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Poesie, Lyrik, Geschichten

Nutzer: wupel
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geschrieben am: 15.12.1999    um 19:07 Uhr   
greife jetzt einfach redorbŽs Gedanken auf und öffne mal n thread zum Thema
Ausgangspunkt war die begonnene Diskussion über den Sinn von Gedichten, ihren Gehalt, der Nachempfindbarkeit, Inhalt, Wortwahl... nachzulesen in:
[url]www.chatworld.worldweb.de/ubb/Forum9/HTML/000282.html[url]
Ereignis-->Wahrnehmung-->Gefühl/Empfinden-->Reaktion-->Reflexion
nehmen wir diese Kette als Faden kausaler Zusammenhänge vom Auftreten eines EREIGNISSES (Winter, Nebel, Fahrschule durchgefallen, Musik, Baum gepflanzt, Kinder spielen sehen....) bis zu unserer Reflexion in Worten (Farben, Noten) als gegeben hin (bitte um Zustimmung oder Neuvorschläge), so bezieht sich der [b]Blickwinkel[/b] auf mein eigenes Ich, also auf meinen höchst subjektiven Eindruck des Ganzen bei meiner WAHRNEHMUNG. Die Subjektivität hier wird durch mein
*Wahrnehmungsvermögen
*momentanen Gefühlszustand
determiniert
(zu unterscheiden wäre m.E. auch die Art des Ereignisses, ob es sich
a.)um ein objektives, in dem Sinne sinnfreies (Regen, Nacht, Mond, Tiere) oder
b.) um ein subjektives, in dem Sinne schon als Reflexion eines anderen Ereignisses handelt (Buch, Bild, Musik, Diskussion!!)
habe ich das Ereignis dann irgendwie wahrgenommen, setzt ein GEFÜHL ein, eine EMPFINDUNG, die das Wahrgenommene interpretiert und Assoziationen auslöst.
Beides [b]Interpretation und Assoziation[/b] scheinen mir geprägt durch [b]Erfahrungen[/b] (es ist immer wieder überraschend+schön mit meinem Sohn in den Wolken zu "lesen", Bilder anzuschauen)
die REAKTION widerum scheint mir abhängig vom Charakter, falls dies das richtige Wort ist für Eigenschaften wie: Neugier, Mut, Demut,
Angst, Zweifel...also von der doppeltgemoppelten persönlichen Persönlichkeit
die REFLEXION sind dann die Worte, wie diese hier - nicht wichtiger als ich - interpretierbar zwar - aber VERSTEHBAR?
was ich mit den paar Zeilen sagen wollte:
vero, das [b]Nachempfinden[/b] scheint mir aus der Vielzahl der zur Übereinstimmung zu bringenden Faktoren schwerlich, das Verstehen noch um so mehr.
Betrachte ich das Individuum als grauen Kreis auf weißer Fläche, so gibt mir der Teil der sich überschneidenden Flächen ein Maß für die Nähe dieser Personen (wenn man es denn zuläßt-der altbekannte Spruch)
Inwiefern ein jeder dabei Kompromisse machte, wäre gesondert zu diskutieren.
Eine weitere Konsequenz ist dann auch die objektive NICHTBEWERTBARKEIT jedweder Reflexion (nicht jeder mag Goethe, nicht jeder Bukowski - wär ja auch schlimm - und langweilig)
...so, ich hör jetzt auf, sonst verpaß ich noch den Musikantenstadl mit den Wildecker Pikdamen
wups - der manchmal ein Lebenskünstler ist
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"Autor"  
Nutzer: *sierra*
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geschrieben am: 17.12.1999    um 01:16 Uhr   
hallo wups
finde diskussion relativ sinnlos
denn was für dich wichtig ist für mich vielleicht unwichtig
was mich anspricht interessiert vielleicht niemanden
IM HERZEN MUß MAN JEMANDEN ERREICHEN
sorry wüstenfalke
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 17.12.1999    um 23:39 Uhr   
nicht sorry sierra,
schon der Versuch sich für etwas zu entschuldigen, klingt ein wenig wie Rechtfertigung.
