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geschrieben am: 22.07.1999 um 03:16 Uhr
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Enttäuscht
Aufgestanden und wieder nieder getreten
Den Horizont erblickt, drauf zu geeilt,
und wieder gestoppt
mit einem Schlag gegen die Stirn,
ohne nachdenken, ohne überlegen
streng mich an,
zeige hoffnung, stärke,
baue selbstvertrauen auf,
glaube an mich
um dann wieder aufrechtstehend allem beraut zu werden
viele tuen als wenn es sie interessieren würde was ich fühle,
als wenn es sie kümmern würde wie ich mich fühle,
meinen: so schlimm ists doch garnicht
und ich fang an ihnen zu glauben
und schon trifft mich wieder der schlag,
mal wieder von einem menschen von dem ich ihn nicht erwartet hätte
und dann fragen mich manche, weswegen ich denn so offen sei,
warum ich immer wieder so viel preis geben von mir
und ich weiss langsam keine antwort mehr
ich sagte: ich habe eine gute menschenkenntnis
und ich merke langsam, dass sie so gut doch wieder nicht sein kann
oder erwarte ich zu viel ?
ich träume
ich hoffe
kann man da nicht nur enttäuscht werden?
Es scheint mir so, und meine hoffnungen sind heute ganz hinweg
Ich steh kurz davor aus der wohnung zu gehen,
wenige meter, ein stück die bahnstrecke entlang,
dann ein, zwei schritte nach links, und es ist geschehen
keine probleme mehr,
kein schmerz,
keine enttäuschung,
nichts mehr
doch leider glaub ich nicht an gott,
und auch nicht an ein leben nach dem tod
und ich habe hier auf erden so vieles noch nicht erlebt
ich habe immer nur die negativen seiten gespürt,
sah ein nettes wort schon als etwas ganz besonderes an,
weil mir niemals mehr als das entgegengebracht wurde..
mein ganzes leben lang sehne ich mich nach der liebe,
nach ein klein wenig nähe, wärme,
vielleicht auch einfach nur mal nach einem menschen, dem ich echt was bedeute,
für den ich nicht einer von dutzenden bin..
klar, mir sagten schon einige, dass ich etwas besonderes sei,
dass ich ihnen viel bedeuten würde,
einer weinte auch einmal mit mir am telefon,
aber in meinem ganzen leben kann ich die momente, in denen ich wirklich einmal in den arm genommen wurde an einer hand abzählen..
wenn überhaupt..
sicher, nun heisst es wieder: so geht es vielen, bist nicht alleine
aber habt ihr euch schon mal überlegt, wie weh diese worte tuen können ?
dass sie keinerlei trost sondern nur das gefühl bringen, dass man nicht verstanden wird?
Ihr klugen leute, denkt ihr wirklich dass man einem menschen,
dem es schlecht geht,
mit sowas aufhelfen kann ?
nun, was soll ich schon erwarten, kann doch keiner wirklich in mich blicken...
und ich will es auch nichtmehr...
ich steh nun da und überlege,
welchen weg ich einschlagen soll.
Den nach links, dem zug und der entlösung entgegen,
oder den nach rechts, hoffend, vielleicht eines fernen tages einmal das zu erhalten was ich mir herbeisehne?
Aber für den rechten weg fehlt mir die kraft,
ich denke ich nehme den linken und sage nun good bye..
war mitunter eine schöne zeit, aber die is nu entgültig um..
lebt wohl
doch bei meiner verfassung ... hoffentlich bringe ich da die kraft auf um den schritt zu tun .. |
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