Auf den Beitrag: (ID: 25999) sind "24" Antworten eingegangen (Gelesen: 767 Mal).
"Autor"

Eure Meinung zu dieser Gesellschaft

Nutzer: tbear
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 113

geschrieben am: 21.02.2000    um 21:51 Uhr   
"Daran ist doch nur diese Gesellschaft schuld"; ein Satz den man häufig hört, wenn es um Probleme geht. Ich würde gerne mal versuchen, mit eurer Hilfe, die Fehler, aber auch die guten Dinge dieser Gesellschaft ein wenig zusammenzutragen und sie zu begründen.
Jeder von uns hat seine eigenen Erfahrungen mit dieser, unserer Gesellschaft und Kultur gemacht. Und ich glaube ihr stimmt mir bei, wenn ich sage, dass sie wirklich nicht gerade perfekt ist. Dabei könnte sie doch um so viel schöner sein. Ich weiß, dass man durch so eine Aktion nicht die Gesellschaft ändern kann, aber man kann sich der Fehler bedenken und dann eines besseren versuchen zu handeln. Jeder von uns würde sie gerne ändern, aber man sollte zuerst mal wissen was man genau ändern sollte, bevor man damit anfängt.
Aber die guten Dinge sollen natürlich nicht zu kurz kommen. Man muß ja auch wissen, was man auf keinen Fall ändern sollte.
Und keine Angst wenn ihr hier Gesellschaftskritisch argumentiert. Ich glaube hier drückt sich nirgends ein Beauftragter der Regierung für innere Sicherheit rum. Außerdem kann man sich immer noch auf das Recht zur freien Meinungsäußerung beziehen. :-)
Also habt ihr Lust? Na dann mal auf ins Gefecht!
tbear der Zauberlehrling
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_wildwesthero
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 23.08.2001
Anzahl Nachrichten: 61

geschrieben am: 22.02.2000    um 02:40 Uhr   
Hallo Tbear!
Meiner Meinung nach ist es einfacher zu fragen, was in dieser Gesellschaft einwandfrei (bzw. gut) funktioniert, als zu fragen, was nicht in Ordnung ist. Dann wird die Liste [b]viel[/b] kleiner, denn der Wurm ist fast überall mehr oder weniger drin.
Das Hauptproblem ist aber, daß die Mehrheit der Menschen überhaupt keine Veränderungen will, sie lieber die eingetretenen Pfade benutzt, auch wenn sie dabei matschige Schuhe und nasse Füsse kriegt (und auch mal in einen rostigen Nagel tritt).
Wo ist das Eiland Utopia? Daran denkst du doch bestimmt. Utopia ist überflutet worden von einem Tsunami namens Kommerz/Oberflächlichkeit. Wie Wupel ziehen sich die Leute frustiert in ihr eigenes kleines Reich zurück (wenn es nicht stimmt, Wupel, sorry! Bei mir ist es jedenfalls so). Es ist als stände man mit einem kleinen Hammer und Meißel vor dem Matterhorn, und müsste eine Goldader mitten im Zentrum des Felsens freilegen...
Das traurige daran ist, daß ein immenses Potential nicht genutzt wird, denn Idealismus kann enorme Energien freisetzen (...hoffentlich nicht auch Fanatismus).

Was gibt es gutes bei uns... *grübel* *vielgrübel* *nochmehrgrübel*
Ohne Priorität:
Grundgesetz
Sozial/Krankenversicherung (mangelhaft, aber besser als US-Zustände)

Schlechtes:
Über-Kommerz. Man muß sich nur einmal das TV-Programm-Niveau betrachten. Die Kinder die damit aufwachsen, können einem nur leid tun
Monopole (global). "Konkurrenz belebt das Geschäft" und kommt oft auch dem Kunden zugute: Preis, Qualität und Service sind besser. Was ist aber, wenn es keine Konkurrenz mehr gibt? Diese Mega-Mega-Konzerne können im Endeffekt alles diktieren: [b]Preis[/b], Qualität und Service. Konkurrenz wird einfach niedergemacht oder aufgekauft. No Chance! Der Motor wurde schon gestartet, wehe wenn er erst einmal mit Vollgas läuft.

