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Dialer per IP-Payment nun auch bei DSL !

Nutzer: Angelheart.
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geschrieben am: 25.02.2005    um 15:26 Uhr   
Quelle: computerbase.de

Wähnte man sich mit dem DSL-Anschluss, der bekanntlich keine Telefonrufnummer zur Einwahl ins Internet verwendet und so das Funktionsprinzip sogenannter „Dialer“ wirksam unterband, gefeit vor den Gefahren unerwartet hoher Telekommunikationsrechnungen, so könnte sich dies in Kürze ändern.

IP-Payment, so die Kollegen der PC Welt, nutze eine neue Art der Abrechnung. Die IP-Adresse des Teilnehmers und seine Verbindungszeit wird somit zu einer Abrechnung über den ISP (Internet Service Provider) genutzt. Neben einer möglichen Nutzung als „Micropayment System“ besteht natürlich auch die Gefahr, dass sich unlautere Zeitgenossen an bislang arglosen DSL-Nutzern bereichern wollen. Perfiderweise ist dazu nicht einmal die Installation eines der für Telefonverbindungen nötigen Dialer-Programme nötig, sondern lediglich der falsche Mausklick auf eine Schaltfläche, die im legalen Rahmen allerdings weiterhin deutlich mit Art und Preis des kostenpflichtigen Dienstes gekennzeichnet werden muss.

Die gute Nachricht ist allerdings, dass sich der ISP dazu erst einmal prinzipiell für die Teilnahme an einem solchen Abrechnungsverfahren zu entscheiden hat, bevor es eingesetzt werden kann.
Trotzdem könnte in absehbarer Zukunft erst einmal Schluß sein mit dem sorgenfreien Surfen per DSL und eine Menge Arbeit auf die Hersteller von Firewall-Software oder Router-Firmware zukommen, wenn die Nutzung solcher IP-Payment Dienste sich verbreitet und man sich vor diesen über Blacklists in Firewall und Router schützen sollte.

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Also Augen auf.
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Nutzer: Brünette22
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geschrieben am: 27.02.2005    um 17:20 Uhr   
Augen auf -- oder Proxies an.

Der Server bekommt normalerweise (neben anderen Informationen) die IP-Adresse des Surfers übermittelt, sobald dieser eine Seite aufruft. Benutzt derjenige jedoch einen Proxy, bekommt der Server prinzipiell nur die IP-Adresse des Proxy zu sehen.

Eine Ausnahme bilden Proxy-Server, die in den Anfragekopf eine entsprechende Zeile mit der IP-Adresse des Surfers eintragen. Das ist jedoch bei weitem nicht bei allen Proxy-Servern der Fall, und bei solchen, die "anonymes" Surfen erlauben sollen, erst recht nicht.

Weiterhin läßt sich mit der IP-Adresse nicht immer der PC feststellen, mit dem eine Seite besucht wurde. Dank out-of-the-box-Routern gibt es immer mehr kleine Netzwerke, die einen gemeinsamen Zugang verwenden. Hier kommt (dank Network Address Translation) beim Server nur die gemeinsame IP-Adresse an, und die PCs im Netz lassen sich nicht notwendigerweise voneinander unterscheiden.

Drittens dürften die Provider nach gültigem Recht bei Flatrates eigentlich gar keine Verbindungsdaten (i.e. "wer hatte wann welche IP") speichern, da sie für die Abrechnung nicht notwendig sind. Das wird leider trotzdem gemacht, und für die Abrechnung-via-IP könnte man dies sicher auch unterlaufen.

Blöd nur, daß das "Inkasso", das zum Beispiel die Telekom bei Call-by-call-Anrufen durchführt, regelmäßig zu Prozessen führt. Das würde bei "Inkasso" durch den DSL-Provider vermutlich nicht anders aussehen.

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Gottseidank bin ich inzwischen bei einem Provider, dem ich einen verantwortungsbewußten Umgang mit meinen Daten zutraue. Dieser wurde bereits auf Herausgabe von Verbindungsdaten an die P2P-Stasi verklagt und hat sich erfolgreich dagegen gewehrt.

Ich erwarte daher auch keine Teilnahme an derlei neuen Methoden, mir das Geld aus der Tasche zu ziehen. Erst recht nicht, wenn das System aus den oben genannten technischen Gründen auf wackeligen Füßen steht.

Fazit: Bloß keine Panik aufkommen lassen. Dieser Plan ist ohne umfassende Richtungsänderung in der Rechtsprechung ein Schuß in den Ofen.
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Nutzer: Angelheart.
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geschrieben am: 27.02.2005    um 23:40 Uhr   
Ich hab auch sofort an proxies gedacht als ich diesen Bericht gelesen hab. Aber wenn man ein kleines Progi rein in den Clientrechner kriegt, das die IP übermittelt. Könnte man es doch hinbekommen. Es sei denn der Client hat Firewall und nimmt keine Cookies an.
Naja halte die Augen offen.
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Nutzer: Brünette22
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geschrieben am: 27.02.2005    um 23:59 Uhr   
"reinbekommt" ... das ist genau das rechtliche Problem, vor dem viele Dialer-Inkasso-Firmen ohne Segen der RegTP stehen. Denn das ist prinzipiell technisch kein Problem (Sicherheitslücken bieten MSIE, Firefox und andere genug), aber so erschlichene Gebühren kann man nicht eintreiben. :-)
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