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Schreib [b]DU[/b]

Nutzer: Gast_wildwesthero
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geschrieben am: 12.03.2000    um 23:55 Uhr   
die Fortsetzung!
[i]Nein! Ich will nicht aufwachen[/i], dachte er bei sich,
[i]ich will weiter in dem Land bleiben, wo mein Denken
abgechaltet ist.[/i] Aber irgendetwas störte ungemein;
was war das wohl, was ihn an der Nase kitzelte? Das Laken?
Eine Ecke vom Bettbezug? Er wischte mit der Hand über sein
Gesicht, aber der Erfolg war nur von kurzer Dauer. Da war
es wieder. [i]Mist! Jetzt bin ich wach.[/i] Er schlug die
Augen auf.

Aber anstatt irgendeinen Teil des Schlafzimmers zu erblicken,
sah er nur Grün. Er lag auf einer Wiese; einer der langen
Grashalme stach ihm fast ins Auge, einige andere berührten
die Nase. Er drehte sich von der Seite auf den Rücken; ein
kaum bewölkter Himmel. Nur hier und da schwebten einige
Wolken. Die am nächsten stehenden Wolken schaute er sich et-
was genauer an, aber ungewohnterweise konnte er die Formen
nicht irgendwelchen Dingen zuordnen. Heute ließ ihn wohl
seine Phantasie im Stich. Es waren eben nur Gebilde aus
Wasserdampf. Etwas bizarr, aber gerade deshalb wieder inte-
ressant. Er wußte natürlich, daß diese Gebilde eigentlich
fast gasförmig waren, aber durch ihre farblichen Abstufungen
zwischen weiß, grau und graublau wirkten sie wie eine feste
Substanz. Sie hatten Tiefe. Eine fast greifbare Körperlich-
keit - und wenn er seinen Blick auf eine bestimmte Stelle
konzentrierte, schien sich die Ausdehnung der Wolke auf
eine Unendlichkeit zu vergrößern.
Die Wolke zog weiter und die Sonne stach am Rand hervor -
geblendet schloß er die Augen, und ließ sich von den
Sonnenstrahlen streicheln. Ach war das angenehm! Es war die
sanfte Sonne des Morgens, die genug Wärme gab, ohne zu ver-
brennen. Und ein noch zärtlicher Wind ließ jedes seiner
Häarchen tanzen, auf daß sie im Takt der Böen anfingen zu
schwingen. Das sanfte Rot des Lichts, daß durch seine ge-
schlossenen Lider drang, hüllte ihn ein wie eine warme Woll-
decke. Waren es nur Minuten, oder gar nur Sekunden, die er
so dort lag, nur fühlend, nicht denkend - im Paradies
existierte.
Aber leider meldete sich wieder die nervende Denkmaschinerie
zu Wort: [i]Tja, wenn du anstatt im Bett aufzuwachen hier in
dieser Gegend herumliegst, dann träumst du wohl noch,
[/i]dachte er. [i]Ist das vielleicht einer dieser seltenen
Träume wo man willentlich Einfluß ausüben kann?[/i] Er
stellte sich auf, breitete sein Arme aus und wollte los-
fliegen... Es ging nicht. [i]Schade,schade,schade - SHIT ![/i]
Er sah sich um - gab es hier nicht irgenwo einen Findling
den er versuchen konnte zu stemmen? Nichts zu sehen.
Es war eine hügelige Landschaft aus Gras; mit vielen Büschen
und ab und zu ein paar verloren wirkenden, einzelnen Bäumen.
Igendetwas fehlte hier aber...
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Nutzer: sylph
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geschrieben am: 13.03.2000    um 22:05 Uhr   
_es wunderschoen findet....
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Nutzer: Gast_wildwesthero
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geschrieben am: 15.03.2000    um 01:09 Uhr   
Heissen Dank, Sylph.
Ich habe die Fortsetzung schon in Arbeit.
Ich wollte diese eigentlich meinem einzigen Fan widmen, mir .
Aber jetzt widme ich sie dir, meinem...
Morgen oder Übermorgen in diesem Theater.
ByeBye
WWh
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Nutzer: Gast_wildwesthero
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geschrieben am: 15.03.2000    um 23:08 Uhr   
Für Sylph: (Ich hoffe, du hast genug Geduld und Muße...)

Es war eine hügelige Landschaft aus Gras; mit vielen Büschen
und ab und zu ein paar verloren wirkenden, einzelnen Bäumen.
Und alles schien so real. Er dachte darüber nach, wie seine
Träume sonst so sind. Natürlich oft irreal und ziemlich unlo-
gisch.Vor allem aber nicht so sinnlich wie dieser (wenn es
denn ein Traum ist); irgendwie sind da sonst Sehen, Hören,
Fühlen, Riechen, nur sehr rudimentär, vage. Aber hier! Abso-
lut real! "Tja,Junge!", sagte er zu sich selber. "Here you
are! Wenn es denn eine neue, dir unbekannte Art von Traum ist
- und es scheint kein Alp zu sein - so genieße das Spiel !"
Er wollte nicht untätig bleiben. Er schaute sich die Land-
schaft rundherum an - überall das Gleiche. In welche Richtung
sollte er gehen? Wenn scheinbar jede Richtung gleich gut war:
"Immer der Nase nach!" Als er losging bemerkte er (erst
jetzt!), das er nackt war. Es amüsierte ihn: "Jetzt fehlt nur
noch ein Blatt, Eva, Schlange und Apfelbaum! ...Und was kommt
als nächstes?" Es war nicht unangenehm, im Gegenteil. Jetzt
konnte er auch nachfühlen, was FKK-Anhänger dazu veranlasste,
sich jeglicher Kleidung zu entledigen. Es war befreiend, man
legte nicht nur Textilien ab, sondern eine der Zwangsjacken
der Zivilisation. Er wagte aber zu bezweifeln, daß er dies in
Gesellschaft genießen konnte, dafür war ihm sein Schamgefühl
doch zu stark eingetrichtert worden.
Er sog, wärend er ging, die Luft in großen Atemzügen durch
die Nase ein. Es roch nach Gras, nach Erde - dazu bemerkte er
noch einen anderen, ihm unbekannten, sehr angenehmen Duft.
Nur schwach wahrnehmbar, würzig. Sein Kopf wurde klarer. Er
befand sich nun an dem Fuß eines Hügels der etwa vierzig Meter
hoch war. Eigentlich wäre es ja vernünftiger,kräfteschonender,
außen herum zu gehen, aber sein Dickkopf befahl ihm "Immer der
Nase nach". Außerdem hatte er oben logischerweise eine bessere
Übersicht. Er machte sich an den Aufstieg.