Jetzt höre ich auf zu grübeln, bin schon genug down, vielleicht später mehr.
WWH

  Top
"Autor"  
Nutzer: wupel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 15.04.2002
Anzahl Nachrichten: 422

geschrieben am: 22.02.2000    um 12:29 Uhr   
..alter Zauberlehrling..glaubst du wirklich, daß ein jeder von uns die Gesellschaft ändern möchte??..
es ist dein Wunsch, weil irgendetwas in dieser Gesellschaft dir nicht schmeckt (mir nicht schmeckt, uns nicht schmeckt)..
Aber ändern???
Ich hab vor 10 Jahren, als dieser big-bang die Mauer wegtheoretisierte viel nachgedacht, viel gezweifelt - hat sich was geändert?? An der Unfreiheit des Individuums, an der Unfähigkeit der behütet werden wollenden Herde dämlicher Schafe zu sehen, daß hinter den Zäunen des Denkens, grüne Wiesen des des Fühlens sind??
Nein
Und es wird weitergehen!!
Die Mauern von Jericho sind nicht zu bezwingen - never
Die Mauern in dir, in mir, jederzeit, wenn man es denn will!!
Mit dem Gefühl, nicht ins "Gefecht" ziehen zu müssen.
Mit dem Gefühl, keine "Angst" haben zu müssen vor mir selbst.
Mit dem Gefühl, von niemanden das "Recht" zugesprochen bekommen zu müssen, frei meine Meinung zu äußern.
Mit dem Gefühl, ich selbst zu sein - unabhängig von der Meinung der "Gesellschaft" um mich rum.
Mit dem Gefühl, keiner "Perfektion" hinterherlaufen zu müssen.
SeiŽs drum
Fragen stellen ist gut.
Egal in welcher Gesellschaft man grad lebt.
wups
  Top
"Autor"  
Nutzer: jazzy!!
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 85

geschrieben am: 23.02.2000    um 10:46 Uhr   
Hm..Hallo!
Ich denke es auf die Gesellschat zu schieben ist zwar begründet aber so macht es sich die Menschheit zu leicht!
Klar ist sie nicht perfekt aber was ist schon perfekt oder was sollte es schon sein? Unmöglich!Aber bevor man überhaupt irgendetwas änder ob Gesellschat oder sonstiges sollte man bei sich selber anfangen.Man kann viel sagen von besseren Welt,bessere Gesellschaft und so.Klar es wär schön wenn es so wäre aber seit doch mal ehrlich:wird sowas je geschehen? Wohl kaum.Das heisst nicht das man es nicht versuchen sollte.Da die Menschen aber leine Roboter ohne Gefühle,Macken,...und so sind wird das wohl nie passieren.
So long, Eure Jazzy!!!
P.S.:Bitte nix übelnehmen...
  Top
"Autor"  
Nutzer: schermbeck
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2006
Anzahl Nachrichten: 62

geschrieben am: 24.02.2000    um 01:25 Uhr   
hallo zusammen!
die gesellschaft kann viel veränderung brauchen, aber, wie schon hero gesagt hat, haben viele menschen nicht den mut bzw. das bewußtsein, etwas ändern zu wollen. vielen menschen geht es auch gut, die damit sowieso jede veränderung ablehnen, aber jeder logisch-denkende mensch sollte doch zu dem schluß kommen, daß einige dinge falsch laufen:

demokratie: jeder gesellschaftsbereich sollte demokratisiert werden, auch die wirtschaft, die bislang außerhalb jeder demokratischen mitbestimmung steht.
soziales: ist dieser staat sozial zu nennen? was ist mit menschen, die aufgrund materieller nöte außerhalb der gesellschaft leben, asylbewerber, sozialhilfeempfänger, arbeitslose, kinderreiche familien o.ä.?
solidarität: handelt die brd solidarisch, indem sie waffen in die türkei liefert, wo eben mit diesen waffen menschen getötet werden? Oder zählt die solidarität zu einem militärverbündeten mehr als zu den kurden?
rechtliches: wenn man mich beim diebstahl eines kaugummis erwischt, werde ich mein ehrenwort geben, sowas nie wieder zu tun und bin damit straffrei, da ehrenworte heute ja mehr zählen als gesetze...... :-)

lautes lamentieren über mißstände ist zwar schön, um seinen inneren druck los zu werden, aber ändern wird sich dadurch nichts.
nicht reden - handeln.
damit meine ich nicht eine aggressive handlungsweise, denn nur step-by-step lassen sich umwälzungen der gesellschaft durch die gesellschft akzeptieren und schließlich realisieren.
eine perfekte welt wird es natürlich nie geben, jazzy - aber ich kann versuchen, meine träume zu leben und zu realisieren, und sei es nur in einer kleinen welt - meinem kopf.
Cu in cw.........
[Diese Nachricht wurde geändert von: schermbeck (geändert am: 24-02-00).]

