Auf den Beitrag: (ID: 26122) sind "12" Antworten eingegangen (Gelesen: 329 Mal).
"Autor"

Der blutrote Mond

Nutzer: Ayena
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 142

geschrieben am: 23.03.2000    um 00:29 Uhr   
Der blutrote Mond - der Alptraum allen Seins
verschlossene Augen der Masse...die Flucht
in den Schlaf, gewogen
vom Mondenschein.
Wie eine tiefe Wunde,
ein warmdunkles Loch im
schützenden Mantel der Nacht
des sachten Alptraums steht er am Himmel.
Da steht hinter Wänden, die
langsam sich nähern
der schwarze Besucher mit der Klinge in der
Faust
Heftiger Atem verrät mein Versteck,
das Ungewisse der Zukunft
lässt mich das Morgen vergessen,
das gestern jedoch holt mich ein.
Die Wunde pocht, ich höre
mein Herz schlagen
stille Tränen, die Blumen des Vertrauens, die auf hoffnungsvollen Worten wuchsen,gossen
verschwinden nach innen...
Nun, durch die wohl wahren Worte
bohrt das Messer sich tiefer
der Mond vergießt sein Blut
...und die Blumen ertrinken...
...Schweigen...
by Ayena 2000
[Diese Nachricht wurde geändert von: ayena (geändert am: 22-03-00).]
  Top
"Autor"  
Nutzer: chartie
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 85

geschrieben am: 22.03.2000    um 13:29 Uhr   
fällt kraftlos auf die Knie und weint bitterlich
  Top
"Autor"  
Nutzer: abalone
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 1200

geschrieben am: 22.03.2000    um 18:59 Uhr   
chartie, gehts wieder? *lol - was anderes fällt mir zu deinem kommentar nicht ein - sorry*
ayena: deine texte sind mir stets ein wenig zu selbstmitleidig - aber du findest schöne sprachbilder, das macht vieles wett ...
*wenigstens ehrlich* ABA
[Diese Nachricht wurde geändert von: abalone (geändert am: 22-03-00).]
  Top
"Autor"  
Nutzer: Ayena
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 142

geschrieben am: 22.03.2000    um 21:22 Uhr   
chartie...*aufhilft*...so war das nicht gemeint...*zeigt ihm mal einen geheimen Ort in unbestimmter Zukunft, wo eine zarte Blüte dem Sonnenlicht entgegenlächelt...*
abalone: dankeschön *lächelt* sowohl für die Kritik als auch für das Lob.... es hat mich sehr gefreut...aber vor allem Deine Ehrlichkeit *zunickt und sich freut*
Ich schreibe das, was mir gerade in den Sinn kommt - auch eine Form von Ehrlichkeit, oder? Ich weiß, dsas es selbstmitleidig klingt, ich werde versuchen, dran zu arbeiten. Aber manchmal möchte ich nunmal auch etwas ausdrücken...
Ayena
*"Ehrlichkeit ohne Offenheit ist wie ein Haus ohne Tür"*
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_hunter18
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 113

geschrieben am: 24.03.2000    um 11:13 Uhr   
#will Chartie aufhelfen.
Es war ja nicht seine Schuld! Hilft ihm hoch, stütz ihn und setzt ihn auf sein Pferd. Gibt dem Pferd einen Klapps, auf dass es davon reitet!
Beginnt traurig die Blumen zu gießen, auf dass sie wieder wachsen können. Beginnt eine Formel zu murmeln, auf die sich die Blumen des Vertrauens erheben sollen, ......doch sie regen sich keinen mm.
Er schaut nun den Mond an, betete so oft zu ihm, war bei ihm, wenn er der Nacht nicht ruhen konnte, doch nun vergießt er sein Blut, wie der Himmel den letzten blauen Fleck verschließt, verchließt um ihn nie wieder zu öffnen, um Dunkelheit walten zu lassen!
Der Dunkelheit kann man nicht entkommen, doch man kann ein Licht anzünden!
Anzünden auch auf die Gefahr hin, dass es wieder erlischt! Doch dieser Akt ist das, was man Hoffnung nennt! Und sollte der Himmel irgendwann wieder sich öffnen, sollte er auch nur den kleinsten Sonnenstrahl auf Erden schicken, werde ich ihn auffangen und für den Mond aufbewahren, denn der Sonnenstrahl könnte diese Wunde schließen!
Dreht sich ein letztes Mal um und verschwindet im Wald

