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geschrieben am: 06.03.2000 um 19:22 Uhr
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Dies ist nur für dich ... ich schrieb es am 03.01.2000, erinnere dich an Zeit von damals ...
Wenn ich lange genug alleine bin, dann vergesse ich die anderen Menschen. Dann existiert nur noch der Schmerz, der Schmerz aus mir heraus, nicht der Schmerz, den mir ander Menschen in ihrer Unwissenheit und ihrer Arroganz zufügen, jeden Tag aufŽs Neue.
Wenn ich lange genug alleine bin, dann existiere nur noch ich, dann spüre ich wie sich die Tüe in meinem Inneren öffnet, wie sie knarrend aufschwingt. Ich gehe in den Räumen meiner Erinnerung spazieren. Jeder Raum eine Erinnerung. Tausende Türen hinter denen mein ganzes Leben zu sein scheint. Nur diese eine Tür ist tief verborgen in den Gewölben meiner selbst. Gut geschützt vor fremden Augen und gut geschützt vor mir selbst. Diese Tür öffnet sich nur in vollkommener Einsamkeit.
Wenn ich lange genug alleine bin, dann finde ich den Weg dorthin, finde die geheimem Stufen, die vor mir selbst verberge. Die Gänge dorthin sind verschlungen, dunkel und wurden, außer von mir an solchen Tagen, noch nie von jemandem betreten. Nur wenn ich mich meiner Einsamkeit hingebe, kann ich die Gänge betreten, ansonsten bleibt mir das Labyrinth verborgen. Die Zeit in der ich sie vergessen habe, scheint mir nun unendlich weit fort, nun da ich die kalten Stufen hinabsteige. Meine Füße berühren den Boden, den ich so lange vergessen hatte.
Ich kann sie sehen, die Tür, wie siefast unschuldigaufschwingt. Knarrend, ächzend. Ein fahles Licht strahlt flackernd heraus. Behellt kaum den dunklen Gang, scheint von ihm aufgesogen zu werden. Eine stille Unruhe umklammert mein Herz. Tiefer Schmerz scheint meine Seele gefangen zu nehmen. Doch finden meine Schritte ihren Weg. So lange war die Tür verschlossen, daß ich fast Angst habe, vor dem was ich sehen werde. Doch ich weiß es schon. Kein Laut dringt durch die Stille. Meine Finger berühren die Tür, spüren das alte Holz. Spinnweben, so alt wie ich selbst legen sich um meine Hand. Noch einen Schritt und ich kann hineinsehen. Mein Atem, mein Leben scheint zum Stillstand zu kommen.
Und da sehe ich es, mein kleines Leben, das in sich zusammengefallen ist. Eine kleine, unendlich alte Frau sitzt da, mitten in dem winzigen Raum, dernur durch ihre Anwesenheit zu leben scheint. In ihren alten, knochigen Händen hält sie hunderte von Fäden, Fäden die mein Leben bedeuten, Fäden die aus ihrer Umklammerung rutschen wollen, doch sie hält sie mit eiserner Faust fest. Leise murmelnd streichelt sie sie fast, mindert aber niemals den Druck. SIe ist es die meine Gefühle gefangenhält, meine Ängste schürt, doch ich mich und keine kleine, verhärmte Frau. Ich bin es, die sich in diesem kleinen, verborgenen Verließ eingschlossen hat und das Geheimnis meinerGefühle hüte, nur ich. Unfähig diese Tür daran zu hindern, sich wieder zu schließen.
Wenn ich lange genug alleine bin, dann öffnet sie sich vielleicht wieder ...
Wie gesagt, ich schrieb es am 03.01.2000 und die Zeit hat mich einiges gelehrt, darüber was ich bin, darüber was ich will ... Mehr ist dazu nicht zu sagen, nicht an dieser Stelle.
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