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kleiner gedanke |
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geschrieben am: 28.02.2000 um 10:49 Uhr
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Freunde des Waldes, ich möchte euch etwas mitteilen was mir aufgefallen ist, und ich bin sicher nicht der einzige. Jedoch spricht es niemand aus, und ich möchte dies dann eben nun tun. Ich hoffe es sprechen sich jetzt nicht die falschen angesprochen, ich bitte alle zu verstehen, daß dies keine generelle meinung über uns alle ist, sondern vielmehr [b]bis zu einem gewissen grad[/b] bei uns allen der fall ist und vielleicht sollte man mal darüber nachdenken.
Genug der runden um den heißen brei, konkret denke ich, daß aufgrund mehrerer vorfälle in der letzten zeit eine tendenz geschaffen wurde (oder war sie schon immer da?) die uns (bei mir stellte ich diese tendenz auch fest, also bitte dies nur als konstruktive kritik aufzufassen) dazu bewegt, unsere persönlichen probleme zu hypersensibilisieren und in selbstmitleid zu versinken. Resultat: [b]SELBSTMITLEIDS-HOCHWASSER![/b]
Naja, ich hoffe mal, der eine oder andere wird mir zustimmen in diesem punkt und vielleicht auch hin und wieder versuchen, diese tendenzen abzubauen. Und wenn nicht, naja, dann nehme ich mich halt selbst bei der nase und habe vielleicht fälschlich von mir auf die anderen geschlossen.
Bitte um Rückinfo!
eitschpi |
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geschrieben am: 28.02.2000 um 14:18 Uhr
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...ja..hallöchen...bin mir nicht sicher ob ich auch dazu zähle, aber grunde ist es menschlich. jeder denkt ihm gehts am miesesten, man wird egoistisch und vergräbt sich immer tiefer in die eigenen probleme..
...und dabei gibt es viel schlimmeres..
-man kann todkrank sein
-hungern,
-ganz allein sein (auch ohne freunde im
chat!)
....ach was weiß ich...ihr wißt das ja selbst,über manches muß man halt hinweg kommen, ob liebeskummer oder verlust.
ich weiß, ihr denkt jetzt: leichter gesagt als getan, aber ich denke...solange mich nicht jemand nach meinem problem fragt..belaste ich die anderen nicht damit...
das kann nämlich auch andere ganz schön mitnehmen...
ich hör mir gerne sorgen anderer an...aber übertriebenes selbstmitleid kotzt (sorry) mich echt an. davon wird es auch nicht besser.
das leben ist nun mal kein zuckerschlecken...wem es nicht paßt, der soll gehen...aber derjenige ist ein feigling...und sein größtes problem ist er selbst (auch damit kommt man zurecht).
nochmal lieb grinz...und hofft sie kriegt keine schelte...ciao sagt ich also known as {incise}
Ps.: wie schreibt man kursiv und dick im
forum und wie öffnet man namenlose
foren? danke im voraus. tschööö.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 28.02.2000 um 14:27 Uhr
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Ich denke, das selbstmitleid von dem ich hier spreche ist nich bewußt übertriebenes oder so, sondern jeder von uns ist wirklich überzeugt von den problemen die er hat -> obwohl sie übertrieben sind!
(wollt ich nur noch hinzufügen, um ganz sicher zu gehen daß niemand sauer ist!)
Und incise: fett und kursiv schreiben kannst du mit UBB code, text ist kursiv (aber mit [b]eckigen[/b] klammern ][][][][) und text ist fett! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 28.02.2000 um 17:24 Uhr
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mein mentor!
Ich habe diese tendenz auch wahrgenommen. Aber auch ich bin unter diesen leuten. Ich glaube aber, es wird sich bessern, sobald die ersten wärmeren tage zum Vorschein kommen. Viel an dieser tendenz kann man sowieso nicht ändern. man kann höchstens versuchen, seine eigenen problemchen nicht auch noch einzubringen. Außerdem sollte men eigentlich dankbar für die Probleme sein, die man hat, sonst wär das leben ja langweilig. Die probleme gehören eben dazu! Fassen wir also mut und nehmen sie unser an.
tbear der zauberlehrling |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 28.02.2000 um 20:50 Uhr
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#nickt mit dem Kopf
Diese Tendenz ist mir auch aufgefallen aber ich kann nur teilweise Zustimmen...
