| "Autor" |
wenn halbidioten präsident spielen dürfen |
|
|
|
geschrieben am: 02.09.2005 um 18:29 Uhr
|
|
New Orleans' Bürgermeister Ray Nagin platzte der Kragen. "Ich brauche Polizeiverstärkung, ich brauche Truppen, ich brauche Busse", sagte Nagin und wollte damit den US-Präsidenten W. Bush aufrütteln. Vier Tage nach dem Hurrikan warten am Freitag noch zehntausende Menschen verzweifelt auf Rettung. Die Leute haben nichts zu Essen und zu Trinken, in den Straßen stapelt sich Müll, Urin und Fäkalien fließen im Rinnstein. "Es ist ein Schlachtfeld, Schüsse fallen, Leichen liegen in den Straßen", berichteten zwei australische Touristen.
"Bringt sie zum Teufel hier runter!"
Grund genug für den Bürgermeister, die Fassung zu verlieren: Es werde viel zu lange über den möglichen Einsatz von Schulbussen diskutiert. Stattdessen müssten angesichts des Desasters sämtliche Busse im ganzen Land auf der Stelle bereitgestellt werden. "Bringt sie zum Teufel hier runter!", schimpfte Nagin.
"Jemand muss diese Fragen auf der Stelle lösen"
Der Verzweiflung nahe, flehte Nagin um weitere Hilfskräfte: "Tausende sind gestorben und jeden Tag sterben weitere tausende. Können wir es nicht auf die Reihe bekommen, die Hilfe zu organisieren? Jemand muss sich verdammt noch mal ins Flugzeug setzen und herkommen und diese Probleme auf der Stelle lösen!"
Auch Bush bekommt sein Fett weg
Mit Blick auf den US-Präsidenten George W. Bush sagte Nagin: "Gott sieht das alles hier, nichts passiert. Es reicht nicht, einmal mit der Air Force One über das Gebiet zu fliegen. Sie tun nichts, um unsere Leute zu retten. Dafür werden sie einen hohen Preis bezahlen müssen." Auch ein demokratischer Senator stieß ins gleiche Horn: "Für einen Präsidenten reicht es nicht aus, mit seinem Flieger einen Schlenker zu machen, durch das Fenster zu gucken und zu sagen: Oh, was sind das für Verwüstungen", bemängelte Frank R. Lautenberg.
Nur ein Zehntel der benötigten Busse vor Ort
Auch die Gouverneurin Louisianas, Kathleen Blanco, hat die zu langsam angelaufene Hilfe für die hunderttausenden Opfer beklagt. "Die Unterstützung kam nicht schnell genug", sagte sie CNN. "Wir sind alle frustriert", sagte sie. Wenn nur einen Tag früher genügend Busse verfügbar gewesen wären, wäre es nicht zu einem derartigen Chaos gekommen. "Man hat uns gesagt, es seien 500 Busse unterwegs, aber wir benötigten 5000."
"Wie konnte die Regierung so schlecht vorbereitet sein?"
Die Zeitungen übten ebenfalls herbe Kritik an Bush. "Wie konnte die Regierung auf eine so klar vorhergesagte Krise so schlecht vorbereitet sein?", fragte die "Washington Post". Angesichts der Plünderungen bemerkte das "Wall Street Journal", die US-Bürger hätten "das Recht zu erwarten, dass die Regierung ihnen wenigstens Sicherheit gewährleistet".
Bush meckert über die Helfer
Bush dagegen verbietet sich politischen Streit um das Krisenmanagement - und schilt die Helfer. Zwar gebe es viele Menschen, die hart arbeiteten, um den Opfern zu helfen, sagte Bush am Freitag in Washington. Aber "die Ergebnisse sind nicht akzeptabel", fügte Bush hinzu.
der ganze bericht: t-online.de (derzeit auf der startseite)
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 03.09.2005 um 00:54 Uhr
|
|
tja, dann sieht man mal wie der herr bush in kriesen-situationen mit sich zu kämpfen hat!!
der typ hat nix im kopf....fliegt heute mit nem heli über die köpfe deren menschen die hilfe brauchen und trinkt sich wahrscheinlich noch nen whisky...
in der stadt herrscht anarchie...vergewaltigungen...mord etc
in asien sind solche verwüstungen all jährlich, wo schaut den dann die welt hin?!!?
wo ist denn schröder wenn in bangladesch oder china zig tausend menschen sterben?!?
