| "Autor" |
Nur ein Satz. |
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geschrieben am: 24.01.2000 um 11:24 Uhr
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Was bin ich schon, was mein Leben?
Ein Satz.
Was mein Tod?
Der Tot, ein Punkt am Ende dieses Satzes.
Ein kleiner Satz, in einer langen Geschichte.
Ich stehe nich am Anfang, nicht am Ende, und eigentlich auch nicht in der Mitte.
Ein kleiner Satz, unwichtig für die Geschichte.
Ohne Sinn geschrieben, ohne Bedeutung zwischen den Zeilen.
Schnell übersehen, schneller noch vergessen.
Ein kleiner Satz, für die Geschichte nichtig.
Ein Leben unter vielen, für niemanden wichtig!
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| "Autor" |
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geschrieben am: 24.01.2000 um 17:34 Uhr
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Manchmal, wenn es mir versch... geht, denke ich mich auf den Mond und schaue auf den Erdball. Irgendwo unten müssten die Menschen sein.
Ich bin nicht zu sehen, die momentanen Probleme auch nicht. Alles ist nichtig.
orla, Du bist ein Mensch unter vielen andern Menschen. Es kann gut sein, dass wir es hier nie erfahren würden, wenn Du jetzt sterben würdest.
Von mir weiss ich, dass ich nicht in die Geschichtsbücher eingehen werde.
Auch aus solchen Gründen haben manche Städte [b]Das Grab des Ungekannten Soldaten[/b] errichtet.
Eine solche Stätte erinnert an namenlose Menschen, die irgendo, irgendwie verschwunden sind ...
Wenn Du jedoch eine Familie besitzest, dazu einige Freunde, Kameraden, Bekannte, wird die Sache schon ganz anders aussehen.
v.
[Diese Nachricht wurde geändert von: vero50 (geändert am: 24-01-00).] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 25.01.2000 um 00:03 Uhr
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dann füge in den satz eben ein paar aktiv-formen ein, anstatt ihn vor passivität unerträglich zu machen - vielleicht wird deine aussage dann doch von jemandem wahrgenommen. und variiere die konjugation der verben einfach öfter, das hilft ebenso. nebensätze sind auch nicht zu verachten ...
*schluß mit dem selbstmitleid* ABA
[Diese Nachricht wurde geändert von: abalone (geändert am: 24-01-00).] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 26.01.2000 um 00:54 Uhr
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Jeder hat seine typischen Seiten . Sie machen ihn zu dem was er ist und zu dem was er darstellt . Ihre Verleugnung wäre die Verleugnung seiner Selbst .
Was wäre passiert , wenn ich dich nicht getroffen hätte ? Würde meine Antwort dann hier stehen ? Wäre ich dann der Captain geblieben ?
Das sind Fragen , die die Unwichtigkeit deiner Person in Frage stellen .
Du magst zwar deine Bestimmung nicht kennen , wenn es sowas überhaupt gibt , aber vertraue darauf , daß auch du ein Schicksal hast und daß auch du ein Rad bist , ohne das vieles anders wäre .
Möge sich deine Schatzkiste niemals leeren , sondern nur füllen .
Capt.Mat |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 29.01.2000 um 11:47 Uhr
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Etwas besonderes sein- irgendwie wollen wir das alle.
Wir wissen nicht einmal, was das besondere ist, und streben ihm doch nach.
Nein, ich will gewiss nicht in einem Geschichtsbuch stehen, aber ich will wahrgenommen werden.
Ich gebe zu, etwas besonderes bin ich nicht.
Ist das aber ein Grund, durchsichtig zu sein?
Es reicht mir ein Nebensatz zu sein, solange ihn auch jemand liest.
Was mich quält ist die Tatsache, das ich nicht in die Geschichte eingreifen kann, so sehr ich es auch versuche.
Tatsache ist, das es die elt auch noch nach mir gibt, so, wie es sie vor mir auch gab. Dennoch konnte ich nichts in ihr bewegen.
Meine Worte sind trüb- bitte, nehmt sie nicht so ernst!
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| "Autor" |
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geschrieben am: 29.01.2000 um 15:28 Uhr
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Du kannst aber nicht sagen, dass du du die Welt nicht verändert hättest. Schon durch dein bloßes auf der Welt sein, hast du sie verändert. Du bist einer dieser (ich glaube) 6 Milliarden Menschen. Auch wegen dir dreht sich die Erde in dieser Geschwindigkeit. Und nach der Chaos-Theorie, beinflußt alles was du auch nur machst, sei es geistlich oder körperlich, die Welt. Wenn ein Schmetterling aus dem brasilianischem Urwald schon mit einem Flügelschlag das Wetter hier in Mitteleuropa beeinflussen kann, was machst du dann erst?
Zwar hebst du dich dann immer noch nicht von der Masse der Menschen ab, aber du bist etwas. Du existierst für die Welt, für das Universum.