#dreht sich zu Aba#
Ayena hat recht, was ist im letzten Satz sagt!
  Top
"Autor"  
Nutzer: abalone
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 1200

geschrieben am: 24.03.2000    um 14:49 Uhr   
hunter: kannst du mir deine bemerkung erklären? war ich nicht offen?
ayena: sicher sind deine zeilen auch ehrlich - aber was mich an diesem forum stört ist die tatsache, daß sich hier niemand traut, auch mal etwas negatives zu äußern. die einzigen reaktionen, die man hier findet, triefen nur so vor romantisch-verklärten zusprüchen - lobhätschelwirhabenunsalleliebundleidengemeinsam. das bringt keinen fortschritt - interessant ist es, bei einer person eine entwicklung zu sehen - heute down, in ein paar wochen wieder oben - dann ändern sich auch automatisch schlagartig die inhalte der texte - sie handeln nicht mehr nur von einem selbst. aber der großteil bleibt auf dem depri-level hängen.
die meisten gedichte, die hier erscheinen, sind selbstmitleidige seufzer - jeder beschäftigt sich, so scheint's, nur mit der eigenen person - ein ziemlich egoistisches verhalten. ich zitiere mal einen anderen chatter: "mensch sein ist nun einmal nicht nur ich sein." bewegt euch doch einmal weg von euch, erforscht einmal gebiete, die nicht ausschließlich nur in euch liegen - und dann setzt euch hin und schreibt!
*so* ABA
  Top
"Autor"  
Nutzer: abalone
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 1200

geschrieben am: 24.03.2000    um 18:24 Uhr   
hab vorhin in einem anderen forum folgendes gedicht gelesen und gedacht "jau, das ist genau das, was ich hier sagen wollte!" also setz ich's jetzt hier rein (erlaubnis wurde erteilt )
[b]Das Lächeln[/b]
Dein Lächeln,
vermag die Traurigkeit
in deinen Augen
nicht zu überdecken.
Ich sehe
dass dich immer noch
dieselben Gedanken
quälen
in die du dich fest
eingegraben hast.
Du denkst im Kreis,
und lässt nichts Neues zu,
kein Argument von mir
scheint dir schlüssig.
Es ist viel
Selbstmitleid dabei,
in deinen Klagen.
Ich weiss dass das Leben
meist nicht fair ist,
auch dass man oft
den Falschen liebt.
Dass manche Menschen
mehr ertragen müssen,
als die Anderen
ist mir bekannt.
Halte dich nicht länger auf
Mit den „warum’s“ und „weshalb“.
Sie bringen keine Klarheit
und aus ihnen
lässt sich nichts lernen.
Versuch zu sehen,
was dir das Leben
damit sagen will.
Und dann setze deine Schritte,
wenn dir die Großen schwerfallen
dann eben Kleine,
versuche nur den eigenen Weg
zu gehen.
Verharre nicht
und halte nicht
auf halbem Wege an.
Magst du am Anfang
noch das Ziel
nicht klar erkennen.
Geh einfach los,
besser du gehst mal
in die falsche Richtung
als du trittst auf der Stelle.
W.S. (Kolcherin)
24.03.00



*gruß* ABA
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_hunter18
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 113

geschrieben am: 24.03.2000    um 19:14 Uhr   
Aba,
verzeih, ich wollte dich jetzt wirklich nicht angreifen, selbstverständlich gehört auch Kritik dazu, zu jedem Gedicht oder jeder Aussage!
Doch dein einziger Nachteil ist, -wofür du natürlich nichts kannst-, du kennst die Hintergründe nicht, weißt nicht, warum Chartie zusammengebrochen ist!
Man will mit denen Gedichten nicht nur etwas eben mal schreiben, sondern man will, wie Aye es formulierte, auch etwas erreichen, eine Reaktion, und wenn es nur bedeutet, dass sich ein Anderer ein paar winzige Gedanken macht! Mann will mit dieser Art von Gedichten ausdrücken, wie man sich fühlt, was in einem vorgeht! Doch ich glaube, dass weißt du, es liegt eben nur an den Hintergründen, die du nicht kennst.
War echt nicht böse gemeint
#sein Pferd scheut, doch er hällt es unter Kontrolle#
Lies einfach mal den Text des Traumdämons, dann wirst du es spühren, denn auch ich empfand dass, was er fühlte, nur durchŽs Lesen!
Ich hoffe, du verstehst mich!
Auf bald!
#reitet davon in Richtung des dunklen Waldes
PS: Das Gedicht ist wirklich nicht schlecht!
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_hunter18
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 113