Als er die Kuppe des Hügels erreichte, fiel ihm sofort ein
blaues Etwas auf, das halbrechts in der Ferne schimmerte. Es
sah recht interessant aus, und er beschloss, es von Nahem zu
betrachten. Er hatte auch sonst nichts anderes bei einem Rund-
blick entdeckt. Der Abhang des Hügels war nicht steil, aber
trotzdem trieb ihn das Gefälle; er begann zu laufen. Es war
zwar noch zu früh für eine Einwirkung auf seine Laune durch
körpereigene Endorphine, aber es machte richtig Spaß. Er fragte
sich nur, wie lange er wohl durchhielt, schon sehr bald müßte
seine Raucherlunge auf dem letzten Loch pfeifen.
Aber entgegen seiner Erwartung konnte er scheinbar immer
weiter laufen. Er hatte schon einige Kilometer geschafft und
fühlte keinerlei Erschöpfung und hatte auch keine Atemprobleme.
Ganz im Gegenteil, je weiter er lief, desto kräftiger fühlte er
sich. Er fühlte die unbändige Kraft eines Tieres in sich, wie
ein wilder Mustang galoppierte er über das Gras dahin. Er war
so berauscht von dieser Empfindung, daß er gar nicht bemerkte,
wie er seinem Ziel näher kam. Erst als das Blau einen Großteil
seines Sichtfeldes einnahm, kam er wieder zu sich. Langsam ver-
ringerte er sein Tempo, bis er stand.
Es war ein grandioser Anblick: Die fragtale Form einer Schnee-
flocke und ein Blau, welches das wunderbartste Blau des Was-
sers einer Südseelagune in den Schatten stellte. Und groß,sehr
groß: Die äußersten Spitzen des Zentrums mochten wohl fünf-
mal höher in Himmel ragen als die Spitze des Kölner Doms, die
Ausdehnung konnte er nicht abschätzen - aber eine mittelpräch-
tige Stadt benötigt bestimmt gleich viel Fläche. Wer oder was
konnte wohl so ein imponierendes Bauwerk erschaffen?
Er ging weiter, den Blick immer auf dieses Ding gerichtet.
Sollte er laufen? Es war doch noch ein gutes Stück zurückzu-
legen, um es zu erreichen. Nein
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Nutzer: Gast_wildwesthero
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geschrieben am: 16.03.2000    um 21:36 Uhr   
Er betrat das Innere. Lange wanderte er durch dieses faszinierende
Ansammlung von Kristallstrukturen. Es war eigenartig; eigentlich
müßte hier ja ein blaues Licht vorherrschen, da die Struktur mitt-
lerweile völlig den Himmel abschirmte. Das war aber nicht der Fall -
hier war normles helles Tageslicht. Nur ab und zu gab es einen Licht-
Vorhang, farbig wie ein Regenbogen. Zu Anfang schritt er noch über
Grasboden, später wurde der Untergrund zu einem völlig ebenen
Kristallboden. Er bemerkte, daß dort, bei jedem Schritt den er tat,
eine hellblaue Aura um seine Füsse entstand. Wenn er zurückschaute
konnte er seine Fußabdrücke sehen, die er hinterlassen hatte; nach
wenigen Sekunden verschwanden sie jedoch. Als die Dämmerung einsetzte
erreichte er eine Halle. Der Raum hatte eine enorme Ausdehnung, die
Kristalldecke hatte die Höhe einer Autobahnbrücke über ein Flußtal
im Bergland. Vielleicht sogar höher.
Dies war zweifellos das Zentrum. Eine riesige Halle, in der Mitte
ein Podest. Auf dem Podest konnte er etwas rötliches sehen. Er war
noch zu weit entfernt, er konnte nicht erkennen was es war, aber es
mußte (dachte er sich), da es nichtblau war, etwas besonderes sein.
Rundherum waren Objekte unregelmäßig verteilt die scheinbar aus dem
Boden gewachsen waren, so sah es jedenfalls aus: Quader, Pymamiden,
mehrseitige eckige Dinger, von denen er nur wußte, daß die Fachbegrif-
fe mit -eder endeten. Aber auch jegliche Mischungen dieser Formen
waren da zu sehen, auch völlig chaotische Formen. Nur nichts rundes.
Er erreichte den Podest, der aus scheinbar willkürlich zusammengesetz-
ten Blöcken unterschiedlicher Größe bestand, die an den Stellen, wo
sie sich berührten, nahtlos ineinander übergingen. Und darauf befand
sich die Statue einer sitzende Katze, die ihren Schwanz um die Pfoten
gewickelt hatte. Wie alles hier schien sie aus Kristall zu bestehen,
auch bei ihr gab es keine wirklichen Rundungen, sondern alles rundli-
che war aus, wenn auch kleinflächigen,aber doch eckigen Flächen model-
liert. Aber die Farbe. Das Rot wirkte in dieser Umgebung besonders
auffallend, außerdem schien es leicht zu leuchten, wie die Ziffern
einer Digitalanzeige. Das alles machte auf ihn den Eindruck eines Tem-
pels; war es nicht besser sofort hier zu verschwinden? Konnte man
seine Anwesenheit nicht als Gotteslästerung empfinden, und dann...
Aber wenn er an den Weg dachte, den er zurücklegen mußte, um dieses
Bauwerk zu verlassen, wurde er mutlos. Er fühlte sich sehr erschöpft,
dieser Tag war doch an die Substanz gegangen. Bleiernde Müdigkeit
ließ ihn eine Entscheidung treffen, die er, wäre er frisch und ausge-
ruht, vielleicht nicht getroffen hätte. Ihm war klar, daß diese Er-
schöpfung eine gewisse Scheißegal-Stimmung erzeugte, aber konnte und
wollte nicht dagegen ankämpfen. Mittlerweile war es schon fast Dunkel
geworden - die richtige Zeit um auszuruhen. Er setzte sich auf den
Boden und lehnte sich an eine Pyramide - sofort schlief er ein.
Eine donnerndes Geräusch ließ ihn erwachen. Es war wieder Tag, und
scheinbar hatte sich nichts verändert. Das Echo des Geräuschs, das in
geweckt hatte, geisterte noch durch die Halle bzw. durch seinen Kopf.
Doch etwas war anders: Die Katzenstatue leuchtete jetzt sehr intensiv.
Langsam Transformierte sie sich in etwas gelbliches und wuchs und
wuchs. Und bald war da auf dem Podest nicht mehr die abstrakte Figur
einer Katze, sondern ein ausgewachsenes echtes Löwenmännchens. Es
öffnete sein Maul, zeigte sein furchterregendes Gebiss und stieß ein
tiefes Grollen aus, was sich in ein Crescendo von Gebrüll steigerte.
Ihn überlief ein Schauer; hätte er auch ein Fell gehabt, es hätte sich
überall gesträubt, so eine Gänsehaut bekam er. Er war vor Schreck völ-
lig gelähmt. Er war so dermaßen gelähmt, daß er sich noch nicht ein-
mal in die nicht vorhandene Hose machen konnt
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Nutzer: sylph
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geschrieben am: 18.03.2000    um 16:35 Uhr   
...ich habe genügend Muse und Geduld... um einfach mal die Seele baumeln zu lassen, denn dies bewirken Deine Zeilen...
Mit Spannung werde ich Deine Geschichte weiterverfolgen...
....Fan.... -->an einen Helden...lach!
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Nutzer: Gast_wildwesthero
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geschrieben am: 18.03.2000    um 23:23 Uhr   
Sylph: Die Geschichte entwickelt ihre Eigendynamik, und teil-
weise tauche ich selber ziemlich tief ab... Schön wenn es dir
auch so geht. Und weiter:

