Auf den Beitrag: (ID: 25755) sind "69" Antworten eingegangen (Gelesen: 2063 Mal).
"Autor"

Abschied

Nutzer: wupel
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geschrieben am: 08.01.2000    um 23:25 Uhr   
Sachen gepackt
Musik gehört
deine, meine
Buch nicht gelesen
deines, meines
Brille vergessen, Zahnbürste auch
vergessen?
muß ich?
zu dir gebracht-
lächelndes Danken, dankendes Lächeln
verlegen - beide
Hausflure, eklig braun
Tränen, warm im Winter
Städte, grau überall
1000 Apfelsinen bei Freunden
1000 leere Schalen bleiben
Kneipen, Menschen, allein, schwarzer Tee
Geist, welch Zufall, erreichst mich in diesem Moment
Nähe, nie wieder zulassen wollend, kommt ungefragt, bemächtigt sich meiner
Tee vermehrt sich
Nähe auch
sag ja - sagt sie
sag "ja" - und hab den uralten Geist im Gepäck - für diese Nacht
doppelter Abschied am heutigen Abend
und doch
jeder Abschied ist der Beginn eines Wiedersehens
wann auch immer
wo auch immer
mit wem auch immer
Hoffen kennt keinen Abschied
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 09.01.2000    um 16:37 Uhr   
Abschied vom Kuchen
Schwarzbrot
Trockenbrot
soll sehr gesund sein
füllt den Magen
und doch bleibt der Hunger
sich bescheiden
demütigst Krümel auflesen
die Nase an der Scheibe des Bäckers plattdrücken
es bleibt der Hunger
nach Streuseln auf Hefeteig
nach Zucker im Kaffee
nach Sahne auf den Lippen
nein
zufrieden sein mit dem was ist
nein
Komißbrot im Schlaraffenland
nein
die Tür des Bäckers öffnet sich
Aromen betören
die Tür des Bäckers schließt sich
Aromen setzen sich fest in der Nase, die platt an die Scheibe der Sehnsucht sich drückt
kein Abschied vom Hunger
solange Bäcker Kuchen backen
solange Augen Bäcker sehen
solange Nasen Kuchen riechen
solange ich lebe
kein Abschied vom Kuchen
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 09.01.2000    um 19:33 Uhr   
[b]und doch[/b]
[i]besser so[/i]
daß ich nicht weiß, was ich weiß
daß ich geh, wo kein Aug mich erblickt
daß meine Träume gefressen werden von der Dunkelheit
daß ich lächelnd schweige, was ich fühle
daß Tränen vertrocknen im Meer
daß ich glauben will.....
[b]und doch[/b]
[i]weil egal ist[/i]
der Dunkelheit mein Aug
dem Meer meine Tränen
dem Himmel meine Träume
dir mein Spiegelbild....
[b]und doch[/b]
[i]tausendmal ich zu den Sternen schau.....[/i]
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 13.01.2000    um 04:12 Uhr   
Abschied von der Zeit
der Buntspecht klopft ans Herz mir
Metronom der Sinne
Kaktusstacheln stacheln
und fallen in den Sand der Uralteieruhr
die Zeit nicht treffend
WI(E)DER-HAKEN-HAKEN
WI(E)DER-RUF-DES KUCKUCKS
welcher Buntspecht ist, und nur im falschen Nest sitzt,
WI(E)DERHOPF-UND MALZ-UND VÖGEL
7 Minuten ein Bier
7 Stunden ein Abend
7 Tage eine Ewigkeit
7 Wochen, 7 Monate, 7 Jahre, 7 Siebenen, 7 Zeiger auf der Uhr der Verdammniss, 7 Körner im Hals der Uhr, 7 Leben, wenn man Vögelfresser ist
7 auf einen Streich - mit fünf Fingern an jeder der 7 Hände
die Zeit tropft noch immer aus der Wand
ist laut so lautlos
macht Flecken auf dem Boden meiner Realität
formt sich auf dem Boden meiner Phantasie
zu
Flecken
die
einen Kaffe mit Zucker bestellen
und mich nötigen
die 7 Zigarette in Folge auszudrücken
ich geb ihnen meine Zeit
zu warten
und verkrauche mich
zeitlos
in mir selbst
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 17.01.2000    um 02:17 Uhr   
Wenn Morgen Heute Gestern wird
bleibt etwas in mir
belanglos mag es dir erscheinen
denn du lebst nur den Tag
ich dagegen - lebe alle Tage
das Gestern
das Heute
das Morgen
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 17.01.2000    um 02:18 Uhr   
Alles wie immer
Du kannst dich fallenlassen, sagst du
mit einem Blick, der mich aufschlagen läßt auf dem Grund deiner Seele.
Klar kann ich, möcht ich schreien, doch meine Zunge ist zerbissen beim Aufprall.
Die schmerzenden Beulen werd ich pflegen heut Nacht - wenn du wieder bei ihm bist - mit Salzwasser -
wie immer.....
[Diese Nachricht wurde geändert von: wupel (geändert am: 17-01-00).]
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 18.01.2000    um 01:44 Uhr   
gewindinagma
gomidurabe
womidagusa?
gigigruuuuumi
krrrr!
why not?
