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Die Gestalt am Wegesrand

Nutzer: Ayena
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geschrieben am: 17.02.2000    um 00:54 Uhr   
...und schießlich endete der alte Weg, und die Gestalt sank erschöpft an der großen Eiche nieder. Sie wußte nicht, was sie so ermüdet hatte. Der Blick zurück in die Nacht wurde getragen vom stillen Flüstern der schwarzen Blätter über ihr.
Irgendwann erhob sie sich und streifte im Mondschein irrend umher.
Ihr Weg war gekennzeichnet von Fluten aus gleißendem Sonnenlicht und dem stetig wiederkehrenden Mandschein, der sie stets *zurück* mit auf die Reise nahm...
Als die Gestlat schon sehr lange geirrt war, erkannte sie schließlich den wahren Grund ihrer Suche - *und floh*.
niemand sah sie in das Dunkel des Waldes entschlüpfen - suchend - niemand sah die Tränen, die sie nicht weinte, sondern in der Weite des Meeres betrachtete - sehnend, weinen zu können - niemand sah das seltene Lachen, wenn die Sonnenstrahlen in der Nase kitzelten - kein Weg kreuzte je die tiefe Schlucht ihrer schreinenden Seele, so dass auch niemand eine Brücke schlagen konnte...
und so konnte sie weder im Dunkel - noch am Meer - noch in der Sonne - noch in der Schlucht bleiben - und war doch in allem gefangen.Und so rannte sie - gejagt von
Einsamkeit - durch
dunkle Träume mit wirrem Farbenspiel - gehetzt vom ständig lachenden Hohn über falsche Wege
verfolgt von schwarzen Schatten ihres Ichs,
stolperte - niedergedrückt, doch
sich weiterschleppend
weiter, immer weiter...bis sie in das Lachen fiel...sie lachte und lachte - und eine Sonne ging auf - das heiße weiße Licht brannte sich in ihre Seele, die längst verstummt war, und die Schmerzen hinnahm. Und so ergoß sich am späten Abend die blutrote Sonne über das Land , verschlang es...doch verschwand dann am Horizont.
Nacht. Niemand. Stille...
Und endlich streichelte der erste frische Sonnenstrahl über ein kaltes Gesicht - die Tränen des ersten Taus waren eben getrocknet - und am Wegesrand steht eine Statue aus Stein...deren grauer Blick in die Ferne sieht...
Ayena
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Nutzer: Gast_day-walker
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geschrieben am: 16.02.2000    um 21:16 Uhr   
[i]kommt vorbei und sieht die Statue und legt ihr eine Girlande aus gelben Lilien um den Hals, auf dass sie das Licht des Waldes erfreuen sollen....
Streicht über ihren Kopf und hofft, dass der Stein einst wieder zum Leben erwacht...[/i]
Day-Walker
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Nutzer: Gast_little_mik
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geschrieben am: 18.02.2000    um 00:54 Uhr   
...eben aus dem Zauberwald kommend die graue Statue erblickt und kurz inne hält
...lange, fast regungslos die Statue betrachtet
dann doch, plötzlich, aus der Stille hochschreckt und traurig in seine Hand blickt...
ein Sonnenstrahl...
Erinnerungsfetzen durchstreifen seine Gedanken...
Angst, Kummer und Leid spiegeln sich in seinen Augen. Eine Träne rinnt die Wange hinab und streift,
fast unbemerkt, über die Lippen...
Ein kurzer Blick, nur ein Gedanke lang in die leeren Augen der Statue, dann,...
langsam macht er sich wieder auf den Weg, einen langen Weg, von dem er nicht weiß, wohin er führen soll, oder was er noch bringen wird...
Traurigkeit überkommt ihn, und doch läuft er weiter, festen Schrittes, immer einen Blick auf den Sonnenstrahl in Seiner Hand...
Little_Mik
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Nutzer: *sierra*
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geschrieben am: 18.02.2000    um 03:16 Uhr   
Und es kam ein Wanderer zwischen Zeit und Raum zu der Statue.
Setzt sich in den wohltuenden Schatten zur Rast, ruft die Falken die ihm die Geschichte der Satue erzählen.
Er erfährt von den Schmerzen, von der Flucht, von der Angst, vom Lachen und von der schrecklichen Sonne.
Sieht in die grauen Augen der Statue in der dies alles zu spüren ist.
Bannt die Zeit für einen Moment,verfinstert den Himmel, zaubert einen Regenbogen über die Statue und wirkt einen Zauber vor dem grellen Licht der nackten Erkenntnis.
Spricht die Worte der Gnade und der Verzeihung, bittet die Falken bei der Statue zu bleiben.
Weiß daß wenn die Satue den inneren Kampf mit sich ausgetragen hat,
wenn sie sich selbst als Mensch mit Stärken und Schwächen akkzeptiert hat und sich selbst wieder verzeihen kann,
dann das Stein wieder zum Leben erwacht,
dann das Lachen wird wieder ehrlich und lieb nicht grell,
dann die Flucht wird wieder ein Weg, dann eine Utopie wird wieder ein Traum.
Gibt der Statue die Kraft die er hat und verschwindet ins Zwischenlicht.
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