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Traumfänger |
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geschrieben am: 20.01.2000 um 10:35 Uhr
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Du mußt das Leben lieben, um wirklich zu leben, und du mußt wirklich lieben,
um das Leben zu lieben.
(von Thornton Wilder)
Philosophie beschäftigt sich mit den Fragen "Der Sinn des Lebens","Gibt es einen Gott" "Woran Glauben wir". Einzelne Splitter vom großen ganzen.
Eigentlich beschäftigt sich Philosophie mit der Angst vor dem Tod.
Man zerteilt den Tod nur in kleinere Teile und schafft sich eine Illusion - es ist doch leichter sich mit dem Sinn des Lebens zu beschäftigen als mit der Frage "Warum sterben wir","ist es einen bewußt das wir eines Tages sterben".
Wer philosophiert?
Die verzweifelten-, die unzufriedenen-, die suchenden- und die denkenden Menschen.
Ich glaub kaum das sich ein Mensch der glücklich, 100% glücklich ist, der
mit einer rosaroten Sonnenbrille durch die Gegend rennt sich mit dem Tot beschäftigt. (Denn Sinn des seins - erkennt man erst wenn man nicht mehr ist)
Wissen alle Menschen das sie eines Tages sterben werden?
Oft betrachte ich die Menschen auf der Straße wie sie durch die Gegend
hetzen, höre ihnen zu wenn sie
sprechen - manchmal frage ich mich ob sie wirklich wissen das Leben
einmal endet. Wissen sie nicht das sie nur eine kurze Zeitspanne hier auf
der Erde wandeln, das sie älter und älter werden und dann hinweggerafft werden durch den Tot.
Wenn es ihnen wirklich bewußt ist - warum gibt es dann Kriege`? warum Streit und Gewalt?, Rassenhaß?
Es wurden sicher immer in der Technik und in der Forschung große Fortschritte gemacht - während eines Krieges
(siehe: Philosophie-Forum)-
aber was hat uns dieser Fortschritt im Grunde gebracht, leben wir deswegen
Glücklicher? führt die Menschheit deswegen weniger Konflikte? wurden wir deswegen Menschlicher?
So jetzt werde ich mal meine rosarote Sonnenbrille hervorsuchen und
hinausgehen in die Welt und versuchen jede einzelne Sekunde zu Leben!
Traumfänger
[Diese Nachricht wurde geändert von: traumfänger@ (geändert am: 20-01-00).] |
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geschrieben am: 20.01.2000 um 22:24 Uhr
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3 Fragen eines Verzweifelten, Unzufriedenen, Suchenden, Denkenden..
[b]Was ist Glück?[/b]
(und dies gleich 3x fragen möchte, denn wenn ichŽs richtig lese, meinst du, daß es die glücklichen Menschen sind, die nicht über den Tod nachdenken und damit auch nicht philosophieren)
[i]..meine Meinung: es ist durchaus zufriedenstellend für mich, ab+an mal über ein paar der großen, seit menschengedenken gestellten Fragen nachzudenken.
Und: Philosophie ist mehr als nur die Frage nach dem Tod - oder, ich könnts auch anders sagen: Die Frage nach dem Sinn des Lebens schließt doch den Tod mit ein oder???
[b]Glück[/b]: für mich kein universaler Ausdruck eines Gefühlszustandes, sondern ein ganz individueller.
Mein Glück muß nicht zwangsläufig das Glück des Anderen sein-dito umgekehrt.
Und selbst wenn ich einen momentanen Zustand für mich als glücklich einschätze (z.B. angelnd in einer ruhigen Sommernacht, oder am Feuer sitzend verträumt rumklampfen, oder zufrieden im Bett liegend nach.., oder mit Sohnematz am Stand rumlümmelnd....) denke ich ein wenig nach, über Gott, den Sinn und Unsinn; bin demütig, dankbar; nicht zweifeld unzufrieden.
Das Fragen stellen in solchen Augenblicken ist eines mit positivem Aspekt.
Das philosophieren in solchen Momenten mehrt das Glück! mein Glück.[/i]
Was ist also Glück?
Eine ebenso sinnlose Frage, wie die nach dem Sinn, wenn man auf der Suche nach einer [b]allgemeingültigen[/b] Antwort ist.
Ich bekomme langsam wirklich Wutbeulen, wenn irgendwer, irgendwem oberlehrerhaft zu verklickern versucht, daß seine ganz persönliche Meinung Allgemeingültigkeit besitzt.
(so wie ich jetzt hier oberlehrerhaft für die Individualität plädiere-ha)
nein, was ich sagen will:
Nachdenken ist nichts Schlimmes, hat nichts Schlimmes (für mich!); philosophieren, über Tod und Leben, Gott und Teufel, setzt nicht zwanghaft einen unglücklichen Menschen voraus.
(du hast ja recht-ich könnt mir auch meine rosarote Brille aufsetzen, mich ins Ballermann 6 oder vor die daily-soap lümmeln und Leben lügen; Glück heucheln?!)
Vielleicht wollen wir dasselbe, gehen nur einen anderen Weg. Laß es uns einander zugestehen.