Nach einer kleinen Ewigkeit setzte sein Denken wieder ein, obwohl es
ihm lieber gewesen wäre, er wäre in Ohnmacht gefallen. Er mußte sich
stark zusammenreißen, um nicht in wilder Panik davonzurennen.
Plötzlich sprach der Löwe: "Wie gefällt dir mein Kristallpalast?"
Seine Verblüffung war grenzenlos, und er mußte wohl ein extrem dummes
Gesicht machen. Als er antworten wollte, drang nur ersticktes Gurgel-
geräusch aus seiner Kehle. Erst nachdem er sich geräuspert hatte,
konnte er sprechen: "Phantastisch!, Unglaublich!", er hatte zwar
Hemmungen, ein DU zu gebrauchen, aber er wußte nicht, was er sonst für
eine Anrede benutzen sollte, "hast Du ihn entworfen?"
"Es ist die Materialisation eines D-Dur-Akkords, so wie ich ihn vor-
gestern empfand. Normalerweise ist D-Dur bei mir ja gelb...", der Löwe
veränderte seine Gestalt, wurde kleiner, länglicher, und tiefschwarz:
Ein Panther. Dieser stieg gemächlich von dem Podest herunter; eine
wahre Augenweide: Bewegungen in perfekter Eleganz, und das Fell war
einmal so schwarz wie Kohlenruss, dann reflektierte es das Licht
fast wie ein Spiegel. Vom ästhetischen Standpunkt aus betrachtet war
dieses Geschöpf zweifellos ein Meisterstück der Natur.
Der Panther kam auf ihn zu, und blieb stehen als sein Kopf etwas 30
Zentimeter von seinem entfernt war. Die Augen waren nicht die einer
Katze, sondern ein pulsierendes Farbspiel, so etwas ähnliches hatte
er einmal im Fernsehen gesehen, bei einem Bericht über Kernfusion:
ein Plasma. Der Panther, oder was immer das auch in Wirklichkeit war,
sprach jetzt sehr sanft: "Hast du Angst?"
Er antwortete wahrheitsgemäß: "Jetzt nur noch etwas, aber eben wäre
ich fast vor Angst gestorben." Es gibt außer den Primaten kein Tier,
welches ein echtes Lachen oder Grinsen hinbekommt, aber diese Katze
zeigte eindeutig ein breites Grinsen: "Wenn du keine Furcht empfunden
hättest, dann wärst du nicht normal. Das war ein Test," und wieder
zeigte sie das Grinsen, das, wie er meinte, noch breiter war als vor-
hin, "ich bin froh daß du mein schönes Heim nicht beschmutzt hast.
Das spricht für dich."
Es wandte sich um, und mit einem kräftigen Satz sprang es wieder auf
den Podest. Es wandte sich ihm wieder zu: "Jetzt ist es an der... "
mitten im Satz brach es ab, und legte den Kopf zur Seite. Einige Se-
kunden blieb es in dieser Haltung. Dann schaute es in seine Richtung
und sprach schneller als vorher: "Ich werde gerufen. Ich muß fort.
Später reden wir weiter." Der Katzenkörper wurde schlagartig weiß,
dann verwandelte er sich in tausende glitzernde Flitter, die zu Boden
rieselten, und in diesen eindrangen. Er hörte noch ein letztes Mal
die Stimme: "Hier ist noch etwas für dich...".
Aus dem Kristallboden drang ein silbern glänzender Ball von der Grös-
se eines Tennisballs; nachdem er einen Meter Höhe erreicht hatte,
schwebte er in der Luft. Unvermittelt wuchs auch das draußen allge-
genwärtige Gras durch den Kristallboden. Irrtum! Optische Täuschung!,
sagte im sein Verstand. Nun war es klar zu erkennen: Dieses Bauwerk
verschwand im Boden, wie ein Schiff das im Meer versinkt. Immer
schneller kam ihm die Decke entgegen; so daß sich sein Klein bzw.
Stammhirn genötigt sah, "höchste Zerquetschungsgefahr" zu signalisie-
ren. Aber seine Ratio hielt dagen mit "Unsinn, das wäre unlogisch!".
Also blieb er einigermaßen ruhig sitzen und beobachtete dieses inte-
ressante Schauspiel. Als der Kristall seinen Körper durchdrang (oder
umgekehrt, wie man es auch betrachtet), emfand er so etwas wie elek-
trische Aufladung; doch schnell war es vorbei, und er saß im Gras,
die Kugel lag vor ihm auf dem Boden.
Er erinnerte sich an eine Szene in einem Spielfilm und zitierte laut<b
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Nutzer: sylph
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geschrieben am: 21.03.2000    um 23:15 Uhr   
Musste am Ende schmunzeln zu einem Zeitpunkt, wo ich dachte ich könnte es nicht!Hab' Dank für jede Zeile, es ist schön nicht zu wissen was als nächstes kommt, .... Eigendynamik... bin gespannt...
...heb mir den Applaus für den Schluss auf, hättest ihn aber sicher schon verdient...
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Nutzer: Gast_wildwesthero
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geschrieben am: 22.03.2000    um 03:20 Uhr   
Hallo Sylph (Danke!)!
Seele baumeln lassen. CD-Tip dafür: Ich habe bei einem "Auf_gut_-
Glück_Sonderpreis-CD_Kauf" (16,95 DM) Glück gehabt. Ist zwar immer
so eine Sache mit Musik-Tipps (neudeutsch!), aber trotzdem: Clannad
Lore. Ist Musik angelehnt an britische "Folklore" (teilweise mit
völlig unverständlicher Sprache - ich rate mal, es ist keltisch) mit
ausdrucksstarker Frauenstimme, viel Raumklangeffekt aber auch mit
modernen Instrumenten. Beim ersten mal Hören fand ich sie etwas
monoton, langweilig - aber dann wurde sie immer besser...
Zum Abtauchen!
Der Erzähler rückt seine Lesebrille zurecht, schlägt das Buch dort
auf, wo das Lesezeichen steckt, schaut kurz in die Runde seiner
Zuhöher, und fährt fort:

