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"Autor"

es war einmal ...

Nutzer: olorin
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geschrieben am: 19.02.2000    um 21:21 Uhr   
... eine Frau, die durch eine unglückselige Fügung des Schicksals ihre Familie verloren hatte und nun ganz allein auf der Welt war. Es war jedoch eine intelligente Frau von rascher Auffassungsgabe und großer Neugier. Und sie hatte von einem erstaunlichen Garten gehört, in welchem ein Baum wuchs, der die Goldenen Feigen des Paradieses trug. Dieser Baum, so hieß es, verleihe dem, der von seinen Früchten esse, alle Weisheit und jegliches Wissen, das man sich nur wünschen kann. Und da die Frau keine Familie hatte, konnte sie sich kein größeres Ziel im Leben denken, als diesen wunderbaren Baum zu finden.
So ging sie zu dem weisesten Mann, den sie kannte, einem Derwisch, der im Wald lebte. "Oh Großer Pir," sagte sie zu ihm "ich möchte den Baum finden, der die Goldenen Feigen des Paradieses trägt."
Der Weise nickte und sprach "Ich kenne diesen Baum." Freude erfüllte das Herz der Frau "So sagt mir, wie ich ihn finden kann!"
"Nun" sagte der Weise,"ich könnte Euch als Schülerin aufnehmen. Doch es würde ein langes Studium erfordern, bevor Ihr wißt, was Ihr wissen müßt."
Die Hoffnungen der Frau sanken, denn sie kannte ihr rastloses Wesen. "Verzeiht mir, Weiser, doch ich glaube nicht, daß ich für ein solches Studium geeignet bin."
Der Weise erwiderte milde "Was machtŽs. Wenn Ihr mit festem Sinn die Welt durchstreift, findet Ihr vielleicht, wonach Ihr sucht."
Und so gab die Frau sämtliche Güter fort, die sie ihr eigen nannte, und wurde Pilgerin. Sie besuchte die Gräber der Heiligen und die Moscheen mit den goldenen Kuppeln. Sie lauschte vielen gebildeten Lehrern. Sie sprach mit Arm und Reich, durchlitt Flut und Dürre, Hitze und Kälte, betrachtete Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge, bestieg Berge und durchquerte Wüsten. Doch die Goldenen Feigen des Paradieses fand sie nicht.
Dreißig Jahre verstrichen, und mit ergrautem Haar und von Sonne und Wind verwittertem Gesicht kehrte die Frau in ihr Heimatland zurück. Sie ging in den Wald und fand den weisen Mann, mit dem sie einstmals gesprochen hatte ... er schien kein bißchen gealtert zu sein.
"Ich muß wohl unwürdig sein," sagte sie zu ihm,"denn ich habe nicht gefunden, wonach ich suchte. Es ist nur gut, daß ich nicht Eure Schülerin wurde, denn Eure Zeit wäre an mir vergeudet gewesen."
Der Weise lächelte bloß und nahm ihre Hände in seine. "Kommt. Ich möchte Euch etwas zeigen."
Er führte sie eine nahe Böschung zu einem abgelegenen Tal hinunter. Da stand der Baum, schwer von den Goldenen Feigen des Paradieses.
"Was für eine Närrin ich doch war!" rief die Frau aus. "So viele Jahre bin ich gewandert, wo der Baum doch allezeit hier war. Warum habt Ihr mir nicht gesagt, daß Ihr sein Hüter seid?"
Doch der Sufi schüttelte den Kopf. "Ihr hättet mich für einen Aufschneider gehalten. Ohne eine mühsame Reise des Geistes oder des Körpers hättet Ihr das Geschenk nicht angenommen. Außerdem trägt der Baum nur alle einunddreißig Jahre Früchte." ...
(aus "Das Elexier der Nacht")

