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9 und ein Zoll

Nutzer: däumerling
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geschrieben am: 27.01.2000    um 14:29 Uhr   
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Nutzer: partholon
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geschrieben am: 30.01.2000    um 14:06 Uhr   
Was ich an dir nur liebe, hast du mich einmal gefragt, einen leisen Hauch Unverständnis in der Stimme, wie ein kühler Windstoss von Unsicherheit.
Manchmal habe ich mich das selbst gefragt, für ein wenig Gewissheit vielleicht. Manchmal schliesse ich die Augen und kann Deine sehen, ganz deutlich. Manchmal denke ich an dich und der Schnee wird ein wenig weicher und deckt mit Schönheit die Zweige zu und manchmal rinnen mir vulkanheisse Tropfen Blutes schwer durch das Herz.
Ich liebe, wie einfach du die schweren Sachen in die Hand nimmst und unter ihre stachelige Schale schaust.
Ich liebe deine Finger, hart, ehrlich und schön.
Ich liebe das Gold deiner Haare, wenn es zerwühlt im Morgenlicht alle Farben des Edelmetalls ineinander fliessen lässt.
Ich liebe deinen Mund, der wie ein Schmetterling, so zart und vollkommen, wie eine junge Blüte, so liebevoll sanft ist.
Ich mag deine Art, wie du dich gibst. Mich streichelt deine Verträumtheit, mit der du meinen Geschichten lauscht.
Gut fühlt sich deine vorsichtige Anlehnung an, erfüllt von Sehnsucht nach Glück und Geborgenheit.
Ich bin wissbegierig auf die anderen Seiten von dir, von denen du erzählt hast, will sehen, ob ich auch die so gut verstehe und ob sie wirklich so anders sind.
Aber wie kann ich das Gefühl erklären, einfach nur da zu sein, und das mit dir zu teilen... die Ruhe, die du mir gibst, wenn du da bist, und das warme Gefühl für dich da zu sein, kann ich nicht in Worte fassen
partholon
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Nutzer: partholon
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geschrieben am: 30.01.2000    um 14:09 Uhr   
Sitz hier und knabber an meinem Schokoldenbrot. Krümel für Krümel. Ich mag nicht aber ich muss was essen, damit ich gross und stark bleibe. Schau zum Fenster raus. Es gibt Menschen, die würden sagen, es sei staubig. Hunderte ungestümer Regentropfen haben ihre Last dort verloren, während ihrer Verwandlung. Liessen zurück, was sie im Innersten trugen, Spuren von Staub, kleinen Träumen, in einem solch komplizierten Muster. Ein Leben würde wohl nicht ausreichen, es zu fassen, das Netz kleiner Träume als Ganzes zu sehen. Die Stunden kriechen vorrüber in ihrem Schleim, schneckengleich, winden ihre wabernden Körper schwerfällig Millimeter für Millimeter weiter auf ihrem Weg. Kosten genusssüchtig jedes kleine Korn, jede winzige Rille, den Kratzer, den kleinen Huckel auf dem Boden auf das allergenauste und intensivste aus, keine kleinste Fläche versäumend. Sie reiben ihre sehnsüchtigen Leiber wie wollüstige Weiber aneinander, nach jeder Berührung heischend, den Überfluss gierig schluckend, völlig von Sinnen sich selbst vergessend schlingen sich die Stunden ineinander, verlassen Form und Raum.
Sitz noch immer da und starr aus dem Fenster und irgendwie mag ich das Brot jetzt gar nicht mehr.
partholon
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Nutzer: partholon
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geschrieben am: 30.01.2000    um 14:10 Uhr   
[i]dafür hau ich mir jetzt zwei noch warme Nudossisemmeln rein, so zwei bis drei Joghurt, nen lecker Ei, schau mir mal das Müsli genauer an und beschäftige mich mit ein paar saftigen Weintrauben näher... hmmmmmmm ;-))[/i]
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Nutzer: däumerling
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geschrieben am: 30.01.2000    um 14:12 Uhr   
ich sitze hier...und Tränen rinnen meine Wangen hinab...ich konnte nicht verstehen...wie du mich lieben kannst...und ich kann es bis heute nicht ...gerade mich...die gerne würde und nicht kann... auch habe ich Angst,dir meine anderen Seiten zu zeigen,Angst,dass Du sie nicht verstehen wirst.
Seiten, die abgründig sind.
Gestern habe ich Dir eine gezeigt und du hast sie nicht abgelehnt, partholon.
Dann haben wir eine deiner Seiten genossen,sie war aufregend anders.
Die Karten lagen aufgedeckt,
deine und meine
und sie haben sich nicht wiedersprochen.
Ich habe Angst.
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Nutzer: partholon
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geschrieben am: 30.01.2000    um 14:15 Uhr   
[i]nimmt das kleine Steinchen mit dem Abdruck und legt es in deine Hand. pass darauf auf, ja ... legt den Arm um dich und schliesst die Augen und spürt das Flackern der Sonne, als die Tage rasend vorbeiziehen[/i]
nun hast du mir auch deine anderen Seiten erzählt, ich denke, sie waren es, die dir Angst machten, sie mir zu zeigen. Sie verbrennen mich, dachte ich, spürte tödliche Kälte in den Gliedern, hatte kurz das Gefühl, die ganze Welt in mir aufnehmen zu müssen und doch wie ein Schokoladenweihnachtsmann hohl und zerbrechlich zu sein, so schmelzbar.
Doch erstaunt war ich, und bin es mit warmen, brennendem und schmerzlichem Gefühl noch immer, dichnicht in mir verloren zu haben. Es gab wohl andere Zeiten, wo es andes gewesen wäre, wohl aber mit anderen Menschen. Nur bittere Enttäuschung und Wut auf den anderen Menschen, ob seiner Rücksichtslosigkeit und Täuschung werd ich tief in mir vergraben müssen.
Ich liebe es, dein einschlafen zu hören, das leichte, ruhige Atmen, und dir dabei noch ein paar Dinge zu erzählen, bei denen mir doch der Mut fehlt. Die Kleinigkeiten.
Hast du auch Hoffnug? [i]schenkt dir einen langen sanften Kuss und schlendert in die Küche um sich endlich was zu essen zu machen. bekommt sonst nen Loch in den Bauch ;-)[/i]
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Nutzer: däumerling
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geschrieben am: 30.01.2000    um 14:17 Uhr   
partholon,es ist viel passiert.
Nein,immoment trage ich keine Hoffnung in mir.
Es gibt noch eine Seite,die du nicht kennst.
Und vor der hab ich noch mehr Angst.
hält das Steinchen in der geballten Faust und hält es damit warm und weich
Ich werde darauf acht geben
habe dich vermisst,
wollte dich spüren,
verlangte nach einem Kuss,
Nähe und Wärme.
Doch seit gestern spüre ich nichts mehr,
habe alle Gefühle weggesperrt,
ausgebrannt.
es tut mir unendlich leid,
aber ich kann nicht anders handeln.
partholon,
warum ich?
Ich hab dich gar nicht verdient.
Däumerling
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geschrieben am: 30.01.2000    um 14:22 Uhr   
[i]manchmal möcht ich mich auseinanderfalten, viele tausend mal, und die welt einwickeln, mit ihr meinefreude teilen und die glücklichkeit, die manchmal an mir zupft. wie duch ein vergrösseungsglas viele zoll im durchmesser seh ich jedes winzige korn, und die micron kleinenwelten darauf... die winzigen staublebewesen, teppichvölker, für welche ein runtergefallener krumen ein festmal und ein dauerbüffee ist. ich kann die winzigen häuschen erkennen, aus noch kleinerem staub zusammangebaut mit winzigen fenstern und türen, die sich verschliessen lassen, filigrane pflänzchen, einzellergross, die winzige strassen säumen. ...und manchmal noch viel kleineren staub, der langsam auf diese winzigen welten rieselt. doch immer wieder erkenn ich die grosse welt in ihnen wieder. in augenblicken, wenn ich weinen möchte reisst angst an mir, die urkleinen universen zu verlieren, die in meinen tränen existieren. winzige schiffe, die unter einem eigenen kleinen sternenhimmel ihre bahnen ziehen in diesen winzigen ozeanen und halt die tränen zurück.
es ist für den seher staub, und tränen, in fester form und farbe. doch wie kann ich so winzig kleine universen bei ihrem namen nennen, sie alle einzeln und auf einmal sehen und dir zeigen, in meiner offenen hand. ich seh sie oft und höre sie an dir, und weiss jedesmal ein neues zu finden, winzig klein und ein teil von dir und manchmal birgt eines noch ein anderes in sich.[/i]
ich bin sehr glücklich, das es dich gibt denn ich habe dich sehr lieb und möcht keines der universen aus den augen verlieren auch wenn ein dunkleres einmal in einem anderen steckt

