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Liebesgedichte... |
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geschrieben am: 10.10.1999 um 00:43 Uhr
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Wer je geliebt in Liebesarmen
wer je geliebt in Liebesarmen,
Der kann im Leben nie verarmen;
Und müsst er sterben fern, allein,
Er fühlte noch die selŽge Stunde,
Wo er gelebt an ihrem Munde,
Und noch im Tode ist sie sein.
(Theodor Strom)
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geschrieben am: 09.10.1999 um 15:48 Uhr
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Ohne dich
Nicht nichts
ohne dich
aber nicht dasselbe
Nicht nichts
ohne dich
aber vielleicht weniger
Nicht nichts
aber weniger
und weniger
Vielleicht nicht nichts
ohne dich
aber nicht mehr viel
(Erich Fried) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 09.10.1999 um 21:57 Uhr
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Fast
Abend im März. Glückselige Musik
von Amseln und alten Meistern.
Er rief an. Ich hätte ihm fast
die verbotenen Drei Wörter gesagt.
(Ulla Hahn) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 09.10.1999 um 21:58 Uhr
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morgens aufwachen
und du bist da
deine warme haut
spüren mit meiner
und dich streicheln:
die pläne für einen
ganzen vormittag
lösen sich auf.
(Hans-Curt Fleming) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 10.10.1999 um 01:16 Uhr
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Warten
Bahnhof. Regen.
Der Zug hat Verspätung.
Ich warte auf dich.
Aber so lange
kann kein Zug
sich verspäten
wie ich gewartet habe
auf dich,
bevor ich dich kannte
(Wolfgang Bächler) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 10.10.1999 um 02:53 Uhr
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[b]Liebeslied[/b]
Ich wollt ich wäre eine Blume,
Du kämest still gegangen,
Nähmst mich zum Eigentume,
In Deine Hand gefangen.
Auch wäre ich gern ein roter Wein,
Und flösse süß durch deinen Mund
Und ganz und gar in dich hinein
Und machte dich und mich
gesund.
[i]Hermann Hesse[/i]
[Diese Nachricht wurde geändert von: k.lauerin (geändert am: 10-10-99).]
[Diese Nachricht wurde geändert von: k.lauerin (geändert am: 10-10-99).] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 10.10.1999 um 15:07 Uhr
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Heimlich zur Nacht
Ich habe dich gewählt
unter allen Sternen
Und bin wach - eine lauschende Blume
im summenden Laub.
Unsere Lippen wollen Honig bereiten,
unsere schimmernden Nächte sind aufgeblüht.
An dem seligen Glanz deines Leibes
zündet mein Herz seine Himmel an -
alle meine Träume hängen an deinem Golde
ich habe dich gewählt unter allen Sternen.
(Else Lasker-Schüler) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.10.1999 um 10:16 Uhr
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[b]Liebeslied[/b]
Wie soll ich meine Seele halten, daß
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt,wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Spieler hat uns in der Hand?
O süßes Lied.
[i]Rainer Maria Rilke[/i] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.10.1999 um 10:25 Uhr
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Ach aba ist das schöööööööööööööööön!!!
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.10.1999 um 12:47 Uhr
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Sind wir gesessen und haben getrunken,
wilder nie uns das Herz von Hoffnungen scholl,
und küssten das Leben in Träume versunken
und war uns die Seele von Bildern voll.
(Herbert Asmodi) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.10.1999 um 13:46 Uhr
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[i]lächelt .... ich empfehle dir auch all die anderen gedichte von rilke ...[/i]
[b]Du bist die Ruh[/b]
[i](Friedrich Rückert)[/i]
Du bist die Ruh,
Der Friede mild,
Die Sehnsucht du,
Und was sie stillt.
Ich weihe dir
Voll Lust und Schmerz
Zur Wohnung hier
Mein Aug und Herz.
Kehr ein bei mir,
Und schließe du
Still hinter dir
Die Pforten zu.