Da nun sein Durst gestillt war, kam das Bedürfnis mit der geringeren
Priorität zum Zuge - Hunger! Er fragte die Haut: "Fühlst du noch et-
was ?"
"...du brauchst Nahrung. Ich kann dir einige Variationen anbieten,
du kannst aber auch alle Pflanzen, die es hier gibt, direkt essen."
"Gras und Laub? Geht nicht! Dafür sind wir Menschen nicht konstru-
iert!"
"Ich weiß nicht, wie es in deiner vorherigen Welt war, aber hier ist
das so. Hier ist pflanzliche Nahrung für Menschen genießbar und sehr
nahrhaft."
"Das grüne Zeugs auf dem ich rumlatsche! Das ist roh genießbar!?",
fragte er ungläubig.
"Ja."
Er schaute sich um, konnte aber nicht mehr genau die Stelle ausfin-
dig machen, wo er sich eben erst erleichtert hatte; vielleicht war es
ja genau hier, wo er stand.
"Na schön, mal testen. Laß uns aber eine saubere Stelle aufsuchen, es
soll hier Barbaren geben: Die pinkeln auf Essen!"
Er ging zwanzig Schritte, wobei ihm die Haut folgte, indem sie mit be-
achtlicher Geschwindigkeit durch das Gras floss. Er setzte sich im
Schneidersitz auf den Boden, zupfte einen Grashalm aus, und hielt ihn
sich (natürlich!) zuerst einmal unter die Nase, bevor er ihn in den
Mund schob. Mit einem treudoofen Blick, der einer widerkäuenden Kuh
alle Ehre gemacht hätte, kaute er darauf herum. Garnicht mal schlecht
der Geschmack. Ein wenig wie Paprika, etwas kohliges, eine Idee wie
Fleisch und noch ein undefinierbarer Leckergeschmack. Nun rupte er
ein ganzes Bündel Gras aus. Bevor er es ass, vergewisserte er sich,
daß keine unerwünschten Zutaten dabei waren; auf eine Fleischbeilage
in Form von Krabbelgetier verzichtete er dankend.
Wie schnell sich doch der Sinn eines geflügelten Wortes ändern konnte,
dachte er belustig, hier konnte und mußte er täglich "ins Gras beis-
sen"!
Nach drei Büscheln fiel ihm ein, was die Haut gesagt hatte: "Du mein-
test, du könntest mir einige Variationen anbieten..."
"Ich kann verschiedene Geschmacksrichtungen wie salzig, süß, würzig
usw. machen und die stoffliche Beschaffenheit - locker, weich, hart,
zäh, flüssig, Farbe etc. bestimmen."
"Kannst du mir jeweils eine kleine Probe von diesen Variationen her-
stellen?"
"Ja. Soll ich sie machen?
"Ja."
Die Haut breitete sich wie ein Teppich über das Gras aus, und langsam
wuchsen aus dieser Fläche kleine weiße Stückchen Irgendwas. Er pro-
bierte von allem nur ein klein wenig um den Geschmack zu testen; er
wollte sich ja nicht den Magen verkorksen. Alles schmeckte gut, aber
ungewohnt; nichts war genau so, daß er sagen konnte, das schmeckt ex-
akt wie... Er hatte nur einen Teils des Angebots gekostet, er hatte
genug: "Alles schaffe ich nicht. Kannst du dir merken, welche Stücke
ich noch nicht probiert habe, und nur diese später noch einmal er-
zeugen?"
"Ja. Soll ich das tun?"
Schon das zweite Mal diese dumme Rückfrage. Er wollte gerade meckern,
aber dann fiel ihm auf: Er hatte ja Fragen gestellt und keine Anwei-
sungen gegeben. Also sagte er nur: "Ja.", und nach eine Pause fügte er
hinzu: "Nicht schlecht! Nur leider nichts was ich kenne und mag."
"Wenn ich mit dir verbunden bin, dann kan
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"Autor"  
Nutzer: sam_naseweiss
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geschrieben am: 22.03.2000    um 07:12 Uhr   
Clannads Texte sind oft in gällisch.
Enya und Aera machen ähnliche Musik.
Am sonsten lese ich deine Geschichte ebenfalls sehr interessiert mit.
Da ich mich aber nicht als dein Fan betrachte, hoffe ich eure Fan-Idol-Beziehung nicht gestört zu haben.
Gruß Sam
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"Autor"  
Nutzer: sylph
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geschrieben am: 22.03.2000    um 21:15 Uhr   
Nun muss ich aber wirklich lachen,..."Lore" steht, zusammen mit noch einigen anderen CD's von Clannad in meinem Regal, auch Enya ist mir nicht unbekannt...trotzdem Danke...
*zu sam_ : also mich stoerst Du ganz sicher nicht...!!! Ich denke in diesem Foren ist jeder Willkommen...
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"Autor"  
Nutzer: Gast_wildwesthero
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geschrieben am: 22.03.2000    um 23:49 Uhr   
Hallo Sam! Hallo Sylph!
Scheinbar lebe ich doch [b]noch[/b] mehr hinterm Mond als ich dachte.
Ich glaubte doch wirklich, Clannad wäre ziemlich unbekannt. Ts Ts Ts!
Sam: Eigentlich wollte ich zu Sylph sagen: Trag dein Lob nicht zu
dick auf, sonst denken die Leute ich hätte hier noch einen zweiten
Nick der mit [b]S[/b] beginnt. *g*
Aber so ein paar Kilo Ego-Balsam tun doch wirklich [b]guuuuuuut[/b].
(Glücklicherweise haben die Leute hier im Forum eine humane Einstel-
lung und behalten vernichtende Kritiken für sich)
Ganz verkalkt bin ich aber noch nicht: Ich sehe das Fan-Tum Sylphs
mit Semikolon, Minus und Klammer zu.
Gälisch! Knapp daneben geraten.
...also unter Stören verstehe ich was ganz anderes. Willkommen!
Sylph: Daß du (und wohl auch Sam) die CD besitzt... Ich wundere mich;
aber das schrieb ich ja schon oben. Das Ende ist schon geschrieben
(auch ein größeres Stück Text, welches bald beginnt). Jetzt muß ich
nur noch irgendwie dahin kommen.
Wenn irgendwann so etwas -[Track x ]- im Text auftaucht, dann heißt
das, Lore CD einlegen, Track anwählen, und dann erst weiterlesen...
(ob ich das wirklich machen soll? Ich weiß nicht so recht...).
Bis dann, demnächst, in diesem Theater
WWH (der darauf wartet, das ihn die Muse heftigst knutscht)