..und eine der wunderbaren Erfindungen des Fortschritts - rosarote Sonnenbrillen - schöne Nacht noch - wups |
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geschrieben am: 21.01.2000 um 00:53 Uhr
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[i]erst mal zugeben muss, dass er noch nit die zeit gefunden hat"philosophie" zu lesen[/i]
philosophieren heisst zweifeln. ich denke ein grundgedanke dürfte da sein, dass der mensch von natur aus unzufrieden ist. seine technische und sozilae entwicklung zeugen von vielen versuchen, unzufriedenheit aus der welt zu bannen. kein anderes tier lebt in derart verstrickten sozialen strukturen: der mensch ist allein, will ein eindividuum sein, strebt nach zweisamkeit, welche lang dauern soll, lebt in gruppen, dem freundeskreis und sozialisiert sich letztendlich in einer gesellschaft als "herdentier". wohl auch die verwirrung ob vieler widersprüche des zeitgemässen lebensstils und des umwelt-rezipienten zusammenhangs ist es nur eine notwendigkeit für viele, wenn auch unbewusst, sich eine eigene idealere welt zu schaffen, in welcher die regeln eindeutiger und klarer sind. oft genug eine traumwelt. dann taucht die frage auf, warum es in der richtigen.. der unseren welt nicht auch so sein kann... man sucht gründe und erklärungen, erforscht, warum bestimmte sachen nun grad so funktionieren. man philosophiert, wenn man dann die traumwelt mit in die gedanken einbezieht.
recht hast du damit, dass es verzweifelt und unzufriedene und suchende menschen sind. unsere unzufriedenheit haben wir aber wohl kaum in den griff bekommen mit dem, was wir bisher erreichten. eher gegenteilig. mir fällt dazu oft der gedanke ein: erst mit dem was ich weiss, weiss ich, was ich alles nicht weiss.
manch einfacher mensch, der weniger denkt und genügsamer ist, ist manchmal um so vieles glücklicher |
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geschrieben am: 21.01.2000 um 12:15 Uhr
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Denn Sinn des seins - erkennt man erst wenn man nicht mehr ist)...
Dieser Satz erinnert mich stark an mein about.
Ich gebe dir Recht, ein glücklicher mensch philosophiert nicht, er denkt nicht mehr nach, er entflieht der Welt.
Ein glücklicher Mensch verdrängt alles.
Danach strebt der Mensch: GLÜCK
Warum?
Will er nicht mehr über alles Schlechte nachdenken? Der Mensch strebt nach Glück. Familie, Kinder oder was immer Glück für den Einzelnen bedeutet.
Wir streben danach, aber ob wir dadurch weiter kommen ist fraglich. Auf jeden Fall hilft es uns, dem wahren Leben zu entfliehen. Ich sehe das Leben nicht als Ganzes, sondern als Periode. Glück und Freude gehören dazu...
Es läßt uns vergessen...
Aber den Sinn werden wir erst später begreifen. Manche vielleicht nie.
Um Glück zu spühren muss man vorher gelitten haben.
Ich fühle, also lebe ich...
moonlight01
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geschrieben am: 21.01.2000 um 20:48 Uhr
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..ahh moon, sei nicht bös, aber ich möcht dir das Wort im Mund umdrehen jetzt..
bevor ich das tu nur die Info, daß ich vor 5 Jahren auch diesen Cartesius-Satz:"Ich denke also bin ich" in - Ich fühle also bin ich - umgewandelt hab, Žs geht mir gut damit.
"ein glücklicher Mensch entflieht der Welt"
"ein glücklicher Mensch verdrängt alles" (ganz abgesehen davon, wieviel Kraft man aufwenden muß, um zu verdrängen (Was verdrängen??))
"Wir streben danach (nach dem Glück), aber ob wir damit weiterkommen?"
"Auf jeden Fall hilft es (das Streben nach Glück) dem wahren Leben zu entfliehen."
sind einfach nur 4 Sätze, die du so dahindenkst, und ich werd nun doch nicht zu drehen versuchen, denk du einfach nochmal drüber nach.
und, sei nochmal nicht bös, dieses "den Sinn begreifen wir erst am Ende.." kommt mir bekannt vor.
ein höchst (un?)-glücklicher wups
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geschrieben am: 26.01.2000 um 07:12 Uhr
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.01.2000 um 16:37 Uhr
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ohne Angst vor Menschen
ohne Angst vor Schmerz
ohne Angst vor Tod
lebt
der ohne Namen |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.01.2000 um 00:13 Uhr
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"Das Leben ist mit Heiterkeit besser zu tragen"
(Sokrates)
Leben ist oft schwer genug, wieso sich mit dem Tot zu belasten- oder entlasten.
Eine gute Freundin von mir, sie war talentiert, klug und mehr, sie nahm sich das Leben.
Sie hat sich ihrer Trauer ergeben.
Leben ist ein ständiges werden, alles ändert sich, nichts bleibt stehen.
Ein Kreislauf ist es.
Sich mit seinem Sinn zu beschäftigen, bedeutet nicht gleich sich vor dem Tot zu fürchten.
Philosophie ist der Gedanke, sich dem vorgehaltenem nicht zu ergeben.
Man kann glauben, oder man kann es nicht.
Auf der einen Seite Macht, Ruhm und Geld,
auf der anderen Seite das streben zum Wissen.
Die Philosophie der alten ist die Mutter der exaten Wissenschaft von heite.
Sie wollten nicht glauben, ihr Wissensdurst drengte sie weiter.
Nein, es wurde nicht nur über den Sinn Philosophiert, auch der Tot war ein Thema.
Er ist ein Teil des Kreislaufes!
Die Menschen, die keinen Gedanken daran verschwenden, ob sie eines tages sterben-
sie sind die, die nicht Philosophieren.
Den Philosophie ist kein begrenztes Thema, das sich nur auf den Sinn des Lebens zu beschränken hat.
Es ist Gedanke, ist Idee!
Sie drängt weiter.
Naja, ich meine nur, wie ihr alle.
auf bald........
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