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Für einen Menschen den ich sehr geliebt habe...

Nutzer: geminga
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geschrieben am: 09.01.2000    um 16:22 Uhr   
Dem Blut erlegen, schwächer das Herz, vom Dolch durchbohrt, der Körper ruhend, weich gebettet, sanft wartend auf die Ewigkeit. Nun langsam sich die Augen schließen, wehrt sich der letzte Funke Leben, tapfer stark den Fluten Wasser, die drohen ihn zu ertränken, um alles zu beenden, denn Nass brennt nicht, bevor des Feuers Stelle wieder trocken, des Lebens Körper längst verschwunden. So haucht er jetzt noch letzte Züge, verzweifelt noch im letzten Kampf, der Schmerz und Tot als Gegner, nur noch Wille als verbündeter, zwar stark, doch machtlos, unbewaffnet, schwach. Glänzend stumpf die Augen weit geöffnet, Blutverkrustet, steif verkrampft die Hand noch ihren Mörder hält, der lächelnd ihm den Blick erwiedert, wissend das die Schlacht schon längst entschieden, Sieg für den Tot. Doch noch lange tobt er, sinnlos, zeitvergeudent, nur noch Qual bedeutend, Qual des Schmerzes, unausweichbar, schon zu schwach es selber zu beenden, noch zu stark schon aufzugeben, so kämpft noch tapfer sinnlos letzter Funke Leben. Die Augen stetig starr und weit geöffnet, beobachten teilnahmslos den HImmel, voller weisser Tränen, denn nun der Körper langsam erkaltet, die Feuerstelle nass, unbrennbar auf ewig...
Für den von mir meist geliebten Menschen 4.4.98

[Diese Nachricht wurde geändert von: geminga (geändert am: 09-01-00).]

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Nutzer: lordnikon
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geschrieben am: 09.01.2000    um 16:48 Uhr   
[i]huuuhuu gemi
Also Ich gebe mir mühe das ganze jetzt nicht auf mein Niveau runterzuziehen, ob es gelingt iss ne andre Frage[/i]
Auch wenn's zum Denken anregt [i]was ich ja net alzu gerne tut, wie du weeß[/i] du mußt diesen Menschen sehrr lieb gehabt haben, oder?Iss echt schlimm, der Tot nimmt wirklich imma die falschen, wieso auch immer, aber irgendwie lebt man ja um irgendwie zu sterben, oda? Mein Motto kennsu ja, wenn nich, hm dann halt net aba iss trozdem schon irgendwie traurig das meistens die gehen, die man liebt oder schätzt.
[i]dat war ma mein Kommentar, ober nu soo spitze iss weeß ich net, bin halt net der richtige zum Philosophieren...
also denn cu in CW
yours [b]Lordi[/b][/i]
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Nutzer: tinkiwinky
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geschrieben am: 09.01.2000    um 17:32 Uhr   
hallo gemi,
das hat mich sehr nachdenklich gemacht,
es ist sehr schwer einen geliebten menschen zu verlieren, und wie lord schon schrieb, es trifft meistens die, die wir lieben,
du bist noch sehr jung, da ist ein platz der leer ist und für immer leer bleiben wird, durch nichts zu ersetzen, aber du hast die erinnerungen, auch wenn sie verblassen und vielleicht nicht immer fröhlich sind, du hast sie und das kann dir keiner nehmen, und auch wenn es schwer fällt, wirst mit du diesem leeren platz leben, es wird nur dauern und irgendwie wird es immer anders sein,
und in deinem unterbewusstsein ist dieser geliebte mensch immer da, du merkst es nur nich
[i]umarms dich[/i]
tinki

[Diese Nachricht wurde geändert von: tinkiwinky (geändert am: 09-01-00).]

