|
|
|
geschrieben am: 25.02.2000 um 11:53 Uhr
|
|
Durch die Kommerzialisierung von Trieben und der suggestiven Gleichsetzung von Trieb und Gefühl pervertiert diese Gesellschaft.
Weiterhin wird suggeriert, daß der Verstand eines jeden Menschen, welcher als abwägende Justizia in uns das Gleichgewicht zwischen Trieb und Gefühl halten soll (und muß, um uns nicht degenerativ zurück auf die Stufe sabbernder Urzeitviecher zu bringen), das dieser Verstand, mit dessen Hilfe der Mensch seit Jahrtausenden sein Fühlen kultivierte, einen Schmarren wert ist, weil er das Triebhafte in uns unterdrückt.
Das was tagein-tagaus in dieser doch so zivilisiert sich nennenden Gesellschaft angeworben wird ist: [i]Lebe deine Triebe aus und das Glück ist dir hold.[/i]
Starke Männer und starke Frauen prügeln sich durch den Tag, für "ihr persönliches Recht" kämpfend,
schöne Frauen und schöne Männer kopulieren in den Tag, für "ihre persönliche Befriedigung" kämpfend,
durchgeknallte und Schräge Männlein und Weiblein singen, malen, texten in den Tag, erniedrigen andere in Wort, Bild und Ton, für "ihr persönliche Recht" kämpend, frei ihre Meinung äußern zu können.
Glaubt irgendwer, daß diese Menschen glücklich sind??
Nur weil sie stark, schön, wortgewaltig durch die Medien geistern.
Anscheinend erziehlt es eine Wirkung. Die Zahl der Nachahmer steigt und damit ändert sich auch das Profil einer ganzen Gesellschaft.
Sie wird eine Gesellschaft von Affen die glauben, daß mit ihrem nachgeäffe "ihr Recht" auf freie Entfaltung der eigenen Individualität einhergeht und sehen vor lauter Eitelkeit nicht, daß sie Marionetten an den Fäden weniger Oberegoisten sind.
Und das das, was sie gelebte Individualität nennen nichts anderes ist, als der Kniefall vor dem Wärter der die Bananen bringt oder dem Puppenspieler, der die Fäden in der Hand hält.
Und die Gefühle, die sich in manch einsamer Stunde kleinlaut melden, die Sehnsucht nach Wärme + Nähe, nach Verständnis + Achtung, nach Vertrauen + Hingabe, nach Schönheit + Anmut, nach Liebe + Demut, diese Gefühle, diese Sehnsüchte, die wir mit der Muttermilch bekamen und die im zeitlichen Kontext jünger sind als die Urtriebe, deshalb aber nicht weniger stark, diese, die uns erst zum Menschen machen, verkümmern.
Der Verstand wird verrückt, die Seele krank, eine Gesellschaft Kranker und Verrückter nicht weniger.
aber egal
Motto lautet: Prügel, Vögel, Erniedrige und unterwerfe dich niemandem!
Ich hoffe ihr könnt verstehen, daß ich jetzt kotzen gehe......
PS bevorŽs kommt: Schulterklopf an wwh |
|
|
|
|