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Gedanken über Träume und Fehler

Nutzer: Gast_macky
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geschrieben am: 18.03.2000    um 01:48 Uhr   
In emotional schlechten Zeiten kommen sie regelmäßig wieder - diese Gedanken und Erinnerungen. Erinnerungen an eine zwar kurze, aber unheimlich aufregende Zeit. Eine Zeit, in der sich ein Traum zu erfüllen schien, später dann aber platzte wie eine Seifenblase.
Man fängt an, sich eine Menge Fragen zu stellen, doch selbst wenn man Antworten findet, sind diese höchst unbefriedigend.
Muss es denn wirklich so sein, dass Träume nur Schäume sind? Oder, dass Träume, die wahr zu werden scheinen, abrupt enden? Warum heilen manche Wunden auch nach Monaten nicht? Womöglich, weil sie sich an der empfindlichsten Stelle befinden, dem Herzen.
Der Traum kehrt immer wieder. Auch wenn man nach dem Aufwachen weiß, dass dieser sich nie (wieder) erfüllen wird. Und trotzdem, ein Wehren dagegen ist zwecklos, das Unterbewusstsein ist stärker, vor allem, wenn das kurze Erleben-dürfen dieses Traumes sämtliche Erwartungen bei weitem übertraf.
Kann es sein, dass es Menschen gibt, die nicht dafür bestimmt sind, auf Dauer glücklich zu werden, oder dass, auch wenn sie nur einen einzigen Wunsch haben, dieser nicht in Erfüllung gehen kann? Ist es möglich, dass man im Leben ein zweites Mal auf einen Menschen trifft, den man über alles lieben kann? Wie groß ist die Chance? Gibt es sie überhaupt? Und wenn ja, ist dieser Mensch stark und ausdauernd genug, Mauern einzureißen?
Vielleicht sollte jemand glücklich sein, wenn er seinen schönsten Traum leben durfte, wenn auch nur kurz. Möglicherweise hat man da manch anderen etwas voraus. Warum aber macht das nicht glücklich? Wohl, weil das Herausgerissenwerden aus dem Schlaf während eines schönen Traumes sehr schmerzhaft ist. Ein großes Problem ist auch, wenn es keine Gelegenheit gibt, einander persönlich gegenüber zu stehen und - gewissermaßen - Abschied zu nehmen. Es ist noch so vieles ungesagt und das macht ein Loslassen unheimlich schwierig.
Ein Versuch, den Traum zu vergessen, ist leider gescheitert. Durch diesen Versuch sind Menschen verletzt worden, die dies nicht verdient haben. Dafür würde ich mich gern bei den betreffenden Menschen entschuldigen. Aber was geschehen ist, ist nicht rückgängig zu machen. Manche Fehler sind eben unverzeihlich und nicht wieder gutzumachen. Zu diesen Fehlern muss man stehen. Ich habe Menschen verletzt, die ich niemals verletzen wollte. Doch es ist zu befürchten, dass eine Entschuldigung den Betreffenden leider nicht helfen wird.
Es sind Gedanken, die in mir vorgehen, die ich versuche, auf diese Weise zu verarbeiten - mehr nicht, aber auch nicht weniger
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Nutzer: vampire
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geschrieben am: 18.03.2000    um 07:11 Uhr   
[i]nickt traurig, weil es wirklich sehr gut verstehen kann und dieselben Fragen gestellt hat, aber leider immer noch keine Antwort darauf weiß...[/i]
Ich wünsche dir auf jeden Fall, das deine Träume doch noch in Erfüllung gehen, und zwar diesmal für lange, wenn nicht für immer!
Mit liebem Gruß
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Nutzer: elfenkind
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geschrieben am: 18.03.2000    um 22:33 Uhr   

...lieber beim Versuch gescheitert, als am Gedanken, es nie versucht zu haben zugrunde zu gehen...