  Top
"Autor"  
Nutzer: mouseberg
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 21.05.2005
Anzahl Nachrichten: 8

geschrieben am: 24.02.2000    um 01:50 Uhr   
mmhh... Gesellschaft...
sind nicht die Menschen, die in ihr leben ein Spiegelbild derer ?!
mir fällt dazu eine kurze Begnung ein, die ich nicht vergessen werde:
Als eine Kollegin von mir erfuhr, dass ich aus Berlin stamme (habe 17 Jahre dort gelebt), sagte sie zu mir: " Sag mal, hast Du dir nicht auch schon längst gewünscht, dass die die MAUER wieder aufbauen, noch viel höher als zuvor, anstatt sie eingerissen zu haben ?"
...ich lebte 17 Jahre in OST-Berlin!
[Diese Nachricht wurde geändert von: mouseberg (geändert am: 24-02-00).]
  Top
"Autor"  
Nutzer: hohenpriester
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.11.2004
Anzahl Nachrichten: 144

geschrieben am: 24.02.2000    um 08:07 Uhr   
Ich denke nicht, daß man "die gesellschaft" kritisieren kann. Das thema ist zu spekträr. ich habe selber 5 jahre in südamerika verbracht, und fand da ganz andere sachen zum kritisieren. also denke ich, wenn das auch sicher auf wiederstand stößt da es leicht generalisierend ist, ich werde hier einmal meine kritik an der [b]mitteleuropäischen[/b] gesellschaft.
(1) viel zu materialistisch
(2) viel zu oberflächlich
(3) viel zu egoistisch
(4) viel zu kalt
(5) viel zu rücksichtslos
(6) viel zu falsch
(7) zu wenig engagiert
(8) viel zu individualitätszerstörend
(9) viel zu "modisch" (= ähnlich wie (8))
Und diese punkte sind auch nur die, die mir jetzt spontan einfallen. Mal sehen, ob ich zeit finde, meine weiteren eindrücke in worte zu fassen und hier anzufügen.
Nun gut, ich hoffe niemand nimmt mir übel was ich hier schreibe, und wenn schon, umso besser, dan weiß ich wenigstens wer dazu gehört
Nun denn,
eitschpi
[Diese Nachricht wurde geändert von: hohenpriester (geändert am: 24-02-00).]
  Top
"Autor"  
Nutzer: neniel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 10.03.2005
Anzahl Nachrichten: 121

geschrieben am: 24.02.2000    um 09:11 Uhr   
welche Gesellschaft?
wie kann man etwas kritisieren, was es nicht wirklich gibt? wie kann man so etwas kritisieren, während man selbst längst nicht "unschuldig" ist. erst einmal sich kritisieren, und daran arbeiten.....-mein vorschlag...
*bs und bisschen grummel*
neniel
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_stöppel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 25.03.2001
Anzahl Nachrichten: 18

geschrieben am: 24.02.2000    um 15:05 Uhr   
Schon wieder so einer?
Gesellschaft?
tbear, Du hast wirklich Zeit oder?
Hast Du den aus deinem "Was-ist-Philosopohie-eigentlich?" thread nichts behalten? Die Infos, die dort rüberkamen, müßten dich doch auf Jahre beschäftigen...!
Na gut, wenn hier alle von negativen Dingen sprechen:
Ich finde unser Leben, unser Handeln, unseren Spielraum, unsere Art, verschiedene Intentionen zu vereinbaren, gar nicht schlecht. Im Vergleich mit anderen Gegenden dieser Welt. Immerhin erlaubt es unser Luxus, mit teuren Rechnern hier etwas zu schreiben. Und Zeit dazu haben wir auch noch!
Blöde materialistische Welt!
Dagegen finde ich das Wetter ziemlich scheiße.
  Top
"Autor"  
Nutzer: tbear
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 113

geschrieben am: 24.02.2000    um 18:18 Uhr   
*freu das es doch noch Anklang gefunden hat, sah als erstes nicht so aus*
Ich stimme mouseberg zu, wenn er sagt, dass doch eigentlich jeder Mensch ein Spiegelbild der Gesellschaft ist, in dem er lebt. Und ich gehe sogar noch weiter, und sage, dass die Gesellschaft eher das Spiegelbild der Menschen ist, die in ihr leben. Die Menschen bilden doch die Gesellschaft. Und da sagen jessy und neniel ganz recht, dass man bei sich selbst anfangen muß. Doch wie erkennt man all die Dinge, die man verbessern soll? Und hier setzt dann der Grund dafür ein, warum ich diesen threat eröffnet habe. Ich möchte sehen, was es für Fehler gibt, und dann mir überlegen, wie ich es bei mir (für mich und mein Umfeld) besser machen kann. Ich hab nicht vor, die Gesellschaft zu ändern. Das geht nicht, wie wupel sagt. Aber man kann sich ändern, und damit vielleicht die Leute in seiner Umgebung auch dazu bekommen über sich nachzudenken.
Besonders große Lücken sehe ich in den Zwischenmenschlichen Bereichen. Ich meine damit das Verhalten der Leute. Jeder schaut nur noch auf sich, und dass er gut dabei wegkommt. Wenn ein Verbrechen geschieht, schauen sie weg. Wenn jemand um Hilfe ruft, sind sie taub. Und was zählt heute noch das Ehrenwort bzw. die Ehre selbst? Wo ist die Menschlichkeit geblieben? Und weil das nicht nur vereinzelt auftritt, sondern so die große Masse ist, ist es ein Gesellschaftliches Problem.
(Wenn ich es mir alles noch mal durch den Kopf gehen lasse, so muß ich sagen, dass ich diesen threat hier auch nur wieder für mich selbst eröffnet habe. Nehmts mir nicht übel. Mein Ziel ist es nämlich, ein guter Mensch zu werden. Und dafür nehm ich mir die Zeit stöppel. Und ich finde, dass sollte jeder tun.)
tbear der Zauberlehrling
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_corun
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 06.07.2001
Anzahl Nachrichten: 20