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Nutzer: neniel
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geschrieben am: 09.01.2000    um 18:11 Uhr   
hallo geminga,
2 gemi: hat mich ebenfalls sehr nachdenklich und auch sehr traurig gestimmt..ich glaube ich verstehe dich, auch wenn es wohl kein mensch wirklich gänzlich "verstehen" kann. wie du dich fühlst etc., das kann ja kein mensch wissen. nur einen teil davon, doch jeder mensch denkt anders und das ist das schwierige. *den kopf senkt und nachdenkt*
2 all: eine frage: was, wenn du den mörder, oder die mörder dir selbst gegenüber siehst. wenn der mörder nicht der tod selbst ist, sondern ein mensch, bzw. mehrere menschen. wenn der tod nur der sieger aber nicht der kämpfer ist? dann findest du dich bald in einer reaktionskette und einem teufelskreis, (wobei den zu beschreiben jetzt wohl zulange dauern würde...)und versuchst herauszukommen, dich nicht immer weiter zu drehen, aber hast dann irgendwie doch keine chance. du drehst dich. fällst tiefer und tiefer.....bis du dich letztendlich als verlierer gegenüber dem tod wiedersiehst. eine schöne welt nicht wahr...aber das leben ist wertvoll....*sich eine bitter lächelnde maske aufsetzt und wieder geht*
ich weiß nicht ob das jemand versteht, aber einige könnten wohl...
lebt wohl....
*wünscht allen zum neuen jahr ein jahr ohne verluste....*
neniel
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Nutzer: Gast_corun
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geschrieben am: 09.01.2000    um 20:06 Uhr   
... [i]sorry[/i]
[Diese Nachricht wurde geändert von: corun (geändert am: 09-01-00).]
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Nutzer: jeester
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geschrieben am: 10.01.2000    um 19:38 Uhr   
Alle Menschen, die wir verlieren, sind und waren geliebte Menschen. Ungeliebte Personen verliert man nicht, man bemerkt nur kurz dass sie verschwinden, und vergisst schnell, dass es sie je gegeben hat. Doch wenn dieser geliebte Mensch uns verloren geht, geht ein Stück von uns selbst verloren.
Leider verlieren wir geliebte Menschen auf unterschiedliche Art und Weise. Die endgültigste scheint uns (zumindest vorerst) der Tod, weil uns nun eine Grenze von den Geliebten trennt, die wir nicht verstehen. Doch nicht nur der Tod raubt uns ein Stück unseres Herzens, manchmal verschwinden Personen einfach aus unserem Leben, zum Teil ohne das wir etwas dagegen tun können, zum anderen weil wir bewusst oder unbewusst dafür gesorgt haben, dass unser Leben ohne sie weitergeht.
Wir haben nicht nur ein Herz, wir haben so viele Herzen so wie wir geliebte Personen haben. Und jedesmal wenn wir jemanden verlieren stirbt auch ein Herz von uns. Die anderen Herzen, und somit die anderen Menschen, die uns was in unserem Leben bedeuten, sind weiterhin für uns da, und auch wenn sie die Lücke, die in unser Leben gerissen wurde, nicht wieder füllen können, so können sie vielleicht aber dafür sorgen, dass es mit uns weitergeht. Das ist nicht einfach, für niemanden, doch das schwerste ist, dass selbst unsere Erinnerung an diese Personen uns verlässt. Auch wenn wir es nicht wollen, wir werden immer weniger an den Verlust denken, aber nie ganz vergessen. Aber Erinnerungen an diese Menschen müssen uns nicht unbedingt erhalten bleiben. Viel wichtiger ist, dass uns die Gefühle, die wir mit diesen Menschen verbinden erhalten bleiben. Denn so weit der Verstand der menschlichen Zivilisation auch ist, das ehrlichste und reinste was wir besitzen sind unsere Gefühle. Und wenn wir an dem Punkt sind, dass wir zumindest noch die Gefühle weiter bewahren können, dann wird genau an diesem Punkt, die Lücke in unseren Herzen zwar nicht wieder gefüllt, aber sie wird nie gänzlich leer sein.
Doch der Tod scheint der unfairste Weg von jemanden getrennt zu werden, weil wir ihn nicht aufhalten können. Ich glaube nicht an Gott, und auch nicht an ein Leben nach dem Tod in dem Maße wie es sich andere vorstellen. Aber an eins glaube ich: Wenn wir einen Menschen so liebten (in welcher Art auch), dass wir über dessen Verlust selbst kaum hinwegkommen, dann haben wir auch schon von diesem Menschen etwas gelernt, und er wird in unseren Herzen bleiben, weil genau da haben wir ihn irgendwann aufgenommen.
Möglich dass die geliebten Menschen in unserem Unterbewusstsein bleiben und wir es nicht merken, hin und wieder wird es uns doch augenscheinlich, denn wir werden nicht drumherum kommen, dass wir von Zeit zu Zeit so handeln wie diese Menschen, so reden wie diese Menschen, so fühlen wie diese Menschen. Dies wird eintreten, egal ob wir die geliebte Person verloren haben indem sie uns den Rücken zukehrte und uns nicht in ihrem Leben haben will, oder ob der Tod uns von der geliebten Person in der gegenwärtigen Dimension trennt.
Streit, Zorn, Fehler, Tod .... mit jedem dieser Dinge stirbt unser Herz ein Stück mehr. Doch das liegt in unserer Natur. Wir können es leider nicht ändern. Wir müssen versuchen damit zu leben, ob allein oder umgeben mit den geliebten Menschen, die uns noch geblieben sind....... denn letztendlich sind wir nur Menschen. Manche gut, manche weniger gut ... aber wir sind es alle.

Jees
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