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Neue studie über Filmpiraterie

Nutzer: Shaft2
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geschrieben am: 18.11.2003    um 11:10 Uhr   
Quelle FFA

Aktuelle Pressemitteilungen - Detail

Neue empirische FFA-Studie zur Kinofilm-Piraterie
13.11.2003


Bereits ein halbes Jahr nach Veröffentlichung der ersten Studie zum "Kinofilm-Raub" (04/03) präsentiert die FFA in der Brenner-Studie2 neueste Ergebnisse über das Brennen von Inhalten auf CD’s/DVD’s, das Downloaden von Inhalten aus dem Internet sowie das Konsumverhalten der Brenner und Downloader. Wie auch die erste Studie basiert das aktuelle Panel auf den Aussagen von 10.000 Personen, die repräsentativ zur Bevölkerungs-struktur stehen. Dargestellt werden Erhebungen im Zeitraum von Januar bis August 2003.

Die wichtigsten Ergebnisse der zweiten Brennerstudie 2003:

Brennen

23,5 Mio. Deutsche ab 10 Jahren haben Zugriff auf einen CD-Brenner im eigenen Haushalt, ca. 570.000 Personen verfügen über einen DVD-Brenner und ca. 250.000 Personen über einen DVD-Rekorder

1,14 Mio. Personen planen, sich "bestimmt" in den nächsten 12 Monaten einen DVD-Brenner anzuschaffen, 1,08 Mio. Personen einen DVD-Rekorder und 0,89 Mio. einen CD-Brenner

Der Anteil gebrannter Spielfilme/Kinofilme nimmt weiterhin zu: 15% aller gebrannten CD-Rohlinge (Vorjahr 11%) entfallen auf den Film-Bereich, im stark wachsenden Bereich der DVD-Rohlinge stellen Spielfilme/Kinofilme mit einem Anteil von 79% das mit Abstand am häufigsten gebrannte Segment dar

Im Zeitraum von Januar bis August 2003 wurden insgesamt 53 Mio. CD-Rohlinge und 9,6 Mio. DVD-Rohlinge mit Spielfilmen/Kinofilmen bespielt; damit liegen diese Werte bereits nach acht Monaten über dem Ergebnis des Gesamtjahres 2002 (insgesamt 59 Mio. CD-/DVD-Rohlinge)

Auf die ca. 63 Mio. CD-/DVD-Rohlinge wurden ca. 30,3 Mio. Spielfilme gebrannt. Im gesamten Jahr 2002 waren es ca. 27 Mio. Spielfilme. Die Zahl der Personen die Spielfilme kopierten lag bei 5,1 Mio.

Die Hälfte (53%) der "Film-Brenner" bzw. der "burning generation" gibt an, auch für Personen außerhalb des eigenen Haushaltes Kopien zu erstellen

Jeder Zweite zwischen 10 und 15 Jahren, der Spielfilme/Kinofilme brennt, sieht es als wichtig/sehr wichtig an, die Möglichkeit zu besitzen, Filme mit Altersbeschränkung brennen zu können; mehr als jeder fünfte war es bei den Filmen mit erotischen/ pornographischen Inhalten
Wichtigste Vorlagen für Film-Kopien sind bereits schon einmal kopierte Spielfilme, wodurch der Schneeball-Effekt, der zur rasanten Vervielfältigung führt, deutlich aufzeigt wird. Zweitwichtigste Quelle für Film-Kopien sind Downloads von Internet-Tauschbörsen

Knapp 1 Mio. Personen besaßen eine Kopie des Filmes "Terminator 3 –Rebellion der Maschinen" schon einen Monat nach Kinostart. Ca. 1,6 Mio Personen verfügten bereits im Vorfeld der Video-Veröffentlichung über eine Kopie von "Der Herr der Ringe – Die zwei Türme" und ca. 770.000 von "Good Bye, Lenin"

Downloaden

Über die Hälfte der Deutschen ab 10 Jahren (35,5 Mio.) verfügen über einen Internet-Zugang von Zuhause aus. 7,6 Mio. Personen sind im Besitz eines Breitband/DSL Anschlusses

Mit 13,3 Mio. downgeloadeten Spielfilmen/Kinofilmen wurden in den ersten acht Monaten des Jahres 2003 bereits fast so viele Filme wie im Gesamtjahr 2002 (15,5 Mio.) aus dem Internet heruntergeladen. Die Zahl der Downloader zwischen Januar und August 2003 betrug 2 Mio. Personen (2,4 Mio. im Gesamtjahr 2002)