geschrieben am: 24.02.2000    um 20:51 Uhr   
[i]mal wieder nur kurz:
"Normalität ist erlernt. Ist sie erstrebenswert?" Lumi[/i]
Corun
  Top
"Autor"  
Nutzer: *sierra*
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 211

geschrieben am: 25.02.2000    um 02:33 Uhr   
Lächelnd mal aus Zwischenlicht tritt
folgende Gedanken aufwirft:

1. Was ist Gesellschaft? Reden wir vom Gleichen?
2. Mensch ist niemals Spiegel der Gesellschaft, weil auch ein Splitter eines Spiegels, nie der ganze Spiegel ist.
3.Gesellschaft ist denke ich auch nicht entscheidend sondern der Nomos, die momentane gesellschaftlich sanktionierte Vereinbarung was nicht Werte heißt.
4.Fragt sich ob nicht die gesellschaftliche Vereinbarung die im Moment zentral von den Werten Individualität ( oder vielleicht Egoismus als Negativausdruck) geprägt ist von einzelnen geändert werden kann.
5.Erinnert an Platons Kreislauf der Gesellschaften und fragt sich ob wir nicht im Moment eben wieder eine der Stufen erreicht haben in der die Demokratie in ihre Negativform wechselt
6.Fragt sich wenn genügend gute Ideen einbringen, dann erst kann sich etwas ändern, einzeln werden die Rädchen einfach zerbrochen.
7. Werde aber immer in der Gesellschaft um bessere kämpfen. ;-)

Wanderer zwischen Zeit und Raum
  Top
"Autor"  
Nutzer: orla
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 508

geschrieben am: 25.02.2000    um 08:17 Uhr   

Die böse große Welt ist doch immer schuld,
wenn mal wieder etwas schief läuft in unserem Leben.
Es gibt Normen und Gesetze, die uns einschränken, sie lenken aber nicht unser Leben.
Wir treffen soviele Entscheidungen- unsere eigenen- ohne das jemand mit bestimmt.
Wir sind die Gesellschaft, die Masse. Wir machen alles aus. Gesetze beziehen sich auf die Allgemeinheit, das bedeutet, das wir als Gesellschaft kein Individuum sind. Wir sind nur Teil und nicht das ausschlag gebende Individuum.
Nur die Zahnräder in einer Uhr.
Und trotzdem jeder für sich etwas besonderes
  Top
"Autor"  
Nutzer: wupel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 15.04.2002
Anzahl Nachrichten: 422

geschrieben am: 25.02.2000    um 11:53 Uhr   

Durch die Kommerzialisierung von Trieben und der suggestiven Gleichsetzung von Trieb und Gefühl pervertiert diese Gesellschaft.
Weiterhin wird suggeriert, daß der Verstand eines jeden Menschen, welcher als abwägende Justizia in uns das Gleichgewicht zwischen Trieb und Gefühl halten soll (und muß, um uns nicht degenerativ zurück auf die Stufe sabbernder Urzeitviecher zu bringen), das dieser Verstand, mit dessen Hilfe der Mensch seit Jahrtausenden sein Fühlen kultivierte, einen Schmarren wert ist, weil er das Triebhafte in uns unterdrückt.
Das was tagein-tagaus in dieser doch so zivilisiert sich nennenden Gesellschaft angeworben wird ist: [i]Lebe deine Triebe aus und das Glück ist dir hold.[/i]
Starke Männer und starke Frauen prügeln sich durch den Tag, für "ihr persönliches Recht" kämpfend,
schöne Frauen und schöne Männer kopulieren in den Tag, für "ihre persönliche Befriedigung" kämpfend,
durchgeknallte und Schräge Männlein und Weiblein singen, malen, texten in den Tag, erniedrigen andere in Wort, Bild und Ton, für "ihr persönliche Recht" kämpend, frei ihre Meinung äußern zu können.
Glaubt irgendwer, daß diese Menschen glücklich sind??
Nur weil sie stark, schön, wortgewaltig durch die Medien geistern.
Anscheinend erziehlt es eine Wirkung. Die Zahl der Nachahmer steigt und damit ändert sich auch das Profil einer ganzen Gesellschaft.
Sie wird eine Gesellschaft von Affen die glauben, daß mit ihrem nachgeäffe "ihr Recht" auf freie Entfaltung der eigenen Individualität einhergeht und sehen vor lauter Eitelkeit nicht, daß sie Marionetten an den Fäden weniger Oberegoisten sind.
Und das das, was sie gelebte Individualität nennen nichts anderes ist, als der Kniefall vor dem Wärter der die Bananen bringt oder dem Puppenspieler, der die Fäden in der Hand hält.
Und die Gefühle, die sich in manch einsamer Stunde kleinlaut melden, die Sehnsucht nach Wärme + Nähe, nach Verständnis + Achtung, nach Vertrauen + Hingabe, nach Schönheit + Anmut, nach Liebe + Demut, diese Gefühle, diese Sehnsüchte, die wir mit der Muttermilch bekamen und die im zeitlichen Kontext jünger sind als die Urtriebe, deshalb aber nicht weniger stark, diese, die uns erst zum Menschen machen, verkümmern.
Der Verstand wird verrückt, die Seele krank, eine Gesellschaft Kranker und Verrückter nicht weniger.
aber egal
Motto lautet: Prügel, Vögel, Erniedrige und unterwerfe dich niemandem!
Ich hoffe ihr könnt verstehen, daß ich jetzt kotzen gehe......
PS bevorŽs kommt: Schulterklopf an wwh
  Top
"Autor"  
Nutzer: Ronsard
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 164

