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Sternenfreundschaft |
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geschrieben am: 08.02.2000 um 15:10 Uhr
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für den Menschen, der mir sehr weh getan hat
Sternen-Freundschaft
Wir waren Freunde und sind uns fremd geworden. Aber das ist recht so, und wir wollen's uns nicht verhehlen und verdunkeln, als ob wir und dessen zu schämen hätten. Wir sind zwei Schiffe, deren jedes sein Ziel und seine Bahn hat; wir können uns wohl kaum kreuzen und ein Fest miteinander feiern, wie wir es getan haben - und dann lagen beide Schiffe so ruhig in einem Hafen und in einer Sonne, daß es scheinen mochte, sie seien schon am Ziele und hätten ein Ziel gehabt. Aber dann trieb uns die allmächtige Gewalt unserer Aufgabe auseinander, in verschiedene Meer und Sonnenstriche, und vielleicht sehen wir uns nie wieder - vielleicht auch sehen wir uns wohl, aber kennen uns nicht wieder: die verschiedenen Meere und Sonnenstriche haben uns verändert! Daß wir uns fremd werden müssen ist das Gesetz über un: eben dadurch sollen wir una auch ehrwürdiger werden! Eben dadurch soll der Gedanke an unserer ehemailge Freundschaft heiliger werden! Es gibt wahrscheinlich eine ungeheure unsichtbare Kurve und Sternenbahn, in der unsere so verschiedenen Straßen und Ziele als kleine Wegstrecke einbegriffen sein mögen - erheben wir uns zu diesem Gedanken! Aber unser Leben ist zu kurz und unsre Sehkraft zu gering, als das wir mehr als Freunde im Sinne jener erhabenen Möglichkeit sein können. - Und so wollen wir an unsere Sternen-Freundschaft glauben, selbst wir einmal Erden-Feinde sein müßten.
Kueken |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.02.2000 um 17:54 Uhr
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| Ich empfehle: "Die Kunst des Liebens" von Erich Fromm. Lieben ist eine Fertigkeit. |
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