Auf den Beitrag: (ID: 26145) sind "2" Antworten eingegangen (Gelesen: 436 Mal).
"Autor"

Grenze der Verzweifelung

Nutzer: Gast_chromatom
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 04.05.2005
Anzahl Nachrichten: 54

geschrieben am: 27.03.2000    um 11:55 Uhr   
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica quote:</font><HR>Grenze der Verzweifelung
Ich habe Dich so lieb
Daß ich nicht mehr weiß
Ob ich Dich so lieb habe
Oder ob ich mich fürchte
Ob ich mich fürchte zu sehen
Was ohne Dich
Von meinem Leben
Noch am Leben bliebe
Wozu mich noch waschen
Wozu noch gesund werden wollen
Wozu noch neugierig sein
Wozu noch schreiben
Wozu noch helfen wollen
Wozu aus den Strähnen von Lügen
Und Greueln noch Wahrheit ausstrählen
Ohne Dich
Vielleicht doch weil es Dich gibt
Und weil es noch Menschen
Wie Dich geben wird
Und das auch ohne mich
(Erich Fried)<HR></BLOCKQUOTE>
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_chromatom
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 04.05.2005
Anzahl Nachrichten: 54

geschrieben am: 30.03.2000    um 01:55 Uhr   
nette antwort star :-)
  Top
"Autor"  
Nutzer: starchaser
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 4935

geschrieben am: 30.03.2000    um 12:16 Uhr   
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica quote:</font><HR>
Das Veilchen
Ein Veilchen auf der Wiese stand
Gebückt in sich und unbekannt;
Es war ein herzigs Veilchen.
Da kam eine junge Schäferin
Mit leichtem Schritt und munterm Sinn
Daher, daher
Die Wiese her, und sang.
Ach! denkt das Veilchen, wär ich nur
Die schönste Blume der Natur,
Ach, nur ein kleines Weilchen,
Bis mich das Liebchen abgepflückt
Und an dem Busen matt gedrückt!
Ach nur, ach nur
Ein Viertelstündchen lang!
Ach! aber ach! das Mädchen kam
Und nicht in acht das Veilchen nahm,
Ertrat das arme Veilchen.
Es sank und starb und freutŽ sich noch:
Und sterb ich denn, so sterb ich doch
Durch sie, durch sie,
Zu ihren Füßen doch.
Johann Wolfgang von Goethe
<HR></BLOCKQUOTE>
  Top