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geschrieben am: 22.03.2000 um 03:20 Uhr
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Hallo Sylph (Danke!)!
Seele baumeln lassen. CD-Tip dafür: Ich habe bei einem "Auf_gut_-
Glück_Sonderpreis-CD_Kauf" (16,95 DM) Glück gehabt. Ist zwar immer
so eine Sache mit Musik-Tipps (neudeutsch!), aber trotzdem: Clannad
Lore. Ist Musik angelehnt an britische "Folklore" (teilweise mit
völlig unverständlicher Sprache - ich rate mal, es ist keltisch) mit
ausdrucksstarker Frauenstimme, viel Raumklangeffekt aber auch mit
modernen Instrumenten. Beim ersten mal Hören fand ich sie etwas
monoton, langweilig - aber dann wurde sie immer besser...
Zum Abtauchen!
Der Erzähler rückt seine Lesebrille zurecht, schlägt das Buch dort
auf, wo das Lesezeichen steckt, schaut kurz in die Runde seiner
Zuhöher, und fährt fort:
Da nun sein Durst gestillt war, kam das Bedürfnis mit der geringeren
Priorität zum Zuge - Hunger! Er fragte die Haut: "Fühlst du noch et-
was ?"
"...du brauchst Nahrung. Ich kann dir einige Variationen anbieten,
du kannst aber auch alle Pflanzen, die es hier gibt, direkt essen."
"Gras und Laub? Geht nicht! Dafür sind wir Menschen nicht konstru-
iert!"
"Ich weiß nicht, wie es in deiner vorherigen Welt war, aber hier ist
das so. Hier ist pflanzliche Nahrung für Menschen genießbar und sehr
nahrhaft."
"Das grüne Zeugs auf dem ich rumlatsche! Das ist roh genießbar!?",
fragte er ungläubig.
"Ja."
Er schaute sich um, konnte aber nicht mehr genau die Stelle ausfin-
dig machen, wo er sich eben erst erleichtert hatte; vielleicht war es
ja genau hier, wo er stand.
"Na schön, mal testen. Laß uns aber eine saubere Stelle aufsuchen, es
soll hier Barbaren geben: Die pinkeln auf Essen!"
Er ging zwanzig Schritte, wobei ihm die Haut folgte, indem sie mit be-
achtlicher Geschwindigkeit durch das Gras floss. Er setzte sich im
Schneidersitz auf den Boden, zupfte einen Grashalm aus, und hielt ihn
sich (natürlich!) zuerst einmal unter die Nase, bevor er ihn in den
Mund schob. Mit einem treudoofen Blick, der einer widerkäuenden Kuh
alle Ehre gemacht hätte, kaute er darauf herum. Garnicht mal schlecht
der Geschmack. Ein wenig wie Paprika, etwas kohliges, eine Idee wie
Fleisch und noch ein undefinierbarer Leckergeschmack. Nun rupte er
ein ganzes Bündel Gras aus. Bevor er es ass, vergewisserte er sich,
daß keine unerwünschten Zutaten dabei waren; auf eine Fleischbeilage
in Form von Krabbelgetier verzichtete er dankend.
Wie schnell sich doch der Sinn eines geflügelten Wortes ändern konnte,
dachte er belustig, hier konnte und mußte er täglich "ins Gras beis-
sen"!
Nach drei Büscheln fiel ihm ein, was die Haut gesagt hatte: "Du mein-
test, du könntest mir einige Variationen anbieten..."
"Ich kann verschiedene Geschmacksrichtungen wie salzig, süß, würzig
usw. machen und die stoffliche Beschaffenheit - locker, weich, hart,
zäh, flüssig, Farbe etc. bestimmen."
"Kannst du mir jeweils eine kleine Probe von diesen Variationen her-
stellen?"
"Ja. Soll ich sie machen?
"Ja."
Die Haut breitete sich wie ein Teppich über das Gras aus, und langsam
wuchsen aus dieser Fläche kleine weiße Stückchen Irgendwas. Er pro-
bierte von allem nur ein klein wenig um den Geschmack zu testen; er
wollte sich ja nicht den Magen verkorksen. Alles schmeckte gut, aber
ungewohnt; nichts war genau so, daß er sagen konnte, das schmeckt ex-
akt wie... Er hatte nur einen Teils des Angebots gekostet, er hatte
genug: "Alles schaffe ich nicht. Kannst du dir merken, welche Stücke
ich noch nicht probiert habe, und nur diese später noch einmal er-
zeugen?"
"Ja. Soll ich das tun?"
Schon das zweite Mal diese dumme Rückfrage. Er wollte gerade meckern,
aber dann fiel ihm auf: Er hatte ja Fragen gestellt und keine Anwei-
sungen gegeben. Also sagte er nur: "Ja.", und nach eine Pause fügte er
hinzu: "Nicht schlecht! Nur leider nichts was ich kenne und mag."
"Wenn ich mit dir verbunden bin, dann kan |
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