Mußt dich vor mir nicht rechtfertigen - erkenne aber die gutgemeinte Geste dahinter.
Für mich hat ne rege Diskussion auch immer einen positiven Aspekt - ich lern was.
Ich lern was über mich, und ich komme anderen näher.
Lerne was sie bewegt, lerne aus anderen Perspektiven zu sehen.
Ist so wie Bücher lesen - nur intensiver.
In einer Diskussion gehts für mich nicht darum, einen, meinen festen Standpunkt auf Gedeih und Verderb vor der Welt zu verteidigen - dann istŽs sinnlos, weil ich unflexibel bin, nicht bereit, über den Rand meiner Suppenschüssel hinauszublicken, nein ich will lernen-nochmals.
Du selbst schreibst, daß es für dich [b]vielleicht[/b] unwichtig ist, vielleicht ja auch nicht!
Neugierig sein, neugierig auf Menschen, ihr Träumen, Hoffen, Wünschen, ihre Ängste, Zweifel, Fragen.
Welcher Weg, wenn nicht der diesem [b]vielleicht[/b] eine Chance zu geben, führt aus der Isolation, in welche sich ein nicht mehr neugieriger Mensch begibt, wenn er seine innere Welt als Vollkommen betrachtet und nur noch dafür (diese als einzig lebbare Möglichkeit in einer kalten Außenwelt zu existieren) bereit ist zu kämpfen.
Gegen seine wahre Natur!
Wie will man da jemandem im Herzen erreichen??
schönes Wochenende - wups
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 18.12.1999    um 02:45 Uhr   
schon der Anspruch "Diamant" werden zu wollen, scheint mir etwas hochgegriffen.
Die Schönheit liegt nicht in einer Perfektion, die andere mir "anschleifen"
Ich will mich nicht zum idealen [b]Objekt[/b]
anderer degradieren.
Den letzten Schliff müssen wir uns doch selbst geben!
Oder wir schleifen uns, wie du sagst, aneinander - unter welchen Vorraussetzungen dann???
Ob da mal ein Diamant raus kommt ist fraglich - sein Wert objektiv eh nicht meßbar.
Dein Zitat ist da einfach schön
Denk, der Rest ist von dir, da wieder ein vielleicht auftaucht
vielleicht ja auch nicht
sei was du bist
ich renn jetzt seit 2 Monaten durchs Forum, hab ne Menge guter Gedanken gefunden, war auch bereit, sie mit meinen zu verheiraten, hab auch allerhand Stuß gefunden, war glücklicherweise schon verheiratet, erlebe einfach viel, was ich schon mal erlebte, erlebe viel, was mir neu ist
werde nicht starr
lebe trotzdem mein Leben
liebe weiterhin sensibel
verliere mich dadurch nicht
irre sicher auch mal
bin wie ich bin
kein Diamant-und trotzdem einer
wups
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"Autor"  
Nutzer: *sierra*
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geschrieben am: 18.12.1999    um 12:38 Uhr   
sorry wupel *lächelt*
was ist rechtfertigung, was ist entschuldigen
was ist diskussion , was ist perspektive
lächel stelle dir vor wir wären alle rohdiamanten und um diamanten zu werden müssen wir uns aneinander schleiffen aber ohne unser herz aufzugeben
und einfach mal zitiert
Für einen pfarrer bin ich gottlos für meinen gott vielleicht nur blind
einem kind erschein ich alt für meine mutter bleib ich immer kind
den stillen bin ich noch zu laut den brüllenden zu still
zu rational für einen träumer manchen träum ich viel zu viel
Möchte echt sein in mir selber ohne starr zu sein
Möchte leben wie ich bin und versuche wahr zu sein
Möchte lieben in mir selber ohne hart zu sein
Möchte mensch sein in mir selber ohne mich zu verlieren
Möchte sein so wie ich bin ohne zu irren
und auch wann sie mich zählen zu den irren
Möchte nur einfach sein so wie ich bin und für nen andern macht dies vielleicht keinen Sinn


