Auf den Beitrag: (ID: 25719) sind "3" Antworten eingegangen (Gelesen: 510 Mal).
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Die Brücke am Kwai

Nutzer: Gast_wildwesthero
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geschrieben am: 03.01.2000    um 21:14 Uhr   

In der Schule haben wir einmal ein Gedicht durchgenommen - nun, das ist jetzt etwa 25 Jahre her, und ich hoffe meine Erinnerung bezüglich Titel ist richtig.
Ein Vers geht mir nicht aus dem Kopf, seit er irgendwann einmal viele viele Jahre nach dem lesen wieder ins Bewußtsein geflossen ist:
"Tand, Tand, ist das Gebilde von Menschenhand..."
Kann mir jemand den Rest der Geschichte erzählen und den Autor nennen?
Gruss WWH
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"Autor"  
Nutzer: abalone
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geschrieben am: 03.01.2000    um 21:49 Uhr   
[i]lächel[/i] Die Brücke am Kwai war glaube ich ein Film - was Du meinst, ist folgendes Werk von Theodor Fontane:
[b]Die Brück' am Tay[/b]
»Wann treffen wir drei wieder zusamm'?«
»Um die siebente Stund', am Brückendamm.«
»Am Mittelpfeiler.«
»Ich lösche die Flamm'.«
»Ich mit.«
»Ich komme vom Norden her.«
»Und ich von Süden.«
»Und ich vom Meer.«
»Hei, das gibt ein Ringelreihn,
Und die Brücke muß in den Grund hinein.«
»Und der Zug, der in die Brücke tritt
Um die siebente Stund'?«
»Ei der muß mit.«
»Muß mit.«
»Tand, Tand,
Ist das Gebilde von Menschenhand.«
Auf der Norderseite, das Brückenhaus -
Alle Fenster sehen nach Süden aus,
Und die Brücknersleut', ohne Rast und Ruh
Und in Bangen sehen nach Süden zu,
Sehen und warten, ob nicht ein Licht
Übers Wasser hin »ich komme« spricht,
»Ich komme, trotz Nacht und Sturmesflug,
Ich, der Edinburger Zug.«
Und der Brückner jetzt: »Ich seh einen Schein
Am anderen Ufer. Das muß er sein.
Nun Mutter, weg mit dem bangen Traum,
Unser Johnie kommt und will seinen Baum,
Und was noch am Baume von Lichtern ist,
Zünd' alles an wie zum heiligen Christ,
Der will heuer zweimal mit uns sein, -
Und in elf Minuten ist er herein.«
Und es war der Zug. Am Süderturm
Keucht er vorbei jetzt gegen den Sturm,
Und Johnie spricht: »Die Brücke noch!
Aber was tut es, wir zwingen es doch.
Ein fester Kessel, ein doppelter Dampf,
Die bleiben Sieger in solchem Kampf,
Und wie's auch rast und ringt und rennt,
Wir kriegen es unter: das Element.«
»Und unser Stolz ist unsre Brück';
Ich lache, denk ich an früher zurück,
An all den Jammer und all die Not
Mit dem elend alten Schifferboot;
Wie manche liebe Christfestnacht
Hab ich im Fährhaus zugebracht,
Und sah unsrer Fenster lichten Schein,
Und zählte, und konnte nicht drüben sein.«
Auf der Norderseite, das Brückenhaus -
Alle Fenster sehen nach Süden aus,
Und die Brücknersleut' ohne Rast und Ruh
Und in Bangen sehen nach Süden zu;
Denn wütender wurde der Winde Spiel,
Und jetzt, als ob Feuer vom Himmel fiel',
Erglüht es in niederschießender Pracht
Überm Wasser unten ... Und wieder ist Nacht.
»Wann treffen wir drei wieder zusamm'?«
»Um Mitternacht, am Bergeskamm.«
»Auf dem hohen Moor, am Erlenstamm.«
»Ich komme.«
»Ich mit.«
»Ich nenn euch die Zahl.«
»Und ich die Namen.«
»Und ich die Qual.«
»Hei!
Wie Splitter brach das Gebälk entzwei.«
»Tand, Tand,
Ist das Gebilde von Menschenhand.«
[i]ist jedesmal wieder spannend ...[/i]
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"Autor"  
Nutzer: Gast_wildwesthero
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geschrieben am: 03.01.2000    um 23:10 Uhr   
peinlicher Irrtum... Verteidung: Die Sprach-Melodie ist aber sehr ähnlich - und der Film ist ja auch gut.
Danke Abalone
Gruss WWH
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"Autor"  
Nutzer: floppi
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geschrieben am: 03.01.2000    um 23:48 Uhr   
sich mal kurz über Abas Allgemeinkenntnisse freuen tut!
Grüsschen Fl ppi
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