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Nutzer: Gast_wildwesthero
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geschrieben am: 24.03.2000    um 21:46 Uhr   
Aber der Wächter kehrte nicht zurück. Zwei Tage hatte er nun gewar-
tet. Er hatte sich ausgiebig mit seiner Haut beschäftigt. So hatte
er ihr gesagt, daß sie an manchen Stellen am Körper nicht so eng auf-
liegen sollte, damit die Konturen in einigen Bereichen ŽbedecktŽ sind.
Sie war jetzt auch, auf seinen Wunsch hin, voluminöser und spürbar;
das hätte er sich früher niemals leisten können: einen samtenen Ganz-
körperanzug. Nobel!
Er hatte gelernt seiner Haut Gedankenbefehle zu geben, aber er zog es
vor, weiterhin mit ihr zu reden.
Einige gewohnte Speisen konnte die Haut nun ziemlich gut nachmachen,
sie hatten gut zusammengearbeitet. Erzeugnisse mit ihm ungewohnten,
aber leckerem Geschmack hatte er Phantasienamen gegeben. Kostproben
von anderem Grünzeug in Form von Blätter hatte er probiert, in einiger
Entfernung gab es hier und da einen Baum, Busch. Man konnte sich mit
dieser Nahrung ohne weiteres den Magen füllen, es schmeckte auch.
Mittlerweile hatte er sich auch daran gewöhnt, die Entsorgung von
ŽAbfallstoffenŽ der Haut zu überlassen; er machte aber nicht in die
Hose, das wäre dann doch nicht akzeptabel für ihn gewesen. Die Haut
drang unmerklich in seinen Körper ein, und nahm die Stoffe direkt dort
hinaus. Er hatte ihr aber befohlen, diese Stoffe nicht zu recyclen,
sondern tief im Boden abzulegen.
Wenn hier irgendwo ein Gewässer gewesen wäre, so hätte er gerne ein
Bad genommen, obwohl dies zur Reinigung nicht mehr notwendig war; die
Haut erledigte das. Selbst das Zähneputzen übernahm sie.
Oft lag er in diesen zwei Tagen stundenlang auf der (seiner) faulen
Haut, döste vor sich hin, und versuchte sich an ŽseineŽ Musik zu erin-
nern. Das war es, was er am meisten vermisste, seine CDŽs und seinen
Walkman. Musik war natürlich Unterhaltung. Musik war aber noch viel
mehr für ihn: Lebensmittel und Medizin.
Doch nun hatte er keine Lust mehr weiter zu warten. Natürlich brauchte
er dringend Informationen von dem Wächter, aber bis zum jüngsten Tag
wollte er nicht hier ausharren. Das Warten erzeugte in ihm immer eine
gewisse Spannung; wenn er keinen Einfluß auf einen Vorgang hatte, so
konnte es mit der Zeit ziemlich unangenehm sein.
Wer weiß schon, in welchen Zeitspannen der Wächter lebt, dachte er,
vielleicht müßte er Jahre ausharren. Das war Unwahrscheinlich, aber er
brauchte einen Grund für seine ŽAbreiseŽ.
Er stand auf.
Gestern hatte er die Haut gefragt, ob sie dieses Land kenne; er hatte
gehofft, daß deren Erzeuger ihr eine Weltkarte eingespeichert hatten.
Dem war leider nicht so.
Gründlich schaute er sich um. Welche Richtung sollte er einschlagen?
Bestimmmt nicht den Weg, den er hier her gekommen war! Gab es nicht
irgendwo ein Meer oder großen Fluss? Wasser; Schmiermittel für den
Seelenmotor.
In einer Richtung wurden die Hügel scheinbar kleiner und ihre Anzahl
verringerte sich.
"Lieber etwas tun was sich vielleicht als Fehler herausstellt, als gar
nicht zu machen!", sagte er sich und marschierte los.
Schon bald ging er zu lockerem Dauerlauf über. Es interessierte ihn,
wie lange er dies durchhalten konnte. Beim Aufbruch war es etwa Mit-
tag gewesen (er hatte kaum einen Schatten geworfen); nun mußte er we-
gen der Dunkelheit, die langsam einsetzte, sein Jogging beenden. Wie
lange war hier wohl ein Tag? Er nahm mal an, daß hier ein Tag auch 24
Stunden hatte. Wenn jetzt hier Frühling war, dann war er etwa 8 Stun-
den gelaufen. Er hatte keine Ahnung wie schnell sein Dauerlauf wirk-
lich gewesen ist; bei etwa 12 Km/h hätte er rund 100 Kilometer ge-
schafft!
Sein Atem war ein wenig schneller als normal, aber nicht keuchend. Er
war stolz auf seine Leistung, und teilte dies der Haut mit: "Na!, Haut,
war dieser Lauf nicht Spitzenklasse?". Die Haut verpasste ihm einen
Dämpfer, denn sie meinte nur: "Ich habe dir das ermöglicht".
"Und wie...?", fragte er.<br
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Nutzer: sylph
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geschrieben am: 26.03.2000    um 17:51 Uhr   
Fragen quälen mich, wer ist SIE und noch vieles mehr ...doch die Antworten befinden sich in deinem Kopf... doch von Neugier geplagt ...werde ich der Dinge harren, die da kommen!!!... Es ist interessant zu lesen, daß es manchmal etwas mehr sein darf, weil das manchen steht...
Zum Thema Musik: Ich kann die CD "Celtic Spirits" nur empfehlen, diese und Loreena McKennitt sind so wunderschön, dass man mit den Klängen schweben möchte....Clannad, kannte ich schon von klein auf, aber nicht lachen, weil sie die Titelmelodie zu "Robin Hood" (der alten Serie) geschrieben haben und ich alles liebte was mit Rittern, Mittelaltern und Magie zu tun hatte...
Auf bald... und möge Dich Deine Muse nie verlassen...*zwinker...
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Nutzer: Gast_wildwesthero
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geschrieben am: 28.03.2000    um 03:08 Uhr   
Hallo Sylph!
Warum sollte ich lachen? Was meinst du wohl, woher ich den Namen Clannad ken-
ne? War es vor 5, war es vor 10 Jahren? Keine Ahnung! Da lief eine Serie im
ZDF... Damals war es noch üblich den Abspann ganz zu zeigen... Aus irgend-
einem Grund ist der Name haften geblieben, und nur deshalb habe ich jetzt die
CD gekauft.
Deine Tipps werde ich mir merken, danke.
Die Muse hat mich zwar noch nicht ganz verlassen (Ja! Ja! Ich weiß!!! Manche
werden jetzt denken: Die war ja noch gar nicht da gewesen *gröhl*), aber mein
Rechner tut dies langsam: Er gibt beim Starten manchmal nur Ade-Piepser von
sich (ich habe keine Ahnung, ob dieser morgen wieder hochfährt). Dann werde
ich wohl eine Zwangspause einlegen müssen.