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"Autor"  
Nutzer: *sierra*
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geschrieben am: 18.01.2000    um 02:04 Uhr   
zeit verfliegt
wunden bleiben
und trotzdem bleibt in der erinnerung das schöne
seltsames gebilde genannt mensch
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 21.01.2000    um 21:57 Uhr   
Abschied vom Schönen
Im klebrigen Netz der Sinne
fangen schwarze Witwen
die Einmaligkeit
einmal nur
Tautropfen bleiben
als Schweiß der Arbeit
am nächsten Morgen
zurück
wenn es Frühling ist
und Sommer und Herbst
und
[b]brechen[/b] das Licht des Entzückens dieses Augenblicks
ich lauf durch Frühlingswiesen
mit nassen Hosen voller Tau
in diesem Moment
istŽs mir winterkalt
und ich beobachte
wie am frisch sprießenden Grün
die Witwe
erneut ihr Netz spannt
schön ist
(wenn erŽs nur wüßtŽ)
der Fleiß ihres Begehrens
(daß ihn tötet)
soll ich
oder soll ich nicht
zerstören das Netz der Sinne........das Schöne
[Diese Nachricht wurde geändert von: wupel (geändert am: 21-01-00).]
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 21.01.2000    um 22:37 Uhr   
Abschied von einer Unendlichkeit
Es gibt keinen Moment
der länger dauert als die Ewigkeit
Pi spaziert noch immer auf der Sackgasse meines Labyrinths
und ziffert mich zu
aber: ich will
Ziffern tauschen gegen Augen
Nachkommastellen gegen Ohren
Infinitesimales gegen Nasen
Transzendentes gegen Zungen
Irrationales gegen Hände
weil
[b]mein[/b] Sinn
sinnlich ist
und auch unendlich
vierfache Hallelulja
in drei Dimensionen
für zwei Wesen
die einfach in mir sind
Abschied oder nicht?
Pi machs gut!
[i]noch wer da???[/i]
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 23.01.2000    um 01:45 Uhr   
es ist dein Zweifel
der mich zweifeln läßt
es ist deine Unruhe
die mich unruhig macht
es sind deine nicht geweinten Tränen
die mein Bettuch nässen
deine Angst
ist, verdammichnochmal,
nicht die meine
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"Autor"  
Nutzer: tjane
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geschrieben am: 23.01.2000    um 03:44 Uhr   
[i]einfach hand reich... bist nicht allein..[/i]
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Nutzer: wupel
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geschrieben am: 25.01.2000    um 23:57 Uhr   
täglich Seife
ich du lieb mich nicht ach doch
tusnelda doch isegrimm hat lieb
isegrimm aber voller grimm auf tusnelda
weil
tusnelda gestern noch hat geliebt siegismund
(und sigismund hat auch grad verlassen agneta)
weil agneta doch hat Schule fertig
und muß raus "was erleben"
und sigismund war traurig darob
aber voller Freude wegen tusneldaŽs
Liebe
Liebe
Liebe
zu isegrimm???
liebe Blase - flieg!
ich
sitz hier und lach mir eins
alle Blasen platzen - früher oder später
und tauch den Plastik-Blasenmacher in das Plastik-Blasenmacher-Gefäß
und mach
täglich Seife
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 26.01.2000    um 12:06 Uhr   
Abschied von den Hosenträgern
der Rock
sagst du
steht ausgezeichnet dir
Bast?
Schottland?
Cherokee?
Tweed?
Purple?
ja sag ich
und werf die Hosenträger mitsamt der Welt daran
in die Mülltonne...
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 26.01.2000    um 12:14 Uhr   
Abschied vom WARUM
grumpf
rufts aus mir raus
grumpf
und ein WARUM folgt - nicht gerufen - dennoch da
grumf
laß das WARUM doch gehn!
grumpf
was interessiert uns das WARUM
wenn wir doch [b]uns[/b] haben
grumpf
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 26.01.2000    um 12:18 Uhr   
plötzlich beköstigen göttlich Schöne
möglicherweise völlig eintönig
[b]mich[/b]
wölch blöde Idöö
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Nutzer: wupel
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geschrieben am: 26.01.2000    um 12:26 Uhr   
Abschied vom "einer geht noch"
einer geht noch
(Wohin?)
rein
??
ach so!!
Wer wirdŽs diesmal sein?
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Nutzer: wupel
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geschrieben am: 26.01.2000    um 12:38 Uhr   
Alles ist gelb
inmitten des Rapsblütenackers
der mich mit seinem Duft betört
werde ich
während ich von Sonnenblumenfeldern träume
die Banane langsam schälen
mit Zitrone würzen
um dann
vitamingestärkt
das Blau aus dem Grün zu stehlen
jjjah!
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 26.01.2000    um 23:11 Uhr   
die Spinne kommt gleich
zu fressen eine meiner Seelen
wenn sie nur wüßtŽ
daß ich wünschte
sie fräße jeden Tag
hunderte
nackt möchtŽ ich sein
blank
wie silberndes Wasser im Weiher
klar
wie die Augen meines Hundes..
und vergess so nebenbei
daß ichŽs bin
nackt und klar und blank
nur seelenvoll, so sehnsuchtsvoll
Reduktion
mit ner Spinne als Katalysator?
und sammel den Floh aus dem Pelz meines Hundes..
