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Was ist Vernunft? |
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geschrieben am: 22.12.1999 um 23:32 Uhr
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Nun, was ist vernunft?
Ist es das, was man denkt, was man tun sollte, weil man denkt, dass die anderen denken, dass man es tun sollte?
Ich glaube, es ist gar nicht so unselten, dass menschen so denken.
Aber ist das nun richtig oder falsch? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.12.1999 um 10:57 Uhr
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Bist du Scully in Kognito?
Fl ppi |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.12.1999 um 17:02 Uhr
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Wenn es Vernunft gäbe hättest Du das nicht geschrieben....
und es hätte Dir keiner geantwortet! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.12.1999 um 20:09 Uhr
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Scully ist eine wunderbare Person...
Ist aber leider nicht mit mir verwand!
Mich würde es aber wirklich interessieren, was ihr denkt, was Vernunft eigentlich ist und ob es sowas überhaupt gibt.
Ich meine, ist der Satz: "Jetzt sei doch mal vernünftig!" nicht nur ein Versuch die eigenen Erfahrungen und Weltanschauungen in das Lebensraster der anderen hineinzudrücken, damit man nur Selbstbefriedigung erlangt, weil man nicht mitansehen möchte, wie ein anderer seine Erfahrungen selbst machen möchte - bzw. machen muss, da man ja nur durch Erfahrungen lernt und psychisch wächst -, obwohl man ja wahrscheinlich nur das Beste für den anderen will? Kommt darauf an, was man glaubt, was das Beste sein soll - und ob es das Beste für den anderen ist oder doch nur für einen selbst... |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.12.1999 um 22:56 Uhr
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angle (angel?)
über die vernunft findest du das beste bei kant et alii ... in "was ist aufklärung?" oder so , bei reclam.
was anderes sind appelle an die vernunft: "wenn das jeder tun würde...!!!" bedeutet doch nur "DU sollst das nicht tun!".
mit "nun sei doch mal vernünftig!" ist es nicht viel anders.
Ole
[Diese Nachricht wurde geändert von: olafsson (geändert am: 24-12-99).] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.12.1999 um 23:00 Uhr
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Hi
Vernunft.
Die findert man sicher nicht (meist) bei der Mehrheit! Man braucht nur an eine gewisse deutsche Geschichtsepoche zu denken.
Oder an die Gesellschaft: Es gibt tausend Dinge die man ändern müsste; jeder weiß, daß man VERNÜNFTGERweise dies und jenes Reformieren muß - aber es passiert nicht.
Das Problem heißt Egoismus.
Das Problem heißt Verknöcherung.
Das Problem heißt...
Es ist für Menschen wie mich (dich?), die ihren Idealismus zwar tief verbuddelt haben (ihn aber dennoch spüren), sehr schmerzhaft, in dieser Gesellschaft zu leben. Es ist da immer noch der Traum von einem Utopia...
Gruß WWH
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| "Autor" |
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geschrieben am: 28.12.1999 um 22:03 Uhr
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Also gibt es so etwas wie vernunft eigentlich nicht.
Jeder mensch muss für sich selbst entscheiden, was er vernünftig findet und was nicht!
Die menschheit war wirklich oft unvernünftig - im sinne von kriegen...tod...gewalt...
die wahre vernunft besteht vielleicht darin, genau das zu tun, wovon man selbst sicher ist, dass es richtig für einen ist und man weiss, dass es niemand anderen schaden könnte...
oder? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 29.12.1999 um 02:49 Uhr
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was ist vernunft
vernunft scheint mir die kognitive seite des lebens zu sein, rein rational und logisch
vernunft unter den völkern ist ein zustand der immer mehr entsteht
aber wir begreiffen immer nur einen teil der wirklichkeit und deswegen kann unsere vernunft nie allumfassend sein , sondern eben nur ein teil der wirklichkeit
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| "Autor" |
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geschrieben am: 29.12.1999 um 19:45 Uhr
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angel
Vernunft scheint mir objektiv die Fähigkeit zu sein, über egoistisches, mglw.instinktives, Triebdenken (Selbsterhaltungstrieb, Fortpflanzungstrieb etc.)hinweg, Zusammenhänge zu erkennen, die es eben nicht nur dem Individuum und dessen nächster Verwandtschaft ermöglicht zu überleben, sondern der gesamten Art.
Ob das nun zeitgeschichtlich mit den Lemmingen, dem Homo erectus oder Jesus anfing vermag ich nicht zu sagen.
Fähig zur Vernuft scheint mir der Mensch jedenfalls.
Nur wird der Begriff "Vernunft" m.E. immer wieder einer Vergewaltigung unterzogen wenn dahinter nicht der altruistische Gedanken der Arterhaltung steht, sondern vielmehr das höchst subjektive Wertesystem jeglichen Egoismuses.
Und dies subjektive Wertesystem kann dann von dem sich als Gralshüter aufspielenden Familienoberhaupt , dem Oberhaupt irgendeiner Theologie oder eines Staates geschaffen sein.
Also eines Menschen oder einer Gruppe von Menschen, die glauben, den Stein des Weisen gefunden zu haben und ihre Ideologie, Theologie oder Philosophie, die dem Ansatz nach ja nicht mal schlecht sein muß, dogmatisch propagieren und mit Gewalt durchsetzen wollen.
Bleib ich mal bei dem Satz "sei vernünftig mein Kind" so meint Papa: Kind, ich bin mit meinem Wertesystem,( mit meiner Moral, Ethik, Philosophie und guter Benimmse) so alt geworden, daß dies nur der einzige Weg sein kann für dich, gleiches zu erreichen. (ebenso die Theologien und Staatsformen seit jeher).
Und hier irrt Papa und jedweder Obertheologe.
Die Entwicklung einer Art ist immer ein dynamischer Prozeß. Die Geschichte lehrt doch, daß das Festhalten an Regeln, Gesetzen, Doktrinen etc. nie funktionierte. Man kann die Dynamik einer Entwicklung nicht künstlich aufhalten. Weder die des Individuums noch die der gesamten Art.
Vernünftig scheint mir zu sein, seine Erfahrungen als Individuum, die wie PapaŽs Erfahrungen immer höchst subjektiv sind, weiterzugeben, aber nie mit erhobenen Zeigefinger oder eskalierter dann mit Gewalt (physisch oder psychisch).
In dem Sinne sollte PapaŽs Satz durchaus Gehör finden, aber nicht als Lebensregel ungeprüft anerkannt werden.
Wenn Papa dann zulange mit der erhobenen Moral-Knute droht sollte man sich von Papa trennen, ist immer noch besser als sich in jungen Jahren von sich selbst zu trennen und sich vielleicht nie wieder zu finden.
Das Vernünftigste schein mir zu sein, eigene Erfahrungen zu sammeln, wobei man sicher auf den Erfahrungsschatz der Alten zurückgreifen kann - vernünftig scheint mir auch das Nachdenken zu sein, über die Vernunft z.B. oder über Moral, Macht, Gewalt... und über Verantwortung - die für einen selbst und die für jeden anderen.
so werd nun vernünftigerweise aufhören rumzulabern - wups
oder (ein sehr subjektives |
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