Schönen Gruß
WWH

* * *

Sie brach das Schweigen: "Hallo Kamerad, was macht die Front?" Er war
ziemlich irritiert und konnte deshalb nicht antworten. Sie merkte es,
denn nach einer längeren Pause fuhr sie fort:
"Du bist wohl eine Frischling,...oder!? ... Sag schon, wie lange bist
du schon hier?"
"Wenn du diese eigenartige Welt hier meinst - 9 Tage...wenn ich denn
richtig gerechnet habe."
Sie schaute zum Himmel empor und jammerte gekünstelt: "Oh mein Gott!
Womit habe ich das verdient! Nicht nur ein Frischling, sondern ein
Neugeborener, ein Baby. Lasse diesen Kelch an mir vorüberziehen."
"Sag mal, was meinst du mit Kamerad und Front?", fragte er, als sie
ihre Litanei beendet hatte.
"Die Haut - der Wächter hat dir doch gesagt, daß sie deine Rüstung ist.
Daß hier Krieg herrscht und du zum Soldaten geworden bist?"
"Ich und Soldat?!", empörte er sich," Nein, nein, nein! Davon halte
ich nur eines: nämlich Abstand. Ich will kein Kanonenfutter sein!"
Ihr Gesicht versteinerte, diese Antwort schien ihr absolut nicht zu
behagen: "Hier ist das ein wenig anders. Aber egal. Vielleicht solltest
besser in die Erde kriechen und dich mir ihr verbinden. Ach das weißt du
ja nicht. Viele die hier her kommen, finden es toll, ein Teil dieser
Welt zu werden, und sie verschmelzen mit der Natur. Hier ist das mög-
lich. Irgendwann wirst du instinktiv wissen wie es funktioniert."
Ohne ein weiteres Wort ging sie weg.
Diese gezeigte Schulter war eiskalt. Er war überhaupt nicht erfreut
über diese Behandlung und wollte sie zuerst ihres Weges ziehen lassen.
Nein. Jetzt hatte er endlich ein menschliches Wesen getroffen (dazu
noch ein ansehnliches Exemplar Frau). Er hatte er keine Lust, weiter
ein lebendes Fragezeichen zu sein; sie konnte ihm einige Fragen beant-
worten. Er folgte ihr, wobei er zu Anfang nur im gleichen Tempo ging,
denn das Muskelspiel und die Bewegungen ihres gewissen rückwärtigen
Körperteils war doch sehr anregend."Pfui!, schäm dich du Lüstling...",
schimpfte er sich selber aus, und beschleunigte seinen Gang. Schnell
war er neben ihr, aber sie ignorierte ihn. So gingen sie längere Zeit
schweigend nebeneinander her, dann sagte er:
"Zuerst war da dieses Wesen - wohl der Wächter: Erschreckt mich mal
eben zu Tode, dann meinte es, es werde gerufen - weg war es - ohne mir
irgendwas zu erklären. Jetzt kamst du - und weg! ..."
Er wartete noch eine Weile auf eine Erwiderung, dann hatte er die
Schnauze voll; er bog rechts ab, und legte sich in den einladenden
Halbschatten eines Baums. Schnell schlief er ein.
Irgendwann wachte er auf, weil etwas anders war: SIE saß dort am Baum-
stamm, den sie als Rückenlehne benutzte, und beobachtete ihn. Er setz-
te sich auf, versuchte ein möglichst neutrales Gesicht zu machen, und
schaute sie an. Er stellte sich eine Sanduhr vor; viele Körnchen rie-
selten durch den Engpass, bevor sie anfing zu sprechen:
"Es gibt hier ein ungeschriebenes Gesetz: Jeder muß jedem helfen.
Dies habe ich verletzt. Aber ich habe schon zu oft erfahren müssen,<
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Nutzer: sam_naseweiss
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geschrieben am: 28.03.2000    um 07:56 Uhr   
...gespannt ist wie es weitergeht
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Nutzer: sylph
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geschrieben am: 29.03.2000    um 01:59 Uhr   
Mal wieder die Zeilen schneller verschlungen habe als ich dachte... werd sie nochmals lesen um auch die Details zu erkennen... Doch vorab, erinnerte mich die Beschreibung der Grauen und dessen was sie tun, an den "grauen Alltag"... das tut aber nichts zu Sache. Auch ich bin gespannt wie eine Bogensehne, wie es weitergeht. Und sollte Dein Rechner striken.... werde ich warten, und warten und warten und warten....usw.
Find es schön, dass noch andere "Robin Hoods" Taten bestaunt haben...
*sich verbeugt und veraschiedet...
Auf bald wie ich hoffe...
[Diese Nachricht wurde geändert von: sylph (geändert am: 29-03-00).]
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Nutzer: sam_naseweiss
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geschrieben am: 29.03.2000    um 13:18 Uhr   
Habe die Robin Hood Folgen auch gesehen.
Wie hies der Hirschköpfige noch mal?
An die Folge mit den Tempelrittern kann ich mich am Besten erinnern.
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Nutzer: Gast_wildwesthero
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geschrieben am: 30.03.2000    um 02:13 Uhr   
Hallo ihr Beiden!
"gespannt" passt gut. ... Bogen ... R.Hood . Wird dies hier langsam ein
R.Hood-Thread ??? *g*
Grauer Alltag ist eine folgerichtige Interpretation (da bin ich [b]erst
nach[/b] der Namensgebung später auch hingekommen), obwohl die Wahl die-
ser Bezeichnung eigentlich eher auf die Ratlosigkeit des Autors zurück-
zuführen ist.
Keine Ahnung wer Hirschkopf war (Siebgedächtnis), irgendein Magier ???
Ist zu lange her.
Bis dann
WWH