Schatten und süßes Wasser,
Elfenkind
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Nutzer: Gast_hunter18
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geschrieben am: 18.03.2000    um 23:39 Uhr   
Macky, ich glaube, wir können uns wirklich die Hand reichen! Jeder deiner Sätze weckt wieder die Erinnerung in mir, die ich schon längst verdrängte, und doch immer und immer wieder vor mir sah! Niemals kann und will ich diese Zeit vergessen! Sie war, ja, sie war wirklich etwas besonderes!
Doch leider muß ich dir recht geben! Kann man wirklich noch einmal sich so in jemanden verlieben? War es etwa diese Zeit, die dein ganzes Leben lang deine glücklichste gewesen sein soll?
Auch ich stellte mir diese Fragen, immer und immer wieder, wollte es nicht verstehen, konnte es nicht fassen!
Träume, Schäume, leider ist es so! Nicht für alle, aber für Menschen wie dich, mich, und noch ein paar Andere!
Ich weiß wie du dich fühlst, und wie ich es weiß! Nachts schlafe ich nicht, lenke mich tagsüber ab, doch es geht nicht! Sie will nicht aus meinem Kopf, mein Verstand sagt, vergiss sie endlich, gib sie auf, du hast verloren; doch mein Herz..., es sagt, kämpfe weiter, kämpfe, hör nicht auf, gib dich nicht geschlagen! Doch von Tag zu Tag läßt der Schmerz nach, weil dein Herz ihn nicht mehr empfindet! Ein Stück deines Herzens ist wie rausgerissen, und es kann sich vielleicht nie wieder regenerieren, nie wieder nachwachsen!
Doch ein neuer Tag wird beginnen, auch wenn du den Sinn nicht Finden kannst! Den Sinn in deinem Leben, du wirst ihn nicht mehr finden! Das Buch der Erinnerung, schließe es!
Eins habe ich jedoch gelernt: Versuche niemals, Mauern einzureißen, klettere darüber, benutze Seile, aber reiße sie nicht ein! Denn durch einreißen machst du alles kaputt, so wie auch ich! Auch ich habe ihr wehgetan, und ich wollte es niemals! Doch was fühlte ich, was fühle ich immer noch?
In den letzten Wochen verlor ich meinen Glauben! Glauben an mich, Glauben an Glück, an etwas Allmächtiges, an die LIEBE!
There is no hope, no luck, only destiny. And everybody is his own smith of his own destiny! There is also no God, thus there is only destiny!
Auch ich konnte den Traum nicht vergessen! Ich versuchte es, doch es war unmöglich!
Den folgenden Text habe ich schon einmal ins Forum gesetzt, aber ich würde ihn dir gerne mal zeigen!
Wenn du willst, lies ihn dir einfach mal durch, denn er ist einer der Vielen, in denen ich wie du versuchte, es zu verstehen, in dem ich es versuchte, ein Licht zu sehen in dieser verdammten Nacht, der unendlichen Dunkelheit!!

Er steht einfach nur so da, und tut nichts, starrt, starrt in die Leere.
Verschüttete Träume,
Bilder aus alten Tagen,
vom Wahnsinn den ich lebte,
und was sie mir heute sagen,
ich schlief zu wenig,
und ich trank zuviel,
die Schmerzen im Kopf erinnern an ein,
ein vertrautes Gefühl!
dreht sich um zu den Wäldlern und wird lauter:
Ich trinke auf,
auf gute Freunde,
auf verlorenen Liebe,
auf alte Götter,
und auf neue Ziele,
auf den ganz normalen Wahnsinn,
auf das was einmal war!
Darauf, dass alles endet,
und auf ein neues Jahr,
auf ein neues Jahr!!!
Blutige Küsse, bittere Trennung/Pille,
von Schicksal gefreggt, und nimmer drei Promille,
ich verteile LösungŽn , doch mein größtes Problem,
ich stand vor mir, und konnte mich nicht sehen!!!
Ich trinke auf, auf gute Freunde, auf verlorenen Liebe, auf alte Götter, und auf neue Ziele, auf den ganz normalen Wahnsinn, auf das was einmal war! Darauf, dass alles endet, und auf ein neues Jahr!!! Das Gras war grüner, die Linien schneller, der Reiz war größer und die Nächte waren länger! Alles Geschichte, und ich bin froh, dass es so ist, oder glaubt ihr es ist schön, wenn man „Scheiße“ frißt!
