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Für Liebesgedichtler und Liebeskümmler ...

Nutzer: abalone
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geschrieben am: 01.03.2000    um 13:04 Uhr   
Nur Du
Nur Du
bringst mein Herz zum Lachen
Nur Du
kannst mein Gefühlsfeuerwerk entfachen
Nur Du
gibst mir Halt in meinem Leben
Nur Du
läßt meine Seele erbeben
Nur Du
verbreitest in mir güldenen Schimmer
Nur Du
wirst mein sein für ewig und immer
Nur
Du bist nicht der erste, dem ich dieses sage,
denn es steht nun einmal außer Frage,
daß nichts im Leben ewig währt -
irgendwann sind die Gefühle aufgezehrt.
Dem nächsten Mann, der in unser Leben tritt,
geben wir genau dieselben Zeilen mit.
Nehmt diese Tatsache endlich wahr,
und werdet Euch über diesen Umstand klar!
Vielleicht hilft diese Erkenntnis in Zeiten voll Schmerzen
und macht Platz für mehr Hoffnung in Euren Herzen.
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Nutzer: abalone
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geschrieben am: 01.03.2000    um 13:06 Uhr   
[b]erklärung[/b]
naja, keine meisterleistung, ist aber auch in ein paar minuten entstanden ...
was will ich damit sagen? will ich jegliche illusionen rauben? nein, das auf keinen fall. ich kenne auch diese überschwenglichen gefühle des frischen verliebtseins - und erlebe es gerade, daß sie auch noch nach monaten nicht an intensität verlieren (können). und doch kann ich mir bei der lektüre der flut von liebesgedichten im netz ein müdes lächeln nicht verkneifen - 'jaja, wir sprechen uns in einem jahr wieder - mal sehen, ob es wirklich die liebe auf ewig war.'
oft genug habe ich folgende entwicklung beobachtet: (jetzt ein wenig dramatischer dargestellt ;o))
1. Woche: Liebesgedicht für x ('dein für immer, ... gefühle so tief wie noch nie, ...')
2. Woche: Tränen / für x ('spielchen gespielt, ... nie wieder jemanden lieben können, ... zerstörtes Leben ...')
3. Woche: Liebesgedicht für y ('wieder licht gebracht, ... dein für immer, ...')
4. Woche: goto 2. Woche ;o)
was stört mich daran? hm, ich denke, daß die liebe oft zu sehr verherrlicht wird - dementsprechend hart wird es, wenn die liebe enttäuscht wird. ich glaube, daß 90% der 'tränengedichte' nicht nötig wären, würde man sich der tatsache bewußt, daß gefühle nicht berechenbar sind - und demnach aussagen wie 'dein für immer' keine garantie beinhalten können.
im grunde sind gedichte, auf die ich mit dem anfang meiner zeilen bezug nehme, nichts weiter als lügen. im grunde müßte es heißen:
Nicht nur Du
bringst mein Herz zum Lachen
Nicht nur Du
kannst mein Gefühlsfeuerwerk entfachen ...
aber zur Zeit bist Du es, der mein Herz bringt zum sprießen
und ich möchte es, solang' es nur möglich ist, genießen ...
tja, das wollt' ich mal gesagt haben :-)
ABA
[Diese Nachricht wurde geändert von: abalone (geändert am: 01-03-00).]
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Nutzer: micha40
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geschrieben am: 01.03.2000    um 13:23 Uhr   
...und wenn schon, sind süsse Lügen nicht
viel aufregender als die schnöde Wahrheit?
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Nutzer: abalone
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geschrieben am: 01.03.2000    um 13:35 Uhr   
mir geht es um die konsequenzen der lügen, micha ...
ich kenne diese gefühle auch - erlebe sie auch aktuell. aber ich will mich nicht so tief darin verlieren ... hm, wie soll ich sagen - ich fühle mich einfach 'befreiter', nicht gleich alles für die ewigkeit festzumachen, sondern ehrlich zu sagen:'ich will die zeit mit dir genießen, solange es uns beiden vergönnt ist - solange unsere gefühle anhalten - und ich kann nur hoffen, daß es die ewigkeit ist.'
ich denke, diese einstellung läßt einen im falle einer trennung besser mit der situation umgehen.
wenn ich meinem partner liebe bis in die ewigkeit bezolle, dann erwarte ich automatisch im hintergund, daß es bei ihm genauso aussieht. doch wenn er dann plötzlich einen schlußstrich zieht, enttäuscht er eine erwartung, die er nie selbst geschaffen hat.
doch werde ich mir von anfang bewußt, daß es keine garantie für ewige gefühle gibt, dann kann ich es akzeptieren, daß es beim partner ebenso aussehen kann.
*erst mal was essen geht* ABA :-)
[Diese Nachricht wurde geändert von: abalone (geändert am: 01-03-00).]
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Nutzer: xeena
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geschrieben am: 01.03.2000    um 17:03 Uhr   

ist das bei dir sooo einfach abalone???
akzeptieren und ab in die tonne mit den gefühlen???
"andere mütter haben auch noch schöne söhne"???
tut mir leid... nein danke, nix für mich
auch ich kann akzeptieren, wenn alles "aus ist", aber deswegen gleich von anfang an den gedanken "nix währt ewig" im hinterkopf zu haben... ich weiss nicht...