... nur ein kleiner Appetit-Happen (... Muse hatte nur Zeit für einen
ganz kurzen Abstecher *g*):

...da hat sich noch was getan: Sylph weiß noch, daß der Gehörnte "Hern"
hieß. Sinnlose Gedanken: [b]Gerade[/b] in Gesellschaft ist das Gefühl
der Einsamkeit besonders hart. Vielleicht solltest du mal die Gesell-
schaft [b]wechseln[/b].
Ich hoffe, es ist nicht nehr notwendig, aber vielleicht können dich die
folgenden Zeilen etwas aufheitern...


Es herrschte eine Weile gedrücktes Schweigen. Dann zuckte sie leicht mit
dem Kopf und meinte: "Ach ja! Bevor ich es vergesse: Es ist üblich, daß
unsere Häute ihr Wissen austauschen. Es erspart uns allen eine Menge Mühe;
dann braucht nicht jeder zum Beispiel das gleiche ŽRezeptŽ für Bratkar-
toffeln auszuklamüsern. Dabei bist du, im Moment zumindest, der einzige
Nutznießer."
Sie streckte den Arm vor. Ein dünner Faden entsprang ihrem Hand-
rücken, suchte und fand seinen Unterarm. Er merkte überhaupt nichts, er
beobachtete nur interessiert. Wenigen Minuten später löste sich der Faden.
Nach kurzer gedanklicher Zwiesprache mit seiner Haut rupfte er ein Büschel
Gras aus, und hielt es in der offenen Hand. Das Gras verschwand langsam
darin, wobei die Haut an dieser Stelle dicker wurde. Bald erschien ein
kleiner, weißer, länglicher Zylinder.
Als sie sah, was er sich hatte erzeugen lassen, meinte sie nur: "Das ist
ja wieder typisch! ... ", schüttelte den Kopf und ließ ein verächtliches
"Raucher!" folgen.
Er machte extra große Augen und zuckte mit den Schultern; die ŽTja, da
kann man nichts machenŽ-Geste. Während er mit der Fingerkuppe die Ziga-
rette entzündete, beobachtet sie dieses mit einem erwartungsvollen Blick,
welchen er nicht bemerkte. Nach dem ersten Lungenzug bekam er einen hef-
tigen Hustenanfall; jetzt bemerkte er ihr schadenfrohes Lächeln. Der
zweite Zug ging schon besser - er hüstelte nur etwas. Er rauchte weiter.
Sie schaute ihn immer noch an wie ein Professor sein Versuchskaninchen,
deshalb fragte er: "...ist noch was?"
"Och nööö!", wiegelte sie ab; das war ganz klar geflunkert. Plötzlich
wurde ihm schwarz vor Augen.
Ein außenstehender Beobachter hätte nun folgendes gesehen: Da saß ein
Mann im Schneidersitz im Gras unter einem Baum. Plötzlich wurde sein
Blick glasig und der Körper verlor seine Spannung. Im Zeitlupentempo be-
gann sich der Oberkörper nach vorne zu neigen. Ungeschützt fiel sein
Gesicht ins Gras. Eine Frau, die daneben saß, brach in schallendes Ge-
lächter aus.
Das erste was er wieder wahrnahm war der Geruch von Erde und ein lautes
Lachen. Er rappelte sich auf und schüttelte sich seinen Kopf klar. Er
bedachte Alexandra mit einen grimmigen Blick, den sie jedoch mit einem
erhöhtem Heiterkeitsausbruch beantwortete. Das war ansteckend. Bald
flossen auch bei ihm die Tränen. Nach einer Weile Pause. Sie schauten
beide angestrengt in alle möglichen Richtungen, zum Himmel, zur Erde oder
fixierten irgendetwas. Trafen sich jedoch ihre Blicke, dann prusteten
sie wieder los. Und wieder weggucken, und wieder...
Nachdem sie sich beruhigt hatten sprach sie (noch recht mühsam, da sie
noch außer Atem war): "Du hast es wohl noch nicht ganz kapiert! Du hast
einen funkelnagelneuen Körper. Und dieser ist eben so eine Giftladung
nicht gewohnt! Deine Haut kannte dies auch noch nicht und konnte den
Kollaps deshalb nicht verhindern."
Dann legte sie sich ebenfal