partholon
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geschrieben am: 30.01.2000    um 14:23 Uhr   
...einer Schneeflocke beim tanzen zuschaut, die vor dem Fenster ihren Reigen zieht und sie bei der Hand nimmt, vorsichtig ihre kühlen Finger berührt und sich mit ihr im Kreise dreht, langsam, unendlich sanft ihr kristallenes Kleid im Winde wehen lässt und mit geschlossenen Augen durch die eiskalte Luft schwebt. Sich wundernd an ihren zarten hellen Fingern festhält und an das lichterlohe Brennen im Herzen denkt, dass ihn scheinbar von innen heraus schimmern lässt. Er zwinkert und lunst mit einem Auge und sieht gebannt,wie ein Sonnenstrahl durch ihr filigranes Kleid fährt, sich in ihm bricht und sie im Feuerzauber des Lichts erstrahlen lässt, ihre Haare golden wie ein Feuer im Wind flackern ...und ihr Lächeln ihm ganz tief ins Herz stösst wie eine tödlicher Pfeil aus Zuneigung...
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geschrieben am: 30.01.2000    um 14:25 Uhr   
[i]sich im Schimmer des späten Lichts auf einen umgestürtzten Baum setzt und zuschaut, wie der Wind mit seinen unsichtbaren Fingern liebevoll durch das Gras fährt ...vermisst dich. Schaut einem Adler zu, wie der seine verschlungenen Botschaften in den Himmel schreibt und wartet auf den Mond. Ist er da, setzt er sich an das Steuer des Bootes und spannt die Spinnwebsegel auf, die das Mondlicht fangen, und segelt an der einsamen Scheibe vorbei. Er lässt einen Blick in dein Fenster gleiten und schaut, ob böse Träume deinen Schlaf begehren. Zwinkert dem schlafenden Wesen zu und geht weiter auf grosse Fahrt...[/i]
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geschrieben am: 30.01.2000    um 14:26 Uhr   