geschrieben am: 25.02.2000    um 15:45 Uhr   
... in einer Welt in der faschismus selbstverständländlich ist, in der wenige das meiste haben und viele nur den Rest.
In einer Welt in der durch Ignoranz die Menschen sterben....
In einer welt die ihre Kinder noch verhungern lässt....
In dieser welt will ich nicht leben, in dieser Welt ist nicht mein Platz.
...
Und trozdem kämpfe ich und hab so manche Fantasie und deshalb kämpfe ich sonst bleibt der Traum nur Utopie.
Jeder sollte Versuchen diese welt ein Stückchen besser zu machen und nicht einfach nur alles kritisieren
Wer nicht versucht etwas zu ändern, der bleibt ewig im Jetzt und tritt niemals in eine bessere Zukunft ein....
...denn wer die Fehler der Vergangenheit vergisst, der ist gezwungen sie zu wiederholen...
#kopfschüttelnd über soviele resignierende Äußerungen im Nebel verschwindet
  Top
"Autor"  
Nutzer: schermbeck
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2006
Anzahl Nachrichten: 62

geschrieben am: 25.02.2000    um 18:11 Uhr   
stimmt ronsard zu..........
  Top
"Autor"  
Nutzer: wupel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 15.04.2002
Anzahl Nachrichten: 422

geschrieben am: 26.02.2000    um 12:29 Uhr   
vielleicht noch ein Nachsatz
wwh, ich zieh mich nicht frustriert in meine kleine Welt zurück - bin eher offen für alles und jeden, weil ich denk und aus eigener Erfahrung weiß, daß mein Leben, welches nicht geprägt ist von der Anbetung des Konsumgottes , durchaus vielen ein Beispiel gibt, na zumindest sitzen immer wieder ne ganze Menge Menschen bei mir und fühlen sich einfach wohl. So ganz ohne Profilierungssucht und Theatergespiele.
Sich Zeit nehmen und dasein für andere, zuhören und reden - nennt mir ein besseres Mittel um etwas mehr Menschlichkeit in diese Welt zu bringen.
Dieses "für eine bessere Zukunft kämpfen" hört sich so gewaltig an, hat der eine oder andere einen Robin-Hood-Komplex?
aber vielleicht fang ich doch von vorn an:
tbear: ganz oben, wieso der Anspruch eine "perfekte" Gesellschaft haben zu wollen? ist ja wie der perfekte Mensch, die perfekte Beziehung. - nonsens
(hab ich anderswo begründet, ein "perfekter Zustand", wie, wer und wo auch immer ist ein statischer Zustand und nicht in Einklang zu bringen mit der Dynamik des Lebens)
wwh: wie gesagt, Rückzug von vorderster Front ja, aber weder frustriert noch desillusioniert
jazzy: ja
schermbeck: hört sich an als würdest du jedem Menschen dem es gut geht, das logische Denkvermögen abstreiten.
Weiter: was heißt "gut geht", wie ist deine Interpretation von "gut geht", mißt du das an deinem Maßstab?
und ganz zum Schluß: ..realisieren, nur in meinem Kopf...da muß es eben raus - lebe es anderen vor! ("nicht reden(denken)-handeln")
mouseberg: ist nicht die Gesellschaft ein Spiegelbild der Menschen, die in ihr leben? (oder wie hat ein ich-habs-vergessen mal gesagt: Jede Gruppe von Menschen bekommt die Gesellschaft, die sie verdient)
hohenpriester: nur die Frage, ob du eine Gesellschftsform kennst, in der nicht wenigstens 6 deiner 8,5 Punkte ebenso zutreffen. Wenn ja/nein -welche Konsequenz ergibt sich daraus????
neniel: ja
stöppel: ja, mein Hund schleppt auch unheimlich viel Dreck mit rein - shitwetter
sierra: einfach zurücklächel
orla: die Frage, ob Normen und Gesetze unser Leben "nur" einschränken oder gar reglementieren/bestimmen scheint mir eine wichtige zu sein. Der Widerspruch zwischen Reglement und Freiheit gleicht dem zwischen Individuum und Gesellschaft. Und die Antworten auf diese Fragen werden ebenso zahlreich sein wie die Menge der Fragesteller.
Was einfach mal heißt, daß die Regeln/Gesetze/Tabus und Doktrinen in jeder Gesellschaft immer einschränkend für das Individuum sein werden, bestimmend/lenkend nur für einige. Was die Frage aufwirft, welche Erwartung man an die Gesellschaft hat.
ronsard: du wirst nicht umhinkommen in dieser Welt zu leben. Kopfschüttelnd oder nicht. Ist Abwenden nicht genau der falsche Weg?? Und ich hab nicht den Eindruck hier übermäßig resignierende Äußerungen gelesen zu haben.
nun genug gelabert - schönes Wochenende - wups
  Top
"Autor"  
Nutzer: vero50
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 30.03.2001
Anzahl Nachrichten: 453

