Auf den Beitrag: (ID: 25277) sind "6" Antworten eingegangen (Gelesen: 383 Mal).
"Autor"

War eszu spät?

Nutzer: Schmitte
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 09.04.2001
Anzahl Nachrichten: 14

geschrieben am: 13.01.2002    um 21:42 Uhr   
Ein Leben lang ein Unbeachter
Ein Leben lang ein Verächteter
Fertig gemacht wurdest du von jedem
Konntest mit niemandem darüber reden

Auswege fandest du keine
Standest immer ganz alleine
Vor schweren Taten ohne Rat
"Es war nur wenig,worum ich bat"

Übrig blieben tiefe Wunden
In deinen noch wenigen Stunden
Und am Ende konnte es nur so kommen
Du hast dich befreit und dir das Leben genommen

Geändert am 13.01.2002 um 21:46 Uhr von Schmitte
  Top
"Autor"  
Nutzer: Soifa
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 28.01.2001
Anzahl Nachrichten: 276

geschrieben am: 14.01.2002    um 16:50 Uhr   
hm..ich hoff ma für dich das dieses gedicht nicht authentisch ist mit deinem eigenen leben:/ naja aber ansonsten isses wirklich gut gelungen..kann ich nur warten auf ein weiteres von dir:)

die Soifa
  Top
"Autor"  
Nutzer: Schmitte
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 09.04.2001
Anzahl Nachrichten: 14

geschrieben am: 20.01.2002    um 20:58 Uhr   
...keine Panik...
  Top
"Autor"  
Nutzer: yaris
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 03.02.2005
Anzahl Nachrichten: 265

geschrieben am: 21.01.2002    um 11:51 Uhr   
Leider sind immer mehr Leute selbstmordgefährdet. Wenn man dann mal überlegt, dass sich täglich bundesweit (Beispielsrechnung) 100 Personen umbringen, 50 dieser Leute darüber geredet und es angekündigt haben und aber nicht ernst genommen wurden, weil

(zitat)...[...]...Wer davon spricht, tut es nicht und will nur Aufmerksamkeit auf sich ziehen...[...]..(/zitat)

und die restlichen 50 Leute eben aus diesem Grunde gar nicht erst drüber reden, ist das doch erschreckend. Es kann keiner behaupten, dass sowas sich nicht in irgend einer Form ankündigt, ob nun am Verhalten oder an den Worten des betreffenden. Selbst, wenn die Person, die eben diesen Gedanken hat, sich ein Ende zu setzen, sprich, sich zu "erlösen", nicht darüber spricht, gibt es Anzeichen, wenn auch nur geringe. Und würden diese stummen Schreie rechtzeitig gehört, könnte es viel weniger Selbstmordtote geben.

So, und jetzt erzähl mir keiner eins von...."Ach, was kümmert es uns, wenn andere sich umbringen wollen....!" Es sind nicht sie selber, die sich dazu entschliessen, sondern die Gesellschaft und das dort vorherrschende Klischeédenken, das viele erst soweit treibt.....völlig unnütz, wie ich meine.

Aber verzeih, Schmitte, jetzt hab ich mich hier so aufgeplustert, dass dein Gedicht daran fast unentdeckt blieb. Doch wie auch Soifa kann ich nur sagen, wundervoll geschrieben, vor allem nicht an den Haaren hergeholt wie so manch eines, sondern direkt aus dem traurigen Alltag, der nun mal eben ist wie er ist.....und beruhigend zu wissen, dass das nicht auf dich bezogen ist.

Liebe Grüße

yaris
  Top
"Autor"  
Nutzer: Schmitte
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 09.04.2001
Anzahl Nachrichten: 14

geschrieben am: 21.01.2002    um 19:19 Uhr   
...#...bin glatt sprachlos...#...
  Top
"Autor"  
Nutzer: yaris
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 03.02.2005
Anzahl Nachrichten: 265

geschrieben am: 22.01.2002    um 11:44 Uhr   
sieht fragend zu Schmitte

Wieso bist du sprachlos? Haben dich meine Worte derart schockiert? In diesem Falle bitte ich vielfach um Verzeihung. Doch schrieb ich nur, was ich dazu denke, und das ist doch wohl Sinn und Zweck der Sache, oder?

Wie ich schon sagte, es gibt immer Anzeichen darauf, dass sich jemand fortschaffen (Selbstmord begehen) will. Nur müssen wir anderen diese oft verborgenen Anzeichen sehen und hören wollen.

Ich erinnere mich da an einen Fall aus den Medien von vor ein paar Jahren, als zwei Mädchen im Alter von 16 und 17 Jahren wörtlich zu ein paar ihrer Freunde sagten: "Kommt ihr auch zu unserer Beerdigung? Wir werden morgen sterben."
Keiner wagte, den beiden zu glauben, man lachte gar über sie. Doch das Lachen verging den Leuten schnell als die Mädchen tags drauf gemeinsam von einem Hochhaus in den Tod sprangen - vor den entsetzten Augen einiger derer, die noch zuvor gelacht hatten. Dies widerum verdeutlicht in erschreckender Weise, dass bellende Hunde eben doch beissen (können). So offensichtlich hatte man es niemals angekündigt. Aber in diesem Fall wollte es keiner hören, denn sonst hätte man gehandelt, und die Mädchen wären niemals so weit gekommen.

Das ist nun wieder ein Musterbeispiel dessen, dass die Gesellschaft einfach gar nicht mehr hören oder sehen will. Und eben diese Tatsache sollte uns alle nachdenklich stimmen.

yaris
  Top
"Autor"  
Nutzer: Schmitte
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 09.04.2001
Anzahl Nachrichten: 14

geschrieben am: 22.01.2002    um 22:34 Uhr   
Hmm...ich bin ja sehr erstaunt über deine Formulierungen...hätt ja nie gedacht,daß mein Werk jemanden so anspricht.
Ehrlich gesagt is dies nur ein Lied,selbstgedichtet...gegen die Norm der Grauheit des normalen Lebens...aber den Aspekt des Selbstmordes sah ich eher nur zweitrangig...aber wenn ich es jetzt nochmal lese frag ich mich jetzt wirklich ob ich da wirklich das meinte was ich meinen wollte?
  Top