| "Autor" |
puccis schlaf-schnell-und-träum-fies-geschichten |
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geschrieben am: 01.11.1999 um 18:23 Uhr
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eine der interessantesten partybeschäftigungen ist es, anderen angst einzujagen. in einigen horrorfilmen wird das ja nur zu intensiv ausgelebt. einen gewissen reiz an geschichten, welche die nacht zu etwas lebendigem machen kann ich nicht verhehlen und wenn es dir genauso geht, dann mach ein wenig mit.
ich werde hier ab und zu mal ein geschichtchen parken, was mir eingefallen ist, oder ich aufgeschnappt habe, vielleicht könnt ihr die dunkelheit auch noch ein wenig dunkler machen, mit eigenen ideen oder geschichten. puc |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 01.11.1999 um 18:24 Uhr
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diese ist mir eines sonnigen morgens um acht eingefallen, in einer zeit , in welchem ich ein deftiges seminar hatte. ich entschied, dass das seminar gruseliger ist und habe das geschichtchen aufgeschrieben:
Es war einmal vor einiger Zeit ein altes Ehepaar, das in einem Holzhaus, tief im Wald lebte. Sie stritten sich sehr oft, die Frau war Jähzornig und der alte Mann immer besserwisserisch. Nun, sie waren schon Grosseltern und die alte Frau hatte ein Hobby: sie buk fast jeden Tag Plätzchen und lagerte sie im Keller in Pappkisten, damit sie recht mürbe wurden. Am Wochenende gab sie ihrem Sohn dann eine grosse Kiste Plätzchen für die Enkel mit.
Eines Tages, ein Freitag war es, stritten sich die alten Leute besonders heftig und die Frau streute in ihrem Jähzorn Arsen in eines der Plätzchen und bot es ihrem Mann zum Kaffee als Versöhnung an. Als der Mann zugreifen wollte bekam er ein merkwürdiges Gefühl.Es wurde auf einmal stockfinster draussen und aus den Wolkenbergen schossen wilde Blitze. Der Mann schüttelte den Kopf und vergass plötzlich sein Gefühl. Als die Frau das Geschirr abräumte wurde ihr Mann schlagartig kreideweiss und kippte tot vom Stuhl. Schnell zerrte sie ihn in den Keller und versteckte ihn in einer der kisten und verstaute diese in einer grossen alten Truhe. Dabei fand sie in der Truhe ein altes Rezept für Schokoladenplätzchen.
Als am nächsten Tage ihr Sohn kam und sie ihm eine weitere Kiste Plätzchen für die Enkel mitgab, steckte sie ihm auch das gefundene Rezept zu, die Kinder versuchten sich auch gern im backen, aber oft wurden die Plätzchen schwarz oder wurden nicht. Auf die Frage, wo der Grossvater sei antwortete sie, das er zur Kur fuhr, er fühlte sich nicht gut.
Am Abend zu Hause angekommen gab der Vater seinen Kindern das Rezept, das sie sogleich versuchten. Die alte Frau währenddessen begann sich einsam zu fühlen. Fast ihr Leben lang war sie mit ihrem Mann zusammen gewesen und auch wenn sie sich stritten waren sie beieinander.
Um sich abzulenken holte sie das abgeschriebene Rezept hervor und begann die Schokoladenplätzchen zu backen. Als sie den Teig einrührte wurde es des Nachmittags stockfinster draussen, sie konnte keinen meter aus dem Fenster sehen. Das Herz begann ihr zu klopfen und sie wollte hinaus, nachsehen, was diese Finsterniss hervorrief. Sie zerrte an der Haustür und rüttelte, aber diese bewegte sich keinen Spalt. "ist wohl wieder aufgequollen. Ich werde den Backofen ein wenig offen lassen, dann trocknet die Tür bestimmt und lässt sich wieder öffnen" , so stellte sie ihre Plätzchen in den Ofen und liess ihn einen Spalt offen.
In diesem Moment hörte sie ein poltern und rumpeln im Keller. Sie nahm eine Kerze und den Schürhaken zur Hand um die Ratten zu verscheuchen, die sich wohl über die Plätzchen in den Kisten hermachten. Sie als sie die alte Kellertreppe hinunterstieg wurde ihr heiss und sie musste sich auf die unterste Stufe setzen. In dem Moment knallte die Türe oben zu und der Schlüssel draussen drehte sich zweimal knarrend im alten schloss herum. Als die Frau erschrocken auffuhr gewahrte sie, dass Der Deckel der Truhe einen Spalt offenstand. Sie wankte zur Truhe hin und stellte die Kerze auf den Boden, wo sie vor ihren augen zu zerfliessen begann. "Der Ofen ist noch offen..." dachte sie. Aus Neugier öffnete sie die Truhe ganz, wobei sie sich die Hände heftig an den eisernen Beschlägen verbrannte. Der Schweiss rann ihr den Hals hinab. Mit dem Schürhaken riss sie die Pappkiste auf und erschrak so, dass ihr Herz fast stehenblieb. Ihr Mann war ganz verschrumpelt und hatte eingefallene Augen, die Lippen waren zu einen ewigem hämischen Grinsen zurückgezogen und zwischen den Zähnen steckte ein noch dampfender Schokoladenkeks. Sie schrie auf und stürzte zu Boden, wobei sie sich an der Wand abstützte, die weich und heiss war und nachgab. Das letzte, was sie in ihrem Leben schmeckte, als sie sich ihre verbrühten finger in den Mund schob, war Schokoladengeschmack.
Zur selbe |
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