geschrieben am: 26.02.2000    um 14:16 Uhr   
Ausnahmsweise wäre hier einige Definition verlangt, die man von mir aber nicht verlagen sollte:
[b]Was ist Gesellschaft[/b]
Die Antinomie [i]Individuum - Gesellschaft[/i] ist eine uralte und wurde/wird mannigfaltig beschrieben.
Wo früher die Grossfamilie (Sippe) als soziales Netz für das Individuum vorhanden war, steht für manche heute vielleicht der Rechner ... ?
vero
  Top
"Autor"  
Nutzer: tbear
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 113

geschrieben am: 26.02.2000    um 15:52 Uhr   
wupel:Ich habe nie den Anspruch gemacht, eine "perfekte" Gesellschaft haben zu wollen. Im Gegenteil. Ich lehne eine "perfekte" Gesllschaft zu tiefst ab. Zu erst wäre es Utopie. Und dann denke ich, das eine "perfekte" Gesellschaft nicht den Vorstellungen, die viele mit ihr verbinden übereinstimmen würden. Eine "perfekte" Gesellschaft würde nämlich den totalen Stop aller Entwicklung und Fortschritt bedeuten. Die Menschen wären dann nur noch triebgesteuerte Lebewesen. Kurz: Tiere. Und das kann doch nicht der Höhepunkt der Gesellschaft sein. Niemals. Ganz abgesehen davon, sehe ich in der "perfeckten" Welt keinen Grund mehr, warum man da überhaupt noch leben sollte/wollte. Es ist doch schon alles "perfekt". Es wäre tod langweilig.
Und genauso wäre auch eine "perfekte" Beziehung, oder ein "perfekter" Zustand das letzte was ich will.
Ich will Veränderung. Und es gibt genug, was sich lohnen würde zu ändern. Veränderung=Bewegung=Leben. Ich will leben! Nicht nur vegitieren oder existieren. LEBEN! Und zwar gut (sinvoll) leben!
tbear der Zauberlehrling
  Top
"Autor"  
Nutzer: chartie
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 85

geschrieben am: 26.02.2000    um 17:00 Uhr   
Ich hasse unsere Gesellschaft.
Was machts sie aus unserem Leben?Sie macht uns zu Mitläufern wie Millionen anderer auch.Ich will nicht mitlaufen.Es tötet meine Gedanken meine Wünsche meine Träume.Das System versucht mich in eine Schublade zu pressen und zuzuschließen.Ich will mich befreien..frei sein.
Frei sein fängt im Kopf an.Man darf sich nicht betäuben lassen ;darf sich nicht abfinden...dann Lebt man erst
Unsere Gesellschaft sind alles elende Spießer die mitlaufen und krampfhaft versuchen jemand zu sein.Wenn es nicht so traurig sein wärs lächerlich.
Mit meinen 19 denke ich oft über den Tod nach,denn lieber Tod sein als einer von ihnen zu werden.
Lieber jung sterben aber wissen was LEBEN heißt...nicht vergetieren
  Top
"Autor"  
Nutzer: wupel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 15.04.2002
Anzahl Nachrichten: 422

geschrieben am: 27.02.2000    um 01:54 Uhr   
..nur kurz: vero was darf man von dir verlangen??...
  Top
"Autor"  
Nutzer: wupel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 15.04.2002
Anzahl Nachrichten: 422

