| "Autor" |
geister? |
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geschrieben am: 14.12.1999 um 12:23 Uhr
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[i]mal gleich warnt... ein wenig duester.. aber mir hats nach dem schreiben immer noch gefallen, also verschon ich euch auch nicht ;-)[/i]
maedchen weich vom wege nicht...
der naechste stoss aus eisigem wind und massivem wasser trieb sie gegen einen baumstaum, bei dem versuch, sich aufrecht zu halten, riss ein weiterer fingernagel ein und sie liess sich mit einem heiseren aufschrei in das nasse laub am fuss des stammes fallen und verbarg aufschluchzend das gesicht in den armen...
atmete schwer, und dann, von angst hochgetrieben, lauschte sie, lauschte... doch da war nichts, nichts ausser dem kalten klatschen des regens und ihren eigenen stossweisen atemzuegen und alles uebertoenend der sturm, in den ohren sausend, durch die kahlen aeste rauschend... nichts.. nichts zu hoeren, kein hecheln, kein heulen, nichtmal das samtene huschen schneller pfoten...
ruhig, bleib ruhig sagte sie sich. da ist nichts, da war vielleicht nie etwas. schutz vor den regenboen suchend kroch sie in den windschatten des breiten stammes, immer noch an dem eingerissenen nagel lutschend, grub mit der anderen hand die feuchten blaetter beiseite, bis ein trockenes fleckchen darunter zum vorschein kam und kauerte sich darauf zusammen, eng an den stamm geschmiegt.
erst jetzt, als sie sich die tropfenden haare fast ungeduldig aus dem gesicht strich und die jacke wie einen panzer eng um sich zog, erst jetzt fiel ihr auf, dass aus der wunde unter der aufgerissenen jeans immer noch blut troepfelte. idiotin dachte sie sich und brach in hysterisches gekicher aus, das fast augenblicklich in verzweifeltes aufschluchzen ueberging und genausoschnell verstummte, wie bei einem kind, das erschreckt registriert, dass keiner sein schreien hoert...
gedankenfetzen an die wilde flucht huschten ihr durch den kopf, eine flucht, die mit scheuen blicken anfing, mit dem gefuehl da ist etwas, und immer panischer wurde.. blindlings weg von dem entfernten aufheulen, dem mehr erahnten hecheln, samtene pfoten, schnell... und noch im erzittern riss sie die erschoepfung in etwas, das mehr ohnmacht denn schlaf war...
als naechstes spuerte sie waermende gegenwart, heissen atem im gesicht und eine zunge, die ihr fast liebevoll ueber die dreck- und traenenverkrustete wange fuhr...
doch da war noch mehr, und als sie die augen aufschlug, sah sie leuchten in der daemmerung... funkelnde sterne ueber hechelnden zaehnebewehrten maeulern, lauernd, wartend... wie in abwehr hob sie schwach die hand gegen das gierige glitzern...
...dann waren sie ueber ihr |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.12.1999 um 02:52 Uhr
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manche Geister
manche Dämonen
schlafen nie - glaubt, denkt, fühlt man
aber ist nicht die Zukunft Nacht des Vergangenen?
und Zukunft beginnt jeden Augenblick
der Blick zurück-mit der Kerze in der Hand-kann einiges erhellen..
genug gesehen-blas sie aus die Kerze-laß sie jetzt ruhen-
die Geister
die Dämonen |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.12.1999 um 22:07 Uhr
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[i]laechel - wieso vergangenheit?
sagte mir jemand: geister bannen - vergangene, gegenwaertige und zukuenftige...[/i] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 15.12.1999 um 12:50 Uhr
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geister sind unsere ängste
also lassen wir sie zu oder nicht
geister sind unsere hoffnung
also lassen wir sie zu oder nicht
Geister sind Kreationen unserer Innenwelt
aber wir suchen doch nur jemanden der uns hält
lächel
Zwischenlicht von Raum und Zeit
Wanderer in Ewigkeit |
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