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Gedanken vor der verschlossenen Tür...

Nutzer: möbius
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geschrieben am: 18.02.2000    um 14:10 Uhr   
Man steht, geht, sitzt vor einer verschlossenen Tür, man hat gerade erfahren, daß sie zuhause ist, vorher hat man es geahnt, gespürt..sich aber eingeredet die tür bleibt verschlossen, weil sie nicht da ist,doch sie ist da. man will schreien, aber das kann man nicht... man stellt sich die ganzen stunden nur eine Frage...WARUM? -Angst? ist es -Kraftlosigkeit? -Hass? Angst könnte ein Grund sein, aber man kennt sich, versteht sich... Kraftlosigkeit könnte es sein... Hass hofft man nicht...aber wenn doch?.... Man steht hilflos da, nach all den mühen, anstrengungen... man fühlt die tränen an den wangen herunterlaufen...es ist kalt...körperlich und geistig... und es bleibt die ewige Frage....WARUM?..Warum bleibt die Tür verschlossen?....
Später ist die frage beantwortet...man hat einen Brief bekommen...man ist glücklich etwas von ihr zu hören...sie beantwortet diese quälende frage, dieses schreckliche WARUM? sie schreibt offen und ehrlich...was ihr sicher schwerfällt...man merkt, daß man die Antwort die ganze zeit wusste, sie nur nicht ernstegenommen hat, aus egoismus.... man versteht sie (kann man das verstehen?...als außenstehender sehr schwer...aber man denkt es zu verstehen..zumindest erahnen, akzeptieren..) Sie ist erfreut und erschreckt zugleich...man hat angst etwas falsches getan zu haben...man sitzt inzwischen im zug nach hause (kann man das zuhause nennen?..fern von den menschen die man liebt?)...man denkt nach...man versucht ihre gedanken und gefühle nachzuvollziehen...man hat das gefühl man muß sich entschuldigen...man wird sich entschuldigen... es tut einem leid sie erschreckt, verängstigt zu haben...dieses zarte wesen...man denkt an sie(wann tut man das nicht?)und spürt, daß sie auch an einen denkt...sie tut einem so leid...man wünscht sich alles wieder gutmachen zu können...man hofft das das noch geht...man spürt kälte, man zittert...innere kälte...man ist glücklich ihr wenigstens eine kleine Freude(?) hinterlassen zu haben, die alte erinnerungen weckt und neuere erinnerungen erhält...man ist müde...man will schlafen...man kann es nicht....immernoch im zug überfällt einen Angst...angst vor den folgen, folgen die sie betreffen, folgen die einen selbst betreffen, folgen die beide betreffen....man möchte schreien...was bleibt ist die gewissheit ihr näher gewesen zu sein als sonst (...ob das gut war?)...
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