nur weil es mal die USA trifft!?!?
muss man diesen pennern denn ewig in den arsch kriechen?!?!
in den nachrichten sieht man nix anderes mehr!!!
würd mich nicht wundern wenn er das auch der al quaida in die schuhe schiebt.
könnt kotzen
der micha
alles wird gut
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 03.09.2005 um 06:11 Uhr
|
|
erinnert mich alles sehr an den 11. september... "herr präsident, wir werden angegriffen..."
und der mächtigste mann der welt liest erstmal in ruhe sein kinderbuch zuende... |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 03.09.2005 um 17:35 Uhr
|
|
was ich viel spannender finde sind die reaktionen der grünen zum beispiel...
oder die tatsache das jetzt irgendwelche ölreserven angezapft werden müssen, wobei in asien bei der tsunamikatastrophe niemand auf eine solche idee gekommen ist...
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 03.09.2005 um 18:30 Uhr
|
|
new orleans gilt schon länger als unregierbar, wie manch andere stadt in amerika, in der du die kinder in der badewanne übernachten läßt, damit sie nicht von einem querschläger niedergestreckt werden.
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 03.09.2005 um 19:18 Uhr
|
|
(zitat)new orleans gilt schon länger als unregierbar, wie manch andere stadt in amerika, in der du die kinder in der badewanne übernachten läßt, damit sie nicht von einem querschläger niedergestreckt werden.
(/zitat)
Insofern bezahlen die USA jetzt -mal wieder- den preis für eine durch und durch asoziale Gesellschaft in der weitgehend das Recht des Stärkeren gilt. (Dies meine ich völlig ohne Häme). Es wäre wünschenswert,wenn alle die(neoliberalen),die uns die USA ständig als Vorbild (in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht-Stichwort schlanker Staat)vorhalten diese Systemimanenten Auswüchse in Erinnerung behielten.
Nicht der Amerikaner an sich ist asozial, sondern die Gesellschaft in der er leben muss.
Viva el Capitalismo !
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 06.09.2005 um 21:47 Uhr
|
|
riots haben ihre eigene expansion, welche ab einem gewissen grad nicht mehr aufzuhalten ist. wie ein biotop kippt auch ein aufmarsch zu einem bestimmten punkt und die anarchie in der negativen form erhebt sich wie phönix aus der asche. das wurde speziell in den usa aufwendig analysiert und nachgewiesen.
ich denke, die usa ist nicht diese wiege des bösen, als die sie stets hingestellt wird.
gezielte verrohung der menschen, auflösung moralischer zusammenhänge, soziale kälte, holocaust, hiroshima, fremdenhass, kinderprostitution (!) ergeben sich meines erachtens folgerichtig eher aus der struktur der moderne als aus dem reglement des kapitalismus, der auflösung des gewohnten in einem strudel, - angetrieben und beschleunigt duchr modernisierung und damit globalisierung. die genannten produkte sind jedoch nur mögliche, nicht jedoch unvermeidliche ergebnisse der moderne.
es sind auswüchse von nach wie vor ungelösten problemen in einer immer kleiner werdenden welt. die probleme selbst bestehen zum teil schon seit jahrhunderten.
natürlich ist es nicht so, daß in deutschland babies zu ihrem schutz des nachts in die badewanne verfrachtet werden. eben weil wir bislang keine slums haben, welche ihre eigenen regeln gehorchen. als entsprechungen fielen mir da nur asylgetthos und rotlichtmilieu ein. die wünsche mancher politiker und damit ihrer wähler könnte dies jedoch ändern.
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 11.09.2005 um 02:47 Uhr
|
|
Herrscht eigentlich hier in diesem Land nur noch ein populistischer Antiamerikanismus, wo man sich ständig über alles aufregen muss, ohne Sinn und Verstand und ständig auf Herrn Bush rumhaken? Er mag nicht der Traumpräsident der Welt sein und bei weitem kein Gott, aber er ist auch nicht immer so schlimm, wie alle ihn mache. Gleiches gilt für das Land.
Ja, Nagin hat recht, wenn er seinem Ärger so Luft macht.
Und ja, vermutlich hat die Regierung Fehler gemacht. Andererseits vergisst man: Die ersten Meldungen nach Katrina besagten: Wir haben Glück gehabt! Erst nach dem Dammbruch ging es rund. Und sagen wir mal, 500 Busse zu organisieren und quer durch einen Kontinent zu schicken usw usw. ist nicht in 5 Minuten erledigt.
