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ARD: Leitlinien für 2005/2006 |
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geschrieben am: 16.09.2004 um 15:46 Uhr
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Die Hauptversammlung der ARD hat am Dienstag die Leitlinien für ihre Programmgestaltung in den nächsten zwei Jahren beschlossen. Nach dem Siebten Rundfunkstaatsvertrag, der seit April in Kraft ist, ist das Beschließen solcher Leitlinien alle zwei Jahre Pflicht für die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten.
Auch wenn das Finden dieser "Konzernleitbilder" den Beigeschmack einer Pflichtübung hat, finden sich dort doch lobenswerte Ansätze. So sprach Dr. Kutz, Vorsitzender der Konferenz der ARD-Gremienvorsitzenden, von einem wichtigen Schritt "für noch größere Zuschauernähe und Transparenz". Es scheint, man möchte sich endlich vom privatrechtlichen Pöbel abheben.
So soll der im 7. RFStV geforderte "angemessene" Informationsanteil mindestens 40 Prozent betragen, der Sport weitere zehn Prozent. Im Kinderprogramm soll auf Werbung verzichtet werden, die Rundfunkorchester und -chöre werden weiterhin gefördert, um Kultur "breiten Schichten der Bevölkerung zugänglich zu machen".
"Fairness" hat man sich auf die Fahnen geschrieben, wo es um Telefonaktionen geht. Statt der üblichen Zeittakt-Nummern, die bei anderen Sendern offenbar einen Teil der Einnahmen liefern, will man einen Centbetrag pro Anruf verlangen.
Eine Nebelbank hat man offenbar um die manchmal kritisierten, opulenten Internetauftritte aufgebaut. Eine deutliche Aussage über die Notwendigkeit, den gewünschten Umfang und die beigemessene Wichtigkeit habe ich noch nicht gefunden. Dabei wäre gerade hier interessant, welche Marktanteile man erzielen und welche Rolle man spielen möchte -- und wie man zu (ehemaligen) Ventures wie ZDFMSNBC steht.
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