Jeder zweite Konsument lädt sich üblicherweise Filme aus dem Internet herunter, bevor diese im Handel/in der Videothek verfügbar sind, jeder Vierte lädt sich den Film in der Regel bereits vor Kinostart aus dem Netz herunter

24 Prozent der Downloader (ca. 500 Tsd. Personen) gaben an, sich einmal im Monat einen Film aus dem Internet zu laden, 15 Prozent (300 Tsd. Personen) tun dies zwei bis dreimal im Monat und 21 Prozent (400 Tsd. Personen) sogar mindestens einmal pro Woche

Konsumverhalten der Brenner und Downloader

Die Mehrheit der Personen (71 %), die Spielfilme kopieren bzw. downloaden, sind zwischen 10 und 39 Jahre alt und gehören somit zur Kernzielgruppe der Kinogänger

Ein hoher Anteil der Brenner und Downloader gehörte im Jahr 2002 zu den sogenannten "Heavy Usern" im Filmbereich. Bei diesem Personenkreis veränderte sich das Nutzungsverhalten durch die digitale Vervielfältigung, wodurch vor allem die Filmmärkte betroffen sind, die stark auf die "Heavy User" focussiert sind (Videoleihmarkt, teilweise Kino)

46 % der Personen, die Filme brennen/downloaden, geben an, nicht mehr oder weniger Kinofilme zu besuchen, seitdem Filme gebrannt bzw. downgeloadet werden. Im Videoleihbereich liegt diese Quote sogar bei 51%, im Videokauf-Bereich bei 44%


Die detaillierte Studie ist als PDF-Datei unter www.ffa.de abrufbar.

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Nutzer: Brünette22
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geschrieben am: 18.11.2003    um 16:14 Uhr   
(zitat)Löwenanteil der redaktionellen Inhalte nur kopiert

Bielefeld - Nach Angaben des Krassreports sind 90% der redaktionellen Inhalte in Webforen und Blogs schlichtweg kopiert. Der Vorstandsvorsitzende K.-U. Gelschreiber machte gestern seinem Unmut Luft, dass "diese Unsitte seit dem Ende des Fidonet um sich" greife. Eine aktuelle Studie habe ergeben, dass die so genannten "Poster" aus "Angst vor böswilligen Kommentaren und niedrigen Klickraten" kaum noch selber Texte verfassten, sondern diese lieber von Presseagenturen und NetNews-Seiten kopieren.
In einer Stellungnahme zeigte sich der Copy-Paste-Aktivist T. Rollquadrat uneinsichtig. "Woher soll der Text für eigene Kommentare auch kommen? Heutzutage schreibt man in der Schule doch nicht einmal mehr 'Mein schönster Ferientag'-Aufsätze."

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Nutzer: DiaryofDreams
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geschrieben am: 18.11.2003    um 17:19 Uhr   

*lol* @ Bruenette

aber ... auch ein Kompliment an Shaft ... manch anderer hätte da seinen eigenen namen drunter gesetzt und das ganze als eigenen Beitrag ausgegeben ...

wie auch immer ... ich finds ok, wenn hin und wieder mal eine Tickermeldung kopiert wird, solang man damit etwas erreichen, ausdrücken möchte...

btw., wozu dient dieser Beitrag?

Wenn ich scherzen will, sage ich die Wahrheit. Das ist immer noch der größte Spaß auf Erden.
(George Bernard Shaw)
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Nutzer: Gast_enfantterrible
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geschrieben am: 18.11.2003    um 17:32 Uhr   
man sollte herausheben, daß es sich um eine empirische Studie handelt. Grade in dem Bereich FIlmpiraterie werden die Zahlen sehr unverlässlich sein.
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Nutzer: Gast_enfantterrible
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geschrieben am: 18.11.2003    um 17:43 Uhr   
(zitat)
btw., wozu dient dieser Beitrag?(/zitat)

Da gabs mal nen Thread in dem Shaft über die ganze Internetpiraterie gemotzt hat. Ich hab den grad mal gesucht um den hier zu verlinken, aber hab ihn leider nicht gefunden. Wenn du den Thread siehst, wüßteste genau, was Shaft sich hiermit gedacht hat.
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Nutzer: Brünette22
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geschrieben am: 18.11.2003    um 17:58 Uhr   
...also ich weiss es immer noch nich.

Ganz ehrlich - wenn mich ein Thema interessiert, lese ich in redaktionellen Newsangeboten darüber. Obige Meldung war bereits vor drei Tagen zu lesen. Und nichts ist älter als die Zeitung von gestern. ;-)

ObOnT: Und nichts ist schlimmer, als US-Serien auf deutsch gucken zu müssen.
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