Was im übrigen den immer wieder gebrachten Kinderbuch-einwand vom 11. September angeht, den Moore schon so sehr sinnlos betont: Ja verdammt, was macht man denn, wenn man so was erfährt? Springt man auf und schreit:"Scheiße!"? Im Prinzip wäre ihm wohl jede Handlung vorgehalten worden. Ich an Bush Stelle hätte mich erstmal sammeln müssen. Die Schlagzeilen und die Konsequenzen an meinem Auge vorbeiziehen sehen und gedacht: Scheiße.
Man hätte es einfach nicht falscher oder richtiger machen können. Wenn hier übrigens jeder bessere Politik macht: Hey, werdet doch Präsident irgendwo.. |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 11.09.2005 um 13:20 Uhr
|
|
totaler bullshit.
innerhalb von maximal 36 stunden wären ne ganze batterie von flugzeugträgern vor der küste gewesen. die hätten (wenn man denn fähig oder willens gewesen wäre) hubschrauber starten lassen können...mit medikamenten und trinkwasser an bord auf dem hin- und menschen auf dem rückflug.
und zum 11. september: mit scheisse schreien wäre sicherlich keinem geholfen (obwohl es zum iq des mannes, der nicht einmal eine brezel essen kann ohne fast zu krepieren gepasst hätte) aber wenn man mir als präsident sagt, daß wir angegriffen werden dann verlasse ich die lesestunde, hänge mich ans telefon und stelle fragen wie "wann", "wo", "was ist über das ausmaß bekannt" und so weiter.
mit amerikafeindlichkeit hat das wenig zu tun...es ist lediglich die ablehnung der derzeitigen führung des landes. Geändert am 11.09.2005 um 14:41 Uhr von grmpf |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 14.09.2005 um 00:26 Uhr
|
|
was kann schöner sein auf erden, als politiker zu werden ... *mit reinhard mey summsele*
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 15.09.2005 um 01:46 Uhr
|
|
(zitat)innerhalb von maximal 36 stunden wären ne ganze batterie von flugzeugträgern vor der küste gewesen. die hätten (wenn man denn fähig oder willens gewesen wäre) hubschrauber starten lassen können(/zitat)
mag sein - wenn das wetter mitmacht. dauert aber auch etwas länger von pearl harbor aus ;-)
(zitat)...mit medikamenten und trinkwasser an bord auf dem hin- und menschen auf dem rückflug.(/zitat)
bei den vielen menschen ? je 5 leute evakuieren ? das dauert .. und wo sollte ein kriegsschiff trinkwasser hernehmen ? und medikamente ? soldaten sollen kämpfen - versorgung kostet nur zeit und geld.
zudem sind die meisten truppenanteile wo im moment angelagert ? - eben wegen einem seit georgies erstem jahr im amt geplanten krieg ..
eine massierung der kräfte an einem ort und das zu erwartende chaos könnten wiederum die truppen angreifbar machen. feinde haben sich die amerikaner ja genug geschaffen die letzten 10 jahre.
(zitat)und zum 11. september: mit scheisse schreien wäre sicherlich keinem geholfen (obwohl es zum iq des mannes, der nicht einmal eine brezel essen kann ohne fast zu krepieren gepasst hätte) (/zitat)
mehr haste zu onkelchen bush nicht zu sagen ? dumm kann er nicht sedin, du unterschätzt wohl gerne andere ?
(zitat)aber wenn man mir als präsident sagt, daß wir angegriffen werden dann verlasse ich die lesestunde, hänge mich ans telefon und stelle fragen wie "wann", "wo", "was ist über das ausmaß bekannt" und so weiter.(/zitat)
es gibt schlimmere vorwürfe, - auf englischen sites..
(zitat)mit amerikafeindlichkeit hat das wenig zu tun...es ist lediglich die ablehnung der derzeitigen führung des landes.(/zitat)
dann sprich das so aus, wie du es gerne gelesen haben willst
schlußfolgerung : WARUM manches geschah und warum nicht, ist rein spekulativ. wir werden es erst mit gewißheit wissen, wenn spätestens in einigen dekaden die gesamten tonprotokolle, welche zu den entscheidungen führten, veröffentlicht werden. immerhin existieren diese aufnahmen - im gegensatz zu sonstwo auf der welt -, und harren auf deren veröffentlichung.
|
|
|
|
|
|
|
Top
|