geschrieben am: 27.02.2000    um 02:26 Uhr   
chartie: ich find es schön, daß du mit deinen 19 Lenzen den Entschluß gefaßt hast, lieber zu sterben, als doch , nur rein theoretisch, zu erfahren, wie es sich anfühlt zu hassen, zu lieben, zu hoffen, zu fühlen, zu kotzen, zu töten, zu zeugen, zu glauben, zu hoffen, zu spielen, zu weinen, zu träumen, zu schreiben, zu musizieren, zu trinken, zu kochen, zu ach leck mich doch........
man, in welchem Loch steckst du grad????
[i]Lieber alt werden und wissen, was Leben heißt![/i]
der richtige Satz...
tbear: hat sich nur so rausgelesen für mich (lies nochmal selbst deine Einführung)
(.."ihr stimmt mir bei...sie ist nicht grad perfekt" was suggeriert, daß du das Perfekte willst/wünschst..)
ansonsten stimm ich dir zu
vero, ich beginne dich zu mögen. kein Scheiß, weil in den 4 Monaten, die ich jetzt hier rumgeistere, endlich Fragezeichen sehe. (wobei das nur mein Gefühl von ganz zu Anfang bestätigt) (was jetzt kein Honig-ums-Maul-Geschmiere sein soll.)
(und wünsche dir eine Sippe im Tausch gegen den Rechner!)(nochmal Klammer auf-mir auch!)
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_wildwesthero
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 23.08.2001
Anzahl Nachrichten: 61

geschrieben am: 27.02.2000    um 08:39 Uhr   
Alle: WWH ist sprachlos, (what else can I say?), kann nur heftigst mit dem Kopf nicken (...hoffentlich gibts keine Hirnerschütterung).
Mouseberg: Hatte die Kollegin nicht recht? (Natürlich genau das
Gegenteil von dem, was sie eigenlich meinte) Ich habe als Wessi den
Eindruck bekommen, daß der (nichtoffizielle) soziale Umgang in der
DDR menschlicher war als in der BRD. Nicht aus Ideologie, sondern
ganz im Gegenteil weil das wirtschaftliche und gesellschaftliche
Leben übergesteuert war. Durch den Mangel war viel mehr "Mangelei"
nötig, der eine hatte das, der andere konnte das; man mußte sich
zusammenraufen um halbwegs über die Runden zu kommen. Man konnte
nicht einfach etwas kaufen was man brauchte, oder einen Handwerker
bestellen. Das war (zugegeben erzwungene) Solidarität auf hohem Level.
Ich denke, viele [b]Ossies[/b] (nicht übelnehmen, ist nicht abwertend
gemeint) [b]wünschen sich die Mauer wieder zurück[/b], denn in der
"sozialen Marktwirtschaft" herrscht doch oft ein für sie ungewohnt
eisiger Wind. So gesehen hat deine Kollegin recht...
Stöppel: Tbear muß ab und zu einfach mal das Fenster aufreißen, und
laut [b]SCHEIßE!!![/b] schreien. Wenn er dann die zustimmenden Echos
hört, ist er wieder eine Weile beruhigt ("...ich bin ja nicht der
einzige Verrückte..."). Verstehen tust du es nicht, KLAR!!! Aber ich
fand deine Attacke etwas zu heftig.
Man kann so gut wie immer ein negatives Vergleichsobjekt finden, die
andere Richtung wird geflissentlich übersehen!
Schermbeck: Einerseits sehe ich auch moralische und prinzipielle
Einwände gegen eine aggressive Gesellschaftveränderung, aber ob die
Step by Step Methode die richtige ist, wage ich auch zu bezweifeln.
Mir persönlich fehlt einfach die Geduld dafür: Als wenn ich in einer
Menschenschlange wäre, die sich nur zentimeterweise weiterbewegt. Und
wenn ich mich auf die Zehenspitzen stelle, so sehe ich, wie die
Schlange bis zum Horizont reicht; kein Ende in Sicht.
Chartie: Nachvollziehen kann ich es, aber ich finde, es wäre ein wenig
verfrüht. Vielleicht verknallst du dich übermorgen total, dann ist
dir Deutschland, die Welt und der ganze Kosmos [b]schnurzpiepegal[/b].
Wieder ein bißchen WWH-Senf auf die Gesellschafts-Wurst gestrichen
WWH
P.S. Vero: ANTIMONIE - kann man das essen ?
  Top
"Autor"  
Nutzer: sam_naseweiss
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 08.08.2001
Anzahl Nachrichten: 271

