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Dein letzter Kampf |
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geschrieben am: 26.02.2001 um 14:58 Uhr
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Stillschweigend sitze ich da und sehe dich an.Ich kann nichts tun, außer neben dir zu sitzen und deine Hand zu halten.
So wie du es immer getan hast, wenn es mir schlecht ging. Ja, du warst immer für mich da, als ich jemanden brauchte. Du hast mir immer geholfen. Deine Worte waren wie Balsam auf den schmerzenden Wunden.
Meine Augen sind ununterbrochen auf dich gerichtet...wie du daliegst- an all die Maschinen angeschlossen. Wie gern würde ich dein fröhliches Lachen hören.
Deine Lebensfreude war unbegreiflich. Auch mit den größten Problemen konntest du noch Lachen und hast jede Krise mit einem Lächeln auf den Lippen überwunden.
Tränen rinnen über meine Wangen.
Warum gerade du? Dein Leben war dir doch so wichtig. Und nun hat es vielleicht jemand kaputt gemacht, den du noch nicht mal kennst. Den ich nicht kenne. Der rücksichtslos genug war, dich hier in dieses sterile und so freudlose Krankenhauszimmer zu bringen wo du einen Kampf mit all deiner Kraft kämpfst.
Ich drücke deine Hand und wünsche mir das du die Augen öffnest und ich deine Stimme hören kann.
Du sagtest immer das man jeder Situation etwas schönes abgewinnen soll. Aber was ist an der jetzigen Situation schön? Nichts.
Meine Gedanken kreisen immer wieder um die Tage an denen wir gemeinsam lachen konnten und einfach nur das Leben genossen haben. Werden wir das je wieder können?
Ein eintöniger piepender Ton reisst mich aus meinen Gedanken und ein Arzt kommt in das Zimmer gerannt...wirft mir einen kurzen Blick zu und schüttelt fast unmerklich den Kopf.
Du hast den Kampf verloren. Den Kampf um das, was du so geliebt hast. Dein Leben. Der Verlierer des ungerechten Spiels.
Ich blicke dich ein letztes Mal an und verlasse langsam das Zimmer. Der Arzt ruft mir noch ein paar Mitleidsfloskeln nach. Wie in Trance bestreite ich den Weg zur Wohnung, in der auch du sooft neben mir saßt und mir ein Lächeln auf die Lippen gezaubert hast.
Allein stehe ich vor deinem Grab, um das noch vor wenigen Minuten die Leute standen, welche ihr schlechtes Gewissen beruhigen wollten, weil sie dich dein ganzes Leben lang im Stich gelassen haben. Ich stelle eine Kerze nieder und lege daneben eine schwarze Rose. Schweigend verlasse ich die Ruhestätte, weil ich weiß das wir uns auch ohne Worte verstehen.
*entschwindet mit Tränen in den Augen in ihre eigene Dunkelheit* |
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geschrieben am: 26.02.2001 um 20:28 Uhr
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traurig... aber so ist das leben. mein bester freund hat mich ebenfalls verlassen, doch das leben geht auch für mich weiter. ich will dir nicht irgendwas erzählen oder dich gar trösten, den trost musst du bei dir selbst finden, du musst das verstehen, andere können nur helfen. ich bewundere, dass du so offen darüber schreiben kannst. ich vermag es nicht.
Liami |
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geschrieben am: 27.02.2001 um 19:17 Uhr
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*lächelt zaghaft*
Ich habe auch nur geschrieben, in der Hoffnung das alles leichter wird. Vielleicht hat es sogar ein wenig genützt. Vielleicht hat es das alles aber auch nur schwerer gemacht. Das wird sich zeigen.
Ich habe in den letzten Tagen viel nachgedacht und bin mir nun sicher was er von mir erwartet hätte. So wie es jetzt ist, hätte er mich wohl kopfschüttelnd angesehen und gesagt das ich mich endlich aufraffen soll und aus meinem Loch kriechen soll.
Naja, das klappt zwar noch nicht so wie es vielleicht sein sollte, aber ich bemühe mich und versuche mein Lächeln zu wahren.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.02.2001 um 20:22 Uhr
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ja, dein lächeln soltest du bewahren. ich weiß, wie schwer das ist, einen geliebten menschen zu verlieren und vergessen was passiert ist. doch mein bester freund lebt in meiner erinnerung weiter, nun schon über ein jahr. erst hab ich versucht ihn zu ersetzen, doch so langsam merke ich, dass es mehr als unmöglich ist. doch der schmerz vergeht und die erinnernug bleibt. eine wunderschöne. wie ich mich nur noch an die schönen zeiten erinnere, die wir verbrachten, so anderes fällt da leider zu oft unter den tisch, dass ich jetzt noch wunden von ihm habe...
naja, was red ich von mir?
ich hab auch oft über ihn geschrieben und glaub mir, das hilft. wirst du merken. wenn fremde es lesen und dir offen ihre meinung darüber schreiben, distanziert von der situation...
auf bald deine Liami |
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geschrieben am: 27.02.2001 um 23:52 Uhr
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Hallo ayane!
ich habe mir nun zweimal durchgelesen, was du geschrieben hast...! es tut mir so leid! *dich ma innen arm nimmt und knuddelt*
ich bin gerade dabei mit jemandem zu kämpfen! mit der person, die mein ganzes leben lang an meiner seite war....die mir die wichtigste ist..!
