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Speichelleckerei

Nutzer: Birdiyana
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geschrieben am: 03.06.2003    um 16:50 Uhr   

Der Hase im Rausch

Der Igel hatte einst zu seinem Wiegenfeste
Den Hasen auch im Kreise seiner Gäste,
Und er bewirtete sie alle auf das Beste.

Vielleicht ist auch sein Namenstag gewesen,
denn die Bewirtung war besonders auserlesen.
Und gradezu in Strömen floss der Wein,
Die Nachbarn gossen ihn sich gegenseitig ein.

So kam es denn, dass Meister Lampe
Bald zu schielen anfing - er verlor den Halt.
Er konnte nur mit Mühe sich erheben
Und sprach die Absicht aus,
Sich heimwärts zu begeben.

Der Igel war ein sehr besorgter Wirt
und fürchtete, dass sich sein Gast verirrt.
"Wo willst du hin mit einem solchen Affen?
Du wirst den Weg nach Hause
nicht mehr schaffen.
Und ganz allein im Wald
dem Tod entgegen gehen.
Denn einen Löwen, wild,
hat jüngst man dort gesehen."

Dem Hasen schwoll der Kamm,
Er brüllt in seinem Tran:
"Was kann der Löwe mir?
Bin ich sein Untertan?
Es könnte schließlich sein, dass ich ihn selbst verschlinge.
Den Löwen her, ich ford're ihn vor die Klinge!
Ihr werdet sehn wie ich den Schelm vertreibe,
Die sieben Häute, Stück für Stück,
zieh ich ihm ab von seinem Leibe
Und schicke ihn dann nackt
Nach Afrika zurück!"

Und so verließ der Hase also bald
Das fröhlich laute Fest,
Und er begann im Wald
Von einem Stamm zum anderen zu schwanken
Und brüllt dabei die kühnlichsten Gedanken
Laut in die dunkle Nacht hinaus:

"Den Löwen werde ich zerzausen,
Wir sahn in dem Wald
noch ganz andre Tiere hausen
Und machten ihnen doch
Den blutigen Garaus!"

Infolge des geräuschvollen Gezeters
Und des Gebrülls des trunk'nen Schwerenöters,
Der sich mit Mühe durch das Dickicht schlug,
Fuhr unser Löwe auf mit einem derben Fluch
Und packt den Hasen grob am Kragen:

"Du Strohkopf, willst es also wagen,
Mich zu belästigen mit dem Gebrüll? -
Doch warte mal, halt still!
Du scheinst mir ja nach Alkohol zu stinken!
Mit welchem Zeug gelang es dir,
Dich derart sinnlos zu betrinken?"

Sofort verflog der Rausch dem kleinen Tier,
Es suchte rasch, sich irgendwie zu retten:
"Sie, wir, nein ich...
Oh, wenn Sie Einsicht hätten -
Ich war auf einem Fest
Und trank viel Alkohol...
Doch immer nur auf Euer Gnaden Wohl!
Und Eurer guten Frau und Eurer lieben Kleinen!
Das wäre doch, so wollte es mir scheinen,
Ein trift'ger Grund, sich maßlos zu besaufen!"

Der Löwe ging ins Garn
Und ließ den Hasen laufen.
Der Löwe war dem Schnaps abhold
Und hasste jeden Trunkenbold.
Jedoch betörte ihn,
Wie dem auch sei,
Des Hasen Speichelleckerei.

Sergeij Michalkov

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Nutzer: Birdiyana
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geschrieben am: 04.06.2003    um 01:34 Uhr   

Zeitenwende

Kaum sind die Bande gerissen
kriechen die Würmer aus ihren Löchern.
Umgarnen dich, schleimen dich ein.
Weben ein enges Netz voll hinterhältiger Taktik.
Sabbernd vor Gier, mit entstellten Gesichtern,
schwirren sie herbei,
geben keine RuhŽ,
ehe sie nicht dein letztes Stück Selbstachtung
aus dir herausgerissen haben.

Dann werden sie sich ihrer Taten brüsten
und schnell nach einem anderen Stück Fleisch suchen.

Du wirst erwachen, viel zu spät.
Denn längst verloren, was ich einst gesät.
Bist dann ein Teil der grauen Masse,
stellst dann dar, was ich so hasse.

Bist dann kein fühlend Wesen mehr,
nur leere Hülle - unfassbar.

Und ein weiterer Wurm wird sich deiner annehmen.

Thomas Schäfer

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Nutzer: na_sowas
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geschrieben am: 04.06.2003    um 07:33 Uhr   
würdest du andere in ruhe lassen, könnte man sich vielleicht sogar erfreuen an deinen worten

na sowas
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Nutzer: Birdiyana
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geschrieben am: 05.06.2003    um 01:57 Uhr   

Der Schleimer

Der Schleimer schleimt zum Fest herein
Wie ein Prittstift gleitet er über den Boden
Kratzt sich cool an beiden Hoden
Stramm sitzt die Hose am unruhigen Aal
Fatal, fatal

Wer hat ihn bloß eingeladen?
Locker steht er da mit muskulösen Waden
Die Haut gegerbt vom Solarbaden

Aus seinem Schlund klingt‘s säuerlich
Nach Komplimenten, bös‘ und bäuerlich
Nach Festart weiß er sich zu benehmen
Bleibt unweigerlich am holden Arsch
Deines süßen Weibes kleben

Nun, mein Freund, ist‘s an der Zeit
Der Schneck fährt seine Fühler aus
Wie ein toll gewordener Nikolaus
Im Winter auf dem Elchschlitten
Fixiert er, parfümierte Hühnerbrust voraus,
Deines bezaubernden Weibes Titten

Gern gibt er sich sahnig Unschuldsnamen
wie Dany oder Chris
Und heißt dann doch nur Udo
Erblickt Dein Weib das Schleimgesicht
Versuche Dich im Judo

Sucht er dann noch nicht das Weite
Verpasse ihm eine Breitseite

Auch eine Schelle heftig und nett
Verpasse ihm adrett

Grinst er dann noch triefend fett
So schlage ihn mit einem Brett

Sammle die Reste vom Schleimer
Hinein in einen Eimer
Schütte diesen froh
ins weit offene Klo

Dann ertränke zwei Oliven im Martini
Und kümmere Dich um Deine bezaubernde Jeany

Frank Bröker

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