| "Autor" |
Gibt es jemals noch eine Chance? |
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geschrieben am: 29.10.1999 um 09:40 Uhr
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Ein Donnerstag, kalt und regnerisch, ich sitze zu Hause und schaue fern, nur, es kommt nichts. Ich gehe in mein Stammcafe. Voll, aber keiner da mit dem man reden kann. Ich setze mich, bestelle. Die Luft ist stickig, verraucht, aber es macht mir heute nichts aus. Ich haenge meinen Gedanken nach und der Schmerz kommt wieder hoch. Es war unser Treffpunkt. Wieviele schoene Stunden haben wir hier zusammen verbracht? Wieviele Stunden unseres Lebens haben wir gemeinsam verbracht?
Ein Maedchen kommt an meinen Tisch. Sie fragt, ob sie sich setzten duerfte. Ich beachte sie nicht weiter. Meine Gedanken kreisen nur noch um die Zeit, unsere Liebe und was daraus geworden ist.
Was macht sie im Moment. Ich weiss, sie ist bei ihren Neuen. Hat eine neue Liebe gefunden. Ich sitze immernoch da, die Zeit vergeht... langsam... weiss nicht was ich denken soll. Mein Leben ist leer, weiss nicht mehr was ich damit anfangen soll, ich rede mir ein, dass es weitergehen muss. An manchen Tagen gelingt mir das, an anderen Tagen denke ich nur an sie. Ich frage mich, ob es eines Tages doch noch die Chance gibt, dass mein Leben jemals wieder so wird wie frueher? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 29.10.1999 um 22:35 Uhr
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nuk
es gibt sie, die chance neu zu beginnen
meine heißgeliebte besaß sogar die Frechheit, mit ihrem Neuen bei mir aufzutauche..
[i]weil er ist wie du und ihr müßt euch kennenlernen[/i]
(irgendwie hab ichŽs geschafft, dieser Begegnung zu entgehen)
ich konnt nicht reden, schreien, weinen, war danach nur ne Woche tot
meide die Orte, die euch verbanden, denn zuviel Erinnerung hängt daran-das führt bei sensiblen Menschen zu sinnlosen Akten der Selbstzerfleischung
ich bin damals für 3 Monate aus meinem Haus ausgezogen, hab Freunde die Tiere versogen lassen, hab neue Menschen kennengelernt-das tut immer gut
aber selbst jetzt, nach über einem Jahr, schmerzt mich manchmal noch der Blick durch die Räume hier, die wir gemeinsam bepinselten und mehr.
die Zeit bringts, manchmal das Verdrängen, manchmal das sich dem Schmerz hingeben
auf jeden Fall aber die Offenheit gegenüber Dritten, Gespräche, Schreiben - und das meiden der geliebten Person inklusive alter Gewohnheiten
ein Rezept jedoch gibt es nicht!
dich mal in den Arm nehmend - wups |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 02.11.1999 um 11:11 Uhr
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| "Autor" |
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geschrieben am: 03.11.1999 um 14:35 Uhr
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Was soll ich Dir denn für einen klugen Rat geben?Du bist sichtlich verzweifelt, haderst mit Dir und der welt!Weisst nicht mehr wer Du bist!Ich bin noch zu jung um jemals in solch einer Situation gewesen zu sein, aber ich kann nachvollziehen, wie betrogen Du Dir vorkommst.Wie leer die welt für Dich ist und wie sinnlos.Aber das Leben ist nicht nur eitel Sonnenschein, sondern man muss Niederlagen empfangen und akzeptieren können.darüber hinwegkommen auch wenn es noch so schwerfällt.
"Und was mir bleibt ist Dein Gesicht,
und das Gefühl geteilt zu sein...."
So fü+hlst Du dich oder?es wird vorbeigehen auch wenn Du diese guten Ratschläge schon nicht mehr hören kannst.Beginne ein neues Leben.Fang von vorne an.Such Dir Leute zum weggehen.Mach einen drauf!Hör auf Dich in deinem Schneckenhaus zu verkriechen.Werde Du selbst!
Aphro |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 04.11.1999 um 14:26 Uhr
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Hallo Aphrodite,
danke fuer Deinen "Beistand". Ich habe zwar das Gefuehl, dass man kaum zu jung sein kann, um so auf die "Schnauze" zu fallen, aber ich glaube hier ist das Alter wirklich egal.
Und ich denke, dass es bei mir im Moment von Tag zu Tag besser wird. Kann nur hoffen, dass es so weitergeht.
Ich hoffe, dass es Dir nie so gehen wird.
Nuk |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 04.11.1999 um 16:09 Uhr
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sicher wünscht man keinem, so etwas zu erleben
aber bedenke:
[i]du hast eine Erfahrung gemacht - eher mehrere
hast gelernt mit Liebe zu leben
lernst mit Schmerz zu leben,
lernst, daß Glaube, Hoffen, Freunde, Gespräche Motor sein können
erfährst also ne ganze Palette von Gefühlen in dir
ist doch ein guter Weg "Du selbst zu werden"
die Antworten auf die Fragen: Wer bin ich?-Was bin ich?-Was will ich? können nur durch eine Fülle von Erfahrungen klarer werden
So gesehen ist jeder Gang durch ein Tal auch eine notwendige Abfolge von Schritten, um zu reifen.
Und
in jedem Tal fließt ein Bächlein der dir, müde und durstig wie du bist, Kraft spendet für den weiteren Weg.
Kopf hoch - schau nach oben - dort ist das Licht
nochmal drück - wups[/i] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 05.11.1999 um 14:21 Uhr
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Wupel hat recht denke ich!Das Lebne besteht eben aus Höhen und Tiefen!Und beides muss man durchleben, sonst weiss man nicht wie schön die "Hochs" sind!!
Freue mich aber dass es dir besser geht nuk!!!
Aphro |
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