geschrieben am: 27.02.2000    um 10:59 Uhr   
Hi Alle

Die Positionen in der Gesellschaft, die im allgemeinen die Gesellschaft steuern und verändern können, werden von Menschen besetzt, die im besonderen Maße ehrgeizig, "hart" und egoistisch sind.
Nur als solcher Mensch kann man in der gesellschaftlichen Hierarchie nach oben steigen, andere Menschen bleiben auf der Strecke, weil sie zu "weich" sind, um die Intrigen zu überstehen, weil ihnen ihr Beruf nicht so wichtig wie ihre Überzeugungen, ihr Gewissen sind...usw..
Die Gesellschaft ist ein sich selbst erhaltendes System. Die Zöglinge und Erben des Systems müssen aus demselben Holz geschnitzt sein wie ihre Vorgänger, um in der Gesellschaft Erfolg zu haben.
Keine Veränderung möglich, Formvarianten ja, aber dennoch herrschen in allen Staatsformen dieselben Prinzipien, sei es Kommunismus, Kapitalismus, Diktaturen oder andere.
Es gelangen immer die nach oben, die die vorher beschriebenen Attribute aufweisen.
Man sehe sich unseren Staat an - ist es nicht sehr bedenklich, daß unser Staat ein Fall für den Staatsanwalt geworden ist?
Und das der Staat noch so gut dabei weg kommt, liegt das nicht daran, daß jeder weiß, daß die offengelegten Vergehen eigentlich Tagesordnung sind?
Und man sich schon daran gewöhnt hat und sie sogar akzeptiert, solange sie nicht ans Licht der Öffentlichkeit gelangen?
Daß zB. die Bundes-FDP eine andere Ansicht als die Landes-FDP hat beweißt nicht, daß verschiedene Ansichten innerhalb der Parteien akzeptiert sind, sondern daß die Mitglieder der Landes-FDP ihre Positionen gefährdet sehen, während die der Bundes-FDP im Festhalten der Landes-FDP an Koch ihre Positionen geschwächt sehen.
Das dahinter stehende Prinzip gilt für alle Parteien.
Bedenklich ist dabei, daß die Regierung der Brotgeber des Staatsanwaltes ist, der gegen sie ermittelt.
Gewaltenteilung existiert nicht wirklich.
Zu deiner eigentlich Frage, die Gesellschaft ist so, weil ihre Mitglieder es zu lassen, daß sie so ist, wie sie ist.
Der Einzelne kritisiert die Gesellschaft meist dann, wenn er von der Gesellschaft etwas möchte, daß er nicht bekommt. Er verhält sich damit im Grunde gesellschaftskonform, denn das ist das Prinzip der Gesellschaft. Jeder fordert etwas, und die, die ihren Willen am besten durchsetzen können, am skrupellosesten sind, gelangen am schnellsten nach oben.
Man muß einsehen, daß eine Gesamtveränderung der Menschheit - hin zu einem Utopia - nicht möglich ist.
Der Mensch muß sich als Einzelner bewähren, als Mensch mit Gewissen, egal in welchem Staat oder in welcher Gesellschaft er lebt, er sollte seinen Charakter entwickeln - sich bilden im Sinne der Philosophen der Romantik.
Gruß Sam
[Diese Nachricht wurde geändert von: sam_naseweiss (geändert am: 27-02-00).]
  Top
"Autor"  
Nutzer: mouseberg
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 21.05.2005
Anzahl Nachrichten: 8

geschrieben am: 27.02.2000    um 15:37 Uhr   
...mmhh...
nun sind hier viele "weise" Worte und Statements zutage geäussert worden, die in der Quintessenz für mich doch wieder auf eines hinauslaufen:
WIR ALLE ZUSAMMEN sind die Gesellschaft, denn ob wir wollen oder nicht, wir leben in ihr, sind in sie hineingeboren worden, und müssen uns damit auseinandersetzen.
Wir können uns abgrenzen, ausschliessen, aber losgelassen werden wir nicht von DER GESELLSCHAFT.
Dazu müsste man wohl irgendwo in der Wüste verschwinden und Eremit werden.
Also setzt sich doch ein jeder früher oder später damit auseinander, mal ganz ernsthaft, mal weniger ernst, wie ICH in dieser Gesellschaft zurechtkomme, nehme Positionen ein, die ich für mich selbst rechtfertigen kann und mit denen ich leben kann. Und so wie jeder seine ganz eigenen Charakterzüge hat, so findet jeder seine Position: entweder Weltverbesserer oder Eroberer, Politiker oder Hausfrau/mann. Diese Vielschichtigkeit ist doch die Gesellschaft, wir selbst bestimmen doch, wie sich die Gesellschaft darstellt?
Eine einzelne Ameise bildet ja auch keinen Haufen alleine....?!
...eins noch,
wwh - ich stimm Dir schon zu, was die Zwischenmenschlichkeit in der ehemaligen DDR betraf, aber verdammt viele haben das ganz schnell vergessen !!!
LEIDER !
  Top