(Der Versuch ein Gedankenspiel in Worte zu fassen...) Ich weiß nicht,
ob meine Formatierung (die wichtig ist) im Forum-Fenster erhalten
bleibt.
ATOM
So weit ich schaue ringsherum, überall Materie;
eine Frage drängt sich auf, woher,
woher kam sie ?
Die Sucher der Fakten erklären es so:
Vor langer, langer Zeit gab`s so gut wie nur ein Element.
Ein Gas.
Wasserstoff
Dieser Wasserstoff sammelte sich, bildete eine gigantische
Kugel, entzündete sich, und wurde zu einem feurigen Ball;
eine Sonne ward geboren.
Und in dieser Sonne wurde der Urstoff, Wasserstoff, zu neuen,
schwereren Elementen verbacken. Diese wurden wieder zerrissen
und erneut verbunden. Milliarden Jahre geschah dies, doch
irgendwann war das Gleichgewicht der Kräfte dahin; mit einen
Aufschrei von Licht und Strahlung verging die Sonne:
Sie explodierte und schleuderte ihre Asche in den Raum.
Unsere Sonne, die Planeten, die Erde, ich.
Alles ist wie Phönix
aus der Asche geboren.
Meine Hand, mein Arm, mein ganzer Körper. Die Materie aus der
ich bestehe, entstand im Inneren einer gigantischen Sonne, in
einem unvorstellbaren Inferno aus Hitze und Druck.
Ich. Ich war ein Teil,
und ich bin das Produkt
einer Sonne die vergangen ist.
Ich stelle mir vor, ich könnte eines der Myriaden Atome, die
meinen Körper bilden, ins Auge fassen...
Hey du, Atom , wie ist deine Geschichte?
Durch wieviele Körper bist du schon gewandert?
Warst du Teil der Schale eines Ammoniten?
Warst du Teil des ersten Fisches der das Land eroberte?
Warst du eingelagert im Reißzahn eines schreckener-
regenden Tyrannosaurus Rex?
Warst du denn Jahrmillionen, Jahrmilliarden Jahre
eingeschlossen in Granit?
Oder bist du gar gebacken worden in einer anderen Sonne?
Teil eines Kometen der sich aus der Asche einer unermeßlich
weit entfernten Sonne gebildet hat. Abgelenkt durch
Gravitation entkam er der Stätte seiner Entstehung,
wanderte ein Äon durch den leeren Raum, und geriet dann
in den Bann unseres Sonnensystems;
und wurde von der Erde verschluckt.
Oder,...
oder,...
oder...
Ich könnte den Rest meines Lebens damit zubringen, mir Bio-
graphien von dir auszudenken; phantastische, grenzenlose
Lebensgeschichten,
und alle könnten wahr sein.
Aber sie ist ja noch nicht vorbei, deine Existenz!
Sollte der Zufall es so wollen, so wirst du noch einmal ein
vielfaches der Zeit deiner bisherigen Lebenszeit existieren.
Wirst du dereinst
im Jahr 10002 von einem Siedler in den Kreislauf des
Lebens eines fernen Planeten in einer fernen Galaxis
eingebracht?
in einem schwarzen Loch versinken, und bis zum Ende
dieses Kosmos ohne Zeit und Raum sein?
in 20 Milliarden Jahren Baustein sein eines denkenden
Lebewesens, daß sich seinen Körper betrachtet, und
sich fragt, woher?
Erzähle diesem Wesen von mir, sag, daß ich einst war.
...und die selbe Frage stellte.
Oder wirst du sogar dereinst ein Teil einer riesigen
Maschine sein.
Einer Maschine mit Geist und ungeahnten Fähigkeiten?
Durchbrichts mit ihr die Grenzen der kosmischen
Dimensionen. Wirst immer sein.
Ewig.
Es ist grausam und gnädig zuleich; mein Ach so beschränkter
Verstand stößt schnell an eine unüberwindliche Mauer. Ist es
eine Mauer? Ist es vielleicht nur eine große Stufe; und nur
durch ihre Größe erschei |