Manchmal ist gesundes Selbstmitleid der beste Weg zur Besserung, solange es nicht übertrieben ist.
Und das es irgendwo im Chat ausgelebt wird ist nur zu gut zu verstehen, denn manchmal versteckt man sich lieber hinter einem Synonym als es in der "Wirklichkeit" auszuleben.
Wenn es den Leuten dann besser geht, warum nicht ?
Nur zuviel davon ist schädlich.
Auf bald.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 28.02.2000 um 21:22 Uhr
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ich stimm ein wenig honeybunny zu.. auch wenn ichs nicht so weit herholen wuerd, mit den "wirklichen" problemen...
ich hab gestern ne mail erhalten - hatte mich recht flapsig per /post nach dem befinden eines lange nicht gesehenen bekannten erkundigt... nun, er liegt nach nem unfall im krankenhaus und es geht ihm nicht so gut...
was ist dagegen ne naechtliche diskussion um herzschmerz im chat? irgendwie hat diese mail fuer mich wieder alles relativiert... |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 28.02.2000 um 23:28 Uhr
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[i]wollt ja eigentlich nicht und tut nu doch wieder...naja...[/i]
Also, zunächst mal, ich schliesse mich aus dieser Selbstmitleidstheorie aus, denn ich bin der Ansicht, reale Probleme benötigen reale Lösungen, da rede ich ([i]nehmt's mir nicht übel[/i]) doch lieber mit Menschen, denen ich in die Augen sehen kann.
Aber ansonsten gebe ich dem Priester eigentlich schon recht, ich habe das Ganze schon einmal gesagt, ich weiß nicht mehr, in welchem Thread, aber so ähnlich sehe ich das schon länger.
In der Tat ist gegen 'gesundes' Selbstmitleid nichts einzuwenden, aber manches Mal denke ich auch, daß einige nur zu wenig Aufmerksamkeit bekommen ([i]ob im Wald oder real, kann ich natürlich nicht sagen[/i]) und deshalb hier ihre Probleme ausbreiten.
Ich habe mich bei diesen Personen auf drei beschränkt, bei allen anderen Leuten halte ich mich mit dem Angebot der Hilfe doch zurück. Man mag mich kaltherzig schimpfen, aber wer kann es schon ertragen, zwei Dutzend verschiedene Probleme zu hören, ohne auch nur etwas dagegen tun zu können?
Ich bin ein Mensch der Tat, ich flippe aus, wenn ich sehe, daß es jemandem schlecht geht und ich rein gar nichts machen kann, um ihm zu helfen.
Darum ignoriere ich das Geheule der Banshees meißt einfach und chatte weiter, wie bisher.
Wie gesagt, wer will, mag mich kaltherzig nennen, aber so sehe ich das nun einmal.
Ich hab's versucht, aber ich bin nicht dazu bereit, meine Zeit mit den Problemen fremder Leute zu verplempern. Als Ausnahme eben diese drei ausgenommen.
Nun weiß ich eigentlich nicht mehr, wie ich hierher gekommen bin...also ganz kurz ein Resumee.
Ich sehe das Selbstmitleid, das der Priester anspricht ebenfalls - und kann nicht sagen, daß es mich [i]nicht[/i] stört, aber was kann man schon nutzbringenderes machen, als reden?
Ich bin für die, die es in meinen Augen wert sind ([i]jaja, hängt mich für diese Formulierung[/i]) immer da, egal wie lange, egal wann und egal worum es geht.
Aber ich sehe mich nicht als Seelenklemptner für jeden im Wald.
Und darum bleibt es auch weiterhin bei diesen drei Personen. Das sei grausam sagte man mir - aber damit kann ich leben. Wenn jeder drei Menschen hier hätte, denen er seine Aufmerksamkeit bei Problemen widmen würde, hätte jedenfalls jeder zumindest einen, mit dem er reden könnte.