Der Wanderer
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Nutzer: vero50
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geschrieben am: 19.02.2000    um 23:53 Uhr   
Das Messer fest in meiner Hand.
Ich spüre das Blut in meinen Adern.
Ich schneide ins Fleisch - tief hinein.
Blut tropft.
Ich spüre mein Herz pochen - der Puls steigt an.
Ich verspüre ein Gefühl - ein merkwürdiges Gefühl.
Schmerz?
Schmerz ist anders:
Er zerfetzt Dein Herz,
Deine schönen Gedanken,
Deine Träume.
Die Klinge ist voll Blut.
Ich trinke mein Blut
Es bringt das Verderben.
Es gibt einem Kraft.
© by bloodysoul
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Nutzer: BloodySoul
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Anzahl Nachrichten: 9

geschrieben am: 20.02.2000    um 18:10 Uhr   
Gut Vero50
By BloodySoul
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Nutzer: Gast_corun
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geschrieben am: 21.02.2000    um 18:55 Uhr   
[i]nur ein kurzer Kommentar:[/i]
Auf schwarzer Klinge,
Dunkles Blut
Langsam sich abkühlt.
...
Ich wehre mich nur,
Versuche es zu vernichten.
Denn tief in mir drin, Schlummern dunkle Seen,
Aus dunklen Blute,
Mit meiner Macht.
...
Mörder seiner selbst,
Um Frieden zu bringen,
Die Menschheit zu strafen.
[i]Teile aus "Mörders Macht", vom 25.09.99[/i]
Corun
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Nutzer: wupel
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Registriert seit: 15.04.2002
Anzahl Nachrichten: 422

geschrieben am: 22.02.2000    um 12:05 Uhr   
vero????
warum törnt dich dieses Thema so an - sonst nur kurze statements - jetzt ein (ich will ja nicht verbessern) Erguß sondergleichen
fragend - wups
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Nutzer: vero50
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geschrieben am: 24.02.2000    um 18:24 Uhr   
[b]wupel[/b]
Hat mich keineswegs angetörnt. Es gab schon andere ähnliche Blutgeschichten (Nick vergessen).
Habe mich versucht einzufühlen. Die Wendung am Schluss gefällt mir:
Der Selbstmörder trinkt sein Blut, um sich zu kräftigen. D.h. er entnimmt sich für sich selbst eine Kraft, die er angesichts seines baldigen Todes gar nicht mehr benötigt.
Ist dies reine Unlogik des Autors?
Braucht es Nahrung + Kraft, um zu sterben?
Finde es nach wie vor ein reizendes Paradoxon.
Ich wollte nicht oberlehrerhaft wirken! vero, der Spritzenfeigling
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Nutzer: wupel
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Anzahl Nachrichten: 422

geschrieben am: 24.02.2000    um 20:30 Uhr   
vero,
mußt lange nachgedacht haben über den Tod um, an welchem Todesparadoxon auch immer, Gefallen zu finden.
Und du mußt wohl einen Weg gefunden haben, der dich die Kraft finden ließ, auch ohne tötenden Schnitt zu leben.
Denn hier gehtŽs mir wie anderswo: Das Nachempfinden der Worte Anderer bedarf des bewußt gelebten und bewußt verarbeiteten Momentes in ähnlicher Situation.
(wobei ich diesen Satz jetzt nicht verallgemeinern möcht und damit zum Ausdruck bringen will, daß ich, was deine Reaktion betrifft, ein wenig spekuliere)
Aber was solls, Paradoxone sind was schönes weshalb ich jetzt hier sage, daß alle Wupel lügen (inklusive diesen Satzes)
(und schon mal mein Messer wetze, um alsbald eines meiner Schafe grillfertig zu machen....ob mir das vielleicht Kraft gibt??
Sicher-es gibt mir die Kraft zu leben!!)
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Nutzer: wupel
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Registriert seit: 15.04.2002
Anzahl Nachrichten: 422

geschrieben am: 24.02.2000    um 20:30 Uhr   
vero,
mußt lange nachgedacht haben über den Tod um, an welchem Todesparadoxon auch immer, Gefallen zu finden.
Und du mußt wohl einen Weg gefunden haben, der dich die Kraft finden ließ, auch ohne tötenden Schnitt zu leben.
Denn hier gehtŽs mir wie anderswo: Das Nachempfinden der Worte Anderer bedarf des bewußt gelebten und bewußt verarbeiteten Momentes in ähnlicher Situation.
(wobei ich diesen Satz jetzt nicht verallgemeinern möcht und damit zum Ausdruck bringen will, daß ich, was deine Reaktion betrifft, ein wenig spekuliere)
Aber was solls, Paradoxone sind was schönes weshalb ich jetzt hier sage, daß alle Wupel lügen (inklusive diesen Satzes)
(und schon mal mein Messer wetze, um alsbald eines meiner Schafe grillfertig zu machen....ob mir das vielleicht Kraft gibt??
Sicher-es gibt mir die Kraft zu leben!!)
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