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Nutzer: tbear
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geschrieben am: 21.12.1999    um 18:16 Uhr   
Ich pflichte euch beiden bei.
Jeder Mensch lebt in seinem eigenen Universum mit seinen eigenen Ansichten.
Jeder Mensch lebt nach seiner eigenen Lebensphilosophie, auch wenn er sie nicht unbedingt kennt.
Bei der Kommunikation, wobei wir wieder beim eigentlichen Thema sind, nämlich was für ein Sinn die Lyrik, die Gedichte, die Geschichten haben, geht es am Ende doch nur darum seine Ansichten den Anderen mitzuteilen und deren Meinungen zu seiner Ansicht zu hören, und um die Ansicht des Anderen kennenzulernen, um damit sich selbst weiter zu entwickeln, also dazu zu lernen. Lyrik und so weiter finde ich in dieser Beziehung sehr nützlich, weil man damit viel zum Ausdruck bringen kann, was man sonst nicht sagen kann. Außerdem sind z.B. Gedichte irgendwie allgemeiner, weil sie auf mehrere Situationen, je nachdem an was der Lesende gerade denkt, angewendet werden können.
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Nutzer: vero50
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geschrieben am: 21.12.1999    um 20:10 Uhr   
Hallo wupel
Interessanter thread. Werde später antworten, da ich einen dringenden Anruf erwarte und mich kaum konzentrieren kann.
Etwas Geduld danke, vero
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Nutzer: wupel
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geschrieben am: 21.12.1999    um 23:37 Uhr   
..puh tbear, "jeder lebt nach seiner Philosophie, auch wenn er sie nicht kennt"
und
es geht dann nur darum , dieses (seine eigene Philosophie, die er ja nicht kennt!), weiterzugeben.
Das "unbedingt" jetzt mal weglassend
es geht meines Erachtens auch nicht um Ansichten bei der Lyrik, bei jeder Form von geschriebenen Wort, sondern eher um Gefühle.
Und vor wem muß ich die rechtfertigen.
und hat man nicht den Punkt verfehlt, wenn der Leser mein/dein Geschreibsel auf alles mögliche anwenden kann?
Ist ja wie Salz; gut zum Suppe würzen, Zähne weiß machen, kotzen wenn man möcht, Straßen vom Eis befreien, den Schafen ihren Natriummangel im Winter nehmen.....-schreibst du deshalb?
wups
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Nutzer: Gast_redorb
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geschrieben am: 23.12.1999    um 11:19 Uhr   
so... wurde meine Idee aufgegriffen. Interessant.
Sind Gedichte nicht auch dazu da, sich selbst auszudrücken, es dann nochmal zu lesen und so mehr über sich selbst zu lernen... ein "Gespräch" mit sich selbst zu führen ?
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 29.12.1999    um 20:16 Uhr   
..find ich auch redorb, hab anderswo schon gesagt, daß schreiben immer [b]Selbsterleben[/b] ist, Selbstreflexion - für mich zumindest und ich denk mal, für einige andere auch.
Wenn ich so meine Aufzeichnungen der letzten Jahre durchblättere, deren "dichterischer Wert" so irgendwo zwischen 0,4 und 1,3 auf der nach oben offenen Poeten-Skala liegt, bin ich froh, geschrieben zu haben, meist halt in Zeiten starker Gefühlswallungen, in Zeiten, die, glücklicherweise muß ich mal sagen, nicht vom Verstand regiert wurden - die oftmals schmerzlich waren.
Aber es gibt mir einen Einblick in mich selbst - ist wie in den Spiegel gucken, macht es auch möglich, anderer Leute Worte nachzuempfinden, was m.E. wie oben geschrieben, ein schwerlicher Prozeß ist, der aber aufgrund der eigenen Erfahrung und Selbstreflexion erst möglich wird.
wups
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"Autor"  
Nutzer: tbear
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geschrieben am: 02.01.2000    um 05:21 Uhr   
Meine vorherige Antwort bezog sich auf Gedichte, die veröffentlich wurden. Ansonsten bin ich auch eurer Meinung und denke dabei an meine taschenbuchartigen Romane zurück.
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Nutzer: Gast_redorb
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geschrieben am: 02.01.2000    um 11:35 Uhr   
tbear:
Taschenbuchartige Romane ? Sind die öffentlich (z.B. hier im Forum) oder hast du sie eher wie ein "Tagebuch" geführt ?
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"Autor"  
Nutzer: tbear
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geschrieben am: 03.01.2000    um 02:34 Uhr   
redorb: nein sie sind nicht öffentlich.
Immer wenn ich in einer sehr schwierigen Situation bin fang ich an alles was mit dieser Situation zu tun gehabt hat als Geschichte über mich aufzuschreiben, was mir dabei hilft alles noch mal richtig zu überdenken. Ich merk dann oft woran es gelegen hat und was ich oder andere falsch gemacht haben. Und weil ich versuche es alles möchlichst genau wiederzugeben kommt schon mal vor, das ich an die 100-200 Seiten schreibe. Ist so eine Art Therapie für mich.
Nur eine hat mal etwas von mir lesen dürfen. Und auch nur, weil ich es für nötig fand, dass sie wußte wie ich über etwas dachte.
kannst es ja auch mal versuchen! gruß tbear
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 05.01.2000    um 23:08 Uhr   
..würdŽs gern mal versuchen..
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 24.01.2000    um 12:37 Uhr   
[b]verooo[/b]
Anruf erledigt??
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"Autor"  
Nutzer: trivi
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geschrieben am: 06.12.2002    um 01:09 Uhr   
Hab bissle im Forumkeller gestöbert
und einen interessanten thread gefunden.

Schon mal genügend Mineralwasser bereit stellt....
soll die Konzentrationsfähigkeit positiv beeinflussen...gg

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Nutzer: Gast_BlueLama
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geschrieben am: 06.12.2002    um 01:20 Uhr   
Ich lese zwar noch ne Runde mit, aber dein Wasser kannste selber trinken....ich hab was besseres. ;-)

Ich habe vor einigen Wochen nach Gedichten von Abalone gestöbert und bin auch ziemlich in die Tiefen des Forums vorgestossen. Da ging's bisweilen ganz schön kontrovers zur Sache. ;-)

Lama

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