Alles und überall nur Splitter, im Treibsand meiner Seele, nur wenige Momente, in einem Leben, ich höre himmlisches Gelächter, wenn ich dran denke, wie ich war, an das Rätsel, das ich lebte, und die Lösung die ich nicht sah!
Ich trinke auf, auf gute Freunde, auf verlorenen Liebe, auf alte Götter, und auf neue Ziele, auf den ganz normalen Wahnsinn, auf das wa
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Nutzer: Gast_macky
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geschrieben am: 21.03.2000    um 22:18 Uhr   
Elfenkind: Da hast du prinzipiell recht, aber solche Erfahrungen können eben manchmal wehtun, allen beteiligten...
Hunter: Danke für deine netten Worte .. auch wenn ich sagen muss: Bitte nicht noch weiter runterziehen ...
Macky
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Nutzer: elfenkind
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geschrieben am: 21.03.2000    um 22:58 Uhr   
Sicherlich, macky.
[i]wie sagte Arikarion, mein Lehrer, einmal auf der Jagd zu mir:[/i]
"Egal was passiert, lass uns zusammenbleiben, denn wenn etwas passiert, dann geschieht es uns wenigstens gemeinsam."
Schatten und süßes Wasser,
[i]grübelnd[/i]
Elfenkind
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"Autor"  
Nutzer: Gast_macky
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Anzahl Nachrichten: 292

geschrieben am: 22.03.2000    um 21:05 Uhr   
Elfenkind, dieser Spruch ist gut und ganz sicher auch wahr ... nur passt er im Moment nicht so richtig zu der oben beschriebenen Situation
Macky
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Nutzer: mirella
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geschrieben am: 22.03.2000    um 22:27 Uhr   
Hallo lieber Macky
Es fällt mir schwer, das was ich dir schreiben möchte, in die passenden Worte zu kleiden. Ein bißchen Hoffnung will ich dir geben und gleichzeitig sagen, daß manche Dinge ihren tieferen Sinn vielleicht erst später offenbaren.
Ich wage nicht zu behaupten, ich könne verstehen, wovon du erzählst, denn jeder hat seine eigene Geschichte.
Meine, und das ist die Zuversicht, die ich dir so gerne vermitteln möchte, ist eine, die mich einmal dieselben Fragen stellen ließ. Genau wie bei dir gab es keine Antworten oder was noch schlimmer war: täglich neue. Lange Zeit hatte ich das Gefühl kein Land mehr zu sehen, im Schmerz zuhause zu sein. Das Glück hatte einen Maßstab gesetzt und nichts, davon war ich überzeugt, würde ihn je wieder erreichen.
Dann hat sich jemand in mein Leben geschlichen und Stück für Stück der Mauern um mich herum niedergerissen, hat standgehalten - auch als ich mein häßliches Gesicht zeigte,als ich ungerecht und böse wurde, als ich mein Herz angegriffen sah, das sich längst in seinem Schmerz heimisch fühlte.
Das, was ich heute habe, ist ungleich mehr. Ich bin wieder glücklich, viel glücklicher den je.
Eines jedoch bleibt: diese schmerzende Stelle im Herzen. Aber sie tut mittlerweile anders weh - ein bißchen sentimental fast....ein alter Freund. Ich weiß, daß das Eine ohne das Andere nicht möglich gewesen wäre. Darum bin ich auch für die traurige Erfahrung dankbar....jetzt, im nachhinein.
Ich wünsche dir sehr - nein, eigentlich weiß ich es - daß für dich, lieber Macky, Zeiten kommen werden, in denen du das Vorgefallene als das sehen kannst, was es ist: ein unabdingbarer Teil deines Lebens.
winkers über den Rhein
Mirella
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"Autor"  
Nutzer: schermbeck
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geschrieben am: 23.03.2000    um 12:08 Uhr   
[i]stimmt dem elfenkind voll zu...[/i]
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