geschrieben am: 24.03.2000    um 19:15 Uhr   
Aba,
verzeih, ich wollte dich jetzt wirklich nicht angreifen, selbstverständlich gehört auch Kritik dazu, zu jedem Gedicht oder jeder Aussage!
Doch dein einziger Nachteil ist, -wofür du natürlich nichts kannst-, du kennst die Hintergründe nicht, weißt nicht, warum Chartie zusammengebrochen ist!
Man will mit denen Gedichten nicht nur etwas eben mal schreiben, sondern man will, wie Aye es formulierte, auch etwas erreichen, eine Reaktion, und wenn es nur bedeutet, dass sich ein Anderer ein paar winzige Gedanken macht! Mann will mit dieser Art von Gedichten ausdrücken, wie man sich fühlt, was in einem vorgeht! Doch ich glaube, dass weißt du, es liegt eben nur an den Hintergründen, die du nicht kennst.
War echt nicht böse gemeint
#sein Pferd scheut, doch er hällt es unter Kontrolle#
Lies einfach mal den Text des Traumdämons, dann wirst du es spühren, denn auch ich empfand dass, was er fühlte, nur durchŽs Lesen!
Ich hoffe, du verstehst mich!
Auf bald!
#reitet davon in Richtung des dunklen Waldes
PS: Das Gedicht ist wirklich nicht schlecht!
  Top
"Autor"  
Nutzer: *sierra*
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 211

geschrieben am: 24.03.2000    um 19:34 Uhr   
Aus Zwischenlicht tritt
Kann nur schreiben , was ich fühle
Kann nur geben was ich bin
Kann nicht malen andre Bilder
denn in meinen steckt Leben drin

Bezweifelt Abalones Aussagen nicht
aber schreibe aus Gefühlen und nicht aus stilistischen oder poetisch verpflichtenden Formen
Erlaubt sich der zu sein der ich bin
Und vielleicht werde ich mich Morgen himmlisch freun oder zu Tode betrübt sein
Weiß daß ich zu mir ehrlich bin und das ist mir wichtig.

  Top
"Autor"  
Nutzer: abalone
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 1200

geschrieben am: 24.03.2000    um 19:35 Uhr   
hunter: das ist alles schön und gut ... aber die entwicklung (die eher eine stagnation ist) sieht doch meist wie folgt aus: "x" schreibt seinen kummer von der seele - er bekommt unterschiedliche reaktionen, unterstützende, aber auch wegweisende (aus dem dilemma heraus) ... jetzt scheint "x" sich aber nur an den "mitleidenden" reaktionen zu orientieren - und schreibt die nächsten monate immer wieder über das gleiche tief ... diejenigen, die ihm ratschläge gaben, wie man da herausfindet (oder ihm einfach mal in den arsch getreten haben ), fragen sich dann doch: warum soll ich noch was sagen? er schaffts ja anscheinend nicht. - ergo erntet "x" bei seinen neuen gedichten nur noch beiträge der "mitleider" - und ein ende ist nicht in sicht ... das kann's doch nicht sein, oder?
ab und an mal ein gedicht über die eigene gefühlswelt - okay ... aber es sollte kein dauerzustand werden - zumal oft nach dem dritten gedicht eh nichts neues mehr zum thema gesagt werden kann ...
wie ich es oben schon sagte: bewegt euch mal aus euch heraus!
ayena, entschuldige, daß sich dein thread so entwickelt hat - aber es bot sich halt gerade dafür an
P.S. *sierra*, du bist mir beim posten dazwischen gerutscht les mir mal eben deinen beitrag durch - mal sehen, ob's was von mir zu sagen gibt ...
[Diese Nachricht wurde geändert von: abalone (geändert am: 24-03-00).]
  Top
"Autor"  
Nutzer: Ayena
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 142

