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geschrieben am: 24.11.1999 um 10:46 Uhr
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www.chatworld.worldweb.de/ubb/Forum9/HTML/000243.html
[i]Da es wirklich zu off-topic wird, in einem neuen Thread...[/i]
Vorweg: Ok, es heisst "Der Mensch ist den Menschen ein Wolf.". Habs mir halt ein bisschen hingebogen, damits passt.
Zum Thema, der Mensch ist eine Fehlentwicklung der Evolution.
Schauen wir doch einmal zurueck in eine Zeit, bevor der Mensch begann, sich die Erde Untertan zu machen. Unser Planet war ein fast voellig abgeschlossenes System. Eine perfekt funktionierende Maschine. Ich bin zu der Ueberzeugung gelangt, dass, wie schon erwaehnt, alles Leben nur dazu dient, die DNA weiterzureichen und zu erhalten. Wie und warum dieses System im Endeffekt entstand und welchem Zweck es letztendlich dient ist eine Frage, die wohl Niemand jemals vollstaendig beantworten kann. Da kommt uebrigens wieder der Glaube an Gott ins Spiel. Wir Menschen haben von je her alles, was wir nicht erklaeren konnten einer hoeheren Macht zugeschrieben und dieser Glaube wird uns somit wohl ewig erhalten bleiben. Zurueck zur Evolution. Von dem Augenblick an, in der der erste Funke eines "sich selbst bewusst werdens" in der Kreatur Mensch glomm, war er aus dem Spiel. Er loeste sich aus der Kette der Evolution und begann, sich aus dem Kreislauf der Natur auszuklinken. ok, das hoert sich wirklich vermessen an. Was sind schon ein paar Jahrtausende im Vergleich zur Geschichte des Lebens. Aber was sind ein paar Tage ungehemmten Wachstums eines Krebsgeschwuers in einem ehemals gesunden Koerper? (Ich liebe diesen Vergleich ;-) Nun koennte wieder das Argument der Naturvoelker kommen, welche ja ach so toll im Einklang mit Regenwald, Kalahari und was weiss ich noch fuer einer Umwelt leben. Haben diese Goetter? Ja. Also haben sie sich schon die Frage nach Grund und Ursprung ihrer Existenz gestellt und somit den gleichen Weg wie der Rest der Menschheit eingeschlagen. Mal abgesehen davon, dass sie in absehbarer Zeit von unserer "fortschrittlicher Zivilisation" geschluckt werden, wuerden sie sich doch irgendwann genau wie der Rest verhalten. Also, warum zum Teufel ist es, wie es ist? (Und es ist nicht "gut so"@Apple ;-) Irgendetwas muss schief gelaufen sein, denn der "Plan Erde" ist zum Scheitern verurteilt. Jemand meinte einmal zu mir, der Mensch haette sich nur so entwickelt, um irgendwann seinen Kern, die DNA, zu fremden Planeten zu bringen. Doch das halte ich fuer pure Science-Fiction. Ich glaube nicht mehr an die Zukunft, als ich sie vorraussehen kann. ;-)
Noch etwas zum Thema "Mensch und Natur".
Seit der Mensch sich von den Tieren trennte, bewundert er die Natur. Bewundert ein Kaefer einen Regenbogen? Denkt sich ein Fuchs, "Was fuer ein wundervoller Morgen." oder waechst eine Pflanze der Sonne entgegen, weil sie sie schoen findet? Nein. Denn sie alle sind Teil eines Ganzen. Sie sind die Natur. Der Mensch ist schon lange nicht mehr dabei. Und nun versucht er, mit seinem armseligen bisschen Verstand, das Wissen zu erlangen, das er frueher einmal instinktiv besass.
Zu guter Letzt: Warum bin ich Vollblut-Atheist?
Ich nehme einmal den ganzen Mist beiseite, der in der Bibel, im Koran, in Suren, Schriftrollen oder sonstwo geschrieben, gekratzt oder eingemeisselt steht und frage: Gibt es nun einen Gott, einen Schoepfer oder irgendeine hoehere Entitaet, welche ueber uns wacht? Eine fiese Frage, ich weiss. Ich will auch wirklich nicht weiter in das Thema einsteigen. Ich glaube nicht an Gott, bis mir jemand das Gegenteil beweist. Und bitteschoen nicht mit Hilfe irgendwelcher abstrusen Schoepfungstheorien. Keine Existenz laesst sich nur anhand ihrer blossen (angeblichen) Auswirkungen beweisen. Wie ich ohne Gott lebe? Genau wie Millionen andere. Ich versuche, die Frist meines Selbst moeglichst angenehm zu verleben, bin staendig auf der Suche nach Zufriedenheit, gehe die Wege des geringsten Widerstandes und stelle mir die gleichen Fragen, wie je |
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