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Nutzer: sylph
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geschrieben am: 30.03.2000    um 12:16 Uhr   
...
[Diese Nachricht wurde geändert von: sylph (geändert am: 30-03-00).]
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Nutzer: sylph
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geschrieben am: 30.03.2000    um 12:18 Uhr   
Hallo sam, der Gehörnte hieß "Hern, der Jäger"... leider kann ich mich nicht mehr an einzelne Folgen erinnern sondern nur noch an die herrliche Stimmung die diese Serie hatte... *seufzt* ...mein Gedächtnis ist leider eine Art Aktenschrank, bei dem ich viel zu häufig den Schlüssel verlege...
Auf bald... Sylph...
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Nutzer: sylph
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geschrieben am: 02.04.2000    um 11:21 Uhr   
Wildwesthero, ich habe deinen Tip nicht als dumm aufgefaßt ... dein Argument sind 50% der Sache, die anderen 50% war mein eigener Wille mich auszugrenzen und das Opfer zu spielen. Ich denke jedoch, daß ich beides wieder in die richtige Richtung gelenkt habe... sowohl mit einigen neuen Freunden als auch mit einer eigenen geänderten Einstellung... dennoch... Danke!!!
...
...
...
Nun zu der Geschichte...
höchst unterhaltsam kann ich nur sagen.Lach,
hatte ein klitzekleines bißchen Mitleid mit
"Ihm"... aber so sind nun mal manche Frauen... lassen einen die Erfahrungen selber machen. Hab dankf für die Erheiterung, und ich hoffe allen ernstes, dass die Story nicht als Papierflieger endet!!!
.... Gehabt Euch wohl...
P.s. Reitet ihr eigentlich auch dem Sonnenuntergang entgegen....*zwinker
[Diese Nachricht wurde geändert von: sylph (geändert am: 02-04-00).]
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Nutzer: Gast_wildwesthero
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geschrieben am: 02.04.2000    um 12:52 Uhr   
Der Erzähler schreckt auf, als er die Seite umblättert: Wo sind die
restlichen Seiten ?! Jetzt erinnert er sich, daß seine Enkelkinder
vor ein paar Wochen im Garten den ganzen Tag Papierflieger gebastelt
hatten...
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Nutzer: Gast_wildwesthero
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geschrieben am: 04.04.2000    um 01:20 Uhr   
Hallo Sylph!
Man sollte keine Tips geben, wenn man die Fakten nicht kennt. Aber ich
sah Sylph mit Clique unterwegs; und die Leute passten überhaupt nicht
zu Sylph.
Papierflieger: Irgendjemand hat mal bemerkt, saß es hier im Forum zu
viele negative Threads gibt. Stimmt. Deshalb will ich nicht auch dazu
beitragen, denn die Story hat kein Happy End, und ich will auch nicht
von Kampf (Krieg) [würg!] schreiben.
Lass deine Phantasie spielen und spinne die Geschichte weiter, aber
möglichst [b]heiter[/b]. Vielleicht findet sich ja auch jemand, der
sie in diesem Sinne weiterschreibt.
Ansonsten lassen wir diesen Thread ins schwarze Daten-Loch versinken
wie der Kristallpalast in den Boden...

Bis dann im Sherwood Forrest...
WWH


P.S. WWH reitet auch in Wirklichkeit manchmal in den Sonnenuntergang;
wenn er am Abend mit dem Motorrad unterwegs ist
P.P.S. Mein Nick löst des öfteren (immer?) falsche Assoziationen aus.
WILD WEST HERO ist der Titel eines Songs, und der Anfang passt
100 % zu mir: Sometimes I look up high, and then I think there
might, just be a better life. Away from all we know, thats
where I wanna go ...

Aber für den wahren Fan hab ich da noch was: Ein Musik(?)stück, daß
ich E02 nenne. E02 ist ziemlich simpel (2-Stimmig) und langsam (aber
auf jeden Fall kein Baukastensystem-Stück). Wenn man sich die vielen
Halbtonschritte ansieht, so müßte es eigentlich ziemlich schräg klingen,
aber ich empfinde es nicht so (Gewohnheit?). Die Qualität ist nicht
besonders (Computer zu Kassette zu Computer) (Rauschen), aber die Sound-
karte, auf der es gemacht wurde, hauchte 1999 ihren Geist aus.
Hier der Link für E02.mp3 (1,6 MB), kannst du ja während dem Chatten
im Hintergrund downloaden. Ich habe zwar einen Test gemacht (hat ge-
klappt, wenn auch einige Zeit verging bis das Fenster für die Daten-
übertragung erschien...), aber ich bin kein Experte, ich hoffe es
funktioniert auch bei dir.
Link
Nur vorsichtshalber: E02 (c) 1998/99 by Wildwesthero

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Nutzer: sylph
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geschrieben am: 05.04.2000    um 23:23 Uhr   
*mit einem lachenden (oder verstaendnisvoll blickenden) Auge und einem weinenden Auge die letzte Nachricht liest...
zustimmend nicken muß,... ja die Welt ist voll von Dunkelheit und Hass, aber der Kontrast laesst die Helligkeit um so leuchtender erstrahlen... das eine nicht ohne das andere sein kann!
Werd mir Gedanken über das Ende machen, je nach Stimmung...

*leider das lied nicht kannte, daher lag es nahe an den Westernhelden zu denken.
Leider konnte ich den mp3-File nicht herunterladen, und ich kenn mich zu wenig aus um zu wissen, woran es liegt... trotzdem Danke, der Wille zaehlt...
Seufzt .... würde mich freuen, wenn dein Name in einem anderen Beitrag oder zu einem anderen Thema auftaucht...

*wünscht, dass die Muse immer an deiner Seite wandert...
wandelt auf sicheren Pfaden....
Sylph
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