geschrieben am: 25.03.2000    um 02:04 Uhr   
Nun, was soll ich dazu sagen... *schulterzuckt*
Aba, du hast gesagt, meine Gedichte wären Dir
"stets ein wenig zu selbstmitleidig"...
Hast du schon snowflake gelesen? oder mein Gedicht für impala? es gibt auch eins, das heißt "Leben", aber das ist schon sehr tief gesunken...
Aber es gibt auch andere Beispiele: Khadija hat ein sehr schönes Liebesgedicht geschrieben... Mir ist aufgefallen, dass solche Gedichte häufig gar nicht beachtet werden, und das finde ich sehr schade. In den Gesprächen wird immer nur auf die depressiven Gedichte verwiesen, und sich darüber beschwert. Aber man könnte doch auch die anderen mal fördern. Was jetzt wiederum nicht heißen soll, sich von denen abzuwenden, denen es nicht gut geht...Aber es wäre mir wichtig, das es auch mal eingesehen und erwähnt wird, dass im Forum durchaus positive, schöne Gedichte stehen...[i]die wiederum Gefühl, also die Wahrheit, ausdrücken sollten.[/i]
Schließlich will man doch auch eine Reaktion auf das Geschriebene haben...erst Recht, wenn das Gedicht fröhlich, schön, lebenslustig oder einfach nur gut geschrieben ist, weil man dann die anderen an seiner Fröhlichkeit teilhaben lassen möchte.
Andererseits will man natürlich irgendwie auch ausdrücken, wenn es einem nicht gut
Natürlich hatte das Gedicht einen Hintergrund, den Abalone nicht kennen konnte...
Und ich gebe ja zu, dass meine Gedichte [i]wirklich oft[/i] eher depressiv sind...aber da passt wieder das, was sierra geschrieben hat. Ich habe keine Lust, [i] irgendwas[/i] zu schreiben. Ich meine, man muss, eben wie sierra sagt, Leben in das Gedicht bringen...nur würde ich es Gefühl nennen. Das ist vielleicht im einen Moment so, im nächsten wieder ganz anders. Die Situation, in der sich der Schreiber befindet spielt dabei doch auch eine große Rolle.
Und zum Selbstmitleid im Forum wollte ich folgendes sagen: Das Forum ist voll von Gedichten (ich will nicht sagen die von Selbstmitleid triefen, weil ich die Hintergründe nicht kenne), die depressiv sind. Und da reagieren so viele drauf, keine Ahnung, warum das so ist...vielleicht weil man helfen möchte, oder weil der oder diejenige einen derart mitreißt, dass man sich dazu äußern möchte, versuchen möchte, ein wenig Kraft zu geben...
Tja, damit wäre ich am Ende meines Beitrages und hoffe, wenigstens ein wenig verständlich meine Meinung dargelegt zu haben.
Und mit übertriebenem Selbstmitleid kann auch ich nicht so gut umgehen. Jedenfalls nicht, wenn die Situation nicht eindeutig oder nicht wirklich so ist, wie sie beschrieben ist, was aber wiederum nichts mit dem Gedicht zu tun haben muss, das ja dennoch gut sein kann...*kopfkratzt*. Also: solange die Wahrheit ausgedrückt wird - ok.

In diesem und der "Wahrheit", bzw. "Ehrlichkeit" Sinne: Ich bin froh über jede Anmerkung/Kritik zu meinen Gedichten, weil es mir zeigt, dass sie wenigstens gelesen werden.
Ayena

*Es ist schwer, es zugleich der Wahrheit und den Leuten Recht zu machen"

[Diese Nachricht wurde geändert von: ayena (geändert am: 25-03-00).]
  Top
"Autor"  
Nutzer: despair
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 07.07.2001
Anzahl Nachrichten: 121

geschrieben am: 25.03.2000    um 03:22 Uhr   
[i]erstmal für abalone die Fahne schwenkt[/i]
Ist genau das, was mir hier so oft durch den Kopf geht. Ist ja nicht bös gemeint - aber soo viel Depressiva auf einen Haufen, also, hm.
Und was die Kritiklosigkeit angeht...kann man das sehen wie man will, aber niemandem kann wirklich [i]jedes[/i] Gedicht gefallen.
Ich denke, die meißten werden wohl oft aus Respekt den Dichtern gegenüber nichts negativ klingendes sagen.
Jedenfalls geht das mir so. Ich schreib meißt nur, wenn es mir gefällt - denn Unfrieden ham wir hier eh genug.
Bis es gewesen ist,
Die Verzweiflung

[i]PS: Womit ich nichts dagegen sagen möchte, daß für manch einen ein Gedicht mehr Bedeutung hat, als für den Rest.[/i]
  Top