Jeder sagt mir, "hör auf! es ist zu spät!"
doch ich kämpfe weiter! keiner kämpft mehr mit ihm! alle haben ihn aufgegeben, doch ich nicht! ich kämpfe und kämpfe...alleine! denn auch er hat sich aufgegeben....
genau deshalb versteht niemand wieso ich noch kämpfe..keiner versteht es....!
ich weiß, wie du dich jetzt fühlst...nein...falsch! ich weiß, wie du dich gefühlt hast, während ihr beide den kampf gekämpft habt...! doch ich habe angst davor, wenn ich daran denke, wie Du dich gefühlt hast, als er den kampf verlor...! denn dieses gefühl versuche ich mit allen mitteln noch heraus zu zögern "nein, es gibt noch hoffung!" immer und immer wieder...."es gibt sie noch.."
wie du dich jetzt fühlst......jetzt, wo er den kampf verloren hat.......das werde ich wohl nie fühlen.....
ich habe echt großen respekt vor dir, sowie auch vor Liami...ich bewundere euch! Ihr habt für euch wichtige menschen verloren....und ihr kämpft trotztem weiter den kampf der sich leben nennt.....ich weiß, dass ich das nicht kann!
Ayane...was soll ich bloß sagen? Kopf hoch? wie kann ich das sagen? wie kann ich dich jetzt bloß aufbauen,dir sagen dass Du weiter kämpfen sollst, wo ich gerade schrieb, dass ich nicht so kämpfen könnte?
das einige was ich kann, ist dir alles alles gute zu wünschen! und ich hoffe, dass du vieeeeelllll mehr kraft hast als ich, und kämpfen kannst.......
*dich ganz feste drückt*
Gruss,
*DeluXe* Geändert am 27.02.2001 um 23:55 Uhr von CoZo-DeluXe |
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geschrieben am: 28.02.2001 um 01:15 Uhr
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*sieht zu Liami*
In meiner Erinnerung wird er weiterleben. Ganz bestimmt. Ich habe in den letzten Tagen oft nachgedacht und mich erinnert. Aber nicht nur an unsere schöne Zeit. Ich denke auch an die Zeit in der es wirklich schwer war. Denn ich denke genau das ist es, was uns zu dem gemacht hat was wir am Ende waren. Aber ich denke das die schöne Zeit auch einen großen Teil dazu geleistet hat.
*wendet den Kopf dann zu DeluXe*
Erstmal bedanke ich mich bei dir für die lieben Wünsche. Aber ich weiß nicht ob ich Bewunderung verdiene. Ja, du hast recht, ich habe eine wichtige Person verloren. Besser gesagt meinen besten Freund. Aber deshalb werde ich nicht meinen Kampf -das Leben- aufgeben. Weil er nie wollte das ich aufgebe und ich denke das ich ihm diesen "Wunsch" erfüllen kann. Nun werden einige sagen, das man nichts schaffen kann was man nicht auch selber will. Damit haben sie recht. Aber auch mein Wunsch ist es, das Leben zu nehmen wie es kommt ohne daran zu meckern. Das beste aus allem zu machen. Er hätte es auch nie gewollt das ich in meinem Leid versinke, "nur" weil er gestorben ist. Er sagte einst zu mir: " Ich möchte nicht das du traurig bist wenn ich einmal nicht mehr da bin. Du schaffst es auch ohne mich. Aber lass dir dadurch dein Lächeln nicht von den Lippen nehmen." Das ist wohl auch der Grund das ich schon wieder lachen kann, obwohl es erst einige Tage her ist. Ich weiß das viele an dieser Stelle den Kopf schütteln werden und sich vielleicht denken, das ich ihn nie als besten Freund bezeichnen kann wenn ich heute schon wieder lache. Aber vielleicht kann ich es gerade deshalb sagen.
Eins möchte ich dir noch sagen. Hör nicht auf andere Leute wenn sie dir sagen, das der Kampf den du kämpst umsonst ist. Solange du merkst und spürst das der Kampf nicht sinnlos ist, solange hast du noch eine gute Chance die Arena als Sieger zu verlassen. Und deine Worte strahlen mehr Kraft aus als du vielleicht denkst. Und vorallem das du einer Person hilfst den Kampf zu kämpfen zeugt von viel Kraft. *ma ganz lieb drückt und viel Glück wünscht*
*beiden zulächelt und danke sagt* |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 28.02.2001 um 11:44 Uhr
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Liebe Ayane,
alles was ich sagen könnte, wäre zu klein oder die Worte wären zu abgenutzt. Nichts was ich dir sagen kann, würde dich trösten, würde ihn dir zurückbringen, würde dir helfen es zu verstehen. Ich weiß das. Und doch komme ich nicht umhin hier zu antworten. Es tut mir unglaublich leid und ich wünschte ich könnte ein wenig von deinem Schmerz hinwegwischen mit diesem Satz. Nein das geht nicht, aber so hilft er vielleicht ein bißchen. Zeigt das es Teilnahme gibt und nicht alles in dieser Welt kalt und hart ist. Mehr kann ich dir nicht geben.
Einen Gruß
Impala |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 28.02.2001 um 21:06 Uhr
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*Impala ma lieb umärmelz*
Ich kann nicht mehr als danke sage und das ich froh bin das ich eure Antwort hier vernehmen konnte. |
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