Treib andern Schmerz
Aus dieser Brust.
Voll sei dies Herz
Von deiner Lust.
Dies Augenzelt
Von deinem Glanz
Allein erhellt,
O füll es ganz. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.10.1999 um 18:45 Uhr
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Vor Aeonen
Wie der Seemann wartend auf die Brise
die ihn vor dem trägen Tod der Flaute rettet
Wie der Wanderer dem in der öden Wildniss
das plätschern der Quelle Leben verheißt
- so begehre ich Dich
Tod wo ist dein Stachel
Schmerz ich lache über dich
kein Leid brennt in mir
- wie meine Gefühle für Dich
In dem dunklen Raume uraltes Schweigen
erklang dereinst der Ruf
dem nun mein Herz soll folgen;
vor allen andren Dingen
noch vor der Sonne Licht
noch bevor die Zeit sÃch auf
den Kosmos stürzte
und aus schlammigen Gebräu
sich das Leben stahl;
hatte meine Seele dich schon erwählt
Nun da die Zeit gekommen ist
nach Aeonen des wartens;
und die Erinnerung an dich
im meinen tiefen Gründen versiegelt ruht;
suche ich nach dir
so wie du nach mir
Und ich sehe und begreife
wir alle sind auf der selben Suche
die Suche auf die sich
alle Menschen begeben
die den Ruf vernehmen
und denen die Zeit
das Herz noch nicht
entrissen hat
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| "Autor" |
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geschrieben am: 16.10.1999 um 15:40 Uhr
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Neue Liebe, neues Leben
Herz, mein Herz was soll das geben,
Was bedränget dich so sehr?
Welch ein fremdes neues Leben -
Ich erkenne dich nicht mehr.
Weg ist alles, was du liebtest,
Weg, worum du dich betrübtest,
Weg dein Fleiß und deine Ruh -
Ach, wie kamst du nur dazu?
Fesselt dich die Jugendblüte,
Diese liebliche Gestalt,
Dieser Blick voll Treu und Güte
Mit unendlicher Gewalt?
Will ich rasch mich ihr entziehen,
Mich ermannen, ihr entfliehen,
Führet mich im Augenblick
- Ach - mein Weg zu ihr zurück.
Und an diesem Zauberfädchen,
Das sich nicht zerreißen läßt,
Hält das liebe lose Mädchen
Mich so wider Willen fest.
Muß in ihrem Zauberkreise
Leben nun auf ihre Weise;
Die Verändrung, ach, wie groß!
Liebe, Liebe, laß mich los!
(J.W. Goethe) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 19.10.1999 um 16:50 Uhr
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Hey Aphro!
HabŽzwar kein Liebesgedicht, wollte dir aber mal einen supa Herbsstag wünschen und just Hey sagen!
Fl ppi |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 19.10.1999 um 19:39 Uhr
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Eros löst meine Glieder und stört mich auf,
bittersüßes, entmachtendes Ungetier.
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Für mich weder den Honig noch Bienen.
[i]Sappho[/i]
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| "Autor" |
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geschrieben am: 15.01.2001 um 13:26 Uhr
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Ein Liebeslied
Komm zu mir in der Nacht -
wir schlafen engverschlungen.
Müde bin ich sehr,
vom Wachen einsam.
Ein fremder Vogel hat in dunkler
Frühe schon gesungen.
Als noch mein Traum mit sich
und mir gerungen.
Es öffnen Blumen sich vor allen Quellen
und färben sich mit deiner Augen
Immortellen...
Komm zu mir in der Nacht auf Sieben -
sternenschuhen
In Liebe eingehüllt spät in mein Zelt.
Es steigen Monde aus verstaubten
Himmelstruhen.
Wir wollen wie zwei seltene Tiere
liebesruhen
Im hohen Rohre hinter dieser Welt.
(Else Lasker-Schüler)
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