..zerdrück ihn,
wie ich müßt zerdrücken die S(p)inne..
Tee ist so unendlich warm, und rumvoll.....
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"Autor"  
Nutzer: tjane
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geschrieben am: 27.01.2000    um 01:47 Uhr   
kommt die spinne
angekrochen
angst und schrecken
verbreitend
ists doch nur
ein tier auf
acht beinen
zwei zuviel
brrr....
[i]auch floehe sammeln geht ;-)[/i]
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 29.01.2000    um 01:24 Uhr   
mein dein ich
ist
dein mein ich
ist
ich mein ich
durch
dich dein dich
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 29.01.2000    um 02:08 Uhr   
Kabolz
kriecht
krückenbeladen
kümmerlich Körper krümmend
krampfhaft kotzend
kilometerweit
zu
zeigen
zierlich zwielichtiger Ziege
zentnerweise zuckervolle Zugeständnisse
Geiß
geht gnadenlos gedankenlos
gern grüne Gärten grasen
guckt gütig gelb grinsend
gen Gabolz
L eider
I st
E r
B esonders
E infallslos
I mmer
S pürbar
T raurig
W ahrscheinlich
A uch
S ensibel
W elch
I rrsinnige
R ealität
D abei
R iecht
A uch
U nkraut
S üßlich
M anchmal
A ber
C upido
H errscht
T rotzig
E ine
N acht
E ine
I m
N iemandsland
S ehnsuchtsvoller
T räume

beginnend heut vor 5 Jahren
endend
??
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Nutzer: wupel
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geschrieben am: 31.01.2000    um 01:20 Uhr   
[i]plötzlich[/i]
wurde ich Ei
wohlig mich fühlend und nicht wissend
wurde ich Raupe
und begann zu ahnen
wurde ich Falter
und wollte buntbeflügelt fliegen
und flog
über die Welt
und wollte [b]wissen[/b]
setzte mich auf den Stamm einer Birke
die Flügel in der Wärme der Sonne gespreizt
und vergaß denkend
[b]daß Wissen nicht Fühlen ist[/b]
[i]nun[/i]
topfen seit Jahrzehnten
die harzigen Tränen der um mich weinenden Birke auf mein Haupt
[i]nun [/i]
habe ich alle Zeit der Welt
[b]zu denken[/b]
mich später finden zu lassen - am Strand - von den Fühlenden
und bin traurig darüber
niemals meinem nichtgelegtem Ei erzählen zu können,
daß Birken weinend fühlen
[i]plötzlich[/i]
weine ich
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 31.01.2000    um 01:55 Uhr   
zwei Kilogramm Tori Amos am Abend
gesüßt mit zuckerrohrdestillatgestrecktem Tee
nördlich aller Nordpole
südlich aller Südpole
während der Teufel auf der Klaviatur meines Schlagzeuges die Saiten zupft
heizt das Engelchen in Unschuld das Krematorium
ich leg das Ferkel an [b]meine[/b] Brust
"itŽs so fucking cold"
schmeiß das vollgeharzte Stück Birke in das Kaminkrematorium
proste Belzebub zu
schenke dem Engel das Ferkel und
entschwinde......
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 31.01.2000    um 12:40 Uhr   
als ich eingrub
das frisch Gestorbene
im Garten meiner Früste
fand ich
weit weg von allem Wollen
die junge Zwiebel
glasig schimmernd
ich pflanzte sie in mein Herz
hegte sie mit meiner Liebe
goß sie mit meinen Tränen
wärmte sie mit mir
und
wärmte mich an ihr
und trank ihre Tränen
und hegte mich mit ihrer Liebe
und sie pflanzte mich in ihr Herz
dann
(zu schnell wohl?)
wuchs sie
trieb triebhaft Triebe
auf dem Humus meiner Seele
blühte auf in kurzer Zeit
welch zauberhafter Anblick
grub sich aus dem Nest
zu folgen den
Schmetterlingen und Raupen und Käfern
im Sommer
kommt jetzt wer
zu schälen die reife Zwiebel
weine ich
Zwiebel
bringt mir dann die achtlos weggeworfenen Schalen
und ich lege sie auf den Misthaufen meiner Gefühle
während ich weiter hoffend
im Garten meiner Früste
frisch Gestorbenes unter die Krume grabe
und letztendlich weiß
das [b]ich[/b]
von Schalen niemals satt werde
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 06.02.2000    um 23:39 Uhr   
seltsam
da kommt doch [i]wer[/i] und reißt an meiner "Maske"
und stellt fest
daß das Blut auf meinen Wangen
[i]echt[/i]
ist
und kostet von meinen Tränen
und stellt fest, daß sie
[i]natürlich[/i]
schmecken
seltsam
daß [i]wer[/i] das nicht wußte
seltsam auch
daß [i]wer[/i] mit mir zum Karneval möchtŽ
seltsam
daß ich zweifle????
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