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Flüchtig nur Bewußtsein...

Nutzer: sam_naseweiss
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geschrieben am: 10.03.2000    um 09:28 Uhr   
Welten träumen Schwere
Lichter tanzen irr
schwarze Schatten schweigend
flüchtig nur Bewußtsein
Ein Junge lächelt lieblich
ein Andrer tuts ihm gleich
golden seiner Locke Pracht
der Andre hat sie auch
Gräber des Lichtes
umwirbelt von Staub
ruhelos die eisigen Boten
von frühen Zeiten kundend
flüchtig nur Bewußtsein
Methusalem der Mensch
unsichtbar seine Krüken
Form ohne Gehalt
Beliebigkeit des Denkens
rhytmisches Flackern
tosende Brandung
und doch Schweigen überall
flüchtig nur Bewußsein
Übergang zur Synthese
Geist des Wassers
des Menschen Diener
Stahl sich nun bewegt
und Silicium
vom Fleische sanft umarmt
Leere die sich um Leere dreht
ziehen, drücken
Tanz der Illusionen
Seifenblasen, Schwämme
das Gebogene sich in sich selber biegt
flüchtig nur Bewußtsein
Ein verschleiertes Bild
ich enthülle es
Ein Floß, zerbrechlich
Gebilde aus Menschenhand
tanzend im stürmigen Meer
sterbende Menschen
manche dem Schicksal abgewandt
andere noch hoffend
fern am Horizont
ein sich entfernendes Segel
eine Welle....
Die Wahrheit bringt den Tod
der Tod die Wahrheit

flüchtig nur das Auge
das die Dinge sieht
flüchtig nur Bewußtsein...
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Nutzer: abalone
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geschrieben am: 10.03.2000    um 16:00 Uhr   
man, da haust du uns wieder was um die ohren [i]lächel[/i] wenn keine reaktionen kommen, wundert es mich diesmal nicht - es ist wirklich schwer zu verstehen - aber gerade das hebt es über den rest hinaus. Man muß sich dahinterklemmen, will man es durchschauen - keine leichte kost für den schnellen hunger ...
vorweg: es ist klasse - deine beschreibungen sind so abstrakt, da läuft mir ein richtiger schauer über den rücken - wohlbemerkt ein wohlig-respektvoller ...
aber ich muß zu meiner schande gestehen, daß ich nur teilweise verstehe - ich glaube, du mußt ein wenig erklärende arbeit leisten
da hätten wir z.b. deine zweite strophe
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica quote:</font><HR>Ein Junge lächelt lieblich
ein Andrer tuts ihm gleich
golden seiner Locke Pracht
der Andre hat sie auch<HR></BLOCKQUOTE>
du sagtest, in einem teil beschreibst du das universum, atome, etc ... im anderen die menschheit (u.a.) ... auf was spielst du mit dieser strophe an? teilchen <-> antiteilchen? oder das phänomen, daß ein teilchen an mehreren orten gleichzeitig sein kann?? ich komme echt nicht hinter die bedeutung ...
weiter: 4.strophe
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica quote:</font><HR>Methusalem der Mensch
unsichtbar seine Krüken
Form ohne Gehalt
Beliebigkeit des Denkens<HR></BLOCKQUOTE>
eine abrechnung mit der menschheit - wir sind nur leere hüllen - kann ich nachvollziehen und unterstützen ... aber wie definierst du die krücken? wieder eine anspielung auf van helsing u.ä.? oder etwas ganz anderes? interessiert mich ...
deine fünfte strophe interpretiere ich jetzt mal so, daß der mensch in seiner langen entwicklung viel lärm und getue veranstaltet hat - in den weiten der zeit und des raumes verhallt sein tösen jedoch ungehört ...
sechste strophe - kritisierung der automatisation der menschheit? der abartigen zuneigung der menschheit zu maschinen?
vorletzte strophe: klingt wie abgrundtiefe hoffnungslosigkeit - daraus gibt es ja wohl kein entrinnen? dann lieber nicht nach der wahrheit suchen, sondern auf den tod warten?
oje, du siehst, fragen über fragen na, dann mach dich mal an die arbeit! [i]grins[/i]
*verwirrt* ABA
[Diese Nachricht wurde geändert von: abalone (geändert am: 10-03-00).]
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Nutzer: sam_naseweiss
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geschrieben am: 10.03.2000    um 17:41 Uhr   
Vielen Dank Aba
Kein Künstler ist ein größerer Narr als der,
der sein eigenes Werk interpretiert!
Naja, da ich mich nicht der Hypris hingeben will, mich als Künstler auszugeben,
werde ich doch einige Hinweise geben!
Strophe 1 = Kosmos
Strophe 2 = Der Mensch
Strophe 3 = Kosmos
Strophe 4 = Der Mensch
.....und weiter im steten Wechsel
Krücken sind die Prothesen des Menschen
mit denen er seine natürliche Unzulänglichkeiten ausgleicht
Wissenschaft, Technik, Gentechnik usw.
In der 8ten Strophe geht es um ein entschleiertes Bild und ein Gemälde das Gestrandete zeigt

Gruß Sam
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Nutzer: abalone
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geschrieben am: 10.03.2000    um 18:22 Uhr   
danke für die hilfe! oh, aber ich bezog mich nicht auf die 8.strophe, die war klar zu verstehen - ich meinte die zwei zeilen
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica quote:</font><HR>Die Wahrheit bringt den Tod
der Tod die Wahrheit<HR></BLOCKQUOTE>
auch wenn du als künstler nicht gerne eine interpretation lieferst , es kann doch durchaus hilfreich sein
abalönschen
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