Jetzt ist nur noch die Frage, was du selbst sein willst, in dieser Gesellschaft. Was du erreichen willst.
Ein Ziel was jeder von uns erreichen will, ist glücklich zu sein. Aber was ist glücklich sein überhaupt? Niemand kann in wirklich keit sagen, er wäre wirklich glücklich. Nicht wenn er auf sein Leben zurückblickt oder in die Zukunft schaut. Er kann nur Zufrieden sein.
Und da solltest du dich jetzt mal fragen, wann bist du eigentlich glücklich/zufrieden?
Bsp.:
Wenn ich mit der Liebe zufrieden bin. --> Wann bin ich mit der Liebe zufrieden? Wenn ich meinen Traumpartner gefunden hab? Wenn ich eine Familie gegründet hab? Wenn ich meine ganze Familie und Freund um sich hat? Wenn ich mindestens 3 sehr gute Freunde hab, für die ich was bedeute?
Wenn meine Familie mit mir zufrieden ist. --> Wann ist meine Familie mit mir zufrieden? Wenn ich mich selbst verwirklicht habe? Wenn ich Erfolg/Auskommen durch sich selbst oder durch Heirat hat? Wenn man etwas bestimmtes erreicht hat?
Wenn ich für die Gesellschaft etwas Bestimmtes bin. --> Was willl ich für die Gesellschaft sein? Eine Berühmtheit/Star? Eine angesehene Person; ein Vorbild; ein Erfolgsmensch? Ein Experte auf einem bestimmten Gebiet? Eine Person, die durch ihr Schaffen etwas Verändert hat (für viele oder auch nur wenige)? Einfach nur da ist?
Wenn ich im Beruf zufrieden bin. --> Wann bin ich im Beruf zufrieden? Wenn ich mich selbst verwirklicht hab? Wenn ich Erfolg/Karriere gemacht habe? Wenn ich mein Auskommen hab?
...
Das alles führt zu deinem eigenen Sinn des Lebens.
Bsp: Gut gelebt zu haben? Nachkommen ausgesorgt bzw gute Starthilfe haben? Etwas bewegendes gemacht zu haben? Ein Mensch gewesen zu sein, an den man sich gut erinnert?
Denk mal darüber nach.
tbear der Zauberlehrling |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 29.01.2000 um 22:54 Uhr
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...und was wäre, wenn in der großen Geschichte DEIN Satz fehlen würde?...Der Sinn wäre ein ganz anderer...ein Detail würde fehlen...das vielleicht nicht für den großen Zyklus wichtig ist, aber für ein Abschnitt. Und der ist für eine Seite, eine Seite für eine Passage wichtig. Und die ist wiederum für ein Kapitel wichtig. Und Kapitel machen nunmal eine Geschichte aus.
Ayena
ein Buchstabe wird ein Wort wird ein Satz wird ...lebendig... |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.01.2000 um 00:13 Uhr
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orla, lass mich Dich zitieren, weil mir der Satz gefällt:
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica quote:</font><HR>Nein, ich will gewiss nicht in einem Geschichtsbuch stehen, aber ich will wahrgenommen werden.<HR></BLOCKQUOTE>
Jeal Paul Sartre hat innerhalb des Existenzalismus u.a. darauf hingewiesen, dass wir uns unsere Existenz immer von neuem beweisen. So schau in einem Spiegel, schau Dich an und frage Dich: Existiere ich?
Alle, die Dich vollumfänglich wahrnehmen, geben Dir eine Rückversicherung Deiner Existenz.
Wir sind + bleiben, was wir sind: Ein Rudeltier.
vero |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 01.02.2000 um 11:29 Uhr
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orla
muß ich dem noch etwas hinzufügen ...
NEIN .
Dein Sein bedeutet viel . Auch einigen Menschen . Gerade deshalb .
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| "Autor" |
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geschrieben am: 02.02.2000 um 11:47 Uhr
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Ich bin nicht Masse, ich mache sie auch nicht aus.
Ich bin kein Herdentier, denn keine Herde gehört zu mir.
Ich bin nicht glücklich, aber ich habe es selbst gewählt.
Ich bin nichts besonderes, wie sehr ich es auch gern sein würde.
Ich bin der Zufall, bin nur Gedanke.
Doch nun bin ich was, weil es Ohren gab die mich hörten,
und Stimmen die mir antworteten.
Mehr war es nicht, wo nach ich strebte.
Es tut gut, es ist ein schönes Gefühl gehört zu werden, antwort zu bekommen.
Seid ich die Foren entdeckte, habe ich zu allen möglichen Themen meine "Senf" dazugegeben, weil ich mir dachte, das es den Verfasser freuen würde.
Ich bin ein Ohr das hört und eine Stimme die antwortet,weil ich es für mich auch wünschte.
Danke |
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