ich habe angst
ich kann nicht,noch nicht.
Aber, wie lange wirst du mir noch glauben?
Denn es wird noch eine lange Zeit dauern...
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geschrieben am: 30.01.2000    um 14:28 Uhr   
[i]Langsam gleitet das Boot durch die Stille des funkelnden Sternenmeeres, zerteilt die
Zeit in kleinen Wellen am grobgeschnitzten Bug und lässt einen hellen Schweiff hinter sich am Himmel. Das weiche Segel spielt verträumt mit dem flauen Wind und treibt wie ein Gedanke durch die Unendlichkeit, das Ziel ist der Weg und der Kapitän ein Traum. Manchmal bewegt sich das Steuerrad, berührt von der Unbegreiflichkeit des Geistes, nicht zu fassen für einen Moment in Raum und Zeit. Langsam zieht es an einem kleinen Stern vorbei, der schüchtern funkelnd seine winzige Sonnensystem aus Staubkornkleinen Planeten bestrahlt. Im zart tastenden Licht der Sternennacht hebt eine Silouhette an der Reiling ein Fernrohr an das Auge und Lässt den Blick über die winzigen, kreisenden Murmeln neben dem Boot gleiten. Schaut dem glitzern der Einen eine Weile zu, die wie ein Garten für noch kleinere Sterne scheint. In filigranen Mustern leuchten auf dessen Oberfläche winzigkleine Punkte, bilden Sterne und Linien. Interessiert dreht die Gestalt am Okular des Fernrohrs und schaut genauer auf diesen winzigen Ball, schaut durch ein Fenster und wandert mit dem Blick deinen Hals entlang, streicht über deine Wange und verharrt kurz mit seinem leuchtendem Blick auf deinen Augen, als du sie öffnest. Schaut einen Augenblick lang hinein, in dem die Zeit auszuatmen scheint und den Raum sich selbst überlässt, wie ein sanfter Seitenblick der Unendlichkeit des Seins, das Beobachten des Fallens eines Tropfens, den man in seinem kurzen Flug von allen Seiten genau betrachtet und sich an den winzigen Wellen seiner Oberfläche, vom Fallwind hervorgerufen, lange weidet, sich an der Schönheit seiner wandelbaren, fliessenden Form tief erfreut. Schliesst deine Augen langsam mit einem sanften Lächeln wieder und die Gestalt lässt das Fernrohr wieder sinken und schaut dem vorbeiziehenden winzigen Universum noch ein wenig nach.
Erwachst am Morgen und weisst nicht woher dieses Gefühl von Ruhe und Geborgenheit kommt, das wie ein warmer Mantel um deine Schultern liegt und weich deinen Hals streichelt. Du lächelst wieder sanft.[/i]

[Diese Nachricht wurde geändert von: partholon (geändert am: 30-01-00).]

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geschrieben am: 10.02.2000    um 12:22 Uhr   
in weiter ferne thront der berg namens sehnsucht und kein weg ist zu finden, zu ihm zu gelangen, den durst zu löschen, der heiss brennt. er verspricht kühle quellen des labens, schatten und geborgenheit. sitz ich hier auf diesem felsen und schau zum horizont, der scharfen linie zwischen wirklichkeit und traum, dem harten boden und dem endlosen himmel. reicht dieser berg nur etwas näher an den traum heran? der feine wüstensand ist allgegenwärtig, macht das laufen schwer und blendet die augen in der sonne. es ist soviel davon da, doch will man ihn fassen rinnt er langsam wieder durch die finger, entzieht sich dem festhalten, der form. so schlepp ich mich dahin, hoch erhoben das ziel vor mir, das sich mir entzieht wie der sand.
[i]sich in seine weiche decke hüllt und die augen zu einem traum schliesst[/i]
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