Die Verzweiflung
[i]die sich mal wieder um Kopf und Kragen redet[/i]
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| "Autor" |
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geschrieben am: 29.02.2000 um 10:54 Uhr
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[i]mmhh...[/i]
selbstmitleidige Tendenzen...
ich betrachte das wohl eher aus einem anderen Blickwinkel, denn ich habe das Gefühl, dass es den Leuten, die hier ihre Zeilen hinterlassen, nicht vor allem um Problemlösungen oder Hilfe geht, sondern eher darum, ihre poetischen Ideen und Geschichten zutage zu bringen, damit sie irgendjemand liest. Denn meist hat man sonst in seinem Umfeld eher weniger Menschen, dem man sie votragen oder lesen lassen möchte, aus Angst belächelt werden zu können, oder schlicht unverstanden wird. Hier tauchen doch eher die Menschen auf, die sich für "sowas" interessieren, und die sich vielleicht den ein oder anderen Kommentar dazu auch einfallen lassen, der dann doch eher objektiv ist, weil der grosse Mantel der Anonymität über (fast) allen Leuten hier liegt.
Das nun zur Zeit die Inhalte eher depressiver Natur sind, mag wohl wirklich mit der Jahreszeit zu tun haben. Grad wenns auch draussen so bedrückend ist und man selbst in einer nicht gerade positiven Lebenssituation, verstärkt doch solch grau in grau draussen doch auch das grau in grau in einem selbst. Wenn wieder die Sonne lacht, werden hier sicher auch wieder mehr sonnige Geschichten und Gedichte auftauchen.
Oder nicht ???!!!
[i]mal abwarten...[/i]
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| "Autor" |
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geschrieben am: 29.02.2000 um 11:43 Uhr
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Nun was soll ich sagen, auch ich habe vor nicht allzu langer Zeit einige Probleme mit in den Wald gebracht (aber mal ganz ehrlich, wer noch nicht), und dies obwohl ich es mir geschworen hatte, dies nie zu tun, aber es passierte trotzdem. Dagegen ist man sozusagen machtlos. Ich möchte mich auf diesem Wege bei allen bedanken, die sich die Zeit genommen haben, mir zuzuhören. Und seid euch gewiß, meine Freunde, es hat mir sehr geholfen. Ich habe vor einiger Zeit schon mal ein Thread zu dem Thema Traurigkeit im Wald geschrieben, drum möchte ich dazu hier nicht näher eingehen, da ich mich nur wiederholen würde. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr es ja noch lesen ("danach war mir auch" im unteren Teil). Nun zum Problem der Änderung dieser Tendenzen, muß ich sagen, daß ich das Gefühl habe das dieses Thema sehr aufgebauscht wird, vielleicht um von anderen Dingen abzulenken, die im Wald derzeit schiefgehen, doch dies zu beurteilen, steht mir wohl an dieser Stelle nicht zu. Vergessen sollte man auch nicht, das es dieses Gefühl ist, was den Wald ausmacht, das Gefühl, das jemand für einen da ist. Dies nun schlechtzureden, halte ich für wenig sinnvoll. Dies aber bis zum Anschlag auszunutzen halte ich für ebenfalls sehr gefährlich. Das gesunde Mittelmaß sollte das Ziel sein, Freunde ...
In diesem Sinne.
Die Seherin |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 29.02.2000 um 18:24 Uhr
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Ein offenes Ohr zu haben und zu helfen ist mir immer schon sehr wichtig gewesen...
bei vielen Problemen kann man schon durch zuhören helfen, oder aber die eine oder andere Frage stellen...
Wichtig ist uns allen doch das es Menschen gibt die einem Zuhören, die vielleicht helfen können und das es einige gibt die helfen, jeder soviel wie er kann.
Freunde und Freundschaft ist viel Wert, aber es ist immer ein geben und nehmen, und wenn ein Freund hilfe braucht muß er sie bekommen, auch im chat.
Despair du hast recht wenn du sagts das reale Problem reale Lösungen benötigen, aber ich hab hier im Chat Freunde gefunden die mir dabei helfen können, und das ist mir sehr wichtig.
Das Feuerköpfchen |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 01.03.2000 um 08:31 Uhr
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Selbstmitleid
Wir schütten unser Herz hier aus, wweil es geht, weil man uns hört, uns antwortet.
Wir schwelgen hier doch nur in Selbstmitleid, weil wir hier die Chance dafür geschaffen haben!
Ist es denn so falsch?
Es würde dann aufhören, wenn wir aufhören zu zuhören, zu antworten, mitgefühl zu zeigen.
Wäre es so viel schöner?
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