."
Dem kann ich mich voll und ganz anschließen
Oldi
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geschrieben am: 25.10.2004 um 20:14 Uhr
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wirtschafts- und sozialpolitik können in einem land nicht versagen, welches dem grundsatz 'jeder ist seines glückes schmied' folgt.
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