[i]nachdenklich[/i]
xeena
p.s. nein, ich erwarte weder eine antwort, noch will ich zofferei heraufbeschwören... ist nur meine eigene höchstpersönliche meinung...
Warum richtest Du über mich, wenn Du doch keine Ahnung hast, wovon ich spreche, wie ich lebe, wie ich liebe?
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Nutzer: abalone
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geschrieben am: 01.03.2000    um 17:41 Uhr   
nein, xeena - einfach ist es nie, verlassen zu werden. aber viele reaktionen darauf strotzen nur so vor bitterkeit, vorwürfen, manches mal sogar haß. woraus resultieren diese gefühle? daraus, daß wir etwas voraussetzten, das nicht existiert.
ich spreche niemandem ab, in trauer zu verfallen. doch fehlt oft das verständnis für den partner. übrig bleiben nur vorwürfe und anklagen. dabei hat er sich zumeist gar nichts zu schulden kommen lassen - außer unsere erwartung nicht erfüllt zu haben.
ich denke einfach, daß es hilfreich sein kann, sich vor augen zu führen, wie oft man schon einem menschen geschworen hat: DU, und nur DU bist es. es hindert einen vielleicht daran, völlig in ein loch zu fallen und das ganze leben in frage zu stellen.
ABA
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Nutzer: vero50
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geschrieben am: 01.03.2000    um 17:54 Uhr   
Fast möchte ich sagen: Ums Himmels Willen keinen Zoff über solche Gefühle ...
Nun denn, ich habe Erfahrung im Verlassen und im VerlassenWordenSein. Beides ist nicht einfach und mit Gefühlsbädern verbunden.
Der/Die Verlassene scheint mir immer der/die schwächere Position zu besitzen.
Lasst die Verlassenen heulen + zettern - selbst wenn sich das Ganze wirklich gem. ABAS Analyse abspielt.
Es ist eben so, dass eine zerbochene Liebe sehr schmerzt. Besser, die Leute heulen, statt sich zu erschiessen ...
vero, etwas rasch, hoffentlich nicht zu oberflächlich ...
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Nutzer: vero50
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Anzahl Nachrichten: 453

geschrieben am: 01.03.2000    um 17:55 Uhr   
Fast möchte ich sagen: Ums Himmels Willen keinen Zoff über solche Gefühle ...
Nun denn, ich habe Erfahrung im Verlassen und im VerlassenWordenSein. Beides ist nicht einfach und mit Gefühlsbädern verbunden.
Der/Die Verlassene scheint mir immer der/die schwächere Position zu besitzen.
Lasst die Verlassenen heulen + zettern - selbst wenn sich das Ganze wirklich gem. ABAS Analyse abspielt.
Es ist eben so, dass eine zerbochene Liebe sehr schmerzt. Besser, die Leute heulen, statt sich zu erschiessen ...
vero, etwas rasch, hoffentlich nicht zu oberflächlich ...
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Nutzer: everlasting
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geschrieben am: 02.03.2000    um 13:11 Uhr   
Natürlich stürzen wir uns in Gedanken von einer "ewigwährenden Liebe" sobald wir frisch (oder auch schon nicht mehr ganz so frisch) verliebt sind. Aber zum einen ist das doch besser, als mit dem Gedanken "Ach, irgendwann ist es eh vorbei" in die Beziehung zu gehen. Wenn man sich immer der Zerbrechlichkeit der Beziehung bewusst ist, kann man die Beziehung überhaupt nicht richtig geniessen. Man denkt jedesmal, wenn man irgendetwas über Trennung hört, wenn z.B. Freunde sich getrennt haben oder so, daran, daß man selbst ja auch nicht verschont wird. Und so lebt man in der Beziehung doch sehr unglücklich, denn immer, wenn man den anderen sieht, denkt man nicht "Das ist der Mensch mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen möchte" sondern "Irgendwann verlässt er mich". Denn man selbst glaubt an die eigene Liebe, auch wenn dies eine Illusion ist. Natürlich kann man selbst derjenige sein, der Schluss macht. Aber soetwas kann man sich dann nur schlecht vorstellen, schließlich ist man ja schrecklich verliebt! Ist es da nicht besser, sich in diese Illusionen einer "ewigen Liebe" zu flüchten? Zumindest kann man dann während der Beziehung vollkommen glücklich sein. Denn am Ende einer Beziehung ist man immer verletzt, wenn man verlassen wird. Da hilft (meiner Meinung)nach auch jede "Vorbereitung" nichts.
And he lasts forever
[Diese Nachricht wurde geändert von: everlasting (geändert am: 02-03-00).]
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