Auf den Beitrag: (ID: 25941) sind "1" Antworten eingegangen (Gelesen: 520 Mal).
"Autor"

Sternenfreundschaft

Nutzer: kueken18
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 07.05.2001
Anzahl Nachrichten: 50

geschrieben am: 08.02.2000    um 15:10 Uhr   
für den Menschen, der mir sehr weh getan hat
Sternen-Freundschaft

Wir waren Freunde und sind uns fremd geworden. Aber das ist recht so, und wir wollen's uns nicht verhehlen und verdunkeln, als ob wir und dessen zu schämen hätten. Wir sind zwei Schiffe, deren jedes sein Ziel und seine Bahn hat; wir können uns wohl kaum kreuzen und ein Fest miteinander feiern, wie wir es getan haben - und dann lagen beide Schiffe so ruhig in einem Hafen und in einer Sonne, daß es scheinen mochte, sie seien schon am Ziele und hätten ein Ziel gehabt. Aber dann trieb uns die allmächtige Gewalt unserer Aufgabe auseinander, in verschiedene Meer und Sonnenstriche, und vielleicht sehen wir uns nie wieder - vielleicht auch sehen wir uns wohl, aber kennen uns nicht wieder: die verschiedenen Meere und Sonnenstriche haben uns verändert! Daß wir uns fremd werden müssen ist das Gesetz über un: eben dadurch sollen wir una auch ehrwürdiger werden! Eben dadurch soll der Gedanke an unserer ehemailge Freundschaft heiliger werden! Es gibt wahrscheinlich eine ungeheure unsichtbare Kurve und Sternenbahn, in der unsere so verschiedenen Straßen und Ziele als kleine Wegstrecke einbegriffen sein mögen - erheben wir uns zu diesem Gedanken! Aber unser Leben ist zu kurz und unsre Sehkraft zu gering, als das wir mehr als Freunde im Sinne jener erhabenen Möglichkeit sein können. - Und so wollen wir an unsere Sternen-Freundschaft glauben, selbst wir einmal Erden-Feinde sein müßten.

Kueken
  Top
"Autor"  
Nutzer: tbear
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 113

geschrieben am: 08.02.2000    um 17:54 Uhr   
Ich empfehle: "Die Kunst des Liebens" von Erich Fromm. Lieben ist eine Fertigkeit.
  Top