Schuld
Am Ende jeglichen Raumes, weit nach den letzten zählbaren Tagen und jenseits allen Denkens trafen sich die drei Gründer von Glück und Übel, von Gut und Böse, von Anfang und Ende.
Diese drei waren das Universum, die Zeit und das Bewusstsein. Obwohl alle sich sehr zu unterscheiden mögen, sind sie alle sich doch sehr ähnlich. Unendlich groß, unendlich weit, unendlich dunkel und unmöglich vollkommen erforscht zu werden. Wenn man sich am Ende einer dieser Konstanten wiederfindet, wird man erkennen, dass man noch gar nicht begonnen hat. Eine Möbius-Schleife hält uns inmitten des Universums, der Zeit und des Bewusstseins gefangen, verhindert jeden Ausbruchversuch. Und dabei entsteht diese Falle erst durch das Zusammenwirken dieser "großen drei". Nur der Nachlass eines Faktors würde die Kette sprengen.
Nun, am Ende der Welt halten diese drei Gericht; versuchen einen Grund zu finden, warum ihr gemeinsames Tun kein erfolgreiches Ende hatte; versuchen die Ursache für Ihr Scheitern zu finden. Dabei weist jeder die Schuld von sich, im Versuch die anderen beiden zu belasten. Doch da der Anfang von allen zusammen gestaltet wurde, werden sich auch alle die Schuld teilen müssen.
Universum:
"Ich weise jede Schuld von mir. Am Anfang bestand ich aus purer Energie - die reinste Form jeglichen Seins. Das Übel nahm erst seinen Lauf, als die Zeit beschloss in das Geschehen einzugreifen. Durch ihr Einwirken entstand ein Urknall des Schmerzes, der mir ein Großteil meiner Energie entriss und sie in die Urbausteine des Scheiterns verwandelte, in Materie. Doch das reichte der Zeit nicht. Die Materie häufte sich, bildete Nebel, Galaxien, Sonnensysteme und Planeten. Meinen Widerstand zugrunde war dies keine leichte Arbeit für die Zeit, doch genau diesen Widerstand konnte ich nicht mehr leisten. Und umso einfacher war es der Zeit auf diesen Planeten Leben zu erschaffen. Damit setzte die Zeit den Grundstein für das Tun des Bewusstseins. Die Lebewesen boten ihm Platz sich dort einzunisten, seine niederen Gedanken zu verteilen. Und da sich in mir unzählig viele Lebewesen entwickelten, konnte das Bewusstsein seine ganzen Ideen, seine Vorstellungen und Gedanken in mir verteilen. Ich war groß, das größte was sich diese niederen Kreaturen vorstellen konnten. Sie hatten Angst vor mir und meinen Boten, die ich in Form von Kometen auf die Planeten entsandte, um ihnen immer vor Augen zu halten, woraus sie hervorgegangen sind. Doch ihr beide - Zeit und Bewusstsein - ihr habt Euch gegen mich verschworen, verbündet um die Intrigen weiter zu spinnen. Du Zeit, hast das Bewusstsein genährt, hast es aufgezogen - solange, bis all die Kreaturen den Respekt vor mir verloren. Ihr habt sie immer mehr autark gemacht, sie soweit getrieben, dass ich ihnen keine Furcht mehr einflößte - nein, jetzt wollten sie immer mehr von mir in Besitz nehmen. Und dieser Schritt war das Anfang vom Ende. Euch beiden trifft die Schuld, und ich hatte an den Auswirkungen zu leiden."
Zeit:
"Zugegeben, einige Deiner Argumente könnten sich gerechtfertigt anhören. So bin auch ich der Ansicht, dass das Bewusstsein eine tragende Rolle in dieser Tragödie gespielt hat. Doch nicht ich, sondern Du, Universum botest die Grundlage. Natürlich warst Du das reinste und purste, was man sich vorstellen konnte, doch Deine Energie war von keinem Nutzen. Als ich dies erkannte wollte ich die Prozesse zur Entwicklung bringen. Verändert habe ich gar nichts, ich war nur der Katalysator für die Geschichte. Dass Deine Energie zur Materie wurde, welche sich zu den vielen Welten zusammenschloss, war notwendig. Nur so konnten wir alle Formen austesten. Und bedenke, wir schlossen den Pakt zu dritt, und ich musste agieren damit unser Verbündeter, das Bewusstsein, seinen Teil dazu beitragen konnte. Nur hätte ich zu Beginn gewusst, dass das Bewusstsein uns gegeneinander ausspielen wird, hätte ich versucht, diese Entwicklung zu verhindern. Du hast von den niederen Kreaturen gesprochen, welche si |