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Erwachen

Nutzer: Grond
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geschrieben am: 13.01.2002    um 21:38 Uhr   
schuldig seiner demut gefühlt,
seines wolfsgeschlechtes.
tief im wald ein wolf gelebt,
nach der art des knechtes.

wollte seinen weg gescheut,
sein bei nacht und kälte.
hunger ihn gepeinigt hat,
in mit schmerzen quälte.

durch das grau der herbstesnacht,
durch den grim des winters.
einsam zog er seine bahn,
im bußgewand des sünders.

bis der tag des frühlings kam,
das eis des winters taute.
er in einem klaren see,
sein gesicht erschaute.

zähne hell wie messer blank,
blitzten auf im lichte.
scheuchten alle zweifel auf,
machten sie zu nichte.

wolf zu sein im wolfsgewand,
das war sein verlangen.
sein spiegelbild im klaren see,
nahm ihm all sein bangen.
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